Tipps fürs arbeiten im CallCenter

  • Hallo Leute,
    ich fange nächste Woche im CC an zu arbeiten, daher wollte ich mal fragen, was man alles beachten muß etc etc. Sicherlich werden die Teamleiter dort mich als neuling in der Brache richtig einweisen, aber es kann dennoch nicht schaden sich im Vorfeld über die Arbeitsweise sich zu informieren.
    Ich selbst werde dort als T-Mobile-MA den Bestandskunden u.a. die neuen Tarife etc anbieten.
    Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir Tipps geben könntet auf was man alles achten sollte und was die "Totsünden" in diesem Bereich sind.


    Grüsse aus Kölle



    (P.S. Ita-Ghana ein Spiel das jemanden vom Hocker reisen konnte, einfach Super das Spiel gestern abend)

  • Zitat

    daher wollte ich mal fragen, was man alles beachten muß etc etc.


    Ich kann dir nur sagen, wie ich es aus Kundensicht sehe. Sagt der Kunde nein, geb auf. Ich hasse es wenn mir Leute widersprechen und mir nicht zuhören (wollen).


    Ansonsten hier ein paar bessere Infos:
    Klick

  • Also,
    das ist ja löblich von dir, aber ich hoffe doch, dass dein neuer Arbeitgeber dich nicht ins kalte Wasser wirft :D
    Meine Zeit in einem Callcenter war von immer wiederkehrenden Fortbildungen etc. geprägt. Abgesehen davon:
    Immer ruhig bleiben, nie die Kunden anmotzen, wenn der Gegenüber ausfallend wird irgendwann nach Ankündigung auflegen etc. Es gibt so viel zu beachten, das kann man nur beim Arbeiten lernen :)
    Oder machst du Outbound? Da kann ich nicht mitreden, das ist glaube ich "anders" als Kundenservice...


    Viel Spass


    Pepe

  • Tag,


    Zitat

    ich fange nächste Woche im CC an zu arbeiten, daher wollte ich mal fragen, was man alles beachten muß etc etc.


    Vollzeit oder nur als Ferienjob / Aushilfe.


    Bei Vollzeit würde ich mir bei einem ordentlicehn Unternehmen keine Sorgen machen, da wirst du eh erst mal auf Schulungen geschickt, das sie dir zum Hals rausstehen ( Verhalten am Telefon, Produkte, usw. usw. )


    Bei einem Aushilfsjob dürfte das eher das Gegenteil sein.

  • hmm, also "als T-Mobile-MA den Bestandskunden u.a. die neuen Tarife etc anbieten" hört sich für mich nach Outbound-CallCenter an, also man bekommt ne Liste mit Bestandskunden mit positivem Werbekennzeichen und versucht denen die aktuellen Relax/Relax XL Tarife anzudrehen.
    Falls das stimmt: bloß nicht um den heißen Brei herumreden und auf keinen Fall nach einer Aussage "schicken Sie mir Infomaterial zu" direkt buchen.
    Dafür haben wir schon genug Outbound-CallCenter und die sind für den schlechten Ruf von CallCentern quasi verantwortlich. Da könnt ich jedes Mal kotzen.


    Wenn es inbound ist: anständig mit der einheitlichen Meldeformel melden, Vertrauensbasis schaffen (gibts diverse Tipps dazu, zum Beispiel dass man sich einige "Ja" nimmt), Kundenanliegen klären und dann in den Verkaufsbereich einsteigen und wenn die Nutzenargumentation stimmt is der Vertriebserfolg quasi eingetütet.


    CU
    Dennis

  • Zitat


    Wenn es inbound ist: anständig mit der einheitlichen Meldeformel melden,...


    Und dazu gehört IMHO auf jeden Fall die Nennung des Firmennamens. Ich habe das schon paar Male gehabt, dass ein Call-Center-MA anrief und mir eine Kassette ins Ohr gedrückt hatte, ohne mal zu sagen, in wessen Auftrag er überhaupt anruft (hatte ich selber erfragen müssen). Irgendwie hatte diese Vorgehensweise einen schlechten Eindruck auf mich gemacht - irgendwie, als würde die Nennung der Unternehmens den (u.U. negativ) Gesprächsverlauf beeinflussen.
    :rolleyes:


    Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an - besonders auch noch dem Posting von AdminDr.


    Just my 2cts,
    Dani

    I think I speak for all women capable of reproduction when I say... no.
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  • Zitat

    Original geschrieben von Glamourbabe
    Und dazu gehört IMHO auf jeden Fall die Nennung des Firmennamens. Ich habe das schon paar Male gehabt, dass ein Call-Center-MA anrief und mir eine Kassette ins Ohr gedrückt hatte, ohne mal zu sagen, in wessen Auftrag er überhaupt anruft


    das is ja Outbound was du da ansprichst ;)


    Outbound: CC ruft Kunden an
    Inbound: Kunde ruft CC an


    Ich steh nicht auf Outbound, habs lieber wenn die Kunden anrufen, dann wollen die ja was.....wenn man Kunden anruft in Outbound muss man erst mal um deren Aufmerksamkeit kämpfen etc.


    CU
    Dennis

  • Moin,


    Zitat

    Wenn es inbound ist: anständig mit der einheitlichen Meldeformel melden,...


    Sind ja supertolle Tips, aber voll für die Tonne.


    Wie ein CC-Mitarbeiter sich zu melden hat und wie er was dem Kunden aufzuschwatzen hat wird ihm von CC-Betreiber vorgeben und von niemanden anders.
    Und wenn der CC-Mitarbeiter dies nicht macht - vor der Türe warten 10 andere, die das machen. So ist nämlich die Realität und nicht die tolle heile Welt.

  • Da stimme ich dem Thomas4711 vollkommen zu!


    Ich selber arbeite eher indirekt mit denn CClern zusammen. Ich mache die Fehleranalyse bzw. Korrektur im laufenden Betrieb für SAP R/3, Clarify, IVYGrid usw... (alles CRM-Programme, wie sie in den meisten CCs eingesetzt werden).


    Ich habe schon ettliche Mitarbeiter kommen und gehen sehen (in nur 5 Jahren Berufstätigkeit in diesem Unternehmen). Der Neue wird geschult und hört anfangs erstmal nur mit. Nach kurzer Einarbeitung, wird er allein an einen Platz gesetzt. Hat er es nicht drauf, wird er raus geschmissen. "Der nächste bitte!" ...das gilt aber auch für Mitarbeiter, die schon länger dabei sind. Zwei... drei Fehler und man wird erstmal in ein anderes Team gesteckt. Gibts keine Besserung wird man "an die frische Luft" gesetzt.


    Ein Ratschlag: Lass dich auf keinen Fall unter kriegen! Hört sich merkwürdig an, aber wenn man erstmal telefoniert, wird man schnell merken, dass es viele Menschen gibt, die ihren Frust loswerden wollen. Auch, wenn man nur im "Outbound" tätig ist. "Gut, dass Sie anrufen. Ich wollte mich sowieso bei Ihnen beschwerden!" "Dafür bin ich nicht zuständig." "Mir sch... egal. Jetzt hören Sie mir mal zu. Blablabla..." Es kann daher durchaus möglich sein, dass du in den ersten Tagen ziehmlich fertig sein wirst. Aber nicht aufgeben. Man stumpft irgendwann ab (wenn man durchhält). Ich habe Mitarbeiter gesehen, die sind heulend raus gerannt...


    Am Telefon fühlen sich die Kunden anonym. Dementsprechend verhalten sich einige. Aber niemals unfreundlich werden! Sonst gibts die nächste Beschwerde und du bist raus. Der Kunde hat immer Recht. ...auch, wenn du weisst, dass der Kunde im Unrecht ist, darfst du nicht sagen, dass dieser unrecht hat bzw. falsch liegt. Der Kunde ist sowieso gefrustet. Das Letzte, was er hören will, ist, dass er unrecht hat. Also lieber sagen, dass du es überprüfen wirst... ;) Hinterher die "Lösung" anbieten.


    Noch ein Tipp: Immer etwas zum Trinken dabei haben. In Büros herrscht meistens trockene Luft. Zudem redest du viel. Da kann schnell mal deine Stimme versagen.


    Viel Erfolg!


    Gruß

  • Ich habe 5 Jahre meines Lebens in einem Call Center gearbeitet. Das war ein Call Center der führenden Mobilfunkendgeräteherstellers. Unsere Arbeit war ausschließlich Inbound. Sofern mal Outbound angesagt war dann waren das teilweise Umfragen oder VIP´s wurden angerufen daß es was neues gibt etc.


    Das heißt dass ich dir lediglich Tips für deine neue Tätigkeit geben kann, aber keine Erfahrung im Bezug auf T-Mobile.


    Grundsätzlich ist es so daß ein Call Center Agent (so nennt man den modernen Telefonisten/in) die Anweisungen des Teamleiters befolgen muß. Auch wenn der sagt dass im Falle eines „Nein kein Interesse“ seitens des Kunden trotzdem verlangt wird noch einen Versuch zu unternehmen dann tu dies. Nicht der Kunde legt fest wann das Gespräch zu Ende ist sondern dein Arbeitgeber. Daraus ergibt sich das Resultat daß der Kunde zu 75% auflegt und/oder der gegenüber unverschämt wird weil Du ihn nicht in Ruhe läßt. Allerdings gibt es auch Kunden die du so „überreden“ kannst. Ob Du mit dieser Arbeitsweise zurechtkommst mußt Du an den ersten Tagen selbst merken. Auf jedenfall brauchst Du ein dickes Fell. Diese Arbeit belastet einen Mental sehr stark.


    Ebenso mußt Du dir die Firmenpolitk verinnerlichen. Ein guter CCA vertritt die Politik und Meinung der Firma bis aufs Blut (bildlich gesprochen). Es ist ein fataler Fehler wenn Du zu einem Kunde im Falle einer Reklamation sagst „Das sehe ich genauso, kann aber nichts machen“. Dann denkt der Kunde nämlich warum es überhaupt Hotlines gibt die eh nix machen können. Meistens verlangt er dann deinen Vorgesetzten weil Du ja nichts machen kannst. Der Kunde denkt nämlich dann dass dein Vorgesetzter was machen kann.


    Du mußt dem Kunde das Gefühl geben daß jemand für Ihn da ist. Ob Du sein Problem abschließend lösen kannst ist zweitrangig. Höre dem Kunde zu. Lasse Ihn ausreden bis zum Schluß. Dann erst greife bei einer Reklamation ein. Ein Beispiel eines Gespräches das so bei mir vorgekommen:


    Kunde (ist sehr aufgeregt, ich entschärfe den ersten Satz): Ich kaufe nie wieder ein Handy von Euch weil ihr keinen Umtausch macht im Falle von Garantie, ihr seid ein scheiß Laden !
    Agent: Herr Müller, was genau gefällt ihnen an unserem Service nicht ?
    Kunde: Ich kaufe für viel Geld ein Handy ohne Vertrag. Es ist gerade mal 7 Monate alt und schon kaputt. Ich bekomme aber kein neues sondern muß 5 Wochen auf eine Reparatur warten bei einem Händler von Euch.
    Agent: Bekommen Sie von unserem Händler denn ein Leihgerät ?
    Kunde: Ja das bekomme ich !
    Agent: Sehr schön. Dann nehme ich Ihre Kritik an unseren Serviceleistungen protokollarisch zu Kenntnis und leite diese intern weiter ! Alternativ können Sie Ihren Verkäufer anfragen ob dieser im Rahmen der Gewährleistung Ihnen einen anderen Service anbieten kann..
    Kunde: Dieser hat mich zu einem Händler von Euch geschickt
    Agent: Dann werden wir für Sie primär unsere Serviecleistung durchführen
    Kunde: Was passiert denn jetzt mit meiner Beschwerde ?
    Agent: Sofern unsere Firma die freiwilligen Garantieleistungen ändert werden wir Sie hierüber direkt, oder über eine Pressemitteilung , schnellstens informieren. Bis dort gilt die aktuell gültige Leistung.
    Kunde: Ich wünsche einen schönen Tag, auf wiederhöhren.


    Der Kunde war am Ende des Gespräches nichts mehr so unfreundlich wie am Anfang, da er davon ausgeht dass sich jemand um seine Belange kümmert und zuhört, ohne dass es zu seiner Zufriedenheit gelöst wurde. Selbstverständlich zieht das nicht immer, aber schon sehr oft (prozentual gesehen). Meine Erfahrung ist dass ein Groß der Kunden mit einer Reklamation eigentlich nur mal Dampf ablassen wollen.


    Bleibe bei Gesprächen sachlich ! Verwende keine Emotionen. Ein CC wird eingesetzt um Kunden und interessierten Personen Informationen und Hilfestellungen zu geben, nicht mehr und nicht weniger und natürlich um die Produkte zu verkaufen.


    Ich hoffe dass Du Mental so stark bist diese Tätigkeit auszuüben. Die Fluktuation ist sehr hoch im CC. Ich hab schon Kollegen weinend rauslaufen sehen bei uns., weil Sie einfach mit den Reklamationen der Kunden nicht klarkommen. Die Kollegen sagten meistens dass Sie doch nichts dafür können dass sind vorgaben von der Firma. In dem Augenblick hat jeder CCA schon verloren. Denn diese Vorgaben muß ein CCA vor dem Kunden vertreten. Auch wenn der Kunde unzufrieden ist. Schlußendlich hast Du die Vorgaben der Firma erfüllt und das sichert deinen Arbeitsplatz. Denn ein CCA bleibt nur dann ein CCA wenn er seine Firme zufriedenstellt und nicht einen Kunden ! Das mußt Du dir verinnerlichen !


    In diesem Sinne, kannst ja mal ein Erlebnisbericht er ersten Tagen schreiben !

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