Wie den Arbeitgeber dazu bringen, mich zu kündigen? Oder doch selbst kündigen?

  • ROFL. Was wohl die Frau des Chefs dazu sagt ;)


    Ansonsten stimme ich mal wieder Printus in allen Punkten zu.


    Alleine schon wegen dem Wortlaut "Abfindung" würde mich mal interessieren, womit du dich _abfinden_ musst und damit Anrecht auf dieses Geld haettest.


    Immerhin wartet auf dich ein Job mit viel besserer Bezahlung.


    Ich glaub du kannst deinem AG nicht vorwerfen, dass du groessere Ausgaben hast, weil du nicht dort wohnst, wo du arbeitest, imho ist dein AG schon sehr kulant.



    A pros pros Imbiss: Kannst du denn nicht das Restaurant des Hotels nutzen und das Essen auf die Rechnung setzen lassen?

  • Abgesehen davon, dass bei Dir die Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist das Prozedere Abfindung generell ein ziemlich heikles & langwieriges Thema. Ich hab das in zwei Fällen im Bekanntenkreis erlebt, die Verhandlung haben sich jeweils über mehrere Monate hingezogen.



    Zitat

    Original geschrieben von chung77
    [Ok. Jetzt werden sicher einige fragen, wie ein SAP-Berater zum Operation Manager kommt. Naja... ich habe ein Fachabi in Elektrotechnik gemacht, danach aber eine Ausbildung zum Bürokommunikationskaufmann und bin direkt im Anschluss als SAP-Berater in einem anderen Unternehmen angestellt worden. Nun wechsel ich eben erneut die Branche ;) Ich habe absolut kein Problem auf neuen Gebieten. Im Gegenteil: Es ist dadurch schön Abwechslungsreich und daher interessant und aufregend.]


    Wenn ich das richtig sehe, dann bist Du direkt nach der Ausbildung in den Job eingestiegen? Sprich du hast nicht studiert?
    Dann gehörst Du im Consultant-Bereich zu den Leuten, die hautpsächlich von ihren Referenzen leben - Zeugnisse sind hier besonders wichtig. Daher sollte man es sich nicht unnötig mit dem AG verscherzen...
    Wer weiss wie lange Du in dem neuen Unternehmen verbleibst (die vollmundigen Versprechungen bei einem Vorstellungsgespräch sind immer mit Vorsicht zu geniessen), mit einem schlechten Zeugnis wird die folgende Jobsuche nicht mehr so lustig...


    Zitat

    Da werden Leute neu eingestellt, die in Velbert leben und werden in neue Projekte ausserhalb des Hauses eingesetzt, anstatt erstmal die Leute einzusetzen, die sowieso reisen müssen. Es würde doch keine Rolle spielen, ob nun jemand von Berlin nach Hannover fährt, oder von Berlin nach Velbert. Stattdessen holen die jemanden von Berlin nach Velbert und den Velberter schicken sie nach Hannover. :rolleyes: Dabei sind die neuen Mitarbeiter relativ unerfahren (ich weiss das, weil ich einen guten Draht zum Schulungslehrer habe) und bekommen aber die Spesen. ...dies hatte ich mal bei der Sekretärin des Ressourcen Managers angesprochen, woraufhin ich die - meiner Ansicht nach - billige Ausrede bekam, dass die Neulinge in anspruchslosere Projekte geschickt werden und ich aber der erfahrenere, der im anspruchsvolleren Projekt innerhalb des Hauses eingesetzt werde. Trotzdem verdienen die Neulinge durch die Spesen mehr, als ich. UND dennoch wurden gleichzeitig absolute Anfänger in mein "ach so anspruchsvolles" Projekt gesteckt. :rolleyes:


    Das sind Interna, die (in einer derartig detaillierten Form) in einem öffentlichen Forum nichts verloren haben...


    BTW - es ist sicherlich nicht verkehrt, das Zeugnis und den neuen Vertrag von einem Juristen (Arbeitsrecht) prüfen zu lassen..

    mfg supersiggi

  • ....Abfindung ....Weihnachtsgeld ....Spesen ....


    Geht es dir um Geld oder um eine Verbesserung deiner täglichen Arbeit ???


    Ich habe Anfang des Jahres auch den AG gewechselt und ordnungsgem. und fristgerecht nach über 7 Jahren gekündigt ohne auch nur an eine Abfindung zu denken.


    Warum sollte der alte AG dich auch noch belohnen dafür das du den Laden verlässt und ihm nicht mal die notwendige Zeit gibst eine Alternative einzulernen ?


    Tip am Rande : Man sollte einen Job immer so verlassen, das man sich dort jederzeit wieder blicken lassen kann !

  • Komisch, dass es hier völlig legitim ist wegen einigen Euro mehr ein Schmierentheater aufzuführen.
    Hätte mich interessiert welche Antworten kämen, wenn ich als Chef geschrieben hätte: "Kann einen Arbeiter bekommen der 900€ billiger ist, und suche eine Möglichkeit dem Vorhandenen noch Schadenersatz abzuknöpfen"


    Hast du mal daran gedacht, dass man sich im Leben oft zweimal sieht? Wenn z.B. dein Neuer Pleite geht, wärst du sicher froh zurück zu können.

    Was nicht auf Wahrheit aufgebaut ist, kann sich nur durch Gewalt und Tücke aufrecht erhalten.
    Henri Barbusse *1873

  • Vor allem hat man gewöhnlich 6 Monate Probezeit, in denen der neue AG mit einer Frist von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen kündigen kann. Und da ist man schon gut bedient wenn es wirklich nur 6 Monate Probezeit sind und man nicht 2x befristete Verträge von 1 Jahr bekommt, sodaß man de facto 2 Jahre lang in einer Art Probezeit ist...


    So ein Jobwechsel bringt immer Risiken mit sich, wer weiß ob es in der neuen Firma tagtäglich so zugeht wie man das vorher, von außen betrachtet, vermutet hat? Wenn man sich dann, sei es weil man sich selber unwohl fühlt oder weil der AG der Meinung ist daß man nicht zu seinem Unternehmen paßt, doch wieder trennt ist es sehr schlimm wenn man dann kein ordentliches Zeugnis hat weil man seinem ersten AG Anlaß zu einer mittelmäßigen Beurteilung gegeben hat...


    Ich würde das Risiko so minimal wie möglich halten und den jetzigen AG nicht mehr verärgern als nötig. Wenn man argumentiert daß man sich in einer anderen Firma finanziell und/oder fachlich verbessern kann ist das ein akzeptabler Grund zu gehen - obwohl es selbst dann schon ganz schön blöd ist für den jetzigen AG daß er so kurzfristig einen erprobten Mitarbeiter verliert.
    Alle anderen, noch weniger gerne gesehenen oder gehörten Argumente oder Vorgehensweisen (Abfindung haben wollen ohne daß es dafür IRGENDEINE Grundlage gibt) sind absolut schädlich, weil sowas wird garantiert - und wenn nur verklausuliert oder durch einen unterschwellig negativen Schreibstil - Eingang ins Zeugnis finden. Mit der Folge daß es in den nächsten 40 Berufsjahren immer wieder problematisch sein wird sich mit diesem Zeugnis zu bewerben oder zu erklären wie diese Beurteilung zustande kam.


    In Verbindung mit der kurzfristigen Trennung in der Monatsmitte kommt das für spätere Personaler in jedem Fall absolut negativ rüber.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Re: Wie den Arbeitgeber dazu bringen, mich zu kündigen? Oder doch selbst kündigen?


    Zitat

    Original geschrieben von chung77
    Ich bin SAP-Berater
    [...]
    Natürlich sind meine Bedingungen alles andere als "Lebenswert": 4,5 Tage ausserhalb der eigenen Wohnung, kein eigener Telefonanschluss, kein Internetzugang, keine Küche da im Hotel untergebracht, dadurch ständig Essen vom Imbis oder Restaurant kaufen

    Sorry, aber bin ich der Einzige dem das alles reichlich spanisch vorkommt?


    Ich lese selber wöchentlich Projektausschreibungen und häufigkeitsmäßig an zweiter Stelle kommt SAP... mit Stundensatzangeboten von 50 € und mehr! Schon merkwürdig, daß jemand der das kann und offenbar auch die nötigen Zertifikate hat sich keinen Telefonanschluss leisten kann und mit dem Job aufhören will.


    Ich glaube, daß da (zumindest im Unterbewußtsein) noch was ganz anderes los ist und daß Du Dich mit den (deutschen) Gehaltsgepflogenheiten nicht wirklich auskennst. Darüber hinaus befürchte ich, daß Du in Firma B effektiv nicht wirklich 900 € mehr bekommst sondern viel weniger - lass Dir doch das alles vorher (!) mal von einer Steuerfachkraft erklären.


    Hast Du überhaupt schon mal darüber nachgedacht, Dir in Velbert ein kleines Appartement zu suchen und - bei Bedarf - am Wochenende nach B zu fliegen? Das könnte den Stress erheblich reduzieren. Und die doppelte Haushaltsführung kannst Du steuerlich geltend machen - vielleicht sieht es so ja dann unter den Strich wieder besser aus.


    Ansonsten schließe ich mich - ausnahmsweise nochmal :p - Printus voll und ganz an!

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Goodzilla
    Wenn er sich eine zweite Wohnung in Velbert sucht, bleibt immer noch die Frage, wer diese dann zahlt. Denn soweit ich das verstanden habe, zahlt sein Unternehmen jetzt die Übernachtung im Hotel. Die Wohnung würde wohl wieder auf ihn zurückfallen.

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
      Goodzilla
    Wenn er sich eine zweite Wohnung in Velbert sucht, bleibt immer noch die Frage, wer diese dann zahlt. Denn soweit ich das verstanden habe, zahlt sein Unternehmen jetzt die Übernachtung im Hotel. Die Wohnung würde wohl wieder auf ihn zurückfallen.

    Ich glaube kaum, daß eine 1- oder 1,5 Zimmer Wohnung in Velbert teurer kommt, als ein Hotelzimmer. Zudem kann man sich in der Wohnung auch selber was kochen und ist nicht auf Restaurant und dgl. angewiesen. Von den steuerlichen Vorteilen eines "Zweitwohnsitzes" mal ganz abgesehen. Vielleicht hätte seine Firma diesen Vorschlag gut gefunden, wer weiß.... Ich persönlich hätte einen Job als SAP-Berater jedenfalls nicht ganz so schnell "aufgegeben". In dieser Branche liegt noch eine Menge Potential. Ist aber nur meine bescheidene Meinung. :)


    SunnyStar

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Soweit ich das aber verstanden habe zahlt er für das Hotel nichts. Wohingegen er für die Wohnung aufkommen muss.

    Wenn die Firma angenommen 600-700 Euro für das Hotel mtl. zahlt, warum sollte sie dann nicht auch 500 Euro für ne 1-Zimmer Wohnung bezahlen? Das meinte ich damit.....


    SunnyStar

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