Neue Regierungsschikane - Halloween kastriert

  • Dieses Wochenende habe ich von vielen bayerischen Bekannten alamierende Nachrichten gehört:


    Zahlreiche Städte, Gemeinden und Landkreise haben die jahrzehnte lang übliche Sperrzeitverschiebung am 01. November verweigert bzw. zurückgezogen. Damit müssen alle Tanz- und Vergnügungsveranstaltungen am 31.10. bereits um 24:00 Uhr enden. :( :flop: :(


    Früher konnten alle Veranstalter auf Antrag an diesem Tag die Sperrzeit um 5 Stunden verschieben lassen - statt von Feiertag 0-24 Uhr galt die Sperrstunde dann eben erst von Feiertag 5 Uhr bis zum nächsten Tag um 5 Uhr und jedes Event konnte in vollem Umfang stattfinden.


    Die neuerliche Verweigerung ist ein großer Rückschritt Richtung finsteres Mittelalter. Mutige Gastro-Unternehmer, deren Angestellte und jeder der sich nach der Arbeit auf sein wohlverdientes, unterhaltsames Zusammensein mit anderen gefreut hat werden bestraft, 1000ende Arbeitsplätze gefährdet.


    Ich bin sehr verärgert und enttäuscht. :mad:


    Was haltet Ihr davon? Wer (Ort) ist noch betroffen?

    Früher konnte man Drachen töten und durfte dann eine Jungfrau heiraten -
    heute gibt's keine mehr und man muss den Drachen heiraten :-(

  • Re: Neue Regierungsschikane - Halloween kastriert


    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    ...
    1000ende
    ...


    Nein, er meint tausend Ende, das ist was anderes! :D

    Gruß Knud

  • Um was man sich alles Sorgen machen kann.....

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Seit wann wird denn Halloween schon "jahrzehntelang" in Deutschland gefeiert/begangen? :confused: Ich dachte, das hätte die Globalisierung und Kommerzialisierung jeden Furzes erst in den letzten Jahren auch zu uns gebracht ;) Für manche ist gar der späte amerikanische Imerialismus schuld :D



    Find das mit den Sperrstunden an Feiertage zwar auch Humbug, denn solange Anwohner nicht gestört werden (z.B. in Industriegebieten oder außerhalb vom Ort) wüsste ich nicht, warum feierwillige nicht feiern dürfen. Aber dann isses mir auch wieder ziemlich wurscht.... aber wer sich drüber aufregen mag: bitte ;)

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Find das mit den Sperrstunden an Feiertage zwar auch Humbug, denn solange Anwohner nicht gestört werden (z.B. in Industriegebieten oder außerhalb vom Ort) wüsste ich nicht, warum feierwillige nicht feiern dürfen.


    Bei euch in Hessen dürfen sie ja immerhin bis vier Uhr. Die Bayern sind da halt strenger mit diesem liederlichen Gehopse zu nachtschlafener Zeit. :)

  • Re: Neue Regierungsschikane - Halloween kastriert


    Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Dieses Wochenende habe ich von vielen bayerischen Bekannten alamierende Nachrichten gehört:


    Zahlreiche Städte, Gemeinden und Landkreise haben die jahrzehnte lang übliche Sperrzeitverschiebung am 01. November verweigert bzw. zurückgezogen. Damit müssen alle Tanz- und Vergnügungsveranstaltungen am 31.10. bereits um 24:00 Uhr enden. :( :flop: :(


    Ne Tanz- und Vergnügungsveranstaltung die um 24:00 Uhr endet, sowas gibts doch nicht. Um 24:00 Uhr gehts doch erst los, davor wird höchstens zuhause vorgefeiert.


    Ich komm zwar auch aus Bayern, aber ich kann mir nicht vorstellen das unsere Region davon betroffen sein soll, aber hier haben an normalen Wochentagen Bistros und Lounges bis ca. 2:00 Uhr oder 2:30 Uhr offen, und Discos bis ca. 4:00 Uhr.


    Die letzten Jahre wurde dann eben wegen Werktag vor Feiertag auf 5:00 Uhr verlängert, aber selbst wenn das dieses Jahr entfallen sollte, gelten die normalen Öffnungszeiten für einen Wochentag.


    Ne Sperrzeitverkürzung kann ich mir beim Besten Willen nicht vorstellen.


    Das müssen ja erzkonservative Kaffs sein wo 24:00 Uhr Sperrzeit gilt.

  • Ich finde das absolut korrekt. Wenigstens ein Bundesland, das christliche Werte hoch hält und sich nicht diesem fremden, heidnischen Teufels- und Hexenzeug aus Amerika beugt!


    Seht's fei zua daß ehs auf'd Nocht zeidig ins Bett eina kimmt's, dann könnt's in der Früh ah zua Allerheiligen-Frühmess in d' Kirchn umeinand genga!


    :D :D :D :D

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Ich finde diese Sperrstunden-Regelung sowieso mehr als befremdlich.


    Selbst hier in Hannover, wo die Kommunalpolitik so einiges an Murks im Bereich "Öffnungszeiten" anstellt, hat man schon vor Ewigkeiten erkannt, dass Sperrstunden doch wenig weltoffen wirken. Dann hat man es erstmal als Pilotprojekt ohne versucht (IIRC schon zu Expo-Zeiten), dann immer wieder verlängert und nachdem es überhaupt keine Probleme gegeben hat, mittlerweile auch auf Landesebene umgesetzt.


    Das reguliert sich nämlich recht schnell von selbst.

  • Jo, aber konkret geht es ja in dem Fall nicht um normale Sperrzeiten und Polizeistunden, sondern um die 'öffentlichen Tanzveranstaltungen' (oder wie die Länder das jeweils nennen) an Feiertagen und diese Dinge regeln die Länder in ihren Feiertagsgesetzen und ich glaube nicht, daß den Kommunen da weitreichende Ausnahmeregelungen zugestanden werden, oder?


    Edit: zumindest für Bayern stimmt das nicht:


    Zitat

    Die Gemeinden können aus wichtigen Gründen im Einzelfall von den Verboten der Art. 2, 3 und 4 Befreiung erteilen, nicht jedoch für den Karfreitag.


    http://by.juris.de/by/gesamt/F…_BY.htm#FeiertG_BY_rahmen


    Aber lustig ist es schon mal, das bayrische Feiertagsgesetz gegen z.B. das hessische zu lesen. ;)

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