Umstellung der KFZ-Steuer nach CO² Ausstoß - was haltet ihr davon?

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Aber selbst 9,4 l wären, angenommen deine Rechnung würde stimmen was ich mangels Fachkenntnis nicht sagen kann, immer noch sehr wenig im Vergleich zu heutigen Benziner.


    Was fahrsfahrwerkaus hier vorgerechnet hat, ist der theoretisch erreichbare Mindestverbrauch.


    Keine weiteren Verluste bei Antrieb und Reifen.
    Kein bremsen.
    Keine Geschwindigkeitsveränderung. (wird langsamer gefahren, wird der WG schlechter, wird schneller gefahren der Luftwiderstandsverlust)


    Was er damit zeigen wollte, ist erstens, daß der angegebene Verbrauch niemals stimmen kann.


    Dazu kommt, daß man mit einem Auto welches knapp über 200 fährt, niemals einen Schnitt von 180 zusammenbringt! Und über eine Strecke von 820 km schon erst Recht nicht!! Von daher hat er vielleicht den Verbrauch gehabt, ist aber nicht so schnell gefahren, wie er sagt.


    Und ich weiß, wovon ich rede. Wenn ich es extrem eilig habe, fahre ich auch schonmal Geschwindigkeiten von deutlich über 200 wo das geht und erlaubt ist. Einen 130er Schnitt kann man da schonmal über eine längere Strecke, wenn man nicht tanken muß, erreichen, wenn die Bahn frei ist. Einen 180er Schnitt erreicht man vielleicht, wenn man am Frankfurter Kreuz den BC nullt und in Weiterstadt schaut, wie viel das ist.


    Zeitlich bringt die Raserei sowieso fast nichts.

  • Zitat

    Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
    Die ganzen Spritspartricks sind alle nett und schön, bringen auch ein paar Prozent, aber im wesentlichen bringt das Schleichen die Hauptersparnis. Man kommt nicht von realen 6,5 Litern im Golf TDI auf 4,5 Liter nur durch untertouriges Fahren oder Ausrollenlassen oder vorausschauende Fahrweise. Die 2 Liter Ersparnis kommen durch brutales Schleichen ohne Klima, ohne Licht, ohne Radio auf Langstrecken, die topfeben sind.

    Was konventionelle Diesel oder Benziner (also kein Hybrid- oder Gasantrieb) angeht, gebe ich Dir recht. Ich mußte auch feststellen, daß man auch mit dem erst so "sparsamen" Avensis (da gab's doch mal einen Thread... ;) ) auch um die 7,5 l/100 km verbraucht, wenn man die Klimaanlage laufen läßt, damit die Scheiben nicht beschlagen, bei trübem Wetter das Licht einschalten läßt, nicht gerade durch Geschwindigkeiten nur knapp oberhalb des Schneckentempos zum rollenden Bremsklotz für alle Hinterherfahrer werden will und den Wagen bei Temperaturen unter 10° C bewegt. Und auf der Autobahn, wenn man mal "dem Gaul die Sporen gibt", fließen auch locker zwischen 8,5 (140 km/h bei ebener Strecke) und 11 l/100 km (zwischen 190 und 200 km/h, viele Berg- und Talfahrten) durch die Brennräume, eben abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit und der Streckenbeschaffenheit. :rolleyes:


    Sicher, man kann durch vorausschauendes Fahren, Ausrollenlassen und leicht untertouriges Fahren dafür sorgen, daß sich die Karre nicht grundsätzlich über 8 l/100 km reinzieht, sondern bei 7,2 bis 7,5 l/100 km bleibt. Aber zum ökologisch bewunderten Sparwunder wird dadurch kein Auto - nicht einmal ein Toyota Avensis. ;)

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • fahrsfahrwerkaus
    Schöne Rechnung, würde ich in etwa so unterschreiben.


    Bei der Durchschnittsgeschwindgkeit irren sich wirklich sehr viele. Nur weil zu großen Zeitanteilen mal 180 aufm Tacho steht, ist man das noch lange nicht im Schnitt gefahren.
    Um inkl. Tachovoreilung tatsächlich 180 zu fahren, muss da schonmal mindestens 190 aufm Tacho stehen. Dann muss man sich einfach vorstellen, daß man für alle Zeitabschnitte wo man mal 130 fahren musste, eigentlich schon wieder gleich lange Zeitabschnitte 230 fahren muss (also Tacho 250), dazu gehören natürlich auch Wege von und zur Autobahn, usw.
    Der schon genannte Wert von 130 km/h ist wie ich finde ein Wert, der mit einiger Anstrengung erreichbar ist, viel mehr geht da nicht, es sei denn man ballert Mittwoch nachts um halb drei über die A7 oder so...

  • Zitat

    Original geschrieben von superuser_reload
    Der schon genannte Wert von 130 km/h ist wie ich finde ein Wert, der mit einiger Anstrengung erreichbar ist, viel mehr geht da nicht, es sei denn man ballert Mittwoch nachts um halb drei über die A7 oder so...

    Oder früh morgens über den "Friesenspieß" (A31) Richtung Emden - da habe ich vor vier Wochen eine Durchschnittsgeschwindigkeit (nur auf der BAB natürlich, ohne Landstraße und Stadtverkehr) von 151,9 km/h geschafft - bei einem BAB-Verbrauch von satten 16,8 l/100 km. Ich glaube, ich habe auf der Strecke von Essen bis Dörpen (Emsland) nur ein einziges Mal das Gaspedal vom Bodenblech gelassen, nämlich auf dem Stück zwischen Bocholt und Reken, wegen einer Baustelle. :eek:


    Danach wußte ich, wie schnell mein Auto auf pfannkuchenebener Strecke fährt, wie viel Sprit es dabei wegkübelt und wie anstrengend es ist, ständig mit > 200 km/h unterwegs zu sein, weil ich seitens der wenigen Zeitgenossen, mit denen ich mir die Bahn teilte, auch noch mit jedem Blödsinn rechnen mußte und ständig den Blick nach vorne hatte, ob da nicht irgendein anderes Fahrzeug auf "meiner" Überholspur unterwegs war - zum Glück war das nicht der Fall. :rolleyes:


    Seitdem fahre ich wieder gemütlich mit 120 bis 140 km/h, brauche für die o. g. Strecke zwei Stunden und fünfzehn Minuten statt einer Stunde und zweiundfünfzig Minuten (von Hattingen bis Nähe Sögel, also von Haustür zu Haustür) und komme dafür entspannt an statt total abgehetzt. Und ich verpeste die Umwelt längst nicht so sehr wie mit Vollgas-Fahrten, auch wenn sie zugebenermaßen auch einen gewissen Spaßfaktor bereithalten - zumindest für ein paar Minuten. ;)

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • letztens kam bei Automotorsport, das die in Österreich auf einigen Strecken das Tempolimit auf 160 erhöhen wollen. Weil die in längeren Tests festgestellt haben, dass sich die Lärmbelästigung nur um 1 db erhöht und der Schadstoffausstoff auch nur sehr gering höher ist.


    Beim Dieselhybrid sind das schon Werte, die sehr annehmbar sind. 3,4L Verbrauch bei 90mg.


    Ich denke mal wenn das so weitergeht wird Opel auch ihr Konzeptcar aus dem Jahre 2005 bauen.

  • also zum thema spritverbrauch auf längere strecken kann ich nur bestätigen das diesel um einiges sparsamer sind als benziner... die strecke münchen-oldenburg, etwa 840 km schaff ich im schnitt in 6-7 stunden, je nach verkehr und dauer der pausen... mit meinem golf 3 tdi komm ich ohne nachtanken mitten in der reserve an, bei ungünstigen verkehrsverhältnissen muß ich noch mal ein bißchen nachtanken, aber das hält sich in grenzen...


    geschwindigkeitsmäßig versuche ich mich dabei auf ~160 zu begrenzen, sprich nicht schneller als 160 nach tacho, kann aber auch mal vorkommen das ich gaß gebe und dann die 200 knacke, aber wie ihr wißt kann man das nicht länger als ein paar minuten halten bei den ganzen notorischen mittefahrer...
    wenn wir allerdings den mazda 626 vonnem kumpel nehmen sieht die ganze sache allerdings schon anders aus... bei nem ähnlichen schnitt, sprich "versuch" immer so um die 160 zu fahren is da auf einmal nach 400km sense... wenn man den mal etwas drückt und über ne längere strecke ~200 fährt is da nach 300km sense!
    auch in der innenstadt is das ähnlich, im durchschnitt komm ich mit dem golf bei stadtfahrten ein drittel weiter...


    jetzt mußte ich aber witzigerweise feststellen das ich mit meinem golf gerade mal die rote plakette bekommen, der mazda allerdings die grüne...
    feinstaub hin oder her, meiner meinung nach kann das doch nicht hinkommen wenn man sich den spritverbrauch ansieht!! wenn hier irgendwer ahnung hat und mir plausiebel erklären kann wieso ein auto das weniger verbraucht um so vieles dreckiger sein soll als ein anderes (ach ja, sind beides ähnliches bj, 94 und 96 und) wäre ich echt dankbar wenn er mir ne antwort geben kann=)


    und der nächste witz ist das nachrüsten von dieseln... heute in der sz meinten sie nachrüsten koste so um die 600euro, was der staat allerdgins mit 330euro bezuschußen will und einmalig die kfz steuern senken will... klingt gut, doch das nachrüsten für meinen golf wrd dezent teurer, 900-1000 euro kostet der spaß dann, und das ist auch nach abzug der 330 euro in etwa soviel wie mir brutto von meinem ausbildungsgehalt überbleibt...
    und um zur arbeit zu kommen muß ich in die innenstadt fahren... verkehrsanbindung bei mir zu hasue gleich null, sprich anderthalb stunden, mit dem auto ewa 20minuten...
    und so wie ich mein pech kenne heißt es dann bald das genau da ne grüne umweltzone eingerichtet wird -.-


    ich mußte jetzt mal irendwo meinen unmut ablassen^^


    greeetz weesel

  • Weesel


    Das Problem ist, dass hier zwei sich widersprechende Ziele angestrebt werden. Bei CO_2 ist der Diesel derzeit unschlagbar. Ausnahmen sind die Hybriden im Stadtverkehr - aber eben auch nur dort. So: nun ist der Diesel aber böse - politisch unkorrekt oder wie man es auch mag. Auch hat die Automobilindustrie in den 90ern Autos gebaut, die zulange halten. Also müssen die weg. Dass bei der Produktion eines Autos ebenfalls Schadstoffe anfallen, interessiert niemanden.


    Gut, das sind jetzt Autos des kleinen Mannes, die da wegmüssen. Ein Golf TDI verursacht nur ein Bruchteil der CO_2 Emission eines Touareg V8. Aber das interessiert gerade ebenfalls keinen. Dem kleinen Mann was wegnehmen ist gut, dann ist mehr Platz für den großen Mann. Dafür musst du doch Verständnis haben. Der kleine kann dann Auto-fasten machen und der große hat freie Bahn.


    Aber wenigstens ist jetzt schon die nächste Plakette bekannt, die auf uns zukommen wird.


    Nach

    • Ozonplakette und
    • Feinstaubplakette


    folgt dann die

    • CO_2 Plakette


    Dann haben wir bis zu drei Plaketten an unserer Windschutzscheibe. Und später gibt es bestimmt die Stickoxidplakette - weil man damit wieder den Diesel schlechtmachen kann.


    PS: wer die Ironie nicht erkannt hat, hat sie eben nicht erkannt ;)

    R. Gröger's legendärer Satz: "Kunden hassen Tricksereien."


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