Danke für die Ratschläge und Antworten. Ich werde am Nachmittag Slot am Stuttgarter HBF ankommen...ich wäre ja auch lieber geflogen. Mal schauen was uns vor Ort erwartet, aber ich packe mal sicherheitshalber ein weißes Tuch ein. ![]()
Gruß Dominik
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Danke für die Ratschläge und Antworten. Ich werde am Nachmittag Slot am Stuttgarter HBF ankommen...ich wäre ja auch lieber geflogen. Mal schauen was uns vor Ort erwartet, aber ich packe mal sicherheitshalber ein weißes Tuch ein. ![]()
Gruß Dominik
Die USA sind ja unser Vorbild.
Der ARC Tunnel, ein ähnliches Projekt wie S21, wird anscheinend begraben. 20 Jahre Planung für die Katz.
Siehe: http://m.spiegel.de/article.do?id=723585
Siehe auch: http://www.nytimes.com/2010/10/08/nyregion/08tunnel.html
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Edit:
Was ist an S21 europäisch? Der Tiefbahnhof wird jedenfalls nicht von "Europa" gefördert.
Siehe: http://www.stuttgarter-zeitung…-europaeischer-sicht.html
Also es gibt dieses Projekt einer Transversale durch Europa. Ob die genau so, wie Sie geplant ist, einen Sinn ergibt, mö chte ich mal dahingestellt lassen.
Prinzipiell dürfte jedem einleuchten, dass Kopfbahnhöfe in solcher europäischen Direktverbindung nichts verloren haben. Die entscheidende Frage ist m.E. aber, ob diese Trasse mitten durch Stuttgart führen muss und ob dieses Bedürfnis dem bundesdeutschen Steuerzahler 5 Milliarden Euro wert ist. Und diese Antwort wird man wohl verneinen müssen. Da im Ergebnis nicht nur Stuttgarter Bürger in die Tasche greifen müssen, wäre es für mich bei Befragung aller Beteiligten unvorstellbar, dass ein derartiges Projekt befürwortet werden würde.
Die Strecke hätte zur einem Bruchteil der Kosten durch einen Stuttgarter Außenbezirk geführt werden können. Aber nein, einige Macher bestehen darauf, sich ein Denkmal setzen zu müssen. Bezogen auf Gesamtstrecke dürfte es absolut unbedeutend sein, welchen genauen Verlauf die Trasse durch Stuttgart nimmt. Da nehmen sich Menschen furchtbar wichtig und sind es gar nicht.
Frankie
Ach Frank wir hatten es doch schon ziegmal davon dass Alternativen für einen Umbau/Neubau, auch ausserhalb nicht in Frage kommen. Entweder S21 oder gar nichts. Wobei ich letztes für die schlechtere Wahl halte.
S21 ist ja nicht nur Teil einer Strecke "direkt durch Europa", sondern eröffnet auch weitere städtebaulichen Möglichkeiten statt einer reinen Neubaus ausserhalb von Stuttgart:
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Struktur
Das Projekt soll die oberirdische 17-gleisige Kopfbahnhofanlage des Stuttgarter Hauptbahnhofs in einen unterirdischen, achtgleisigen und gegenüber den bisherigen Anlagen um etwa 90 Grad gedrehten Durchgangsbahnhof umwandeln; die darunter liegende zweigleisige S-Bahn-Station bleibt erhalten. Vier zweigleisige Zulaufstrecken sollen den Bahnhof unterirdisch Richtung Westen mit Feuerbach und Bad Cannstatt, Richtung Osten mit der Filderebene (Flughafen/Messegelände, Ulm) und Ober-/Untertürkheim verbinden.
Neben diesem Ringschluss im Stadtgebiet sind ein neuer Fern- und Regionalbahnhof am Flughafen Stuttgart, ein neuer Abstellbahnhof in Untertürkheim sowie eine neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße geplant.
Insgesamt sollen 57 Kilometer neue Bahnstrecken entstehen, davon rund gut 30 Kilometer als Hochgeschwindigkeitsstrecke.[9] Im Zuge des Projekts sollen unter anderem 16 Tunnelröhren (33 Kilometer Gesamtlänge) und 18 Brücken errichtet werden. Die Gäubahn soll dagegen bis Stuttgart-Rohr abgebaut, Züge Richtung Singen zukünftig über die Neubaustrecke zum Flughafen und von dort weiter nach Rohr geführt werden.
S21 wird kommen, das läßt sich nicht mehr umkehren. Es besteht bereits Baurecht und ein Bauherr hat da dann auch Vertrauensschutz in einen Rechtssstaat. Da nützt auch eine Volksabstimmung nichts mehr, mal ganz unabhängig davon ob die rechtlich überhaupt zulässig wäre und wie sie ausgehen würde. Die Bahn könnte da auf jeden Fall dagegen klagen und die Gerichte würden das dann auch wieder kippen. Es ist völlig unseriös wenn die Grünen behaupten sie würden S21 kippen, wenn sie in BW an die Regierung kommen würden. Die können garnichts kippen weil dies rechtlich nicht mehr möglich ist. Deren Geplärre ist nichts weiter als Wahlkampfgetöse. Wenn man gegen ein solches Projekt schon ist, das muß man halt aktiv werden, bevor Baurecht besteht. Wo waren da die ganzen Gegner denn eigentlich? Kippen könnte das ganze Projekt nur der Bauherr selbst, indem er freiwillig darauf verzichtet, dies ist natürlich immer möglich, Baurecht heißt nicht Bauzwang. Das wird die Bahn aber nicht tun.
ZitatOriginal geschrieben von bernbayer
Wo waren da die ganzen Gegner denn eigentlich? Kippen könnte das ganze Projekt nur der Bauherr selbst, indem er freiwillig darauf verzichtet, dies ist natürlich immer möglich, Baurecht heißt nicht Bauzwang. Das wird die Bahn aber nicht tun.
Geht das schon wieder los? Damals waren die ganzen Zahlentricksereien eben nicht der Öffentlichkeit bekannt!
ZitatOriginal geschrieben von bernbayer
Kippen könnte das ganze Projekt nur der Bauherr selbst, indem er freiwillig darauf verzichtet, dies ist natürlich immer möglich, Baurecht heißt nicht Bauzwang. Das wird die Bahn aber nicht tun.
Das entscheidet nicht die Bahn, sondern die Bundesregierung (100%iger Eigentümer).
ZitatOriginal geschrieben von pithein
Was ist an S21 europäisch? Der Tiefbahnhof wird jedenfalls nicht von "Europa" gefördert.
Natürlich nicht. Gefördert wird ausschließlich die Magistrale. Ohne Fördergelder würde da niemand Geld investieren. Die Politik interessiert sich nur dafür, dass man das oberirdische Bahngelände zu Geld macht.
in dem zusammenhang kommt mir das interview von focus-online wieder in den sinn:
http://www.focus.de/politik/de…cht-nicht_aid_560750.html
"Römmele: ...Was man in Stuttgart jetzt braucht, ist ein so genanntes „joint fact finding“. Gegner und Befürworter müssen sich zusammensetzen und zu einer gemeinsamen Interpretation der Fakten kommen. Erst dann kann man ausloten, wie viel Verhandlungsspielraum besteht. Das ist die erste Phase. Dann muss es einen ständigen Dialog geben, um das Konfliktpotential einzubinden und die Vielfalt der Stimmen für die Verbesserung des Projekts zu nutzen. So wie in Frankfurt.
FOCUS Online: ... beim Bau der neuen Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen...
Römmele: Frankfurt hatte sein Waterloo schon. Der Bau der Startbahn West hatte in den 1970er- und 80er-Jahren zu heftigen Protesten und gewalttätigen Demonstrationen mit Toten geführt. Als dann Ende der 90er-Jahre der Bau einer neuen Landebahn anstand, hat die Landesregierung von Anfang an das Gespräch mit den Gegnern gesucht. 1998 initiierte die rot-grüne Landesregierung unter Hans Eichel ein Mediationsverfahren und Roland Koch hat das später fortgeführt. Zwei Jahre lang wurde diskutiert, am Ende stand ein von allen fast allen Parteien anerkanntes Mediationspaket, der Anti-Lärm-Pakt. Auch danach wurde weiter miteinander geredet, bis heute begleitet ein regionales Dialogforum den Ausbau und die Umsetzung der Vereinbarungen.
FOCUS Online: Warum wurden diese Erfahrungen nicht auch für das Großprojekt Stuttgart 21 genutzt?
Römmele: Das ist mir schleierhaft. Die Schwaben haben da nicht über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut. Allerdings muss man zugestehen, dass die Pläne zu Stuttgart 21 zunächst auch von der Bevölkerung positiv aufgenommen wurden. Das hat möglicherweise den Blick auf potenzielle Risiken verstellt..."
proteste gab es bei allen großvorhaben der letzten jahrzehnte, neu ist, dass diese in dermaßiger art ausgenutzt und für parteipolitik zweckentfremdet werden...
gestern gab bei n-tv ne meldung, dass der verzicht auf s21 die bahn etwa 3 milliarden euro kosten würde:
http://www.n-tv.de/politik/Gei…itik-article1730091.html2
"...Sollte Stuttgart 21 gekippt werden, kämen auf die Deutsche Bahn Kosten in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro zu, heißt es in Medienberichten. Die Bahn soll bereits 1,43 Milliarden Euro in das Projekt gesteckt haben. Bei einem Ausstieg müsste die Bahn demnach zusätzlich 1,8 Milliarden Euro in die Erneuerung des Gleisvorfeldes des bisherigen Bahnhofes investieren..."
http://www.n-tv.de/politik/Gei…itik-article1730091.html2
ZitatOriginal geschrieben von bernbayer
S21 wird kommen, das läßt sich nicht mehr umkehren.[...]
Abwarten...
ZitatEs ist völlig unseriös wenn die Grünen behaupten sie würden S21 kippen, wenn sie in BW an die Regierung kommen würden.
Machen sie doch gar nicht! Die offizielle Aussage hierzu ist, dass sie "dagegen tun werden, was sie können".
ZitatWenn man gegen ein solches Projekt schon ist, das muß man halt aktiv werden, bevor Baurecht besteht. Wo waren da die ganzen Gegner denn eigentlich?
Hast du die anderen Beiträge im Thread eigentlich gelesen?
Darauf wurde doch nun wirklich schon oft genug eingegangen!
ZitatEs besteht bereits Baurecht [...]Kippen könnte das ganze Projekt nur der Bauherr selbst, indem er freiwillig darauf verzichtet, dies ist natürlich immer möglich, Baurecht heißt nicht Bauzwang. Das wird die Bahn aber nicht tun.
Und wem gehört die Bahn? Es ist also letztendlich "einfach" eine politische Entscheidung.
ZitatOriginal geschrieben von ingo74
gestern gab bei n-tv ne meldung, dass der verzicht auf s21 die bahn etwa 3 milliarden euro kosten würde:
http://www.n-tv.de/politik/Gei…itik-article1730091.html2
"...Sollte Stuttgart 21 gekippt werden, kämen auf die Deutsche Bahn Kosten in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro zu, heißt es in Medienberichten. Die Bahn soll bereits 1,43 Milliarden Euro in das Projekt gesteckt haben. Bei einem Ausstieg müsste die Bahn demnach zusätzlich 1,8 Milliarden Euro in die Erneuerung des Gleisvorfeldes des bisherigen Bahnhofes investieren..."
http://www.n-tv.de/politik/Gei…itik-article1730091.html2
Ein Teil dieser Kosten entspringt jedoch einer Milchmädchenrechnung - es geht nämlich um den dann abzuwickelnden Rückkauf der derzeit von Gleisen belegten Fläche (IIRC 744 Millionen Euro). Und die ins Gespräch gebrachten 1,8 Milliarden Euro wären ja auch nicht einfach weg - sie würden in Alternative zu S21 investiert werden - nämlich die Sanierung des bestehenden und gut funktionierenden Bahnhofs samt der Gleisanlagen auf dem Vorfeld. Was im übrigen Arbeitsplätze schaffen würde ![]()
ZitatOriginal geschrieben von rasputin
Machen sie doch gar nicht! Die offizielle Aussage hierzu ist, dass sie "dagegen tun werden, was sie können".
was widerum zeigt wie geschickt und gleichzeitig heuchlerisch das vorgehen der grünen ist - jetzt mit am lautesten schreien um an die macht zu kommen und später dann sagen, geht leider nicht, aber es liegt nicht an uns - gleiches zu nem anderen thema passiert übrigens grad in nrw...
ZitatOriginal geschrieben von rasputin
Ein Teil dieser Kosten entspringt jedoch einer Milchmädchenrechnung - es geht nämlich um den dann abzuwickelnden Rückkauf der derzeit von Gleisen belegten Fläche (IIRC 744 Millionen Euro). Und die ins Gespräch gebrachten 1,8 Milliarden Euro wären ja auch nicht einfach weg - sie würden in Alternative zu S21 investiert werden - nämlich die Sanierung des bestehenden und gut funktionierenden Bahnhofs samt der Gleisanlagen auf dem Vorfeld. Was im übrigen Arbeitsplätze schaffen würde
und auch hier sieht man wieder, das man sich alles drehen kann wie man will und glauben tut man das, was man dann will - keine zahl ist sicher. hoffentlich wird dieses thema vernünftig durch geissler bearbeitet...
ZitatOriginal geschrieben von archie83
Geht das schon wieder los? Damals waren die ganzen Zahlentricksereien eben nicht der Öffentlichkeit bekannt!
Das entscheidet nicht die Bahn, sondern die Bundesregierung (100%iger Eigentümer).
"Zahlentricksereien"? Das ist nur dummes Gerede, es gibt dafür keinen einzigen gerichtsfesten Beweis, das ist entscheidend und nicht in den Raum gestellte Vermutungen. Der Bund ist Eigentümer der Bahn, das ist richtig, die Bundesregierung will das Projekt aber nicht kippen, das sind andere die aber hier nicht zu entscheiden haben.
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