Banken mit guten Angeboten (Keine KwK Gesuche erlaubt!)

  • Sind die Geschäftsanteile auch bis zu einem bestimmten Betrag abgesichert? Was passiert bei Schieflage der RB?

    Geschäftsanteile sind soweit mir bekannt als Eigenmittel (der VR Bank) nicht Teil der Einlagensicherung. Im Extremfall kann wie bei Aktien der Totalverlust erfolgen.

    Es gibt allerdings die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

    https://www.bvr-institutssicherung.de/de

    https://de.wikipedia.org/wiki/…nken_und_Raiffeisenbanken

    Dadurch werden frühzeitig einzelne Genossenschaftsbanken ggf. unterstützt. Wenn ich recht erinnere gab es mal ein paar Fälle wo Genossenschaftsbanken durch Fusion aufgefangen wurden- unabhängig von der sowieso seit Jahren laufenden Fusionswelle der (kleineren) Genossenschaftsbanken.

  • Geschäftsanteile sind soweit mir bekannt als Eigenmittel (der VR Bank) nicht Teil der Einlagensicherung. Im Extremfall kann wie bei Aktien der Totalverlust erfolgen.

    Es gibt allerdings die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

    https://www.bvr-institutssicherung.de/de

    https://de.wikipedia.org/wiki/…nken_und_Raiffeisenbanken

    Dadurch werden frühzeitig einzelne Genossenschaftsbanken ggf. unterstützt. Wenn ich recht erinnere gab es mal ein paar Fälle wo Genossenschaftsbanken durch Fusion aufgefangen wurden- unabhängig von der sowieso seit Jahren laufenden Fusionswelle der (kleineren) Genossenschaftsbanken.

    Ja, so ist es. Ich halte das Risiko für sehr gering und habe natürlich bei mehreren Genos Anteile.

    Herbert

  • Die Sparda-Bank West hatte die Zahl zu erwerbender Anteile mehrfach erhöht. In der Vergangenheit lag die Grenze lange Zeit bei 15 Anteilen, aktuell sind 200 möglich. Die Bank hängt am Tropf, sie braucht Kapital. Die Dividende lag in den letzten beiden Jahren bei 1,5%, davor war sie stets höher als bei vielen anderen Instituten. der Geno-Gruppe.


    Als ich die Zahl meiner Anteile vor geraumer Zeit erhöhen wollte, riet mir ein vertrauenswürdiger Mitarbeiter "zwischen den Zeilen" davon ab. Er kannte damals wohl schon die kurze Zeit später offenbarte Problematik um die Kassenlage der Sparda.


    Lange Zeit hieß es, eigene Sicherungsmechanismen im Verbund der Genossenschaftsbanken, die über die gestzlich verpflichtenden weit hinausgingen, sorgten dafür, dass keine Genossenschaftsbank insolvent werden könne und die Anteile daher sicher seien. Ist das tatsächlich so? Den obigen Links kann ich das nicht in dieser Konsequenz entnehmen.


    Schließlich dürfte die Sparda West zu den größeren Instituten gehören, da sie durch Übernahmen anderer Institute stetig gewachsen ist.

  • Die Genossenschaftsanteile bilden sozusagen das Stammkapital. Die Genossenschaft haftet mit ihrem Vermögen und damit auch den Anteilen. In manchen Satzungen gab es noch die Nachschusspflicht, d.h. Mitglieder hätten im Falle einer Insolvenz anteilig noch notwendiges Geld nachlegen müssen. Bei meiner Bank ist dieser Passus schon länger ausgesetzt, wie es bei deiner aussieht solltest du mal in der Satzung nachlesen.

    Das es bei Genossenschaftsbanken zusätzliche Sicherungsmechanismen gäbe wäre mir neu, ebenso das diese nicht Pleite gehen können. In der Vergangenheit wurden diese Fälle zwar immer vom Verbund aufgefangen, man hat jedoch im Zweifelsfall aber keinen Anspruch darauf.


    Das alles ist übrigens der Grund weshalb es sinnvoll ist sich die Berichte und Zahlen anzuschauen und vielleicht auch mal zu einer Genossenschaftsversammlung zu gehen. 😉

  • Lange Zeit hieß es, eigene Sicherungsmechanismen im Verbund der Genossenschaftsbanken, die über die gestzlich verpflichtenden weit hinausgingen, sorgten dafür, dass keine Genossenschaftsbank insolvent werden könne und die Anteile daher sicher seien. Ist das tatsächlich so? Den obigen Links kann ich das nicht in dieser Konsequenz entnehmen.


    https://www.bvr.de/Presse/Pres…einlagen_in_vollem_Umfang

    Zitat
    Noch nie musste ein Anleger entschädigt werden. Nie ging eine Genossenschaftsbank in die Insolvenz.

    Die Geschäftsberichte würde ich aber bei jeder Genossenschaft zumindest mal überfliegen und mit den Vorjahren vergleichen.


    btw: Vor Jahren hatte die PSD Nord auch mal 99 Genossenschafts-/Geschäftsanteile erlaubt, inzwischen sind es wieder nur noch 6 (je 110€).

  • In manchen Satzungen gab es noch die Nachschusspflicht, d.h. Mitglieder hätten im Falle einer Insolvenz anteilig noch notwendiges Geld nachlegen müssen. Bei meiner Bank ist dieser Passus schon länger ausgesetzt, wie es bei deiner aussieht solltest du mal in der Satzung nachlesen.

    Die Nachschusspflicht existiert m.W. aktuell schon von Rechts wegen nicht mehr - unabhängig davon, was in der Satzung steht.


    Das gilt aber nur für Einlagen - nicht für die Geschäftsanteile. Die werden nur dann nicht wertlos, wenn die Genossenschaft als solche "weiterlebt". Wird die Bank abwickelt, ist die Kohle futsch.


    Die Geschäftsberichte würde ich aber bei jeder Genossenschaft zumindest mal überfliegen und mit den Vorjahren vergleichen.

    Die Sparda-West ist so was von Pleite - über etliche Jahre hinweg werden noch zweistellige Millionenverluste p.a. erwartet. Eine Quelle hatte ich meiner Erinnerung nach weiter oben verlinkt.


    Und vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Verband eine Bank auch dann rettet, wenn

    - sie zu den größeren zählt und

    - die finanzielle Schieflage durch "Zockerei" des Vorstands verursacht wurde. Etwas, dass laut Aussagen der Vergangenheit angeblich gar nicht passieren kann.


    Ich glaube, ich lasse es auch weiterhin...

  • Das gilt aber nur für Einlagen - nicht für die Geschäftsanteile. Die werden nur dann nicht wertlos, wenn die Genossenschaft als solche "weiterlebt". Wird die Bank abwickelt, ist die Kohle futsch.

    Schon, aber es wurde eben noch nie eine Genossenschaftsbank abgewickelt. Dementsprechend wurde auch noch nie die Einlagensicherung aktiv. Zu erwarten ist, dass das auch zukünftig so gemacht wird. Und die Sparda West fährt -wie viele Banken- anscheinend einen harten Sparkurs (Filialschließungen etc pp). Auf den ersten Blick sieht das nicht so ungünstig aus.


    Aber wenn einem die Genossenschaft risikobehaftet erscheint, kann man doch ggf. einfach die Alternativen (VR Banken, PSD Banken) im gleichen Geschäftsgebiet ‚nutzen‘ bzw. dort Mitglied werden und Anteile zeichnen.

  • Na ja... als ewiger Kunde der Eisenbahn Spar- und Darlehenskasse im Bezirk der Bundesbahbdirektion Essen fühle ich mich dieser Bank schon irgendwie verbunden. Als Kind (als es noch keine Bank gab) konnte/musste ich Ein- und Auszahlungen auf meinem Sparbuch entweder am Fahrkartenschalter oder in der Zahlstelle einer hiesigen Bahnbehörde vornehmen.


    Von daher wäre es schon die Sparda-West, bei der ich aus alter Verbundenheit Genossenschaftsanteile zeichnen würde - ohne allerdings ein Hasardeur zu sein. ;)

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