Vollständig: Alle Zahlen der Mobilfunker in Q4/2007

  • Zitat

    Original geschrieben von TopSpoT
    Lagert man die Aufgaben bzw. Mitarbeiter aus, ist man diesen ganzen Berg los und das neue Vertragsunternehmen kann sich diese Ausgaben gleich von Anfang an sparen.

    Damit lagert man aber auch jegliche Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen aus.

    Und manchmal denk ich mir so: Das ist aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung!

  • Zitat

    Original geschrieben von Martin Kissel
    Damit lagert man aber auch jegliche Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen aus.


    Da lt. den einschlägigen Untersuchungen mind. 2/3 der Mitarbeiter in dt. Unternehmen innerlich gekündigt haben dürfte das keine große Rolle mehr spielen.
    Vor einiger Zeit hab ich auch 'ne interessante Studie gesehen die belegt hat, daß der Mensch nur zu ca. 150 Leuten "Beziehungen" aufbauen kann. Darüber hinausgehende Bekanntschaften werden irgendwie vom Brain selektiert nach wichtig und unwichtig und dann....naja.....vergessen. Soll heißen, daß man mit seiner Abteilung und paar weiteren netten Leuten kommuniziert und die Geschichte von Identifikation mit dem gesamten Unternehmen schön zu lesen aber ansonsten unrealistisch ist.


    Vorteile der Auslagerung könnten auch bei gleichen Kosten schnellere Ausführung oder bessere Qualität sein. Außerdem entfällt auch die Inanspruchnahme diverser betrieblicher Funktionen. Bspw. braucht der Einkauf sich nicht mehr mit Handys und Netzwerktechnik etc. beschäftigen und kann sich dann auf Handys konzentrieren. Und auf Beschaffung von Kopierpapier und was weiß ich was alles 'ne Banf benötigt :D



    Zitat

    Original geschrieben von TopSpoT
    Übrigens ein gutes Beispiel für schlechtes Outsourcing:
    Ein großer Konzern hat seine Firmenwagenverwaltung geschlossen und stattdessen günstige Verträge mit Mietwagenfirmen rausgehandelt. Logisch, so kosten die Autos nur, wenn man sie tatsächlich braucht.
    Da diese Verträge jedoch kaum neu verhandelt und nicht an aktuelle Mietwagenpreise angepaßt wurden, zahlt dieses Unternehmen heute teilweise mehr für die Mietwagen als Ottonormalbürger.


    Bei solchen Rechnungen kann man sich auch mächtig täuschen. Wenn man bspw. hochbezahlte Mitarbeiter für Nachverhandlungen braucht, kann der oberflächlich sichtbare Preisvorteil im Endeffekt ein fettes Minus bringen. Steuerliche Auswirkungen müßte man auch noch berücksichtigen, weil die Kfz Einfluß auf Bilanzen und Bilanzrelationen haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martin Kissel
    Damit lagert man aber auch jegliche Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen aus.


    So verbohrt und verheiratet die Vodafone und O2 Jungs mit Ihrem Unternehmen sind, würde das in der Tat bei diesen Unternehmen zutreffen. :D

    "Jeder, der wie ich ein fanatischer Liebhaber der Kleinelektronik ist, weiß, dass man Geräte alle paar Wochen wechseln muss, will man den Zustand tiefer Befriedigung erhalten, den diese Objekte in frischem Zustand erzeugen." Dieter Nuhr - wie recht er doch hat!!

  • vielleicht noch ein Kommentar zur Unternehmensbindung:


    bei Arbeitskräften niedriger Qualifikation ist die Bindung an die Firma meist gering. Sie bekommen ihr Geld und sehen oft kein Sinn in der Arbeit. Das ganze wird noch gefördert, da Zeitarbeitsfirmen sie beschäftigen.


    Bei qualifizierten bis hochqualifizierten Arbeitskräften ist es oft anders, sie identifizieren sich mit ihren Aufgaben, weil diese oft kreativ sind und Ihnen eine Möglichkeit bieten etwas auf zu bauen und darauf stolz zu sein.


    Auf Netztechnik übertragen: den Jungs, welche die Masten aufstellen, ist es egal von welcher Firma sie ihr Geld bekommen. Hingegen Ingenieure welche die Netzplanung übernehmen und einzelne Nodes/BTsen nachkonfigurieren sind u.U. stolz drauf wenn ihr eigenes Netz ein Tick besser funktioniert als das vom Mitbewerber.....

  • Klar, das mag sogar stimmen. Erlebe ich Tag für Tag. Bei den Vertrieblern ist das eher nicht so. Die gehen immer da hin, wo es das meiste Geld (bzw. wenn Sie etwas gebildeter sind, wo es die meisten Aufstiegschancen) gibt! :D

    "Jeder, der wie ich ein fanatischer Liebhaber der Kleinelektronik ist, weiß, dass man Geräte alle paar Wochen wechseln muss, will man den Zustand tiefer Befriedigung erhalten, den diese Objekte in frischem Zustand erzeugen." Dieter Nuhr - wie recht er doch hat!!

  • Zitat

    Original geschrieben von Hilden
    Bei den Vertrieblern ist das eher nicht so. Die gehen immer da hin, wo es das meiste Geld (bzw. wenn Sie etwas gebildeter sind, wo es die meisten Aufstiegschancen) gibt! :D


    Lustig ist halt nur, wenn sie troz all dem erzählen, wie "Toll" doch das gerade von ihnen Vertriebene Produkt/Dienstleistung ist, und dass das rein gar nicht mit dem Gehalt- und Provisionszahlung zu tun hat. Nein, man sich sogar den Arbeitsgeber wegen den "tollen Produkten" ausgesucht hat :-)

  • Zitat

    Original geschrieben von Rudi78
    Lustig ist halt nur, wenn sie troz all dem erzählen, wie "Toll" doch das gerade von ihnen Vertriebene Produkt/Dienstleistung ist, und dass das rein gar nicht mit dem Gehalt- und Provisionszahlung zu tun hat. Nein, man sich sogar den Arbeitsgeber wegen den "tollen Produkten" ausgesucht hat :-)


    Der Teil, dass es nichts mit Gehalt und Provision zu tun hat, ist eine Finte der Vertriebler - sonst wittert ja jeder den Braten.
    Dagegen ist die Aussage mit den "tollen Produkten" das gleiche in grün: Ein tolles Produkt kann man leichter verkaufen, so gibt es wieder eine fette Provision... :D :D :D

  • naja werden wir mal nicht zu populistisch.... Es gibt immer solche und solche Leute. Mir sind immer noch die jenigen am liebsten, welche engagiert an etwas mitarbeiten ohne sofort einen direkten individuellen Nutzen daraus zu ziehen.


    Es gibt gute Facharbeiter, gute Ingenieur, gute Studenten, angagierte Manager usw.
    aber überall wo Licht ist gibt es auch Schatten.
    Mit Hilfe der Medien kann man dann aus den Schatten herrlich schlimme Bilder zeichnen wie fertig Deutschland doch ist.

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