Welche Ausbildung soll ich annehmen?

  • Hallo liebe Telefon-Treffuser,


    zur Zeit hab ich folgendes Problem:


    Da ich ja noch Schüler bin, und in der Abschlussklasse der 10 Klasse Wirtschaftsschule bin, musste ich mich schon frühzeitig bewerben. Da ich ja auf eine Wirtschaftsschule gehe liegt es ja nahe, dass ich mich bei kaufmännischen Firmen bewerbe wie Krankenkasse DAK, oder Banken und generell Versicherungen. Um nicht zu lange zu werden, wurde ich von der Krankenkasse, DAK genommen, von der SparDa – Bank und zum Schluss noch vom Arbeitsamt. Ich machte dann auch Praktikum in der DAK, wobei mir dann aber auffiel, dass mir dieser Job nicht unbedingt liegen würde. Daher sagte ich dann auch den Ausbildungsplatz in der DAK ab. Leider konnte ich noch kein Praktikum in der SpaDa – Bank machen. Nächste Woche werde ich dann ein Praktikum im Arbeitsamt machen. Da ich noch nicht weiß, wie der Umgang unter den Mitarbeitern im Arbeitsamt sind und in der Bank, fällt dieser Entscheidungsgrund weg. Jetzt ist also die Frage, Arbeitsamt oder SparDa - Bank. Mit allen Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben mir fürs Arbeitsamt geraten. Da meine Mutter selbst Lehrerin, also Beamtin ist, drängt sie mir nur fürs Arbeitsamt. Mit den Leuten mit denen ich gesprochen habe, haben gesagt, dass die SparDa - Bank ein super Ausbildungsplatz ist, aber in keinem Verhältnis zum Arbeitsamt steht. Im Arbeitsamt würde ich Beamter werden, und die Chancen gekündigt zu werden sind gleich null, und ich habe so ungefähr für mein Leben ausgesorgt. In der Bank habe ich halt nicht solche Sicherheiten. Im Arbeitsamt wurde mir sogar schon zu 99% zugesichert, dass ich nach der Ausbildung eingestellt werden würde. In den Medien hört man ja immer öfter, dass die Banken nicht mehr einstellen, sondern eher ausstellen. Auch wieder ein Grund, dass ich zum Arbeitsamt gehe. Ich fühle mich mehr zur SparDa – Bank hingezogen, aber überhaupt nicht zum Arbeitsamt, da ich unter anderem die Beamtenmentalität nicht mag. Ich bin auch noch nicht besonders alt daher hab ich noch nicht soviel Lebenserfahrung, aber mir kommt echt so vor, dass die Beamten im Arbeitsamt keine Erfolgsergebnisse vorlegen müssen, und somit auch keinen großen Leistungsdruck haben. Jetzt bräuchte ich noch von euch die Hilfe, wo ich eher hingehen soll. Ich denke mal, dass mir beide Ausbildungsstellen gut liegen würden, da ich gut auf Menschen zugehen kann und auch mit denen gut auskommen kann. In meiner Freuzeit bin ich immer mit Freunden unterwegs, und somit habe ich einen sehr großen Freundeskreis.



    Wäre echt nett, wenn mir mehrere Leute helfen könnten. Ihr könnt mir auch gerne E-Mails schicken.



    Mit freundlichen Grüßen


    P.S. Ich wollte mich nicht mit meinem richtigen Namen registrieren, damit ich ausgehen kann, dass mich auch keiner kennt.


    Wäre vielleicht möglich, dass ich einige Rechtschreibfehler und Grammatikfehler habe, aber ich musste den Text echt schnell schreiben. Tut mir leid.

  • Re: DRINGEND! Welche Ausbildung soll ich annehmen?


    Zitat

    Original geschrieben von Fett_Tony
    Ich fühle mich mehr zur SparDa – Bank hingezogen, aber überhaupt nicht zum Arbeitsamt, da ich unter anderem die Beamtenmentalität nicht mag.



    Das sagt doch alles, oder? Du solltest das machen, was DIR mehr Spass macht, nicht was Deine Mutter etc. sagt!
    Als Beamter hast Du vielleicht ausgesorgt, die Aufstiegschancen sind aber sehr gering.
    In einer Bank kannst Du wesentlich mehr verdienen, hast bessere Aussichten mal ins Ausland zu kommen etc....das ganze sieht im Moment nur sehr schlecht aus, aber vor 5 Jahren haette Deine Mutter Dir bestimmt geraten zur Bank zu gehen?!
    Tue das, wovon Du glaubst, dass es Dir mehr Spass machen wuerde!


    greetz,
    autares

  • hallo,


    erstmal herzlich willkommen. das mit dem namen macht doch keiner bei uns außer den mods.


    zu deinem problem:
    ich würde auch zur bank gehen. im Arbeitsamtt hätte ich keine lust zu arbeiten. nur gefrustete leute und jeden tag der selbe mist. mir währe das zu trocken. klar kann man dort auch leute glücklich machen wenn man sie vermittelt hat, aber es ist alles zu bürokratisch.


    in der bank hast du nätürlich mit chrisen zu kämpfen (über nen börsencrash -vielleicht nicht ganz so krass- würde sich nur jemand im arbeitsamt freuen).


    ich würde also wie sachon mehrmals geschrieben dem arbeitsamt ne absage erteilen, aber wer weis, vielleicht gefällt dir ja das praktikum ...


    viel glück

    Mitglied NR. 17 im S///-Lampenbesitzer-Club

  • Beamtenmentalität = Klischee
    Glaubst du wirklich dass sich 2 Beamte, die sich auf dem Flur treffen, sich mit "Na, kannst du auch nicht schlafen" begrüßen? ;)
    Du kannst dich in vielen Jobs vorm arbeiten drücken (erlebe ich auch immer wieder, solche Experten), oder dir Stress machen. Ganz wie du willst.
    PS: Bin kein Beamter.

  • Wenn der einzige Grund für Dich zum Arbeitsamt zu gehen ist eine vermeindlich gesicherte Job-Zukunft zu haben dann würde ich Dir zur Ausbildung bei der Bank raten.


    Ich studiere z.Zt. mit vielen Leuten zusammen die auch mal im öffentl. Dienst eingestiegen sind. (Sozi-Verwaltung, Krankenkasse, Verwaltungsfachangestellter etc.) und die einhellige Meinung von diesen (Alter zwischen 22-30) ist: Bloß weg da und nicht mehr zurück in den öffentlichen Dienst.


    Eine Ausbildung im Arbeitsamt ist lange noch keine Garantie das Du die nächsten 40 Jahre auch da einen Job hast und irgendwann Beamtenstatus bekommst. (Der trend vom Lebenslangen-Beamten geht auch in diesen Bereichen stark zurück.)


    Du bist noch recht jung und die Möglichkeiten die Du mit einer Ausbildung bei der Bank hast sind um einiges größer als beim Arbeitsamt.
    Sofern Du die Ausbildung erfolgreich beendest heißt das ja nicht das damit Schluß für die ist. Evtl. bekommst Du Lust Dich weiterzubilden (so z.B. ein Studium an einer FH) oder ähnliches. Mit einer wirtschaftlichen orientierten Ausbildung ist das Spektrum das sich Dir dadurch eröffnet wesentlich größer als wenn Du in Richtung Beamter strebst.


    So das waren meine 2 Cents
    Hoffe geholfen zu haben


    Gruß
    CH

  • Meines Wissens arbeiten im Arbeitsamt zu grossen Teilen Angestellte.
    Und das verbeamten soll doch langsam wegfallen bzw. drastisch reduziert werden...
    Und dann mal die Verdienstmöglichkeiten...da liegen Welten zugunsten der Banken dazwischen,von den Weiterbildungsmöglichkeiten mal zu schweigen (Finanzierung,Altersvorsorge,Firmenbetreuung etc...).
    Nicht zu vergessen das Argument,mit wievielen unzufriedenen Menschen du beim Arbeitsamt zu tun hast.Und den Traum,jedem helfen zu können,solltest du dir schnell aus dem Kopf schlagen,denn so rosig ist es dort auch nicht.
    Du musst für dich eine Entscheidung treffen,worauf du Wert legst.
    Ich würde mich DEFINITIV für die Bank entscheiden...
    Falls es dich intressiert,lass die mal zeigen,was du nach der Ausbildung (und auch währenddessen) verdienst....das ist ja sicher auch nicht unwichtig


    Hier klicken um einen Überblick der Gehälter eines Bankangestellten zu schauen.Ist aber von 2001,müsstest also noch ein wenig draufrechnen.Ich galub,es waren knapp 3 %

    Hardware:
    IPhone 8 256 GB
    IPad Pro 12,9

  • Hi,


    ich würde an deiner Stelle auch das machen was dir am meisten Spaß macht, in deinem Falle wohl die Bank.


    Ich selbst war auch auf ner Wirtschaftsschule und war dann eines Tages auch vor der dummen Frage gestanden was ich denn lernen soll.


    Ich hab dann ein paar Praktikas gemacht und mich dann entschieden dass ich zur ner Krankenkasse geh. Und nun bin ich bei einer größeren BKK und eigentlich "glücklich". Du lernst echt viel, verdammt viel sogar. Meines Erachtens anspruchsvoller als bei ner Bank.


    Sicher, die Krankenkassenbranche ist auch nicht gerade "sicher", aber ich denke es dauert nicht mehr arg lange bis es in den Banken nur noch wenige Angestelle gibt. Wer geht denn noch oft zur Bank? Okay, bei größeren Sachen wie Krediten usw. schon, aber für das ganze Alltagszeug ist mir mein PC echt lieber.


    Ich denke aber dass sowohl die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten als auch die zum Bankkaufmanns zu den 5 besten zählen die du mit mittlerer Reife machen kannst.


    Viel Spaß und Erfolg was auch immer du machst.


    MfG, Snem.

  • Ich finde auch das beides intresannte Berufe sind, ich nehme mal an es geht bei der SpardaBank um eine Ausbildung zum Bankkaufmann und beim Arbeitsamt um den mittleren nichttechnischen Dienst. Man kann schlecht sagen das einer der Berufe generell schlechter oder besser ist (allerdings würde ich auch etwas zur Bank tendieren, da hast du bessere Aufstiegs- und Verdienstchancen), sonderner nur für Dich ist einer der beiden Berufe besser oder schlecht. Und Zufunktssorgen brauchst du bei der Ausbildung in der Bank auch nicht haben, wenn du dich qualifizierst und später vielleicht sogar noch weiterqualifizierst ist das schon Zukunftssicher. Ausserdem hast du noch den Vorteil, das die Berufsschule wahrscheinlich um einiges näher gelegen ist. Aber mach auf jeden Fall das, von dem du denkst das es das richtige für dich ist.

  • Der Job beim Arbeitsamt ist auch nicht so sicher wie es scheint.
    Du kennst doch die Diskussionen in der Politik übers Arbeitsamt. Ausserdem nimmt der Trend zur Verbeamtung ab.


    mfg

  • Zitat

    Original geschrieben von EsCab
    Beamtenmentalität = Klischee
    (...)


    Nein - definitiv nicht. Man redet viel schlechtes über Beamte - wenn man allerdings eine Weile bei einer Behörde arbeitet, merkt man, dass es noch viel schlimmer ist.


    Ich habe 8 Monate im öffentlichen Dienst verschenkt. (EDV-Abteilung) Wenn Du schon von jeher nicht mit der Beamtenmentalität (die auch ganz gewaltig unter den Angestellten herrscht) zurecht kommst, lass bloß die Finger davon! Der Durchschnitts-Beamte/Angestellte, den ich kennengelernt habe, ist die Arroganz und Selbsherrlichkeit in Person. Selbstverständlich weiss niemand so gut Bescheid wie er.


    Ich kann Dir mal einen typischen Tagesablauf schildern:


    08:30 Uhr: Ankunft im Büro - Kollege A hört Musik, Kollege B surft bei eBay und Kollege C "arbeitet" täglich in der selben Excel-Tabelle.


    09:00 Uhr: Chefin (Beamtin und Kreis-Parteivorsitzende) kommt herein und kontrolliert mit demonstrativem Blick auf die Uhr die Vollständigkeit der Belegschaft in diesem Büro - nach erfolgreichem Abschluss, weiter ins nächste Büro. Kollege A, B, C und ich tun natürlich sehr beschäftigt.


    09:10 Uhr: Kollege C besucht wie jeden Tag um die selbe Zeit die Toilette.


    09:15 Uhr: Kollege C öffnet die Tür und ruft "Frühstück" und die gesamte Mannschaft (20 Personen) bewegt sich in die Kantine.


    10:50 Uhr: Kurzes Frühstückspäuschen beendet.


    11:30 Uhr: Anstehende Arbeiten sind aus der Datenbank selektiert, jetzt beginnt die sinnvolle Arbeit.


    12:30 Uhr: Ihr ahnt es - Mahlzeit!


    13:30 Uhr: Rückkehr aus Mittagspause und Treffen in Büro X zum Kaffee.


    14:00 Uhr: Die sinnvolle Arbeit wird fortgesetzt und gegen 15 Uhr abgeschlossen.


    15:15 Uhr: (Die 15 Minuten seit Beendigung der Arbeit wird mit eBay überbrückt) Anrufer mit Fehlermeldung am Telefon an die Hotline abgewimmelt. Nach dem Auflegen die Worte: "Jetzt brauch´ ich auch nichts mehr anfangen" in den Raum stellen.


    15:30 Uhr: Die ersten Kollegen verabschieden sich in den Feierabend


    16:30 Uhr: Der letzte sichtbare Kollege verlässt das Büro.


    17:00 Uhr: Abteilungsleiter betritt das Büro mit den Worten: "Willst Du hier übernachten?"


    Diese Beschreibung ist nicht sonderlich übertrieben - so ging es tagtäglich ab. Krankheitstage jenseits der 50 sind im Jahr normal. Irgendjemand ist eigentlich immer krank.


    Zugegeben habe ich für 2 Stunden effektive Arbeit täglich, gutes Geld verdient und ich hatte genug Zeit tagsüber einkaufen oder zuhause ein Mittagsschläfchen halten zu gehen.


    Nach einiger Zeit gewöhnst du Dich daran, oder es geht Dir - wie mir - gewaltig auf die Nerven. Ich habe nach 8 Monaten das Handtuch geschmissen, jetzt einen ungleich stressigeren Job mit 200 Überstunden bin allerdings wieder zufrieden.


    Der Stefan...

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