Kapitalbildung - Wie richtig angehen?

  • Ich versteh nicht ganz wieso hier die meisten gegen Immobilien sind??
    Ich beginne selbst gerade mich mit diesem Thema zu beschäftigen und dachte immer, dass es besser wäre in einer eigenen Immobilie zu wohnen.


    Auch wenn man zunächst einen Teil finanzieren muss, so ist es doch besser, als ewig Miete zahlen zu müssen und am Ende gar nichts mehr von der gezahlten Miete zu haben!?


    Korrigiert mich bitte wenn mein Verständnis da falsch ist..

  • Zitat

    Original geschrieben von conzi
    Korrigiert mich bitte wenn mein Verständnis da falsch ist..


    Die Antwort ist ein sehr klares JEIN!
    Sehr guter Artikel: [URL=http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,529871,00.html]KLICK![/URL]

    "Linienflüge sind was für Loser und Terroristen!"
    H.S.

  • In den Neunziger Jahren waren Immobilien imho sehr intressant, aber die Zeiten haben sich mittlerweile eben geändert.


    - in den Neunziger Jahren war bei Durchschnittsverdiener das Verhältnis zwischen Einkommen und Konsumausgaben noch so das ein Paar die Immobilieneigentum auf absehbare Zeit z.B. 10-15 Jahre abbezahlen konnte. In der Zwischenzeit sind die Konsumausgaben exorbitant gestiegen während die Einkommen stagiert sind, so das man jetzt bis zum Ruhestand mit der Schuldentilgung beschäftigt wäre.


    - In den Neunziger Jahren gab es bei den Immobilien ne beachtliche Wertsteigerung. Heutzutage sind die Wertsteigerungen bei normalen Wohnimmobilien auf einem Niveau die nichtmal die allgemeine Teuerungsrate ausgleicht.


    - Früher gab es als Geldanlagemöglichkeiten neben dem Sparbuch nur Festgeld, Bausparverträge, Anleihen und Einzelwertpapiere. Heutzutage gibt es allemöglichen Fonds und Zertifikate.


    - Früher waren die meisten Erwerbstätigen entweder als Angestellte jahrelang bei der gleichen Firma in der gleichen Niederlassung tätig, und Selbsständige waren meist auch nur stark lokal begrentzt tätig. Heutzutage muss man flexibler sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von conzi
    Ich versteh nicht ganz wieso hier die meisten gegen Immobilien sind??
    Ich beginne selbst gerade mich mit diesem Thema zu beschäftigen und dachte immer, dass es besser wäre in einer eigenen Immobilie zu wohnen.


    Auch wenn man zunächst einen Teil finanzieren muss, so ist es doch besser, als ewig Miete zahlen zu müssen und am Ende gar nichts mehr von der gezahlten Miete zu haben!?


    Korrigiert mich bitte wenn mein Verständnis da falsch ist..


    Bauschadensbericht der Dekra bei Hausneubauten:
    im Durchschnitt 2006 21 Mängel, 2007 32 Mängel


    Was ist, wenn bauausführende Unternehmen Insolvenz anmelden?


    Trotz gesparter Miete fallen alle Nebenkosten weiter an.


    Vergleichsmiete sollte eine dem Kauf entsprechende Wohnung/Haus sein, erst recht beim Hauskauf ;)


    Was ist mit (angesparten) Rücklagen für Reparaturen?


    Gerade bei ETW kann es Streß mit der Eigentümerversammlung bei Unstimmigkeiten geben.


    Was ist, wenn die Anschlussfinanzierung platzt? Zinsen nach Ablauf der Zinsbindung zu hoch sind? Die Bank ihre Forderungen an den Häuslebauer weiterveräußert?


    Der Hauptgrund dagegen schlechthin: woher will man wissen, wo man in paar Jahren arbeitet? Oder die Frau?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn


    ...
    - In den Neunziger Jahren gab es bei den Immobilien ne beachtliche Wertsteigerung. Heutzutage sind die Wertsteigerungen bei normalen Wohnimmobilien auf einem Niveau die nichtmal die allgemeine Teuerungsrate ausgleicht.
    ...



    Die Blase ist schon lange überstanden. Die Preise sind schon lange wieder gefallen. Schon alleine wegen der mittlerweile vielen faulen Kredite, bei denen die Banken probieren die Immobilien über ihre hauseigenen Immobilienabteilungen im Auftrage des Nocheigentümers zu veräußern, bevor sie in die Versteigerung laufen. Und nochmal: Wer meint, heute eine Immobilie zu kaufen um sie morgen wieder mit Gewinn zu verkaufen, hat eh nicht verstanden was ich mit dem Erwerb einer Existenssicherungsimmobilie beabsichtigen will.


    Zum Schadensbericht der Dekra, oder einer möglichen Insolvenz:
    In Zeiten in der bessere Bretterbuden mit ausgepresster Statik bei Tchibo angeboten werden, sollte einen eine solche Statistik nicht wundern. Geiz ist Geil, aber in diesem Business auch besonders gefährlich. Genauso zu meinen, dass man mittels Bauträger viel Arbeit und Stress sparen kann. Ich kann ja noch verstehen, die Arbeiten an einen Generalunternehmer zu übergeben. Einem Generalübernehmer oder Bauträger würde ich jedoch niemals beauftragen.


    Und nochmal zur mangelnden Flexibilität. War hier nicht mal die Rede von Selbstständigkeit? Und um diese eben auch mal über eine Durststrecke zu retten, ist weniger hilfreicher als eine bis dato schuldenfreie Immobilie.


    Schonmal jemand in der Praxis als Selbstständiger in einer bank nach einem KK Kredit gefragt. Erste Gegenfrage lautet immer: Welche Sicherheiten?



    Siemensanier


  • Sorry, aber wenn Du so argumentierst, kaufst Du am Besten kein Auto mehr, kein Handy, hältst keinen Hund, gehst am Besten gar nicht mehr arbeiten und verkriechst Dich unter dem Tisch.


    Nur negative Aspekte rausarbeiten kann man zu jedem (!) Thema. Objektiv ist jedoch Niemandem damit geholfen.


    Finde eh das es langsam wieder Richtung "Stammtisch" hier geht. Ich bestell schon mal ein Pilsken und nen Klaren ;)


    -Andi-

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  • Die Frage war, was dagegen spricht und nicht, was dafür spricht. Denn in dem was dafür spricht sind sich wohl alle einig. Ich kann mir auch allein 5000 Sonnen an die Tapete zeichnen;)
    Ein Haus kaufst Du ja nicht wie ein Handy oder sonstwas.


    Verschließ ruhig die Augen vor den potentiellen Problemen, es wird sich schon jemand finden der sie für Dich regelt und sich das Geheule danach anhört - ist doch immer die gleiche Leier...

  • Zitat

    Original geschrieben von Siemensanier
    Und nochmal: Wer meint, heute eine Immobilie zu kaufen um sie morgen wieder mit Gewinn zu verkaufen, hat eh nicht verstanden was ich mit dem Erwerb einer Existenssicherungsimmobilie beabsichtigen will.

    Natürlich kauft bzw. baut man sich eine Wohnimmobilie primär zum Zweck darin zu wohnen und nicht um sie zu veräussern, aber "Geld verbrennen" will man mit der Immobilienanschaffung eigentlich auch nicht.


    Auch wenn man nur selber darin wohnen will, tut man das lieber wenn man davon ausgehen kann das die Immobilien eine Wertsteigerung erfahren. Wenn man davon ausgehen muss das man mit der Immobilie eine Wertminderung erfährt dann bleibt man meist doch lieber in Miete.

  • Zitat

    Original geschrieben von Siemensanier
    Schonmal jemand in der Praxis als Selbstständiger in einer bank nach einem KK Kredit gefragt. Erste Gegenfrage lautet immer: Welche Sicherheiten?


    Falsch. Erste Gegenfrage: welche Zahlen haben Sie denn so dabei? ;)


    btw: ich sehe es wie noksie: es gibt auf die Frage kein klares ja oder nein.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Falsch. Erste Gegenfrage: welche Zahlen haben Sie denn so dabei? ;)
    ...



    Mag natürlich bei der Düsseldorfer Stadtsparkasse so sein. Beste Anwort dort wahrscheinlich, 90-60-90 mit einem grammatikalischem Problem ;)
    Aber sind nicht auch diese Zahlen ein Indiez für Sicherheit?

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