Telekom lässt bespitzeln!

  • Ich finde der Skandal zeigt mal wieder wie weit es um das Demokratieverständnis in Deutschland bestellt ist. Da wird die DDR als totalitärer Staat bezeichnet (zurecht) und Gysi eine Mitgliedschaft bei der Stasi vorgeworfen. Gleichzeitig entwickeln sich - maßgeblich durch die Informationstechnologie bedingt - immer ähnlichere Züge, die nur moderner wirken. In unseren Bussen sind bereits überall Videokamers installiert und gegen die VDS hätten eigentlich sämtliche Volksvertreter Sturm laufen müssen. Nur noch grotesk finde ich, dass es nun ausgerechnet Wolfgang Schäuble obliegt, mit Vertretern der Telekom über den Fall zu sprechen.

  • Zitat

    Original geschrieben von MasterBee
    Was meint ihr was hier (Deutschland) los wäre wenn mehr Menschen wüssten was hier so abgeht....


    Ja, die Deutschen sind eine große Schafherde,
    lassen wir es lieber so wie es ist,
    sonst werden sie noch intelligent.
    (Die Schafe)

  • Da gebärdet sich der "Unternehmeradel" in Deutschland wie die Stasi und kommt damit durch. Es ist einfach nur zum kotzen! In der Ex-Zone wurden sogar Dorfpolizisten entlassen, denen man eine Verbindung zur Stasi nachweisen konnte.


    Ich fürchte der Westen arbeitet mit ebenso dreckigen Methoden wie man es bis 1989 im Osten tat. Eine aus meiner Sicht angemessene Reaktion auf die Spitzelaffäre wären Berufsverbot für alle Mitwisser und ein Massenboykott der Telekom. Gibts kein Geld, kann man Spitzel auch nicht mehr bezahlen...


    Man sollte nicht vergessen, dass die Telekom ein Quasi-Staats-Unternehmen ist. Entsprechend sollte das Vorgehen zwar ganz im Schäuble-Sinn sein, aber eben doch irgendwie auch gegen das Grundgesetz verstoßen. Bewusste und vorsätzliche Verstöße gegen das Grundgesetz sollten IMHO mit Arbeitslager, Enteignung und Berufsverboten geahndet werden. Sollte Herr Ricker sich als Schuldiger erweisen, könnte man auch über Sippenhaft nachdenken, schließlich war schin sein Vater Telekom-Chef, was IMHO allein schon ein Geschmäckle hat, da offenbar aus der Ricke-Familie sehr sehr sehr sehr sehr talentierte Telekom-Chefs hervorgehen, die alles was auf dem freien Markt (außerhalb der Familie) herumläuft u Längen schlägt. (Zumindest sehe ich die Telekom nicht als Familienbetrieb, in dem der Filius bei Erreichen einer gewissen Reife den laden automatisch übergeben bekommt. Aber warten wir's ab, vielleicht erweist sich Ricke jun. jun. in sagen wir 15 Jahren als der ultimative Telekom-Chef!)


    In der Lausitz gibts Steinbrüche und einen kleinen Hammer würde ich dem Ex-Vorstand der Telekom auch ausleihen, natürlich gegen Gebühr!


    Warum schreit eigentlich niemand nach Boykott???

    ---

  • Zitat

    Original geschrieben von HoldaT
    Warum schreit eigentlich niemand nach Boykott???

    Das machen genug. Aber wie ich oben schon schrieb, sind wir zu blöd und bequem, es auch umzusetzen. Und daran wird sich nichts ändern.

    Nachdem die meisten User, die unter supranasaler Oligosynapsie (und auch Morbus Bahlsen) leiden, hier endlich gesperrt worden sind, wage ich mal wieder den einen oder anderen Besuch hier...

  • "Warum schreit eigentlich niemand nach Boykott???"



    Das dachte ich mir heute früh im Auto auch.


    Wäre ja ein "Kündigungsgrund"...zumindestens für mich. Steht von sowas irgendwas in den AGB´s? :cool:

  • Der Telekom-Skandal wird hoffentlich dafür sorgen, dass in der Öffentlichkeit mal darüber nachgedacht wird, was mit "simplen" Verbindungsdaten bereits über Personen herausgefunden und geschlussfolgert werden kann. Wer redet mit wem? Wer redet wie intensiv mit wem? Wo befinden sich die Personen, die miteinander reden? Mit wem wird auf einmal nicht mehr geredet? Und, und, und...


    Das, was die Telekom da illegal bereits in ihrem Betrieb durchgeführt hat - das Ausspähen von Mitarbeitern, Journalisten, sonstigen Personen die nach eigenen ausgedachten Kriterien als "verdächtig" abgestempelt wurden - ist eine der Sachen, die Schäuble mit der Vorratsdatenspeicherung auf staatlicher Ebene erreichen will. Die Vorratsdatenspeicherung läuft bereits, aber 2009 auch verpflichtend für Internetverbindungsdaten. Das ist eine ungeheure Masse an Daten über jeden einzelnen von uns und wie bei der Telekom zu sehen ermöglichen diese Daten extrem detaillierte und intime Details darüber, was man im Privaten und Beruflichen so treibt.


    Jetzt regt sich die Öffentlichkeit über die Telekom auf. Aber dass nun längst der Staat diese Daten bei den TK-Anbietern verpflichtend speichern lässt und (dank BVG zum Glück immerhin nicht nach Beliebigkeit, wie Schäuble es gern hätte) darauf zugreifen und sie auswerten kann? Wo waren da die großen Skandal-Meldungen und "Boykott-Aufrufe"? (Boykott setze ich in diesem Fall damit gleich, dass man sich der Vorratsdatenspeicherung bewusst entzieht, soweit möglich.)

  • Zitat

    Original geschrieben von marmo
    Wäre ja ein "Kündigungsgrund"...zumindestens für mich. Steht von sowas irgendwas in den AGB´s? :cool:


    Das finde ich cool falls dies zu einem berechtigten Kündigungsgrund führen würde. Sollen dann mal ordentlich viele Leute kündigen und der Telekom eine kräftige Ohrfeige verpassen.
    :D

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Zitat

    Original geschrieben von Laubi
    Welcher Nachteil ist Dir denn dadurch entstanden?


    Auf derartige Diskussionsansätze reagiere ich überaus allergisch. Wievielen DDR-Bürgern ist durch die Stasi direkter Schaden entstanden??? Vielleicht 1 Million oder ein paar mehr? Dann hätte man die Stasi vielleicht doch nicht schließen sollen, sondern ggf. auf den Westen ausdehnen...


    Erst denken, dann schreiben! Oder bist du ein Neffe des Innenministers, der von Stasi 2.o träumt?!


    Hätte die Stasi die Technik von heute gehabt, säße ich heute nämlich ggf. nicht vor diesem Rechner und wäre nicht europaweit zu Hause und schon in allen Ecken der Welt gewesen. Balaton wäre dann die weitest entfernte Außenstelle für Nicht-Verdiente-Nicht-Kommunisten gewesen!

    ---

  • Zitat

    Original geschrieben von HoldaT
    Auf derartige Diskussionsansätze reagiere ich überaus allergisch.

    Habe ich gemerkt. Schade, Du hast leider kpl. das Thema verfehlt. Ich möchte das Vorgehen nicht gutheißen. Ein Grund für eine "Sonderkündigung" ('nur' darauf habe ich mich bezogen!) besteht m. E. jedoch nicht

    Zitat

    Wievielen DDR-Bürgern ist durch die Stasi direkter Schaden entstanden??? Vielleicht 1 Million oder ein paar mehr? Dann hätte man die Stasi vielleicht doch nicht schließen sollen, sondern ggf. auf den Westen ausdehnen...


    Erst denken, dann schreiben! Oder bist du ein Neffe des Innenministers, der von Stasi 2.o träumt?!


    Hätte die Stasi die Technik von heute gehabt, säße ich heute nämlich ggf. nicht vor diesem Rechner und wäre nicht europaweit zu Hause und schon in allen Ecken der Welt gewesen. Balaton wäre dann die weitest entfernte Außenstelle für Nicht-Verdiente-Nicht-Kommunisten gewesen!

    Deinen absolut deplatzierten und unnötigen "Stasi"-Vergleich und die polemische Anschuldigungen mir ggü. werde ich im Anschluss an diesen Beitrag direkt einem Moderator melden.


    MfG
    Laubi

    Newbie-Reloaded :-)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!