Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Zitat

    Original geschrieben von The_Best
    Ich finde nichts verwerflich daran, wenn an mir der Audi mit 250km/h vorbeidonnert. Ich mache ihm sogar Platz.


    Kehrt der Audi denn nach dem Überholvorgang mit einer Differenzgeschwindigkeit zwischen den sich bewegenden Körpen von 120 km/h anschließend auch auf die Grundspur zurück?


    Aber ich vergaß. Der Audi lane assistend verhindert dies ja durch vorzeitige Warnung zuverlässig.



    Siemensanier

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Man entwickelt mit der Zeit ein gutes Gefühl, eine Art Vorahnung für solche Situationen und Autofahrer. Es gibt meistens durchaus Anzeichen dafür bzw. typische Begleiterscheinungen bzw. Situationen, in denen das passiert.
    Dazu gehört auch eine Art Intuition.
    Aber wenn man eben so schnell unterwegs ist, wie Ihr offenbar, muss man darauf auch ständig eingestellt sein bzw. verstehen, dass das Risiko dann eben auch höher ist.
    Anstatt anderen vorzuwerfen, dass sie nicht die Geschwindigkeit viel Schnellerer einschätzen können, wie wäre es dann, wenn Ihr etwas von diesem Tempo "herunterkommt". Die anderen könnt Ihr nicht beeinflussen, Euer Tempo schon.


    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Wie jetzt - an die eigene Nase fassen, wo doch das Anrecht auf die linke Spur mit Tempo 180 - 300 von der Verfassung und mit dem Kauf des teuren Hoch-PS-Motor garantiert ist? :eek: Das wär ja noch schöner, die Deppen sind bittschön immer noch die anderen!


    Da sich dein (DUSA) Beitrag wohl auf den von Jochen bezieht, habe ich ihn der Sinnhaftigkeit zuliebe kurzerhand mal mitzitiert.


    Zum Thema: Der auch für Autobahnen gülten StVO zufolge habe ich als bereits auf der linken Spur befindlicher Fahrer vorfahrt:


    §7: "In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichungsanzeiger zu benutzen."


    Wieso sollte ich mich also einschränken? Um andere Fahrer in ihrem offensichtlichen Fehlverhalten noch zu bestärken?


    Mein Auto hat übrigens nur eine zweistellige PS-Zahl ;)




    Zitat

    Original geschrieben von Siemensanier
    Natürlich mag es die geben. Wer aber ein Stück Stahl mit der kinetischen Energie von 200km/h im öffentlichen Straßenraum bewegt braucht dieses oftmals gar nicht auszuschalten. Denn alleine diese Handlung legt nahe, dass dort nicht wirklich was zum Auszuschalten ist. :rolleyes:

    Wenn wir jetzt mal für einen Augenblick mal vergessen, dass mein Auto keine 200 Km/h schafft, müsste deiner Aussage zufolge mein IQ auch irgendwo zwischen Schimmel auf dem Toastbrot und einem Einzeller rangieren. Lass dir versichert sein, dem ist nicht so ;)


    Ich bezeichne mich als defensiv-aggressiven Fahrer. Da wo ich laufen lassen kann, tue ich das auch, allerdings mit mehr als ausreichendem Abstand.
    Wenn ein dicker Benz mit 170 Km/h auf der linken Spur fährt, sehe ich keinen Grund, weshalb ich mich mit ~200 Meter Sicherheitsabstand nicht einfach dranhängen sollte. Der Benz räumt aufgrund seines größeren Prestiges (zumindest in den Augen der anderen Fahrer) die Straße frei und ich kann locker mitschwimmen. Selbst wenn er einen Unfall baut, habe ich dank meiner noch jugendlichen (*g*) Reflexe und dem mehr als ausreichenden Sicherheitsabstandes immer noch genügend Zeit und Platz zum abbremsen.


    Ein Blick auf meine persönliche Statistik mit genau 0 vermerkten Unfällen bestätigt mich in meiner Fahrweise.

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Wieso sollte ich mich also einschränken? Um andere Fahrer in ihrem offensichtlichen Fehlverhalten noch zu bestärken?


    Um dir selbst das Leben leichter zu machen? Wenn du solch eine Situation schon aus 1 km Entfernung erkennst, wieso dann nicht einfach etwas langsamer machen?

    "Wer denkt, er kommt morgen mit seinem Wissen von heute weiter, ist übermorgen schon von gestern."

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k ............................. Selbst wenn er einen Unfall baut, habe ich dank meiner noch jugendlichen (*g*) Reflexe und dem mehr als ausreichenden Sicherheitsabstandes immer noch genügend Zeit und Platz zum abbremsen.....................

    So dachten sicher auch die vielen "Spitzenfahrer", die fast täglich in der Zeitung stehen. :D
    Aber Schuld haben sowieso immer nur die anderen. :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Wenn wir jetzt mal für einen Augenblick mal vergessen, dass mein Auto keine 200 Km/h schafft, müsste deiner Aussage zufolge mein IQ auch irgendwo zwischen Schimmel auf dem Toastbrot und einem Einzeller rangieren. Lass dir versichert sein, dem ist nicht so ;)


    weshalb ich mich mit ~200 Meter Sicherheitsabstand nicht einfach dranhängen



    Das hat nicht unbedingt immer was mit dem IQ zutun. Wohl aber mit fehlemden Problembewusstsein in diesem Bereich. Denn im worst case liegt die technische Dursicht dises Geschosses 23 Monate in der Vergangeheit. Niemand garantiert dafür, das der vor einem befindliche Streckenabschnitt wirklich frei von Hindernissen ist. Beides bei den großen Vorbildern nicht der Fall. Die letzte technische Durchsicht liegt bestenfalls einigie Stunden her. Und für den Zustand der Strecke wedeln an der Seite fleißige Fähnchenträger.


    Und 200 Meter würde ich bei der heutigen Verkehrsdichte nicht mehr als Sicherheitsabstand, sondern als Einladung für unseren Schwerlastverkehr ansehen, diesen Raum für sein eigenes schnelleres Vorankommen zu benutzen. Stelle mir gerade vor, wie die Tourenwagen und der truckgrandprix gleichzeitig auf einer Rennstecke ein Rennen austragen.

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Selbst wenn er einen Unfall baut, habe ich dank meiner noch jugendlichen (*g*) Reflexe und dem mehr als ausreichenden Sicherheitsabstandes immer noch genügend Zeit und Platz zum abbremsen.


    Da kann man nur hoffen daß die "jugendlichen Reflexe" nicht von jugendlicher Selbstüberschätzung getrübt werden,- was ja erwiesenermaßen oft zu schweren Unfällen führt..

  • Zitat

    Original geschrieben von tobias2k
    Zum Thema: Der auch für Autobahnen gülten StVO zufolge habe ich als bereits auf der linken Spur befindlicher Fahrer vorfahrt:


    §7: "In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Jeder Fahrstreifenwechsel ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichungsanzeiger zu benutzen."


    Wieso sollte ich mich also einschränken? Um andere Fahrer in ihrem offensichtlichen Fehlverhalten noch zu bestärken?

    Wer sagt denn, dass Du Dich einschränken sollst? Ich sagte doch bereits: die Deppen sind immer die anderen!
    Viel mehr finde ich, statt so ein von Dir geschildertes Ereignis zu antizipieren und vorzeitig abzubremsen solltest Du diese Deppen richtig die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens klar machen: gar nicht bremsen und mit keine-Ahnung-was-Du-dann-da-mit-nur-zweistelliger-PS-Zahl-draufhast hinten reindonnern. Die Psychologie sagt uns schon: wir lernen entweder über Belohnung (und für sein Fehlverhalten gehört der Depp wie von Dir richtig erkannt eben gerade *nicht* belohnt!) oder über Bestrafung! Ergo: donnern wir ihnen hinten rein, damit sie es endlich kapieren!

  • tobias2k: Wenn du 160+ fährst und siehst, dass der Kleinwagen den Lastwagen überholen könnte, ist unbedingt Bremsbereitschaft zu erstellen, da es offensichtlich ist, dass er überholen wird.
    Ein bisschen vorausschauendes Fahren kann hier viele heisse Situationen ersparen.


    Zum Thema Rechtsfahren und Tempolimit: Ich bin relativ viel auf den Schweizer Autobahnen unterwegs. Dass da mehr Leute rechts fahren, ist einfach nur falsch. Die linke Spur ist meist durch langsame Farzeuge und Lastwagen belegt, mit Lücken von teilweise mehreren hundert Metern.
    Und entspanntes fahren mit Tempolimit? Naja... Wer die Strecke Bern - Zürich kennt, wird dieses Urteil wohl nochmal überdenken. Das ist sehr stressig dort zu fahren, wenn es viel Verkehr hat. Sehr geringe Sicherheitsabstände, 30m sind zu viel, da zieht dir schon wieder einer rein. Das bedingt permanente Konzentration und ein wachsames Auge. Wenn du hinter einem Geländewagen oder Lieferwagen bist, hast du keine Chance zu sehen, ob die vorne schon bremsen, dann wirds richtig lustig.
    Das alle gleich schnell fahren, ist auch nur eine Illusion. Da hast du von 80 - 160 km/h alles dabei. In der Ostschweiz geht es manchmal auch bis 200, wenn die Bedingungen es zulassen.


    Ich war letzten Freitag in Deutschland unterwegs, auf der A81 nach Stuttgart / Heilbronn. Das war für mich ein wesentlich entspannteres Fahren als es in der Schweiz möglich ist. Die Leute fahren kurz vor dem Lastwagen raus und gleich danach wieder rein. Wenn du von hinten kommst, gehen die meisten direkt weg, manchmal dauert es etwas länger.
    Auf der linken Spur war ein Grundtempo von 160 - 200, zwischendurch konnte man da locker bis 240 - 250 fahren, teilweise sogar im Konvoi mit anderen Fahrzeugen - so entspannt fuhr ich noch selten 270km.


    Und noch was: Wenn ich 200+ fahre, achte ich nicht mehr so drauf, welche Spur ich benutze, schaue aber regelmässig in den Rückspiegel, um zu sehen ob etwas kommt.


    Das war mein Schweizer Käse zum Thema :D
    Gruss, G.

    Some experiences only impress you once.
    The special ones do it again and again.

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Ergo: donnern wir ihnen hinten rein, damit sie es endlich kapieren!


    Auf jeden Fall ;)


    Annahme: Baustelle, vor einem dreht sich ein Auto, weil es doch zu eng war und der Fahrer das Steuer verrissen hat, will ja keine Kratzer haben. Entfernung: 50m (Abstand zwischen 2 Baken)


    Bei 80 schafft man es zu Bremsen und steht knapp vor der Karre,
    bei 100 schlägt man mit 65km/h ein
    bei 110 mit 80....


    Ich heize ja auch gerne, aber nur, wenn ich allein fahre und kein Lkw in Sicht ist....


    Um mal auf das Thema zurückzukommen: Ich wohne in einer recht schmalen Straße - zwei entgegenkommende Autos kommen nur mit angeklappten Spiegeln aneinander vorbei. Das ist aber nicht schlimm, da alle paar Meter ein Haus mit Ausfahrt ist, also Platz zum Ausweichen. Krank an der Sache ist, daß ca. 80% aller Leute die entgegenkommen nicht in die Ausfahrt fahren. Sie fahren solange in der Mitte der Straße bis man frontal vor ihnen steht. Ich rechts, sie in der Mitte der Straße. Und dann fangen sie an, tierisch rumzurangieren. Da platzt mir echt die Sacknaht. Die gucken echt nur 10 Meter vor ihr Auto, weitere Entfernungen sind wahrscheinlich extraterrestrisch.

  • Zitat

    Original geschrieben von The_Best
    Ich denke, das trifft es ganz gut. Ich finde die schreie jedesmal nach einem "Tempolimit" für interesannt. Eine für alle gültige Einschränkung soll den anderen das denken abnehmen. So hört sich das manchmal(!) an.
    Ich finde nichts verwerflich daran, wenn an mir der Audi mit 250km/h vorbeidonnert. Ich mache ihm sogar Platz.
    Ich denke, bevor wir hier ein Tempolimit fordern, wäre es angebrachter, Fahrsicherheitstrainings und einen Grundkurs in Autobahnfahrten zu Vermitteln. Autobahn unterscheidet sich nunmal vom normalen Verkehr und das sollte man sich bewusst sein. Die Autobahn solte ein miteinander sein.
    Wenn das mal passiert, ist auch das Tempolimit wohl hinfällig....


    Das würde ich im Großen und Ganzen unterschreiben..


    auch wenn ich mit meinen inzwischen 90.000km vll noch als Fahranfänger gelte, wenn ich mit einem langsameren Auto (Sagen wir mal dem Focus Kombi) auf der AB auf der linken Spur bin, wird das Fahren jenseits der 180km/h unangenehm - sehe ich im Rückspiegel (in den ich auf der AB durchschnittlich alle 2 Sek schaue, anscheinend im Gegensatz zu anderen Teilnehmern, was man so beobachten kann) ein Auto, dass sich mit einer höheren Geschwindigkeit nähert, setze ich den Blinker (damit der Herr hinter mir merkt, dass ich Platz machen möchte) und suche mir eine Lücke.
    Zu 90% finde ich auch eine bzw der Verkehr auf der mittleren Spur sieht das blinken und macht etwas Platz - niemand wurde gestört, der Herr in seinem SL600 konnte weitestgehend ungestört seine 200+ fahren, ich habe mich beim Golffahrer auf der mittleren Spur durch einmaliges Warnblinken bedankt (Ja, kann man falsch verstehen und ist nicht erlaubt, aber die meisten verstehen das).


    Ich gehöre wohl auch zu den wenigen Personen, die sich nicht aufregen, wenn besagter SL600 bei 180km/h 10m an meinem Heck kleben würde - ich kann in dem Moment nichts dagegen tun, Aufregen bringt sowieso nichts. Soll er halt drängeln - ich bin da und kann nicht rüber, daran ändert auch die Lichthupe nichts.



    Und jetzt kommt mal wieder eine Aussage, für die ich wahrscheinlich gesteinigt werde:
    Wenn man hyperventiliert, weil ein Auto nicht die Hälfte des Tachoabstandes auf der linken Spur hinter einem einhält, hat man da nunmal nichts zu suchen. Jeder sieht sogar von der rechten Spur aus, was in Deutschland auf den linken Spuren abgeht, wenn sich der typische Mittelspurschleicher mit seinen 120 km/h auf der 3 spurigen AB dann links einreiht und das Lenkrad verreißt, weil er im Rückspiegel den Porsche mit 250 km/h anrauschen sieht, findet das bei mir kein Verständnis.


    Ich fahre sehr viel auf der linken/mittleren Spur und auch oft jenseits der 200 km/h, und besonders wenn ich auf dem Motorrad unterwegs bin, merke ich, wie wenig manche Autofahrer ihr Auto unter Kontrolle haben. Da wird sich einfach auf alle möglichen technischen Helferlein (und auch auf die der Anderen) verlassen und ohne groß zu schauen, im Glücksfall noch mit Blinker, links rübergezogen.


    Regt mich tierisch auf - in Österreich ist das viel besser. Trotz Tempolimit.

    Zitat

    Original geschrieben von cyrus69
    Im Prinzip geht es nicht darum, nur ihm mit Respekt zu begegnen, sondern auch dem Typen mit der großen Nase oder dem Mädchen mit der Glatze.

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