Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Zitat

    Original geschrieben von Lichterglanz
    Ich fand den Polo-Fahrer lustig, der gestern nacht auf der A44 in der Mitte der 3 Spuren unterwegs war (es war auf ebener Strecke mindestens über einen Kilometer kein Fahrzeug auszumachen).


    Ich düse also mit ca 160 km/h rechts an ihm vorbei (ich war schon die ganze Zeit vorher auf der rechten Spur, da die Autobahn relativ leer war), da fängt es an zu hupen und die Lichthupe flackerte noch auf, als ich schon lange an ihm vorbei war und dem Horizont entgegen fuhr.


    Hoffe ich habe ihn nicht zu sehr erschreckt...


    Das ist mir auch schon passiert - war allerdings etwas schneller unterwegs. Aber plötzlich blendete es von hinten, keine Ahnung was der Typ für ein Problem hatte.

    Some experiences only impress you once.
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  • Zitat

    Original geschrieben von grambler
    keine Ahnung was der Typ für ein Problem hatte.


    Dasselbe wie manch anderer hier: Er meinte Dich auf Dein Fehlverhalten aufmerksam machen zu müssen.
    Ich verstehe übrigens immer noch nicht, wie man sich durch einen solchen Mittelspurblockierer zu einem weitaus schwerwiegenderen Verstoss hinreissen, bzw. provozieren lassen kann.

    „Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“
    (Kurt Tucholsky)

  • Anders gefragt: wäre es sicherer, insgesamt 4mal die Spur zu wechseln? Also von ganz rechts nach ganz links und wieder zurück?
    Genau das ist es doch: nur, weil ein Volldepp das Rechtsfahrgebot nicht kennst, bist Du der Gelackmeierte, der zickzack fahren muss oder rechts an ihm vorbei fahren muss.
    Was, wenn Du dann plötzlich einem, der mit 180 an beiden vorbei will, auf der linken Spur im Weg stehst?
    Das ist einer der Gründe, warum Rechtespurverweigerer das größte Problem auf unseren Autobahnen sind.
    Entweder, es wird Rechtsüberholen erlaubt oder es muss endlich mehr Verkehrserziehung betrieben werden, was Rechtespurverweigern angeht:


    schärfere Sanktionen und Erziehung in Form von regelmäßigen Nachschulungen für alle.


    Aber anstatt sich auf die Zigtausenden Rechtespurverweigerer zu konzentrieren, konzentriert man sich auf die paar Hundert irren Raser und weiden sie öffentlich aus.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Tja, sicherer wäre es natürlich wenn man schlicht normal links überholen könnte - aber rechts ist nunmal aus gutem Grund nicht erlaubt, so dass man tatsächlich genötigt wird die Spuren zu wechseln.
    Übrigens glaube ich nicht, dass das die Mittelspurschleicher zahlenmässig den irren Rasern derart überlegen sind - gerast wird nämlich auch flächendeckend.
    Und während die Mittelspurschleicher eigentlich den Verkehr "nur" behindern, gefährden die Raser andere weitaus mehr.
    Die Verfolgungspräferenzen kann ich durchaus nachvollziehen.
    Trotzdem ist es tatsächlich dringend nötig solch einfache Prinzipien wie Rechtsfahrgebot und Reissverschlussverfahren stärker zu schulen.

    „Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“
    (Kurt Tucholsky)

  • Ist es nicht auch so, daß durch das Rechtsfahrgebot und die damit verbundenen ständigen Spurwechsel die Unfallgefahr erhöht wird?


    Es ist mir nur letztens aufgefallen.... wenn man z.B. nach jedem Überholen eines LKW's erst auf die Mittelspur und dann wieder auf die äußerst rechte Spur zieht und somit natürlich auch vermehrt auf den schnelleren Verkehr der Mittelspur achten muss.


    Meine Meinung ist, daß dadurch die potentielle Unfallgefahr höher ist, als wenn man mal 2 oder 3 LKW's die z.B. im Abstand von 500 Meter zueinander fahren, in einem Ruck überholt.


    Natürlich wird dadurch evtl. der Verkehrsfluss etwas gehemmt, aber das ist natürlich eine andere Sache...

  • Auf unseren frisch ausgebauten Teilstück der A8 bei Günzburg, kann man das wunderbar beobachten, vor allem nachts,
    da wird mittig gefahren bis zum erbrechen,
    und wer die kurze Strecke kennt, zwischen Günzburg und Leipheim, weiß wieviel KM das sind..


    Ordnungsliebende Menschen wie ich, die gern die rechte Spur benutzen( weil so gelernt in Fahrschule ) müssen oft über alle Spuren wechseln, weil so Idioten meinen, ihnen gehört die mittlere Spur..auf der sie dann gemächliche 120 fahren, anstatt immer nach nem Lkw rechts einzuscheren...


    Mittlerweile bin ich auch dazu übergegangen, zumindest nachts auf der rechten Spur zu bleiben.. egal ob da jemand aufblendet oder nicht.. oder sich drüber aufregt.. mir egal..

    Mein Posting enthält in 5 von 5 Fällen Ironie. Bitte berücksichtigen Sie dies, um Missverständnisse zu vermeiden..Schwarzer Humor inbegriffen

  • Zitat

    Original geschrieben von TM1


    Übrigens glaube ich nicht, dass das die Mittelspurschleicher zahlenmässig den irren Rasern derart überlegen sind - gerast wird nämlich auch flächendeckend.


    Ich erlebe alleine auf meiner nur ca. 12km langen Strecke zur Arbeit täglich Dutzende Rechtespurverweigerer. Raser begegnen mir im Jahr vielleicht zehn.
    Dabei verstehe ich unter einem Raser einen, der ohne Rücksicht auf die Gefahren die Geschwindigkeit massiv überschreitet, andere direkt oder ziemlich unmittelbar gefährdet und einfach ohne Blick auf mögliche Konsequnzen fährt.


    Zitat

    Und während die Mittelspurschleicher eigentlich den Verkehr "nur" behindern


    Das sehe ich leider vollkommen anders. Es kann, je nach Situation durchaus eine massive Gefährdung sein. Denn sie zwingen andere nach weiter links auszuweichen und das vollkommen unnötigerweise. Das wiederum kann für denjenigen gefährlich werden, der dann eine Spur weiter nach links muss und dann ggf. einen noch schnelleren behindert und gefährdet.
    Ich habe genug solcher Situationen erlebt!


    Das Problem Rechtsspurverweigerung ist durch seine Masse mind. genauso´, wenn nicht gefährlicher als die paar Raser.


    Aber die Rechtespurverweigerer gehen als vermeintlich Schwache durch, die, wie Du das ja schon beschreibst, "nur" behindern, weil sie es nicht besser wissen oder oder oder...
    Während die Raser immer vorsätzlich oder grob fahrlässig handeln, geht der Rechtespurverweigerer als "Der weiss es halt nicht besser" durch und ist entschuldigt.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Raser begegnen mir im Jahr vielleicht zehn.


    Hach, was für eine Idylle muss das sein - da würde ich ja glatt gerne hinziehen.
    Ich komm' eher auf 10 Raser / Minute, da brauche ich nur auf dem Stadtring bei erlaubten 60 im Baustellenbereich nur 70 zu fahren um die im Sekundentakt an mir vorbeifliegen zu sehen.

    „Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“
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  • Dann sprechen wir vielleicht von anderen Definitionen von Rasern.
    Ich spreche erstens ausschliesslich von Autobahnen und zweitens ist ein Raser für mich niemand, der 10 oder 20 km/h zu schnell fährt (es sei denn, wir sprechen von einer 30er Zone). Dann gebe ich Dir Recht: dann sind 90% der Autofahrer Raser.
    Ein Raser ist jemand für mich, der mir trotz genügend Reaktionszeit dicht ins Heck fährt, drängelt, mind. 20-30% zu schnell fährt, andere weg drängt usw. usf..
    Aber so eine frühe Definition von Raser erklärt ja genau das "Weltbild", von dem ich spreche.
    Heute habe ich einen erlebt: Autobahnbaustelle, 60er Limit. Der rote Corolla mit Birkenfelder Nummer ist mit gut 100 durchgerast. Das ist für mich ein Raser.
    Aber sowas erlebt man höchst selten.
    Ich könnte aber täglich Zick-zack um Dutzende Autos herumfahren oder sogar ohne Scherze teilweise 2-3km rechts an Autoschlangen vorbeifahren (A66 Ausfahrt Hofheim).

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  • Da kam doch letztens so ein Bericht bei zdf. reporter (??), wo sie die Polizei in Deutschland und der Schweiz begleitet haben.


    Während in Deutschland immer was los war und die Polizei relativ beschäftigt war, hatten die Schweizer Beamten ein lockeres leben. Die haben in 2 Stunden nur ein Fahrzeug angehalten, aber nicht wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Es gab einfach nichts zum anhalten, alles war gesittet unterwegs....

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