Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Dann verstehe ich nciht, warum du dich über die Autofahrer aufregst, die den Weg nicht nutzen dürfen. Ist nichts anderes.

  • Der Unterschied ist, dass ich nicht hingehe und behaupte, diese Menschen stellten sich aus Egoismus über das Gesetz und hätten keinerlei Sinn für Gemeinschaft. Soweit würde ich niemals gehen. Nicht aus einer einzigen Situation heraus (selbst wenn es bei ihnen Gewohnheit ist, dass sie da lang fahren - es war ihnen bisher vielleicht nur einfach nicht klar) und nicht ohne sie persönlich zu kennen. Und der Ärger ist bei mir nach 1 Minute wieder verflogen.
    Ferner ist es nun einmal ein Unterschied, ob ich auf dem Rad sitze und von einem Auto behindere oder gefährdet werde oder ob ich im Auto sitze und mich ein Radfahrer behindert oder gefährdet. Selbst, wenn es von aussen gesehen erst einmal egal ist, wer wen behindert oder gefährdet.
    Wenn ich mit dem Rad aus 30 km/h stürze, kann ich mir dabei ernsthafte Verletzungen zuführen. Mit dem Auto wird mir als Insasse dabei höchstwahrscheinlich gar nichts passieren. Das ist eine völlig andere Gefährdungslage, die dazu führt, dass Du als Radfahrer in einer ganz anderen Position bist, als als Autofahrer. Ferner kann ein Autofahrer binnen weniger Sekunden das Tempo wieder erreichen, das er vorher fuhr. Und das ganz ohne körperliche Anstrengung. Beim Radfahrer sieht das ganz anders aus.
    Man sitzt in der Blechkiste und fühlt sich sicher, weil man es auch weitgehend ist. Auf dem Rad sieht das genau umgekehrt aus. Das werden mir andere Zweiradfahrer wie Motorradfahrer wahrscheinlich auch so bestätigen.
    Das Argument, dass ich das falsche Rad und die falschen Reifen fahre, ist genauso schwach, wie wenn ich jemandem, der mit einem Kleinwagen unterwegs ist und der sich über Schlaglöcher beschwert, sagen würde, er solle sich halt ein SUV besorgen.


    Aber all das sind meinetwegen noch Dinge, über die man miteinander diskutieren kann.
    Wenn man den anderen dann aber geradewegs als quasi asozial bezeichnet, weil er nicht auf dem Radweg fährt und dem anderen vorwirft, er stelle sich aus Egoismus (ein gesunder Egoismus kann als Radfahrer lebensnotwendig sein, mehr als als Autofahrer!) über das Gesetz, dann ist jegliche Grundlage für eine Diskussion dahin.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    dass ein Radfahrer auf der Strasse fährt, weil er mit seinem Fahrrad aus verschiedenen Gründen den benutzungspflichtigen Radweg nicht benutzen kann oder will.

    Wenn er den Bezugsscheinpflichtigen Radweg nicht benutzen kann ist das Fahrrad nicht für den Verkehr geeignet und hat nicht mal etwas auf dem Radweg zu suchen.
    Wenn er ihn nicht nutzen will könnte man auch von einer Nötigung ausgehen.


    In der STVO ist auch eindeutig geregelt das du als langsam fahrender dem nachfolgenden schnelleren Verkehr die Möglichkeit zum Überhohlen geben musst (notfalls durch anhalten). :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Ja, ich erlaube es mir, bisweilen - aber nie vollkommen willkürlich, sondern immer aus einem für mich in dem Moment driftigen Grund - auf der Straße, statt auf einem benutzungspflichtigen Radweg zu fahren.

    Tut mir leid, aber das nennt man nun einmal Egoismus.


    Du hast jedoch nicht zu entscheiden, ob du den benutzungspflichtigen Radweg benutzt oder nicht. Du musst ihn benutzen. Genauso wie die Herrschaften, von denen du oben schriebst, nicht zu entscheiden haben, ob sie diesen landwirtschaftlichen Weg benutzen dürfen.


    Denn genau dafür gibt es die Verkehrsregeln.


    Wenn du für dich das Recht heraus nimmst, dich "aus für dich triftigen Gründen" über dem Gesetz zu stehen, dann solltest du dich vielleicht nicht über andere aufregen, die ebenfalls aus "für sich triftige Gründe" gegen die Gesetz verstoßen.


    Tut mir leid, lieber Jochen, aber ich erinnere dich an deine eigenen Worte:

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Sich gegeneinander aufzustellen, ist nicht gerade lösungsfördernd. Im Strassenverkehr hilft nur ein miteinander oder nebeneinander und kein Gegeneinander.


    Und das funktioniert eben nur, wenn sich jeder an die Regeln hält, statt sie nach eigenem Ermessen auszulegen und zu brechen.


    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Ferner ist es nun einmal ein Unterschied, ob ich auf dem Rad sitze und von einem Auto behindere oder gefährdet werde oder ob ich im Auto sitze und mich ein Radfahrer behindert oder gefährdet. Selbst, wenn es von aussen gesehen erst einmal egal ist, wer wen behindert oder gefährdet.
    Wenn ich mit dem Rad aus 30 km/h stürze, kann ich mir dabei ernsthafte Verletzungen zuführen. Mit dem Auto wird mir als Insasse dabei höchstwahrscheinlich gar nichts passieren. Das ist eine völlig andere Gefährdungslage, die dazu führt, dass Du als Radfahrer in einer ganz anderen Position bist, als als Autofahrer.

    Das stimmt so leider nicht. Wenn man einen Radfahrer auf der Landstraße überholen muss, dann hat man es hier schlimmstenfalls mit zwei Fahrzeugen mit 100 km/h zu tun, die frontal aufeinander prallen.


    Diese Überholunfälle sind übrigens die häufigste Unfallursache auf Landstraßen. Darum sollte jedes vermeidbare Hindernis auf der Straße auch tatsächlich vermieden werden.


    Nebenbei: Wenn du dir mit 30 km/h auf dem Rad bei einem Sturz ernsthafte Verletzungen zufügst, dann wundere ich mich doch sehr, warum du dich freiwillig solch einer Gefährdung aussetzt.
    Vielleicht solltest du vielleicht auch einmal über angepasste Geschwindigkeit oder entsprechende Schutzbekleidung nachdenken.


    Und ja, selbstverständlich hat man als Autofahrer gegenüber einem Radfahrer eine ganz andere Position bei einem Unfall. Genau deshalb gibt es Radwege, damit sich eben Autofahrer und Radfahrer möglichst nicht begegnen.


    Es ist doch absurd: Du lieferst einen Grund nach dem anderen, warum ein Radfahrer nach Möglichkeit eben nicht auf der Straße fahren sollte.


    Zitat

    Wenn man den anderen dann aber geradewegs als quasi asozial bezeichnet, weil er nicht auf dem Radweg fährt und dem anderen vorwirft, er stelle sich aus Egoismus (ein gesunder Egoismus kann als Radfahrer lebensnotwendig sein, mehr als als Autofahrer!) über das Gesetz, dann ist jegliche Grundlage für eine Diskussion dahin.

    Wer hat von "asozial" gesprochen? Hältst du das für eine adäquate Diskussionsgrundlage?


    Und nun sprichst du sogar selbst davon, dass man als Radfahrer egoistisch sein muss.


    Nein, muss man nicht. Man musst sich nur an die Verkehrsregeln halten, genauso wie sich alle anderen an die Verkehrsregeln halten müssen. Denn die erste Verkehrsregel lautet:


    Zitat

    §1 StVO
    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


    Wie soll das gehen, wenn jeder nach Gutdünken sich seine Regeln "aus triftigen Gründen" selbst macht?

  • Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Und ja, selbstverständlich hat man als Autofahrer gegenüber einem Radfahrer eine ganz andere Position bei einem Unfall. Genau deshalb gibt es Radwege, damit sich eben Autofahrer und Radfahrer möglichst nicht begegnen.


    Ich kenne unter anderem solche Radwege:
    Direkt links von dir fährt ein Geländewagen mit 50 km/h vorbei, der wegen seiner Breite gerne mal die gestrichelte Linie zum benutzungspflichtigen (wegen Zeichen 237) Schutzstreifen (ein richtiger Radfahrstreifen hätte eine durchgezogene Linie und gemäß RASt eine Mindestbreite von 1,6m) überfährt.
    Direkt rechts neben dir parken Autos mit getönten Heckscheiben, damit du nicht sehen kannst, ob da jemand drin sitzt.
    Offiziell wird dir eine Fahrbahnbreite von 1,25m zugewiesen. Davon musst du aber noch den Platz abziehen, den dir der oben genannte Geländewagen sowie Leute, die nicht richtig einparken können, wegnehmen.
    Da fahren die Leute lieber verbotenerweise auf dem Gehweg statt zwischen den Autos zerquetscht zu werden. Ich kann's ihnen nicht verübeln, zumal es schon Unfälle mit Personen- und Sachschaden gegeben hat.
    Die Polizei interessiert es nicht, ob Radfahrer auf dem Gehweg fahren, und das Ordnungsamt hat keine Befugnis in den fließenden Verkehr einzugreifen.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Zitat

    Original geschrieben von archie83


    Da fahren die Leute lieber verbotenerweise auf dem Gehweg statt zwischen den Autos zerquetscht zu werden. Ich kann's ihnen nicht verübeln, zumal es schon Unfälle mit Personen- und Sachschaden gegeben hat.
    Die Polizei interessiert es nicht, ob Radfahrer auf dem Gehweg fahren, und das Ordnungsamt hat keine Befugnis in den fließenden Verkehr einzugreifen.


    Leider, es müsste Bußgelder bis in den dreistelligen Bereich dafür geben.

  • Zitat

    Original geschrieben von ibomal
    Leider, es müsste Bußgelder bis in den dreistelligen Bereich dafür geben.


    Warum nicht gleich Radfahren generell verbieten?
    Hast du überhaupt die Motivation zu dieser Überschreitung der StVO gelesen?
    Warum dürfen Autofahrer auf einem benutzungspflichtigen Radweg fahren? Warum dürfen sie auf dem Radweg parken?
    Da der Radfahrer ja absteigen und sein Rad auf dem Gehweg schieben könnte, zählt eine solche Verkehrsbehinderung leider nicht als Nötigung.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Komisch, ich musste noch nie auf dem Gehweg fahren :o


    Und ich musste mit dem Rad auch nie die StVO übertreten.

  • Zitat

    Original geschrieben von ibomal
    Komisch, ich musste noch nie auf dem Gehweg fahren :o


    Natürlich muss man das nicht. Man kann sein Rad auch die ganze Zeit auf dem Gehweg schieben, weil der Radweg auch von fahrenden und parkenden Autos genutzt wird.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

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