Sparkasse sperrt ihre Automaten für die Abhebung mit Visa Karten von Direktbanken

  • Zitat

    Original geschrieben von einjoe
    Weil ich (gerade als regionale Sparkassengesellschaft) ein besonderes Interesse daran habe, daß auch meine Kunden (auch diejenigen mit den vielen kostenlosen Sparkassen Girokonten) an Amöglichst vielen Geldautomaten Bargeld abheben können mit den geringst möglichen damit verbundenen Kosten.

    Das stellen die SK doch sicher :confused: Und zwar indem sie regional und auch deutschlandweit in einem Dachverband organisiert sind, wo sie sich gegenseitig unterstützen, trotz lokaler Eigenständigkeit. Klarer Vorteil für alle SK-Kunden. Einige Großbanken machen es in der Cash-Group ähnlich, zumindest was GAAs betrifft.



    Und ob die "ausscherenden" SK sich jetzt nicht mehr an gültige Verträge halten, werden die Juristen 1. vorher geprüft und 2. grundsätzlich besser beurteilen können als ein paar angepisste Kunden ihrer "ich-zahl-nix"-Banken ;) :p

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Jedenfalls in Österreich werden die Automaten von den Banken gemeinsam betrieben. Es gibt dort halt statt mehrerer verfeindeter Netze, die sich mit teuren Gebühren gegenseitig abschotten, nur eins, das alle nutzen.


    In Großbritannien ist es ähnlich. Während meiner Zeit in England war ich HSBC-Kunde und konnte an jedem Automaten kostenlos Geld abheben (Barclay's, Tesco, Lloyds...). Von einer Freundin weiß ich, dass es in Belgien auch so ist, dass man überall Geld abheben kann. Das ganze hier scheint mal wieder ein typisch deutsches Phänomen zu sein...

    Bye bye barring o2 - hello Vodafone D2!
    Das hervorragende Netz und der gute Service sind mir 5€ im Monat mehr wert!

  • Die Sparkassen haben den Bedarf der Kunden in der Richtung jahrelang verschlafen und tatsächlich sogar Gebühren untereinander berechnet. Das späte Einsehen der Sparkassen einen Vorteil für den Sparkassen-Kunden zu nennen, würde ich als sehr euphemistisch bezeichnen.


    Ich habe von Standards wie Maestro geschrieben. Es geht ja, wie gesagt, nicht um das kostenlose, sondern um die grundsätzliche Möglichkeit.


    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Und ob die "ausscherenden" SK sich jetzt nicht mehr an gültige Verträge halten, werden die Juristen 1. vorher geprüft und 2. grundsätzlich besser beurteilen können als ein paar angepisste Kunden ihrer "ich-zahl-nix"-Banken ;) :p

    Sorry, aber das klingt doch irgendwie ein bisschen naiv. :p



    Ähnliche Fragestellung: Wenn die Idee einzelne Kundengruppen auszuschließen so clever ist, warum kommen dann nur einige Provinz-Sparkassen drauf, aber keine der großen Banken? Haben die Sparkassen nicht nur die besseren Anwälte, sondern auch die besseren Manager? :D

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  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Und ob die "ausscherenden" SK sich jetzt nicht mehr an gültige Verträge halten, werden die Juristen 1. vorher geprüft und 2. grundsätzlich besser beurteilen können als ein paar angepisste Kunden ihrer "ich-zahl-nix"-Banken ;) :p


    Was genau gibts eigentlich an "Jeder Betreiber eines Geldautomaten, der ein VISA Logo trägt, muß einem VISA Karten Inhaber mindestens 200 Euro pro Abhebevorgang auszahlen" eigentlich juristisch nicht zu verstehen ?


    Und wenn du den Thread wenigstens ein bischen durchgelesen hättest, anstatt hier nur ein paar dumme Sprüche zu klopfen, wüßtest du, daß auch die Direktbanken für jeden Abhebevorgang an den Geldautmatenbetreiber bezahlen.

    Hier stand eine Signatur.

  • Zitat

    Original geschrieben von noksie
    Moment!
    Du kannst nicht die Automatenverbünde aussen vor lassen.

    Warum?
    Weigern sich die Automatenverbünde, Abhebungen mit VISA-Karten von "Billiganbietern" zuzulassen?
    Nein. Es sind einzelne Sparkassen.
    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!

    Zitat

    Für Kunden ist es egal, ob sie an der SK xy oder an der SK z Geld abheben, da gebührenfrei.

    Für Kunden mit VISA-Karten von "Billiganbietern" ist es jetzt eben nicht mehr egal!

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    ...
    Warum soll ich eine Leistung für Nicht-Kunden bereithalten, die dem Wettbewerber zu teuer ist bereit zu stellen?...

    Weil ich mich gegenüber VISA dazu verpflichtet habe?
    Wo kommen wir denn in deiner Marktwirtschaft hin, wenn sich keiner mehr an abgeschlossene und gültige Verträge gebunden fühlt?
    Sollen die Sparkassen doch die VISA-Aufkleber von ihren Geldautomaten runtermachen und gut ist.
    Die "Billiganbieter" versprechen ja nicht kostenloses Bargeld an jedem Geldautomat, sondern nur kostenloses Bargeld an jedem Geldautomat mit VISA-Zeichen.

  • Zitat

    Original geschrieben von drSeehas
    Warum?
    Weigern sich die Automatenverbünde, Abhebungen mit VISA-Karten von "Billiganbietern" zuzulassen?


    Was nicht ist kann ja noch werden ;)


    Zitat

    Original geschrieben von drSeehas
    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!Für Kunden mit VISA-Karten von "Billiganbietern" ist es jetzt eben nicht mehr egal!Weil ich mich gegenüber VISA dazu verpflichtet habe?
    Wo kommen wir denn in deiner Marktwirtschaft hin, wenn sich keiner mehr an abgeschlossene und gültige Verträge gebunden fühlt?


    Wo steht das eigentlich bzw. wer weiß denn wirklich was es da für Verträge gibt und was dort drin steht?!


    Ich habe eher das Gefühl das die Kunden der Direktbanken inzwischen Angst bekommen das Ihre "Rechnung" nicht aufgeht da ja scheinbar immer mehr Banken folgen. Ich kann es jedenfalls irgendwie nachvollziehen das die SK so reagiert.


    Ich meine auch mal gelesen zu haben das VISA die Gebühren für die Abhebung festlegt. Wenn das wirklich so sein sollte könnte sich VISA ja einfach dazu durchringen mehr zu zahlen und gut ist.
    Eventuell könnte hier einer der aus der Branche mal was dazu sagen wer die Gebühren festlegt die die SK bei Abhebung mit einer VISA Karte bekommt.

    PARTOS meint: Es gibt ein Problem mit dem Request aufgetreten

  • Zitat

    Original geschrieben von handyfinne
    Die Sparkassen werden es, mit der schwindenden älteren Generation, eh schwer haben ihre Kundenzahlen zu halten.


    Das denke ich ich eigentlich nicht. Den die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben ein sehr ausgeklügeltes Kundengewinnungsprogramm.


    Kaum sind Kleinkinder dem Kinderwagen entwachsen gibts in den Sparkassen und Genossenschaftsbanken erstmal Lutfballons und Kleinspielzeuge wenn sie mit ihren Eltern die Bank besuchen. Dann kommen Kindersparbücher mit Spardose, und Knax und Sumsi Zeitungen. Zusätzlich geht man dann noch in die Kindergärten und Schulen und macht dort Spardosenentleerungen. Und zeitgleich mit der Einschulung gibts dann ein kostenloses Girokonto mit Gutscheinheft.


    Und die Leute die sich nicht grossartig für Finanzsachen intressieren bleiben dann dort, und nehmen dann die später anfallenden Gebühren und Einschränkungen einfach als gottgegeben hin.


    Andere Banken sprechen frühestens die Leute mit 14 an, und da ist es dann schon zu spät um ihnen ein Erstkonto zu verpassen. Die Kunden die schon ein Konto haben müssen mit günstigeren Gebühren, höheren Zinsen, besserem Service und besserer Beratung überzeugt werden.


    Und es ist einfach wesentlich schwieriger, einem 30 Jährigem Kunden zu einem Bankwechsel zu bewegen als einem 7 jährigem Schulkind ein kostenloses Konto mit Gutscheinheft zu verpassen.

  • Ich denke nicht, dass die später wohl besonders zahlungskräftige Kundschaft bei den Sparkassen gehalten werden. Banken wie comdirect werben doch besonders um Studenten. Aus meinem Bekanntenkreis hat fast jeder sein Sparkassenkonto aufgelöst (trotz des tollen Kundengewinnungsprogramms in der Jugend).

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Und es ist einfach wesentlich schwieriger, einem 30 Jährigem Kunden zu einem Bankwechsel zu bewegen als einem 7 jährigem Schulkind ein kostenloses Konto mit Gutscheinheft zu verpassen.

    Statistiken belegen zwar deine Aussage (Erstkonto = Lebenskonto), dennoch ist es heute leichter und verlockender, seine Bank zu wechseln, als noch vor 10 Jahren. Kostenlose Angebote (Kontoführung, Kreditkarte), unkomplizierte Online-Änderung der Bankverbindung sowie Onlinebeantragung des Kontos machen einen Wechsel im Idealfall zu einer Sache von wenigen Minuten.
    Ich für meinen Teil habe keine "Hausbank" im klassischen Sinn. Ich gehe dahin, wo ich die meiste Leistung für mein Geld bekomme. Gerade in Zeiten von "Geiz-ist-geil", steigenden Lebensunterhaltskosten und stagnierenden Einkommen wird auch zunehmend das Bankkonto und die damit verbundenen Gebühren auf den Prüfstand kommen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Andere Banken sprechen frühestens die Leute mit 14 an, und da ist es dann schon zu spät um ihnen ein Erstkonto zu verpassen. Die Kunden die schon ein Konto haben müssen mit günstigeren Gebühren, höheren Zinsen, besserem Service und besserer Beratung überzeugt werden.


    Und es ist einfach wesentlich schwieriger, einem 30 Jährigem Kunden zu einem Bankwechsel zu bewegen als einem 7 jährigem Schulkind ein kostenloses Konto mit Gutscheinheft zu verpassen.


    Jeder der wegen Studium oder Beruf sein ländliches Nest (nur hier sind ja die Sparkassen wirklich stark) verläßt, merkt schnell, daß er mit der Sparkasse nicht sonderlich gut dran ist. Zu meiner Uni-Zeit haben sämtliche Mitstudenten mit Sparkassenkonto binnen Monatsfrist gewechselt, nachdem sie bemerkt hatten, daß nicht alle Automatengebühren bezahlen, die 100km von zuhause weg sind.
    Die Gebühr gibt es heute nicht mehr, aber versuch mal bei einer Fremdsparkasse normale Bankservices in Anspruch zu nehmen. Geht nicht.


    Ich würde also eher sagen es ist wesentlich schwieriger mit ein paar Spardosen im Kindergarten die Kunden dann zu halten wenn sie anfangen Geld abzuwerfen, weil man ein Produkt hat, das (zumindest für einen Großteil der lukrativeren Zielgruppe) nicht wirklich konkurrenzfähig ist.

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