Sparkasse sperrt ihre Automaten für die Abhebung mit Visa Karten von Direktbanken

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Die Technik im Hintergrund kostet Geld. Der reine Zahlungsverkehr ist für eine Bank defizitär, selbst dann, wenn der Kunde alles selber online macht.


    Das ist auch eine interessante These. Wir sind ja hier bei TT und um mal eine Analogie zu nutzen: Wenn Mobilfunkanbieter X Costcontrol anbietet, also recht zeitnah "bucht", wie kann er das so günstig machen, bspw im Vgl. Kontoführungsgebühr und Grundgebühr. Und beim Telefonieren gibt es idR einige Transaktionen mehr. Kommen jetzt die hohen Zusatzkosten irgendwelcher in Indien angesiedelter Zahlungsabwickler zum Zug?


    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Klar. Aber wenn es um Hausbau geht oder Probleme und der Ansprechpartner kennt Dich, dann kann er Dir in der Regel mehr bieten als einem Direktbankkunden, der neu in die Filiale kommt und keine Historie hat. Das muss dann letztlich jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist oder nicht.


    Ja das ist die große Gretchenfrage, was kann der Banker im worst case für mich tun...? Und vor allem: was muß er so oder so tun, weil er dazu verpflichtet ist..
    Wenn ich einen Kredit benötige, zahle ich doch als unbekannter Neukunde einer "Direktbank" immer noch weniger, als als solvent bekannter Kunde meiner Bank.
    Also dann sollte doch lieber der Zahlungsverkehr günstig sein, und man zahlt dann eben 100€/h für eine korrekte Vermögensberatung - aber so eine Mischi-Maschi-Verrechnung mit allen möglichen Grund- und Zusatzgebühren ist imho nicht der Hit.

  • Ich fänd eine Beratungsgebühr auch durchaus sinnvoll und dem Gebühren/Provisionsmodell im Verkauf vorzuziehen. In der Kundschaft habe ich dafür aber keine Bereitschaft für entdecken können bisher. Habe mal spaßeshalber den ein oder anderen gefragt, was er davon hielte. beratung ist nicht "greifbar". Bei einem Produkt sieht man evtl. noch ein, dass es was kostet. Aber Beratung? Was kostet die denn? Der Typ sitzt doch eh da in der Bank. ;) --> solange das so ist, wird sich an dieser Mischkalkulation nichts ändern. Wer sein Konto überzieht oder einen Fonds kauft, der finanziert eben auch mit, dass ein anderer ein kostenloses Konto hat. Das kostenlose Konto ist der Anker. Geld verdient wird woanders.


    Zitat

    Wie bitte??? An diesen Kunden kassieren die Banken doch richtig. Schon dumm, wer sein Geld auf dem Giro lässt


    äh, kleiner Hinweis: die Kunden, von denen Andi spricht, lassen kein Geld auf dem Konto, sie müssten es einzahlen, um es nicht draufzuhaben ;)

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Aber inwiefern legt die Bank drauf?
    ...
    Ich glaube kaum dass Banken da drauflegen, im Gegenteil. Wenn sie nicht in der Lage wären an diesen 08/15-Kunden zu verdienen sind sie nicht nur völlig falsch im Finanzsektor, sondern sie wären auch schnell pleite.


    Mir ist zwar auch die genaue Rechnung nicht bekannt, aber wir können wohl auch als Laien davon ausgehen, dass jedes KI ihre BWLer nicht nur aus Spaß an der Freude beschäftigt. Und die können dank Software eben bis auf den Cent genau errechnen, was sie an einem Kunden für ein Verlust oder eben Verdienst machen. Bei den Filialbanken gibt es eben ein paar mehr Personal- und Sachkosten gegenzufinanzieren, bei den Direktbanken hauptsächlich Technik, ein wenig Verwaltungspersonal, Ausgaben für's Callcenter und natürlich die Vorstände, deren Dienstwägen und Fahrer ;)


    Übrigens: die Bürokratie-Kosten der KIs sind dank bücherweise Paragraphen der EU und der BRD auch nicht zu verachten - andere Wirtschaftszweige hätten da vermutlich schon hingeworfen und den Politikern über ihre Lobby ausrichten lassen: "Macht euern Scheiß doch alleine!".


    Jedenfalls: ein 08-15-Kunde muss schon ein gewisses Einkommen haben bzw. eine bestimmte Produktnutzung im KI vorweisen, bevor an ihm verdient wird. Klingt komisch, ist aber so. Auch wenn der gemeine TT'ler, der "Bank" nur vom GAA und der Internetbanking-Seite her kennt, das sich nicht vorstellen kann :rolleyes:


    Zitat

    Der Gesetzgeber handelt hier goldrichtig, denn ohne Girokonto kann man heute in diesem Land schlicht nicht leben. ... Es geht also schlichtweg nicht ohne Girokonto, also ist es auch korrekt wenn der Gesetzgeber die Banken hier zwingt ein Jedermannkonto anzubieten.

    Da hier ja auch Tenor im Thread ist, dass niemand einsieht, auch nur ein Quäntchen mehr zu bezahlen als was er an Leistung in Anspruch nimmt, ist es nur logisch, den Gesetzgeber hier zu kritisieren. Warum soll ich, wenn das KI mit meinen Geschäften dort ins Verdienen kommt, meine Kohle dort auch noch weiteren Überschuss erwirtschaften lassen, der das Defizit von irgendwelchen armen Schluckern ausgleicht? Und warum soll das KI für Leute eine Leistung vorhalten, wenn sie da nur drauflegen? Wenn Du keine Kohle mehr hast, kriegste an der Tanke ja auch kein Sprit mehr, selbst wenn Du den dringend brauchst um zur Arbeit zu kommen.
    Die überwiegende Haltung hier im Thread konsequent zu Ende gedacht heißt also: ein KI braucht nur noch denen ein Konto anzubieten, wo sie auch was von haben, denn Allmosen gibt's nicht. Und wer dann hier nicht mehr leben kann: tja, that's life - sometimes it sucks...


    ;)



    Übrigens genauso mit der Schufa: ist doch gut, wenn da klar ist, wer kreditwürdig ist und wer nicht. Wo höheres Risiko besteht, muss halt mehr abgerechnet werden, das ist wirtschafltiches Handeln. Und wer halt mit verdächtig viel Pack in der Straße wohnt sollte eben mal über nen Umzug nachdenken. Kapitalismus bedeutet eben nu mal: die einen gewinnen, die anderen verlieren. Und ich zahl nur für das, wo ich was für krieg und nicht noch für andere mit. Und da ist es nur logisch, dass die Wirtschaft vorher wissen möchte, mit wem eher gut Geschäfte machen ist und wo man eher vorsichtig sein sollte. Ist doch im Bekanntenkreis ähnlich: es gibt Leute, denen leiht man mal sein Handy oder nen Fuffi, anderen höchstens mal nen Fünfer.


    Zitat

    Original geschrieben von handyfinne
    Wie bitte??? An diesen Kunden kassieren die Banken doch richtig. Schon dumm, wer sein Geld auf dem Giro lässt :eek:

    Da Du ja auch nicht zimperlich bist mit Worten, antwort ich mal auf der selben Ebene:
    Wer keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    beratung ist nicht "greifbar".

    Nicht nur das. Sollte sich tatsächlich mal ein Beratermodell etablieren, lässt sich für einen Laien nur schwer beurteilen, ob er nun für XX Euro die Stunde eine gute Beratung bekommen hat oder nicht. Darüber hinaus bleibt auch unklar, wie unabhängig der Berater tatsächlich ist. Der Skandal im medizinischen Bereich (Sponsoring der Pharmaindustrie) hat doch recht deutlich gemacht, dass selbst Ärzte nicht immer zum Wohle des Patienten bzw. der Krankenkassen handeln.


    Ich persönlich würde mir daher eher ein Abo der Zeitschrift Finanztest zulegen, als irgendeinem noch so hoch dekorierten Berater mein sauer verdientes Geld anzuvertrauen.

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Jedenfalls: ein 08-15-Kunde muss schon ein gewisses Einkommen haben bzw. eine bestimmte Produktnutzung im KI vorweisen, bevor an ihm verdient wird. Klingt komisch, ist aber so. Auch wenn der gemeine TT'ler, der "Bank" nur vom GAA und der Internetbanking-Seite her kennt, das sich nicht vorstellen kann :rolleyes:

    Ich würde schon sagen das die Banken auch mit den Durchschnittskunden Geld verdienen. Wenn auch nicht viel, aber die Masse machts schon.


    Denn man hat ja auch Geld auf den Konto mit dem die Bank arbeiten kann, dann bekommt sie von Läden Geld für die Nutzung von EC- und Kreditkarte, ab und an rutscht man mal in den Dispo, Ordergebühren und Provisionen für Wertpapiergeschäfte, Tagesgelder, ... da kann man schon was dran verdienen.

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Und die können dank Software eben bis auf den Cent genau errechnen, was sie an einem Kunden für ein Verlust oder eben Verdienst machen.


    Das wird zwar durch "schicke" Software suggeriert, ich bezweifel das aber ernsthaft. Ich meine, daß es unmöglich ist ein Totalkostenmodell aufzustellen - erst recht, wenn es sich noch um Dienstleistungen etc. handelt. Am Ende werden dann regelmäßig Zusammenhänge gesehen, die man sich vorher schon gewünscht hat mit den entsprechenden Konsequenzen für Gehälter und Umfang des Gebäckverzehrs in Meetings (ich liebe Kekse!) und was alles so untersucht wird...


    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Übrigens genauso mit der Schufa: ist doch gut, wenn da klar ist, wer kreditwürdig ist und wer nicht.


    Sicher ist es gut, aber die Schufa arbeitet bekanntermaßen mit statistischen Methoden und da gibt es nun mal nicht wie in der 4-Klasse-Mathematik richtig oder falsch sondern diverse Irrtümer im null,komma-Bereich, die bei mehreren Millionen Einwohnern bedenkenswerte Ausmaße annehmen können. Wobei sich auf der anderen Seite auch jeder seinen Geschäftspartner aussuchen kann, oder können sollte. Auf jeden Fall ist die Schufa-Methode nicht halb so "gerecht", wie sie zu sein scheint.
    Außerdem ist Gewinn Entgelt für Risiko, wenn alle nur noch solche Vollkasko-Geschäfte tätigen, können wir in D einpacken. Gefragt sind neue Ideen und keine Bedenkenträger, sorry....

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ich würde schon sagen das die Banken auch mit den Durchschnittskunden Geld verdienen. Wenn auch nicht viel, aber die Masse machts schon.

    Auch - oder sollte ich sagen vor allem? - für Dich gilt hier der oben schon von mir zitierte Satz von Dieter Nuhr.



    Zitat

    Original geschrieben von StebuEx
    Das wird zwar durch "schicke" Software suggeriert, ich bezweifel das aber ernsthaft. Ich meine, daß es unmöglich ist ein Totalkostenmodell aufzustellen - erst recht, wenn es sich noch um Dienstleistungen etc. handelt.

    Ok, ich bin kein Controller und bezweifle auch oft, was die mathematisch sonst so hochbegabten BWLer alles ausrechnen ;) Nur wird ja nicht die Dienstleistung versucht zu berechnen, sondern es kostet jeder Mitarbeiter sein Jahresgehalt, jeder Keks und jeder PC, jeder Buchungsvorgang und die ganzen anderen Sachkosten ihr Geld und dem steht gegenüber, was ich an Geldanlagen, Krediten und Provisionen einnehme. Und wie jeder Handyverkäufer wissen will, was er an nem Kunden verdient, wenn er ein Nokia etc. verkauft, will das KI mit ihrer Software auch wissen, was sie am einzelnen Kunden verdienen. Ich geh mal im Zweifel für die Angeklagten aus und hoffe, dass die Controller besser wissen, was sie da rechnen als wir die hier vermutlich alle fremd vom Fach sind ;) - und sie längst auf der Straße gelandet wären, wenn es kompletter Käse ist, den sie da aus der Software rausziehen...




    Und was die statistischen Fehler angeht: solange die richtigen Vorhersagen die falschen übertreffen (war dit jetzt der Alpha- oder Beta-Fehler? :D) iss doch alles in Butter ;) Und dass in Deutschland mal die Bedenkenträger weniger zu sagen haben als diejenigen mit den "Hirngespinsten"... glaub nicht, dass wir, unsere Kinder und auch unsere Enkelkinder das nochmal erleben werden ;) :D :rolleyes: ;)
    (Immerhin hab ich gehört, dass sich unsere volkseigene Spitzenvariable "Unsicherheitsvermeidung" derzeit wie geschnitten Brot in Indien und Südostasien verkauft, denn sowas wie TÜV oder DEKRA kennen die da gar nicht :D)

  • So, nachdem ich bei meiner SPK ma n bissl dampf gemacht hab habe ich beim Chef herausgehandelt:



    Keine Kontoführungsgebühr
    4,5 % p.a. aufs Tagesgeld


    4,9 % Dispo (Normal sinda fast 3 mal soviel)



    und 50 % Erstattung beim S-Comfortdepot pro Order (also etwa 12,50 , je nach Kauf)



    Sollt ich immernoch zu ner Direktbank wechseln ? :(



    Vielleicht sollten einige die unzufrieden mit ihrer eigenen SPK sind , einfach dies mal äussern , über kritik freuen die sich auch und wer weiss... wenn es 20 machen ändert sich vielleicht was :)



    Die MASSE macht's , wie hier eben gesagt wurde





    Kaan

  • Zitat

    Original geschrieben von Kaan
    4,9 % Dispo (Normal sinda fast 3 mal soviel)


    Irgendwie klingen diese Kondition für einen Dispositionskredit zu unglaubwürdig. Entweder hat der Sparkassenonkel da nicht aufgepasst oder du hast denen noch eine sehr gute Sicherheit gegeben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Kaan
    4,9 % Dispo (Normal sinda fast 3 mal soviel)


    Solche Dispo-Konditionen hat nichtmals mein Chef bekommen (als Angestellter der Bank)

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