Benzin & Diesel Thread: Barrelpreis fällt - Literpreis an der Tanke bleibt hoch, kurzfristig gedacht?

  • Zitat

    Original geschrieben von der-kilian
    Und solange ich seh, wie 18jährige Schüler mit dem Auto in die Schule düsen, oder Abends ihre Kreise durch die Stadt ziehen (oft Stundenlang...) denke ich mir manchmal, der Sprit ist noch nicht teuer genug.


    Was ist daran falsch als 18-jähriger mit dem Auto zur Schule zu fahren? Habe ich auch gemacht:


    Auto: max. 15 Minuten
    Öffentliche Verkehrsmittel: 15 Minuten Fußweg + 35 Minuten Bahn + 10 Minuten Fußweg


    Verstehe das Problem nicht...


    Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6l/100km und 16km für Hin- und Rückweg am Tag ergeben sich monatliche Kosten von ca. 26 € bei einem Dieselpreis von 1,20 €.


    Da würde mich das Bahnticket mit monatlich 50 € mehr Kosten. Natürlich sind in meiner Rechnung keine anderen Instandhaltungskosten berücksichtigt.

  • Zitat

    Original geschrieben von nurLeser
    Noch viel leichter ist es aber, auf die Politiker zu schimpfen, gell?


    Nein, nicht leichter. Aber die Ursache ist dort zu finden.


    Denn die Oligopole könnten nur seitens der Politik entschärft werden. Nur dumm, das Politiker in der Firmenspitze sitzen, die sich garantiert nicht den Ast absägen, auf denen sie sitzen.


    Dumm auch, das wenn die Konzerne einen Cent erhöhen, wir durch die Steuern aber 3 Cent zahlen "dürfen".


    Daher immer schön auf die Konzerne schimpfen (nicht das ich die jetzt in Schutz nehmen will), denn über die Politik zu schimpfen (die ja zusätzlich noch KFZ Steuern ins extremer Höhe uns eingebracht haben, uns über kurz oder lang Autobahnmaut "schenken" werden, dafür aber im Gegenzug die Strassen am liebsten heute anstatt morgen privatisieren möchten, damit zum einen gar nicht mehr in die Infrastruktur gesteckt wird, und zum anderen wir nochmals zahlen dürfen...) würde bedeuten, sich mal an die eigene Nase zu packen.


    Und warum wird dann über den hohen Spritpreis geschimpt? Weil es eben nicht die einzige Last ist, die wir Autofahrer tragen müssen, und warum Autofahren immer unbezahlbarer wird.


    Und da macht sich der Geringe Betrag, den sich die Ölkonzerne einsacken, äusserst gering aus.


    Und wie gesagt, sind zwar die diversen Steuern nicht gestiegen, aber aufgrund des enormen Anteils macht halt jede kleine Erhöhung ein riesiges Loch in der Kasse, weil der Betrag dann vervielfacht werden muß.


    Wenn die Mineralölkonzerne den Preis um die Hälfte senken würde, dann wäre das ein Witz gegen eine Halbierung der Steuern.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."


  • Das Problem ist, daß sich viele Leute Ihre Autokosten schönrechnen und das Auto einfach bequemer ist.
    Wie eigentlich jeder weiß, sind die Kosten für ein Auto nicht nur die Kosten für den Treibstoffverbrauch sondern da kommt noch einiges anderes dazu, sodaß normalerweise der Unterhalt eines Autos mehrere Hundert Euro im Monat kostet.


    Wir haben unseren Zweitwagen abgeschafft und haben stattdessen eine "Flatrate" für den ÖPNV in unserer Stadt und abends und am Wochenende im ganzen Verkehrsverbund, für 55 Euro


    Zugegeben: Ich wohne in einer Großstadt mit einem gut ausgebauten Nahverkehr und ich habe eine Haltestelle für 5 verschieden Buslinien vor der Tür. Trotzdem brauche ich das doppelte an Zeit mit dem Bus auf dem Weg zur Arbeit, aber die nehme ich gerne in Kauf.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChrisO2
    Das Problem ist, daß sich viele Leute Ihre Autokosten schönrechnen und das Auto einfach bequemer ist.
    Wie eigentlich jeder weiß, sind die Kosten für ein Auto nicht nur die Kosten für den Treibstoffverbrauch sondern da kommt noch einiges anderes dazu, sodaß normalerweise der Unterhalt eines Autos mehrere Hundert Euro im Monat kostet.


    Das ist gut ausgedrückt. Habe mir auch mal gedacht, dass ich ordentlich Geld spare, wenn ich das Auto stehen lasse und nur noch mit Bus und Bahn fahre. Nach so ein paar Wochen ist mir dann aufgefallen, dass in der km-Region bis ca. 50km/Tag die Spritkosten nicht so unbedingt der alleinige schlagende Faktor ist. Richtig reinhauen tun halt Steuern, Versicherung, Inspektion/Wartung (grade schmerzlich erst bei Neuanschaffung von Sommerreifen gemerkt), TÜV/AU und Knöllchen hier und da (die ich trotz defensiver Fahrweise nicht immer vermeiden kann). Und das alles bei einem bereits abbezahltem Wagen ...


    Wenn da nur an manchen wenigen Tagen diese Bequemlichkeit nicht wäre, würde ich hochgerechnet wirklich ca. 200 EUR pro Monat sparen ...

    In Search of Sunrise

  • Würde denn bei Dir die alternative ÖPNV "funktionieren"?


    Übrigens musst du auch bei einem bezahlten PKW zumindest kalkulatorisch eine Rücklage bilden, denn du brauchst ja früher oder später wieder ein neues Auto....

  • Naja, 10 Minuten mit dem Auto zur Arbeit, mit Bus/Bahn locker 60 Minuten.


    Ich hab jetzt auch nicht vor es abzuschaffen, hab nur ebenfalls eingesehen, dass ich mir das Auto auch Ewigkeiten "schöngerechnet" habe. So nach dem Motto "ist abbezahlt und Versicherung/Steuern sind ja auch nicht so viel". Die Wahrheit ist nun einmal, dass ein Auto -sobald es vor der Tür steht- enorm viel Geld frisst.

    In Search of Sunrise

  • Ich musste ja jetzt notgedrungen einen Monat Führerscheinpause machen.
    Bin seit Dienstag mit den Öffentlichen unterwegs und werde sobald ich die Pappe wieder hab nie wieder nen Bus betreten.


    4 Tage bin ich jetzt mit dem Bus unterwegs und allein von den 4 Tagen an zwei Tagen zu spät gekommen. Habe mich auch bei den Verkehrsbetrieben beschwert.


    Jetzt fahre ich schon immer 2 Busse früher. Aber auch hier die kommen wirklich wann sie wollen in Hannover. Dann sind die Busse auch immer noch Restlos überfüllt.


    Wer es mag bitteschön. Für mich ist das nichts.


    MfG


    Chris

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Hintergrund der Preiserhöhung der ständig zunehmende Verbrauch an Diesel. Beim Cracken in der Raffinerie gibts wohl ein mehr oder weniger fixes Verhältnis: aus 1L Brent ergeben sich X %Diesel, Y % Benzin und Z %Motoröl und dergleichen. Bei steigendem Dieselverbrauch, aber konstantem Benzinverbrauch kommt dann irgendwann der Punkt, ab dem mehr Benzin raffiniert wird, als auf die Schnelle verkauft werden kann. Also drosselt man die Benzinnachfrage mit höheren Preisen.

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Du hast diese Bande in Berlin doch mit gewählt, also beschwere Dich jetzt nicht.


    Von denen in Berlin habe ich niemanden gewählt!

    Dr. strg. c. Guttenberg

  • Ich habe gestern abend meinen Augen nicht getraut. Wir haben im Ort zwei Tankstellen - einmal Shell und eine freie Tankstelle.
    Sprit-Preis Shell: 1,46
    Sprit-Preis Freie: 1,34


    Heute ähnlich, nur das die freie Tankstelle bei etwa 1,38 liegt. Da Frage ich mich echt, wie sowas noch sein kann. Und die Shell-Tanke war trotz diesem Preis sogar noch relativ gut besucht. Naja - mir reicht's noch bis Montag früh :D

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