CDU will Bekenntnis zur deutschen Sprache im GG

  • Zitat

    Original geschrieben von laudanum


    Auf einer Konferenz wurde nun besprochen, das in den nächsten Jahren vermutlich die Artikel abgeschafft werden!


    Wir sind das einzige Land auf der Welt, dass freiwillig seine Sprache durch Rechtschreibreformen für Deppen und Migranten verhunzt, großartig!


    Wer im Glashaus sitzt... :rolleyes:


    Vielleicht sollten die Arbeiten doch von einem Fachkundigen korrigiert werden?!

  • Zitat

    Original geschrieben von borusch
    Wer im Glashaus sitzt... :rolleyes:


    Vielleicht sollten die Arbeiten doch von einem Fachkundigen korrigiert werden?!


    Bin lediglich in der Zeile verrutscht! :)

    Ich habe dem Teufel meine Seele verkauft und jetzt sind wir beide ein wenig aufgeregt...!

  • Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    [...]In Deutschland muß die "lingua franca" selbstverständlich Deutsch sein, allein schon weil es eben die Muttersprache von über 80% der Bevölkerung ist. Und d.h., daß jeder, der hier dauerhaft leben möchte, die deutsche Sprache hinreichend beherrschen muß. Und diese Verständigung wird sicher nicht dadurch gefördert, daß man in deutschen Schulen Türkisch lehrt. In Frankreich oder England käme jedenfalls niemand auf die Idee, die Integration dadurch zu fördern, daß er französische oder englische Kinder Arabisch oder Hindi lernen ließe. Eine solche Schnapsidee kann nur in einem Land aufkommen das aufgrund seiner traumatischen Vergangenheit unter einer schweren nationalen Identitätsstörung leidet.


    Sehe ich genauso :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von laudanum
    Mir erschließt sich nicht ganz, warum man sich immer äußern muss, wenn man doch eigentlich gar nichts zu sagen hat?! ;)

    Ich wollte etwas pointiert auf den Punkt bringen, dass wir endlich wieder eine Ausländer-Debatte führen können - und genau diese lese ich hier im Thread.


    Ob die angesichts der Probleme, die wir akut im Land und in der Welt haben so wichtig ist, dass es da dieses Parteitagsbeschlusses bedurfte lass ich mal dahingestellt ;)


    Zitat

    Wenigstens bleibt einem heute der absolut unlustige Dilbert erspart! :D

    Tja, Deutschland hat es zwar schon in Get Fuzzy geschafft, aber so wichtig ist Deutschland auf dem Weltparkett denn doch nicht, dass die deutschen Eigenheiten in der Innenpolitik und -kultur in Dilbert verarscht wurden :p ;) :D :p

  • DUSA: Irgendwie lese ich hier keine Ausländerdebatte, bleibt ja erstaunlicherweise recht sachlich.


    BTT: Auch ich denke, eine gemeinsame Sprache ist das verbindende Element einer Gemeinschaft und genau dieses würde unterstrichen durch die Aufnahme ins Grundgesetz.

    Wer Rechtschreibfehler nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte Rechtschreibfehler in Verkehr bringt, wird mit dem Duden nicht unter 10 Bänden bestraft!

  • Hallo und iyi aksamlar (guten abend :D ) liebe TT´ler


    als erstes ein großes respekt an euch TTler, das ihr hier die Diskussion recht sachlich führt :top:


    Vorwort: Wie einige von euch bereits wissen bin ich deutscher türkischer Herkunft der hier in Köln geboren ist und stolz auf seine Stadt ist.


    Meine Eltern haben uns Kinder sehr früh gesagt, das wir deutsch lernen sollen und müssen. Wir wurden vor 30Jahren in den Kindergarten geschickt, wurden im Fußballverein angemeldet, damit wir frühzeitig mit 2 Sprachen aufwachsen konnten und es hatte den schönen Nebeneffekt, das wir keinen Kontakt zu den bösen Jungs im Veedel hatten und dadurch alle unser Abitur machen konnten.
    Unter meinen Geschwister wird fast 100%ig nur deutsch gesprochen, auch unter den türkischen Freunden wird dies praktiziert, weil es sind ja nicht alle Türken (Deutsche, Iraner, Polen, Finnen usw).
    Es ist sogar unter meinen türk. Freunden verpönt, wenn unsere ehm. Landleute keinen oder kaum ein Wort deutsch sprechen.


    So nun komme ich zu dem Punkt, wo die deutsche Sprache ins GG aufgenommen werden soll. Absolut richtig :top: und sollte und doch selbstverständlich sein.
    Schade finde ich nur, das die Union hier wieder mal versucht, von den eigentlichen Problemen und den Sorgen der Menschen, sprich Finanzkrise, abzulenken. Sobald das Thema "Ausländer" in irgendeiner Weise zu Sprache kommt, glaubt die Union diese viel wichtigeren Probleme ausklammern zu können. Dennoch, wie ich bereits gesagt habe, finde ich es absolut richtig, das die deutsche Sprache im GG verankert wird.
    Schön wäre es, wenn sich hier auch die Unternehmen sich an die deutsche Sprache halten würden wie z.b. Mobilfunkunternehmen, Telekommunikationsanbieter sogar die DB. Diese nicht deutschen Begriffe sollen den Konsumenten bewusst in die irre führen was letztendlich uns Geld und Zeit kostet.


    So nun wünsche ich euch noch ein schönen Abend und noch eine schöne 2.HZ und nochmals von mir respekt, das hier die Diskussion sachlich geführt wird :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Yahoo-huhu


    Und was ist daran so schlimm? Jeder ist seines Glückes Schmied. Geh in ein Land oder such dir ne Kolonie wo noch Deutsch gesprochen wird und sei glücklich.


    Das macht man ja indem man in Deutschland lebt.


    Zitat

    Original geschrieben von Yahoo-huhu
    In unserer Grundschule hing damals ein Plakat: Wir sind auch Ausländer - überall!


    Entweder zitierst du es falsch oder das Plakat ist Nonsens. Der bekannte Spruch besagt "...fast überall".


    Es ändert aber auch nicht daran dass es hier nicht so ist, in Deutschland ist ein Deutscher kein Ausländer.


    Zitat

    Original geschrieben von Yahoo-huhu
    Das muss man sich auch mal klar machen. Wer hier sofort fordert, die Sprache fließend zu sprechen, der sei mal daran erinnert, dass es von jetzt auf gleich auch euch passieren kann, dass eure Firma euch in Länder wie Indien, China oder Österreich ( ;) ) schickt. Was macht ihr dann? Vermutlich kommt dann der Einwand: "Jaaaa, aber das kann man von mir doch nicht verlangen, wenn ich da eigentlich nur arbeite, dass ich fließend chinesisch spreche etc.pp. [hier bitte Ausrede einfügen]".


    Niemand fordert dass die Sprache perfekt gesprochen werden muss. Man erwartet aber zu Recht dass sich jemand, der sich hier dauerhaft niederlassen will, integriert - und das geschieht als wichtigstem Element über die Sprache. Wer hier seit 30 Jahren lebt und nicht in der Lage ist sich zu verständigen, weil seine Sprachkenntnisse dazu nicht reichen, muss sich nach seinen Integrationsbemühungen fragen lassen. Die sind eine Bringschuld des Zugereisten, nicht der Einheimischen. So wirst du das übrigens überall auf der Welt erleben, da erwartet man von dir auch ganz selbstverständlich dass du dich an Sitten und Gebräuche angliederst. Es wird dir in keinem Land der Welt passieren dass sich die Einheimischen an dich anpassen...


    Zitat

    Original geschrieben von Yahoo-huhu
    Es ist meiner Meinung nach eine typisch menschliche Schwäche ersteinmal Dominanz zu demonstrieren vor einem Feind, den einem nur die NPD oder andere Reps darstellen wollen. Wir wollen zwar billig in China einkaufen, möchten aber keine Chinesen hier. Der Döner schmeckt lecker, aber am liebsten ohne Türke hinterm Tresen. Die Grenzen wie sie im 18. Jahrhundert gab gibt es nicht mehr, die Völker vermischen sich immer mehr und ich finds gut!


    Sei mir nicht böse, aber das sind unsinnige Phrasen. Wir wollen zum einen keineswegs nur billig in China kaufen, sondern gute Qualität zu fairen Preisen. Es ist durchaus nicht jeder geil auf Ramsch aus China. Zum anderen kenne ich niemanden, der etwas dagegen hat dass Chinesen hier sind. Hier behauptest du etwas, das so einfach nicht real ist.


    Ebenso hat niemand etwas gegen den Dönermann.


    Was sich globalisiert sind die Warenströme und der Handel. Kulturen tun sich dabei extrem schwer und wollen es eigentlich nicht. Da sind wir Deutschen übrigens noch extrem tolerant, geprägt durch den 2. Weltkrieg.
    Man muss gar nicht erst in den orientalischen Raum schauen, es reicht schon bis nach Frankreich oder England zu blicken; du kannst mir gerne erklären wo du da erkennst dass man bereit ist die eigene Kultur zu öffnen und andere Einflüsse aufzunehmen... Es ist doch vielmehr so dass sich selbst in unserem direkten Umfeld massiv gegen fremde Einflüsse gewehrt wird - und das ist auch OK wenn der Eindruck entsteht dass eine fremde Kultur nicht friedlich koexistieren, sondern Dominanz erreichen will.


    Ich habe bei dem Auftreten insbesondere türkischer Vertreter oft nicht den Eindruck dass ein friedliches Miteinander gesucht wird, sondern man eher darauf spekuliert eine türkische Parallelgesellschaft zu errichten.


    Zitat

    Original geschrieben von Yahoo-huhu
    Jeglichen Nationalstolz lehne ich ab - wie kann ich auf was stolz sein, wass ich nicht mal selbst entscheiden konnte?


    Nationalstolz ist den Deutschen heute gänzlich fremd, allein bei der Fußball-WM 2006 gab es eine positive Form von Patriotismus. Grundsätzlich wird es aber kaum ein Land geben, in dem dieses Thema so schwach ausgeprägt ist wie hier. Ganz im Gegensatz zu diversen anderen Landsleuten und auch hier wieder vor allem Türken. Die hauen auch hierzulande immer wieder ganz schön auf die Kacke. Ich erinnere nur mal an die Auftritte nach dem Brand in Ludwigshafen vor ein paar Monaten oder Erdogan in der Kölnarena... Das ist ein Auftritt gewesen, wie ihn nicht mal die Spitzen unseres Staates im eigenen Land hinlegen...


    Und was die Zahlen angeht: da gebe ich fahrsfahrwerkaus völlig Recht. Auf dem Land sieht es anders aus, aber in den stark besiedelten Städten liegt der Ausländeranteil gefühlt und sicher auch statistisch WESENTLICH höher als die offiziellen Zahlen besagen. Neben den offiziell hier lebenden Migranten gibt es auch noch die, die inzwischen einen deutschen Pass haben, kulturell aber noch eher nach dem Heimatland orientiert sind, und eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis oder mit Duldung. Gerade in irgendwelchen Großfamilien können Personen, die sich hier illegal aufhalten, sehr gut unterschlüpfen und über die Runden kommen.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    ...Ob die angesichts der Probleme, die wir akut im Land und in der Welt haben so wichtig ist,...


    Das Totschlagargument in jeder Diskussion durfte hier natürlich auch nicht fehlen. Wenn es danach ginge, dürften wir, solange der absolute Weltfrieden nicht hergestellt ist, überhaupt nichts mehr diskutieren und schon garnicht machen.


    Gruß


    Pitter

  • Zitat

    Original geschrieben von Amerikaner
    BTT: Auch ich denke, eine gemeinsame Sprache ist das verbindende Element einer Gemeinschaft und genau dieses würde unterstrichen durch die Aufnahme ins Grundgesetz.


    Die Frage bleibt doch aber "wozu" muss ich das unterstreichen? Sollte dann im Grundgesetz auch noch klargestellt werden, wer das "Deutsche Volk" ist?
    Ohne Deutsche und ihre Sprache gäbe es gar keinen deutschen Staat und mithin kein Grundgesetz- welches oh Wunder natürlich auch in Deutsch verfasst ist.


    Ist doch Interessant, daß just der saarländische Landesverband der CDU mit anstehenden Wahlen in 2009 den Antrag einbrachte. :rolleyes:
    Also "wozu"? Was soll sich ändern bzw. welche Veränderungen sollen beschränkt/verboten sein? Ein solcher eingefügter Satz im GG konkurriert schon mal prima mit Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 GG "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." Oder mal an Bundes- und Landeskompetenzen gedacht... Ein prima Arbeitsbeschaffungsprogramm für Juristen wäre das ;)


    Und es gibt nun mal Minderheitensprachen im Land, das liegt einfach an der föderalen Geschichte deutscher Städte und Länder, die nicht selten auch Gebiete mit nichtdeutscher Bevölkerung umfassten, und an einigen Einwanderungswellen in deutsche Länder und Städte. In Schleswig-Holstein hat man es z.B. ganz gut geschafft, die Gräben zwischen Deutschen und Dänen zu überwinden bzw. wenigstens Brücken zu bauen. Es gibt z.B. dänische Schulen im Schleswiger Landesteil, wo natürlich auch Deutsch als Unterrichtsfach Pflicht ist. Oder daß endlich Friesisch als (zweite) Amtsprache in den entsprechenden Gemeinden/Kreisen eingeführt wurde.
    Da wirkt ein "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" richtig produktiv, was Minderheiten- und Regionalsprachen angeht. Zudem kann man sich auch mal die Frage stellen, wer/was das Subjekt bzw. Objekt des Satzes sein soll, denn es heißt ja nicht "in der" sondern nur "der".


    Und was die Schulsprachen angeht, Menschen mit 'Migrationshintergrund' sollten alle ihre Sprachen pflegen- auf Muttersprachs- und Schulniveau! Doppel/Mehrsprachigkeit ist ein Reichtum, den man nicht verschenken sollte. Und es macht eben einen gewichtigen Unterschied, ob man eine Sprache in der Familie 'sprechen' gelernt hat oder ob man in der Schule auch Lesen und Schreiben (formale Grammatik!) der jeweiligen Standardsprache gelernt hat.

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