Seit Lehrerwechsel nur noch "ausreichende" Leistungen in Englisch - Was tun?

  • Zitat

    Original geschrieben von flashhawk
    BTT: Was willst du denn nun machen, hecke?


    Ich glaube, dass es wohl das Beste ist, wenn ich mit dem Gespräch zwischen mir und dem Vertrauenslehrer oder Direktor noch ein Bisschen warte und schaue, wie sich das Ganze entwickelt. Wenn ich meinen aktuellen Lehrer nach der 11 los sein sollte, dann werde ich das halbe Jahr auch noch überleben;)


    @JoPi
    Ich habe mehrere englische "Chatpersonen" (da Partner sich ein Bisschen doof anhört:))


    Mit denen endet das Gespräch fast immer so:
    Ich: Excuse me for my poor English language.
    Er: There is no need to. Your language is quite good.


    sin-4711
    Gerade heute wurde ich noch wegen meiner Selbstständigkeit gelobt.:)

  • Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Mit denen endet das Gespräch fast immer so:
    Ich: Excuse me for my poor English language.
    Er: There is no need to. Your language is quite good.


    Das glaube ich dir gerne, aber der Inhalt ist in Klausuren natürlich entscheidend. Das müsste man mal genauer prüfen. Ich war selbst auch einer, der sich zwar gut ausdrücken konnte -> aber ohne das Buch gelesen zu haben, war es mir immer schwer möglich, in der entsprechenden Klausur einen vernünftigen Inhalt zu zeigen (Deutsch und Englisch) ;)

  • Ich würde mich auch Rat suchend an jemanden wenden der sich mit deinen Englisch-Arbeiten sehr gut auskennt: An deinen Fachlehrer!
    Ich weiß, du warst schon dort, aber es ist ein Unterschied ob man fragt:
    "Warum hab ich nur eine "ausreichend"?
    oder
    "Ich würde gerne wissen was ich tun kann, um meine Noten zu verbessern."


    Dann läuft so ein Gespräch direkt auf einer anderen Ebene, auf der die Lehrperson unter Umständen sehr viel kooperativer ist.

    "Die Kastanien blühen. Ich nehme es zur Kenntnis, äußere mich aber nicht dazu." (Günter Eich)


    Rechtschreibung ist sexy...

  • Der ungefähre Wortlaut war:
    Wie sie ja selbst wissen, war ich früher viel besser in Englisch. Können sie mir sagen, wie dieser Leistungsabfall zu Stande kommt?

  • Hecke, hattest du nicht geschrieben, dass deine Note für den Inhalt relativ schlecht ist? Bei uns wurden damals verschiedene Bewertungen gegeben (Ich glaub Inhalt und Grammatik, vielleicht auch Stil). Die Noten für den Inhalt kannst du nur verbessern, wenn du dich gut mit dem Stoff auseinandersetzt. Aber da du in Deutsch ja recht gut zu sein scheinst, scheinst du das ja eigentlich zu können.


    Mir hat es im Abi damals beim Englisch sehr geholfen, dass ich einfache Sätze verwendet habe. Also keine Schachtelsätze, wenig Kommata etc. Das hat meine Fehlerquote sehr niedrig gehalten und zu besseren Noten geführt, als sie die meisten inhaltlich besseren Mitschüler hatten.


    P.S. Auf höfliche Bekundungen in Chats bezüglich deiner Englischen Sprachkenntnisse würde ich wenig geben. Dann doch eher auf die Noten in der Schule.
    Wenn mir z.B. jemand schreiben würde "Entschuldigen mein schlecht Deutsch" würde ich auch immer noch höflich sagen, dass es ja ganz gut sei.

  • Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Der ungefähre Wortlaut war:
    Wie sie ja selbst wissen, war ich früher viel besser in Englisch. Können sie mir sagen, wie dieser Leistungsabfall zu Stande kommt?


    Naja, das bringt uns, ohne dass wir dabei waren, ja nun auch nicht wirklich weiter. Es kommt eben auf die Situation an.
    Es ging mir darum, dass der Lehrer nicht auf die Idee kommt, du machtest ihm Vorwürfe, bzw. beschuldigst ihn. Er soll bereits an deinem Herantreten an ihn merken, dass du auch in Erwägung ziehst, dass es an dir liegt und du von ihm gerne einen Hinweis hättest, wie du dich verbessern kannst. Ganz ohne Vorwurf (ohne dir das zu unterstellen).


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass er dann abblockt. Denn das gehört zu seinem Job.

    "Die Kastanien blühen. Ich nehme es zur Kenntnis, äußere mich aber nicht dazu." (Günter Eich)


    Rechtschreibung ist sexy...

  • Zitat

    Original geschrieben von DerHocker
    Das Englisch, welches man in der Unterstufe lernt und das, das in der Oberstufe gebraucht wird unterscheidet sich grundlegend. Die Grammatik, die man in den frühen Jahren gelernt hat ist dort lediglich das "Handwerkszeug". Natürlich kommen auch noch in der "Grammatik Neuheiten", aber das Hauptaugenmerk ist in der Oberstufe der Inhalt.


    Tja, so war das bei mir zum Abi auch. Ich bin beim Eintritt in die Oberstufe von 2 auf 4-5 in Englisch gerutscht. Mein Vater ist dann sogar mal hingegangen und hat von den Lehrern erklärt bekommen, dass meine Rechtschreibung und ähnliches schon gut sein, aber es darauf nicht mehr ankomme, das würde als selbstverständlich vorausgesetzt.
    Meine Probleme hatte ich mit der Interpretation der Theaterstücke, die die Lehrerin (eine auch im Lehrkörper allgemein als abgedreht bekannte Theaterzicke) vorgelegt hatte und wo sie ihre etwas individuelle Interpretation sehen wollte.
    Da ich mich mit Theater bis dahin im Leben noch nicht beschäftigt hatte, habe ich mir diese "Bücher, die die Lehrer nicht gern sehen" besorgt und so wenigstens etwas in den Klausuren schreiben können. Die Note wurde aber trotzdem nicht wesentlich besser.


    Mir war es dann auch egal, mein Abi habe ich dank guter Ausgleichsnoten in den Naturwissenschaften bekommen und in der guten alten Zeit, als Schule noch nicht so ein Leistungsstress wie heute war, war die Abschlussnote auch völlig egal, wenn man nicht eine Banklehre oder sowas machen wollte. An den Unis gab es noch keinen flächendeckenden NC, höchtens in den 3 ZVS-Fächern wie Medizin, Jura, Psychologie oder solch Trödel...

  • Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Mache ich beides, wenn auch nicht regelmäßig.


    Nicht dass du/ihr mich falsch verstehst/verstehst: Ich habe Spaß an der englischen Sprache, auch wenn die besseren Noten früher natürlich mit einem höheren Spaßfaktor assoziiert waren.


    Hallo,


    Noten auf einem Papier sind nicht das Maß aller Dinge; alles zwischen 1 und 4 ist bestanden. So könnte dein Gedankengang auch sein, auch wenn es den Notendurchschnitt und dein Ego etwas sinken lässt.


    Wenn du auf deinen Lehrer zugehst und ihm Fragen stellst, bekommst du höflicher Weise auch Antworten; diese können aber auch so ausfallen, dass sie Dir nicht gefallen. Leg' Dir, Dein Interesse vorausgesetzt, Deine Fragen vorher parat, um Unmut auszuschließen. Z.B.: "Herr XY, ich bin an einer Sprachreise in einem englisch-sprachigem Land interessiert und ich dachte, dass Sie mir evtl. Ratschläge geben können.". Oder "Herr XY, ich würde gerne meine Kenntnisse weiter vertiefen und habe Interesse an Lektüre jeglicher Art, könnten Sie mir etwas empfehlen? Welche Bücher lesen Sie persönlich?".


    Sprachreisen/ -schulen im Ausland sind ideal, um ein viel besseres Gefühl für eine Sprache zu erlangen. Ein Aufenthalt über mehrere Wochen ist jedoch Pflicht (6 Wochen Sommerferien z.B.). Zeitschriften unterstützen, eine Financial Times natürlich eher als eine EGM. Andere Medien wie TV/ DVD/ Spiele sind fast ein Muss in englisch, aber nichts von dem ersetzt einen längerfristigen Aufenthalt in einem College (z.B. ein Jahr USA), es hilft aber ungemein.


    Wenn ich meine Frau div. Bekannten vorstelle und mit ihr englisch spreche, sehe ich fast immer blasse Gesichter; wenn man dann die Leute in ein Gespräch verwickelt, hört man meist nur "äh's" und "errh's" von den ehemals Einser-Kandidaten (keineswegs abwertend gemeint). Das Gefühl erreicht man ausschließlich im täglichen Umgang, und selbst dann hätte jemand nur selten eine 1 in einem Test. Erst wenn man in einer fremden Sprache denkt, geht sie einem leicht von der Hand respektive über die Lippen. Jeder Test bzw. die entsprechende Note ist ja auch von der jeweiligen Tagesform abhängig.


    Forenenglisch ist erst dann gut, wenn man vorher die Sprache sehr sehr gut erlernt hat. ASAP und FYI ist ja auch im Sprachgebrauch etwas alltägliches, aber wenn es Wortspiele wie "got some coke in the fridge" sind, ist das nach Oxford nur peinlich, man kann sagen, dass noch Cola da ist, oder der Erzähler möchte einem mitteilen, dass er ein paar Gramm weisen "Schnupftabak" im Kühlschrank hat. Zu empfehlen ist aber immer wieder der täglich Umgang, mit welchen Medium auch immer, und das geniale Thesaurus sollte im Browser sein, hier kann man auch von den gesuchten Wörtern die Aussprache hören und erhält eine Umschreibung in Englisch (Beispiel)

    LG G4, LG G Flex 2, Note 4, Note 5, S6, S6 edge+, Aldi Talk, WhatsApp-Sim, Vodafone Smartphone Special, blau.de, congstar

  • Zitat

    Original geschrieben von hecke
    Ich habe mehrere englische "Chatpersonen" (da Partner sich ein Bisschen doof anhört:))


    Mit denen endet das Gespräch fast immer so:
    Ich: Excuse me for my poor English language.
    Er: There is no need to. Your language is quite good.


    Kann darin evtl. deine sinkende Note liegen? Oft schleichen sich durch solche Sachen nämlich Fehler ein. Dass sind dann Redewendungen, stilistische Sachen, Unschärfen usw., die es zwar im täglichen Sprachgebrauch gibt aber nichts in der Schule zu suchen haben. Man kann schließlich auch nicht seine Deutschnote bessern indem man per ICQ chattet oder in Foren liest, eher das Gegenteil dürfte der Fall sein...


    Besonders ist mir dies bei dem Sohn eines befreundeten Ehepaares aus Frankreich aufgefallen. Dieser konnte sich problemlos in der deutschen Sprache unterhalten; hatte aber im Schulfach Deutsch meist nur eine 4 oder 5. Der Grund lag ganz einfach darin, dass er versuchte die gesprochene Sprache auf das Schulfach anzuwenden.


    Aber, obwohl beides die gleiche Sprache ist, ist die Umgangssprache nicht mit der "Hochsprache" identisch. Das kann man z.Bsp. sehr schön bei Loriot sehen der in seinen Sketchen den Aberwitz der verschiedenen Arten der Sprache rüberbrachte. Oder wer benutzt schon den Terminus Auslegeware in seiner Umgangssprache? ;)

    Bunt ist das Dasein und granatenstark! Volle Kanne, Hoschi.


    PS: CLK sind meine Initialen, haben auch nichts mit dem Auto zu tun. Gruß, Christian!


  • Genau so ist es!
    Ein Beispiel hat der TE ja selbst gegeben. Selbst umgangssprachlich würde man übrigens schreiben "Excuse my poor/bad English" während man hochsprachlich wohl schreiben würde (z. B. in einem geschäftlichen Brief): "I apologise for my lamentable English language skills." ;)


    Und ja, in der Oberstufe ist der Inhalt wichtiger als Stil und Grammatik. Aber das heißt nicht, daß man beliebig viele stilistische und grammatikalische Fehler einbauen darf, solange nur der Inhalt stimmt. Das heißt vielmehr, daß die fehlerfreie Beherrschung von Rechtschreibung, Grammatik und angemessener Ausdrucksweise schlicht und einfach vorausgesetzt wird, und zwar als selbstverständlich. Daher rate ich auch von der Verwendung eines minimalistischen Satzbaus ab, da dies in der Oberstufe (und besonders in einem LK!) einfach keine sprachlich-stilistisch angemessene Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht. Also: die Vermeidung von (nur beispielhaft) Temporal- oder Konditionalsätzen zugunsten der einfachen Struktur "1. Satz: Subjekt-Verb-Objekt-Punkt, 2. Satz: Subjekt-Verb-Objekt-Punkt. usw." mag zwar den sogenannten Fehlerquotienten (FQ) senken, bringt aber auch heftige Abzüge im Bereich Stil/angemessene Ausdrucksweise und hat daher verheerende Auswirkungen auf die Gesamtnote, weil solchermaßen verfaßte Texte einfach grausam zu lesen sind.


    Spätestens, wenn im Englisch-LK Romane wie Goldings "Lord of the Flies", später Dramen wie Shakespeares "Macbeth" auf dem Lehrplan stehen und wenn etwas später englische Lyrik dazukommt, ist eine inhaltlich auch nur halbwegs angemessene Auseinandersetzung mittels minimalistischer schriftsprachlicher Strukturen gänzlich ausgeschlossen. Und wenn man dann keine andere Wahl hat, als minimalistische Sätze zu schreiben, damit der FQ nicht zu hoch wird, dann wird das mit einer guten Note nichts mehr. Vor allem ist es dann bereits zu spät, um noch zur "Aufholjagd" anzusetzen.


    Daher: Wenn es finanziell möglich ist, einen Sprachkurs besuchen, am besten natürlich an einer entsprechenden Schule in England, ansonsten zumindest an einem anerkannten Institut für Erwachsenenbildung, bei einem englischen Muttersprachler, der zugleich auch ausgebildeter Sprachlehrer sein muß. Von vorneherein dabei klarstellen, auf welche Ziele (fehlerfreie Beherrschung mündlicher schriftlicher Analysen und Interpretationen fiktionaler wie non-fiktionaler Texte, Verbesserung von Stil, Ausdrucksweise und Grammatik) man hinaus möchte.


    Falls es dazu finanziell nicht reicht, entsprechende Grammatik-Lehrgänge besorgen und konzentriert durcharbeiten, damit man wenigstens in Sachen "Mittelstufen-Stoff" sattelfest wird. Außerdem mit einfacher englischer Literatur beginnen, ganz nett lesen sich z. B. klassische Krimis von Agatha Christie oder auch Orwells "Animal Farm" und "1984". Das Hören von Radioprogrammen der BBC ist übrigens auch sehr hilfreich, aber nur als flankierende Maßnahme, nicht als Ersatz für die o. g. Vorschläge.


    Viel Erfolg!

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

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