Finanzkrise - Auswirkungen bei Euch (Job, Konsum, etc.)?

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    ...
    Aber man kann auch nicht erwarten das jeder Abitur und Studium machen kann.
    ...


    Der Effekt der "Bildungsoffensive" (frei nach dem Motto: wer nicht studiert hat, ist ein "Opfer") ist doch heute schon, dass ein nennenswerter Teil der Lehrstellen im Handwerk unbesetzt bleibt. Prinzipiell ist genau das der Fachkräftemangel, dem man durch eine höhere Studierendenquote begegnen will.


    Wer sich nun fragt, ob das Sinn macht, hat das Problem nicht verstanden. Denn: Zwei arbeitslose Akademiker (=Fachkräfte) sind immer noch besser, als ein Handwerker (=Vollpfosten).


    Wenn ich jetzt nachdenke ... und trotz Studiums zu der Erkenntnis gelange, dass ich dieses gesellschaftliche "Naturgesetz" nicht nachvollziehen kann, bleibt mir wohl nur noch eine Karriere in der Politik. Als Fachkraft für Fachkräftemangel ... mit der Aufgabe, den dämlichen Handwerkern endlich klar uu machen, dass sie studieren müssen. :rolleyes:

  • Eigentlich waere es immer gut wenn mehr Leute studieren wuerden, das stimmt schon.


    Aber denke das Problem ist einfach das sich viele die Jahre ohne Einkommen, also 2-3 Jahre Oberstufe und 3-4 Jahre zum Bachelor oder 5-7 Jahre zum Master nicht leisten koennen oder wollen. Das sind immerhin 5-10 Jahre ganz ohne Einkommen. Und das gerade in einem Alter wo man das Geld fuer Fuehrerschein, erstes Auto und erste Wohnung dringend braeuchte.


    Und gerade wenn der Studienabschluss nur mittelmaessig ist, kommt man oft erst mit so 40-45 in die Gewinnzone, und das ist natuerlich wenig motivierend.


    Und was den Leuten richtig Angst macht, ist wohl in so im 3 Semester noch vorm Vordiplom zu scheitern. Weil man dann ohne alles dasteht.


    Und hat man sich erstmal gegen ein Studium und fuer eine Ausbildung entschieden, dann kommt man oft nicht mehr aus seiner Existenz als Geringverdiener raus. Denn das Geld reicht dann gerade so zum Leben, aber nicht um soviel anzusparen das man sich eine Weiterbildung oder ein Studium in Vollzeit leisten kann.


    Und Vollzeitjob und Weiterbildung oder Studium gleichzeitig waere eine Tortur. Und vorallem wenn dann vielleicht mit so 27-30 das erste Kind kommt, voellig unmoeglich.

  • Ich bin Facharbeiter, irgendwie auch Handwerker, und aktuell Student. In den Mittdreißigern nochmal entschieden was anderes zu wollen, doch nochmal die Schulbank zu drücken.


    In meinem Fachbereich existiert keine Finanzkrise, die meisten Auftraggeber sind öffentlich, ob Geld offiziell da ist oder nicht, egal, es wird trotzdem ausgegeben. Ganz einfach weil es eine Infrastruktur zu betreiben gilt.


    Momentan jobbe ich bei einem benachbarten Kleinunternehmer und fahre Pakete durch die Gegend, ein paar Stunden die Woche, feste Route und nur Geschäftskunden, also keine Tür-zu-Tür-Rennerei. Der Job wird mies bezahlt, das war mir klar, ist aber mit 30 Sekunden Arbeitsweg trotzdem nicht schlecht, und bietet: Kontakte, Kontakte, Kontakte!


    Die Kunden die ich dort antreffe haben teils schon mit Konsumrückgang oder öfter Wechselkurs- und ähnlichen Problemen zu kämpfen. Zwei Unternehmen ist ziemlich heftig "Südeuropa" weg gebrochen, dafür treiben die nun Geschäfte mit "Afrika". Was meinen Chef nun freut, Krise +- 0 vorbeigeschrammt!


    Nächste Woche ist in Berlin 'ne große Messe, seit Wochen bekomm ich (als Privatperson) alle naselang dafür von Unternehmen Freikarten angeboten, und Einladungen zu Workshops und Buffett am Abend. Da ist er also der Fachkräftemangel. Ich mach keine Werbung für mich, aber seit dem ich mal ein freiwilliges Arbeitslosenjahr gemacht hab und "online" bekannt bin, rennen die mir die Bude ein. Und es wird immer "schlimmer".


    Die Kombination aus zwei gelernten, zueinander passenden Berufen mit insgesamt knapp 15 Jahren Berufserfahrung und "im Studium" bringts, wenn man irgendwann mal glücklicherweise die richtige Wahl getroffen hat, und nun in der richtigen Schublade steckt.


    Es bleibt nur noch ein Problem, viele Arbeitgeber wollen den supererfahrenen, hochflexiblen und motivierten Facharbeiter aber bezahlen dann eben doch nur 08/15. Gott sei Dank kippt das langsam für mich ins Positive - dank immer knapper werdendem Fachpersonal.


    Und wenn ich sehe was da so für Spezis unter meinen Kommis oder auch den WiMis sind, dann weiß ich "keine Gefahr - ich find nen schönen ARBEITSPLATZ".


    Neben der Einstellung der Arbeitgeber lässt leider (oder glücklichweise) auch sehr, sehr oft die Position der Arbeitnehmer zu wünschen übrig, vom Niveau mal ganz abgesehen. Viele sind an ihrer Krise einfach auch selber Schuld.

  • Ja, aber das ist es doch, was ich meine.


    Wer sich nicht fortbilden möchte, muss es halt auch akzeptieren, dass seine beruflichen und damit auch die Einkommensmöglichkeiten deutlich begrenzt sind. Und das definiert jeder selbst, der seine eigene Grenze festlegt, was er bereit ist, IN SICH ZU INVESTIEREN. Denn der Ertrag (EINKOMMEN) entsteht aus der direkten Folge dieser Investition in die EIGENE ZUKUNFT.


    Wenn jetzt jemand sagt, eine befriedigende Ausbildung reicht, dann ist der Ertrag daraus eben sehr niedrig.


    Es geht ja nicht um das komplette Studium bis hin zum Master. Bei der Aus- und Fortbildung kann man auch abgestuft und sukzessive seine Einkommensgrößen verbessern.


    Aber von nichts kommt halt auch nichts.


    Zu den Kosten: Eine Weiterbildung nahezu jedweder Art oder ein nebenberufliches Studium kann man steuerlich geltend machen (nennt sich Werbungskosten; warum?; weil es Investitionen/Aufwände/Kosten sind, um sich nach einer erfolgten Höherqualifizierung für bessere und entsprechende höhere Einkommens-Perspektiven bewerben zu können; der Sinn steckt schon im Begriff; der Name ist gewissermaßen Programm), der Staat beteiligt sich quasi daran. Und Vollzeitjob und ein Studium sind keine 'Tortur'. Habe ich auch gemacht. Klar war das eine große Anstrengung; wenig Freizeit, am Wochenende lernen, am Abend und am Wochenende Vorlesungen besuchen etc., während andere in die Disco fuhren oder ins Kino gingen. Aber am Ende hat sich die ZUKUNFTSINVESTITION GELOHNT. Man kann darauf aufbauen.


    Wer das aber nicht bereit ist zu tun, der verdient halt auch weniger.


    All jene, die das gemacht haben, haben kein Verständnis dafür, wenn andere immer nach noch mehr Hilfe und noch mehr Hilfe verlangen, während man selbst diese (so genannte) 'Tortur' erfolgreich mit vielen Entbehrungen durchgezogen hat. Und jetzt soll der Mindestlohn überall erhöht werden? Weshalb? Damit entwertet man auch die Löhne derer, die diese 'Tortur' jahrelang durchgezogen haben, weil der Spread zwischen künstlichen Bewertungen einfacher Arbeiten (die der Markt eben geringschätzt und entgegen dieser Marktbewertung nun künstlich über den Mindestlohn überbewertet werden sollen, obwohl im Sinne des Marktes -z. B. auf Grund eines Überangebots an Arbeitskräften- nicht gerechtfertigt) und der Marktbewertung anspruchsvoller Arbeiten reduziert wird.


    Wie gesagt, keiner muss fünf oder sechs Jahre lang studieren. Aber selbst eine Zusatzausbildung, ein Fachwirt oder eine ergänzende Qualifizierung wie die Aneignung von Sprachkenntnissen kann das Einkommensniveau verbessern.


    Und dies bei Geringverdienern anstelle des dämlichen Mindestlohns (der ja aus der Misere nicht nachhaltig hinausführt, denn nach x Jahren Inflation muss man diesen wieder anheben ...; er wird also immer in Frage gestellt werden) zu fördern, damit eine Fortbildung trotz schmalen Budgets möglich ist, ist tausend Mal aus Sicht des darin enthaltenen Anreizes einer besseren Zukunft sinnvoller, als das Problem, das ja ein Bildungsproblem und damit kein eigentliches Jobproblem ist, dauerhaft zu vernebeln. Der Bürger hat auch eine EIGENVERANTWORTUNG. Nicht alles muss die Gemeinschaft übernehmen, nur weil viele nicht die Verantwortung für sich selbst übernehmen (in der Freizeit interessanterweise aber oftmals schon). Die Allgemeinheit hilft Härtefällen, aber nicht einer wenig leistungsbereiten Masse. Das ist nicht Sinn des Selbsthilfeprinzips. Sinn ist die Anschubfinanzierung, damit sich jemand selbst wieder aus dem Loch ziehen kann. Wenn dieser aber lieber im Loch sitzen bleiben möchte und nur darauf bedacht ist, die Anschubfinanzierung in eine regelmäßige Unterstützungszahlung umzuwandeln, mit der man auch noch 'gut leben kann', habe ich dafür kein Verständnis. Denn dann arbeitet die Gemeinschaft auch noch kostenlos für andere, die das als selbstverständlich und auch noch ohne Gegenleistung betrachten.


    Noch zur Mittelmäßigkeit der Fortbildungsleistung: Was mittelmäßig ist, kann nicht prächtig entlohnt werden. Die Motivation ist, gute Leistungen zu erzielen. Denn was gut ist, wird auch gut entlohnt.
    Zu Gut kommt man durch Ausgangslage, Schweiß und Fleiß. Und diese drei Begriffe lassen sich kombinieren. Wer eine schlechtere Ausgangslage hat, muss mehr Fleiß aufwenden.

  • demAl kann ich da nur zustimmen. Wir haben letztes Jahr geheiratet, den offensichtlichen Lohnausfall durch mein weggebrochenes Einkommen zahlt uns Vatter Staat in Form der gemeinsamen Besteuerung, ich arme Kirchenmaus liege meinem Schatz auf der Tasche :-)


    Wir haben eine Weile überlegt wie das funktionieren kann, die neue Gesamtsituation, ob wir das durchstehen, und irgendwann sind wir halt dank Recherche auf diese Idee gekommen. Man muß also einfach erstmal wollen, und damit leben daß man nicht ständig den Zucker in die Ausgangsöffnung gepustet bekommt. :D


    Ich glaub auf die Idee kommt heutzutage leider kaum noch einer der Jüngeren (sorry, OPA-Modus) und selbst wenn dann einer drauf kommt, dann hat er einfach wenig "Bock"

  • Zitat

    Original geschrieben von xpop
    Momentan jobbe ich bei einem benachbarten Kleinunternehmer und fahre Pakete durch die Gegend, ein paar Stunden die Woche, feste Route und nur Geschäftskunden, also keine Tür-zu-Tür-Rennerei. Der Job wird mies bezahlt, das war mir klar, ist aber mit 30 Sekunden Arbeitsweg trotzdem nicht schlecht, und bietet: Kontakte, Kontakte, Kontakte!


    Also "Paketfahrer" kommt man aber meist nicht wirklich an Geschäftskontakte, sondern trifft eher nur Pfoertner und Versandmitarbeiter. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Zu den Kosten: Eine Weiterbildung nahezu jedweder Art oder ein nebenberufliches Studium kann man steuerlich geltend machen (nennt sich Werbungskosten; warum?; weil es Investitionen/Aufwände/Kosten sind, um sich nach einer erfolgten Höherqualifizierung für bessere und entsprechende höhere Einkommens-Perspektiven bewerben zu können; der Sinn steckt schon im Begriff; der Name ist gewissermaßen Programm), der Staat beteiligt sich quasi daran.

    Genau diese "Absetzbarkeit" hilft aber nur Leuten die schon gut verdienen.


    Also normaler Student mit kleinem Nebenjob, oder einem Callcentermitarbeiter der auf Halbzeit downgegradet hat um sich weiterzubilden, verdient ja nur noch so wenig, das er kaum noch Steuern zahlt und deshalb ueberhaupt nichts absetzen kann. :(


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Was mittelmäßig ist, kann nicht prächtig entlohnt werden.


    Denke viele wuerden garnicht unbedingt eine praechtige Entlohnung erwarten, sondern denke so 1.700 Euro netto wuerden viele schon reichen. Vorallem wenn sich dann die Arbeitsbelastung im vernuenftigen Rahmen bleibt.


    1.700 Euro bei 35-Wochenstunden und 5 Tage-Woche waere mir auf jeden Fall lieber als 3.000 Euro bei 55-Wochenstuden und 6-Tage Woche.


    Denn wenn man zwar viel Geld hat, aber keine Zeit mehr es auszugeben, hat man auch nichts davon. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    (1) Genau diese "Absetzbarkeit" hilft aber nur Leuten die schon gut verdienen. Also normaler Student mit kleinem Nebenjob, oder einem Callcentermitarbeiter der auf Halbzeit downgegradet hat um sich weiterzubilden, verdient ja nur noch so wenig, das er kaum noch Steuern zahlt und deshalb ueberhaupt nichts absetzen kann. :(


    (2) Denke viele wuerden garnicht unbedingt eine praechtige Entlohnung erwarten, sondern denke so 1.700 Euro netto wuerden viele schon reichen. Vor allem wenn sich dann die Arbeitsbelastung im vernuenftigen Rahmen bleibt... bei 35-Wochenstunden ...


    zu (1):
    Deswegen schrieb ich ja davon, dass Qualifizierung (anstelle Mindestlohn) gefördert (teilfinanziert bzw. vollfinanziert bei gutem Erfolg) werden soll: 'Und anstelle des ... Mindestlohns zu fördern, damit eine Fortbildung trotz schmalen Budgets möglich ist ... EIGENVERANTWORTUNG ... Selbsthilfeprinzip ... Anschubfinanzierung.


    Könnte so aussehen: Man bekommt ein zinsloses Darlehen. Je schneller und je besser man abschließt, desto weniger (bis gar nichts) muss man später zurückzahlen. Das kommt dem Staat unter dem Strich günstiger als der Mindestlohn, da er so schneller Steuerzahlungen zurückbekommt und auch nicht den vollen Sozialversicherungsbeitrag alleine über die Allgemeinheit bezahlen muss. Auch kommen Beiträge zurück, die andere Dinge finanzieren, wie etwa die Renten- oder Pflegesysteme. Auch hätte ein insgesamt höheres Bildungsniveau für den Standort Deutschland einen positiven Effekt. Dagegen stiftet der Mindestlohn keinen nachhaltigen Nutzen für den Betroffenen (er bleibt ja weiterhin geringqualifiziert) bzw. volkswirtschaftlichen Nutzen. Und später geht der Mindestlohn nahtlos in die Sozialhilfe über, weil der Betroffene nie eine Chance bekommt, Altersvorsorge zu betreiben. Und diese Sozialhilfe bzw. Mindestrente zahlt dann letztlich auch wieder die Allgemeinheit. Und dazu kommt, dass dieser nie selbst einen Beitrag für die Allgemeinheit stiften kann.


    Der Mindestlohn schafft somit nicht nur für den Betroffenen ein Dauerproblem, sondern auch ein gesamtgesellschaftliches Dauerproblem. Qualifizierung und Spezialisierung schaffen dagegen eine echte Perspektive für den Betroffenen und für die Allgemeinheit.


    zu (2):
    35 Wochenstunden? 1.700 EUR netto? > macht unter Berücksichtigung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Weihnachtsgeld etc. ein Jahresbruttogehalt rund 42 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie.


    Zum Vergleich der Mittelwert für Brutto-Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen:


    36 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie bei kleinen Unternehmen unter 100 Angestellten
    42 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie bei großen Unternehmen mit über 5.000 Angestellten


    40 Wochenstunden sind Standard in den meisten Tarifverträgen. Dazu werden gerade in den Anfangsjahren/Bewährungsphase viele Überstunden und ein engagierter Einsatz erwartet.


    Wieso sollte also ein Geringqualifizierter (mit mindestens 20 Std. geringeren monatlichen Arbeitsstunden) relativ betrachtet mehr verdienen, als ein Hochschulabsolvent mit gutem Abschluss, der nach x Jahren Studium in den Beruf eintritt?
    Oder mehr verdienen als ein Jungangestellter, der sich am Abend/Wochenende nebenberuflich sukzessive und zunächst selbstfinanziert (abzüglich Steuererstattung) fortbildet? Unter dabei noch 'unter großen doppelbelastenden Anstrengungen'?


    Das ist doch nicht realistisch. Mit Verlaub.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Wer sich nicht fortbilden möchte, muss es halt auch akzeptieren, dass seine beruflichen und damit auch die Einkommensmöglichkeiten deutlich begrenzt sind. Und das definiert jeder selbst, der seine eigene Grenze festlegt, was er bereit ist, IN SICH ZU INVESTIEREN. Denn der Ertrag (EINKOMMEN) entsteht aus der direkten Folge dieser Investition in die EIGENE ZUKUNFT.


    Das gilt aber nur für vorausschauend denkende Leute mit optimalem Lebenslauf, welche das ganze Leben bis ins Detail planen.


    Andere bekommen mit 20 ein Kind, oder haben keine gute Familie, und können sich nur sehr schwer qualifizieren.


    Bei wieder anderen hätte eine Investition in die Bildung keinen Sinn, weil die Gehirnleistung zu niedrig ist. Andere sind gesundheitlich angeschlagen.


    Nicht jeder hat die gleichen Chancen.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    zu (2):
    35 Wochenstunden? 1.700 EUR netto? > macht unter Berücksichtigung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Weihnachtsgeld etc. ein Jahresbruttogehalt rund 42 TEUR + ggfs. Erfolgsprämie.


    Das zahlen die großen Firmen hier in Stuttgart zum Teil ohne Schichtzulage ;)



    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Das ist doch nicht realistisch. Mit Verlaub.


    Doch das ist es.
    Früher ging es auch das ein Arbeiter in der Familie ausgereicht hat. Heute geht es nicht mehr. Wieso nicht, was hat sich geändert seitdem?


    Kann es vielleicht nicht sein das die Sache mit der Globalisierung, dem Run nach immer höheren Aktienkursen und der Hunger der Heuschrecken an den Börsen daran schuld sind?

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • 35 Std bei 1700€ + sind gar nicht sooo unwahrscheinlich, nicht der Standard vielleicht aber durch Tarifverträge in etlichen Firmen normal als Einstieg nur mit einer Ausbildung


    Zudem finde ich es immer Schwachsinn zu behaupten das Leute die studiert haben automatisch "besser" sind als Leute, die in ihren Betrieb vielleicht durch eine dort absolvierte Ausbildung und längere Betriebszugehörigkeit durchaus fit sind


    Es wird immer so dargestellt als sei eine reine Ausbildung quasi nix Wert und die Leute sind bloß "einfaches" Personal :rolleyes:

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