Dies und das über Politik und Wahlen-Allgemein!

  • Re: Re: Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarb


    Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Yeah, nicht nur, dass sich die FDP-Anhänger einreden, es habe keine "Leihstimmen" gegeben, weil das ja schon begrifflich nicht geht. Jetzt wird die FDP auch noch zur Wahlsiegerin erklärt. Was macht die viertstärkste Partei, die gerade mal 1,7 Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl dazu gewonnen hat, und die aus der Regierungsverantwortung in die Opposition wechselt, zur Wahlsiegerin? Doch wohl nur, dass auch die eigenen Anhänger sie schon totgesagt haben. :p


    Ob Wahlsiegerin oder keine Wahlsiegerin,lassen wir das mal beiseite. Tatsache ist daß die FDP jetzt bei den letzten drei Landtagswahlen den Einzug in die Parlamente mit deutlich über fünf Prozent geschafft hat, obwohl die Meinungsaguren und Demoskopen laufend etwas anderes vorhergesagt haben. Da kann man schon fragen, ob da nicht auch Wunschdenken im Spiel ist, weil man diese Partei aus welchen Gründen auch immer einfach nicht mag.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Das Urteil vom BVerfG war für das Bundeswahlgesetz, nicht für das NLWG.

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  • Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Das kann kein Grund mehr sein, da den nicht ausgeglichenen Überhangmandaten ja jetzt vom BVerfG der Riegel vorgeschoben wurde.

    Für Bundestagswahlen- und beschlossen ist ein neues Wahlrecht nicht.

    Zitat

    Und mit den Ausgleichsmandaten ist die Wirkung so unvorhersehbar, wie wir in Niedersachsen gesehen haben, dass dies sicher kein Grund mehr sein kann, zum Stimmensplitting zu greifen.

    Das stimmt nicht, da in Niedersachsen eben Überhangsmandate nicht vollständig ausgeglichen werden. (In Schleswig-Holstein gab es das Problem bei der vorletzten Wahl...). Wenn du dir die Tabelle bei wahlrecht.de anschaust, dann wird vorallem sofort klar, daß weniger Zweitstimmen bei der FDP und diese stattdessen bei der CDU automatisch zu einem Sieg von Rot/Grün geführt hätten (bei dem 12 Tsd Zweitstimmenabstand der beiden Lager). Erst bei dem erreichten Zweitstimmenverhältnis FDP-CDU kann es sich überhaupt zu ihren Gunsten auswirken.

  • Zitat

    Original geschrieben von Carsten
    ...
    Ebenso wenig ist es angebracht, irgendwelche Themen hier in mehreren Follow-Up-Postings einzubringen, weil sie zugegeben irgendwie etwas mit Politik zu tun haben (gemeint ist Felsen2000). ...


    Ich hatte gerade vor auf die anderen Beiträge zu antworten.


    Aber ein ADMINISTRATOR glaubt sich berufen zu fühlen, mich recht unhöflich zurecht zu weisen, weil ich in einem ausdrücklich als Politik-Thema deklarierten Strang mich sachlich zu Politik geäußert habe - ich sage nicht, dass hier jemand seine Stellung ausnutzt. Einigen wir uns darauf, dass ich offensichtlich den Sinn und Zweck des Politik-Strangs nicht verstanden habe und auf weitere Beiträge verzichte, um nicht wieder den Zorn des Admins auf mich zu ziehen. Wäre ja noch schöner. Politik im Politik-Strang. Wo kämen wir denn da hin. ;)


    Mal im Ernst: das mit dem Urheberrecht ist eine klare Admin-Sache, verstehe ich. Aber wenn, werter Carsten, es eine mir unbekannte Nettiquette zur Nutzung dieses Politik-Strangs gibt, dann hättest du mir das auch netter sagen können. So kommt nämlich bei mir der Eindruck auf, du hättest mich nur angepflaumt, weil dir meine politische Position nicht gefällt. Vielleicht irre ich mich, aber das kam halt zwischen den Zeilen so rüber.


    Gehen wir friedlich auseinander und halten fest: war eine kurze Diskussion. Schade.

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  • Re: Re: Re: Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarb


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ob Wahlsiegerin oder keine Wahlsiegerin,lassen wir das mal beiseite. Tatsache ist daß die FDP jetzt bei den letzten drei Landtagswahlen den Einzug in die Parlamente mit deutlich über fünf Prozent geschafft hat, obwohl die Meinungsaguren und Demoskopen laufend etwas anderes vorhergesagt haben. Da kann man schon fragen, ob da nicht auch Wunschdenken im Spiel ist, weil man diese Partei aus welchen Gründen auch immer einfach nicht mag.

    Oder eben: Leihstimmen. Ein solches Auseinanderklaffen von Vorhersage und Ergebnis ist doch typisch für diese Situation. Vor der Wahl werden die Wähler gefragt, wen sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre. Da antworten die CDU-Anhänger "CDU". Das führt dann zu einem entsprechend schlechten Umfrageergebnis für die FDP unter der 5-Prozent-Hürde. Erst deshalb schwenken einige CDU-Wähler um, um die FDP und damit die Koalition zu retten.


    Den Demoskopen hier kollektive FDP-Aversionen anzudichten, ist doch reichlich paranoid. Und überhaupt: Wenn man einer kleinen Partei durch frisierte Umfrageergebnisse schaden wöllte, dann würde man die Anhänger (und potentiellen Leihstimmengeber) doch in Sicherheit wiegen und ein Ergebnis über der 5-Prozent-Hürde prognostizieren. ;)


    kues: danke, schaue ich mir an.

  • Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    Aber wenn, werter Carsten, es eine mir unbekannte Nettiquette zur Nutzung dieses Politik-Strangs gibt, dann hättest du mir das auch netter sagen können. So kommt nämlich bei mir der Eindruck auf, du hättest mich nur angepflaumt, weil dir meine politische Position nicht gefällt. Vielleicht irre ich mich, aber das kam halt zwischen den Zeilen so rüber.

    Du irrst Dich. Meine Kritik war nicht inhaltlicher bzw. politischer Natur. Sollte das anders angekommen sein - sorry.

  • Zitat

    Original geschrieben von kues
    Das stimmt nicht, da in Niedersachsen eben Überhangsmandate nicht vollständig ausgeglichen werden. (...). Wenn du dir die Tabelle bei wahlrecht.de anschaust, dann wird vorallem sofort klar, daß weniger Zweitstimmen bei der FDP und diese stattdessen bei der CDU automatisch zu einem Sieg von Rot/Grün geführt hätten (bei dem 12 Tsd Zweitstimmenabstand der beiden Lager). Erst bei dem erreichten Zweitstimmenverhältnis FDP-CDU kann es sich überhaupt zu ihren Gunsten auswirken.

    Das ist einerseits richtig. Andererseits zeigt die gleiche Tabelle aber auch genau die von mir angenommene Unberechenbarkeit. Hätte es nämlich noch mehr "Leihstimmen" gegeben, dann wäre alles möglich gewesen: Knapp 2.000 Leihstimmen mehr, und Schwarz/Gelb hätte gewonnen. Gut 3.000 mehr, wir hätten ein Patt gehabt. Gut 7.000 mehr, dann wäre wieder Rot/Grün in der Mehrheit. Bei +18.000 wieder Schwarz-Gelb, knapp 29.000 mehr gibt wieder ein Patt, bei +31.000 ist wieder Rot/Grün an der Macht.

  • Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Das ist einerseits richtig. Andererseits zeigt die gleiche Tabelle aber auch genau die von mir angenommene Unberechenbarkeit. Hätte es nämlich noch mehr "Leihstimmen" gegeben, dann wäre alles möglich gewesen: Knapp 2.000 Leihstimmen mehr, und Schwarz/Gelb hätte gewonnen. Gut 3.000 mehr, wir hätten ein Patt gehabt. Gut 7.000 mehr, dann wäre wieder Rot/Grün in der Mehrheit. Bei +18.000 wieder Schwarz-Gelb, knapp 29.000 mehr gibt wieder ein Patt, bei +31.000 ist wieder Rot/Grün an der Macht.

    Das ist der 'Mittelbereich' wo es sich positiv für CDU/FDP auswirken kann (aber nicht muss)- ab 111Tsd Stimmen (um 13,3% wären das 'nur' für die FDP) gibt es dann nur noch Mehrheiten mit bis zu Sitzen für CDU/FDP.

  • Re: Re: Re: Re: Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenar


    Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Oder eben: Leihstimmen. Ein solches Auseinanderklaffen von Vorhersage und Ergebnis ist doch typisch für diese Situation. Vor der Wahl werden die Wähler gefragt, wen sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre. Da antworten die CDU-Anhänger "CDU". Das führt dann zu einem entsprechend schlechten Umfrageergebnis für die FDP unter der 5-Prozent-Hürde. Erst deshalb schwenken einige CDU-Wähler um, um die FDP und damit die Koalition zu retten.


    Den Demoskopen hier kollektive FDP-Aversionen anzudichten, ist doch reichlich paranoid. Und überhaupt: Wenn man einer kleinen Partei durch frisierte Umfrageergebnisse schaden wöllte, dann würde man die Anhänger (und potentiellen Leihstimmengeber) doch in Sicherheit wiegen und ein Ergebnis über der 5-Prozent-Hürde prognostizieren. ;)


    kues: danke, schaue ich mir an.


    Da fragt man sich schon, welchen Stellenwert solche Wahlumfragen noch haben, wenn eine Partei das doppelte an Stimmen bekommt, wie vorhergesagt. Ist ja nicht so, daß man nur bei der FDP so daneben lag. Ein Institut hatte für die Linke 6 Prozent in Niedersachsen vorausgesagt, bekommen hat sie nur die Hälfte davon. Hier gab es sicher keine sogenannte "Leihstimmen" die als Ausrede für das krasse Danebenliegen als Ursache herhalten können. Vieleicht solllten die mal getrennt nach Erst- und Zweitstimme fragen? Ob es viel bringt bleibt offen. Das Problem dieser Unfrageinstitute ist doch, daß es immer weniger Stammwähler gibt und wenige Tage vor einer Wahl es oft noch bis zu einem Drittel unentschlossene Wähler gibt. Dies war früher anders und die Umfragen waren auch viel treffsicherer und genauer.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Re: Re: Re: Re: Re: Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusamm


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Da fragt man sich schon, welchen Stellenwert solche Wahlumfragen noch haben, wenn eine Partei das doppelte an Stimmen bekommt, wie vorhergesagt. Ist ja nicht so, daß man nur bei der FDP so daneben lag. Ein Institut hatte für die Linke 6 Prozent in Niedersachsen vorausgesagt, bekommen hat sie nur die Hälfte davon. Hier gab es sicher keine sogenannte "Leihstimmen" die als Ausrede für das krasse Danebenliegen als Ursache herhalten können. Vieleicht solllten die mal getrennt nach Erst- und Zweitstimme fragen? Ob es viel bringt bleibt offen. Das Problem dieser Unfrageinstitute ist doch, daß es immer weniger Stammwähler gibt und wenige Tage vor einer Wahl es oft noch bis zu einem Drittel unentschlossene Wähler gibt. Dies war früher anders und die Umfragen waren auch viel treffsicherer und genauer.


    Sofern die Institute annähernd objektiv arbeiten wollen, müssen sie die Ergebnisse widerspiegeln, die die Gefragten antworten. Wenn sich aber keiner traut, zuzugeben, dass er mit der Zweitstimme FDP wählt, dann kann das Umfrageinstitut nix dafür.


    Zur Linken: Die meisten Institute haben die Linke bei unter 5% gesehen, von daher lagen sie da bei dieser Wahl richtig. Bei der Landtagswahl 2008 lagen sie dafür daneben, weil man sie da auch unter 5% gesehen hat und sie dann mit 7,1% eingezogen sind.


    Umfragen sind eben nur der Versuch, ein Wahlergebnis in etwa vorherzusagen. Sowas kann eben häufig scheitern.


    Sie können aber eben auch Stimmung machen, denn solche Leihstimmen sind ja auch nicht unerklärlich. Wird für die FDP prognostiziert, dass sie an der 5%-Hürde scheitert, wird sich doch der ein oder andere CDU-Wähler erbarmen mit der Zweitstimme die FDP zu wählen, wenn eh davon auszugehen ist, dass die CDU allein durch die Direktmandate alle möglichen Sitze abdeckt.

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