Austritt aus Verein - Küdigung per Mail angeblich unwirksam

  • Nabend TT,


    ich brauche mal wieder euren Rat/Hilfe.


    Folgender Sachverhalt: Im Jahre 2006 ist Person X dem Verein A beigetretet. Mitgliedsbeitrag/Spende war 3 € per Monat. Diese 3 € wurde per Lastschrift monatlich vom Konto von X eingezogen.


    Nun chronologisch:


    - September 2009 beschließt X aus dem Verein auszutreten. Da X ausser einer eMail-Adresse keine Daten mehr hat schickt Sie eine eMail.


    - Oktober 2009: Immer noch keine Rückantwort. Es folgen bis Dezember weitere 3 oder 4 Mails bezüglich Ansprechpartner etc.. Es gib keine Rückmeldung.


    - Januar 2010: X beschließt die Beiträge monatlich zurückbuchen zu lassen. Beitrag für Januar 2010 wird zurückgebucht.


    - Februar 2010: Beitrag wird zurückgebucht.


    - März 2010: Beitrag wird zurückgebucht.


    - Mitte März: X erhält eine eMail von dem neuen Kassenwart das Sie bitte etwas um die 35 € (Beiträge+Rückbuchungsgebühren) überweisen soll um weiterhin Mitlglied zu bleiben.


    Nach einem Anruf bei dem Kassenwart, der während des Gespräches übrigens ziemlich beleidigend geworden ist, teilte dieser die Adresse mit wo eine Kündigung "hingeschickt werden muss". "Kündigungen per Mail seien unwirksam"


    Ein Tag später ging eine Kündigung raus.


    Seit 2 Tagen bekommt X eMails von der Mitgliederbetreung des Vereins dass sie doch im Verein bleiben solle etc. Nachdem X ein viertes mal per Mail ausdrücklich gesagt hat dass sie austreten will verlangt die Dame von der Mitgliederbetreuung eine Begleichung der Kosten (s.o.) da angeblich sonst kein Austritt erfolgen kann.


    Sollte X nicht bezahlen droht(!) die Dame mit "rechtlichen Folgen".



    Weiss jemand was man da machen kann? Der Verein hat monatelang nicht auf Mails reagiert, ein Ansprechpartner ließ sich nicht finden und hat auch sonst in keinster Weise etwas für X getan.


    Ist dies rechtens dass die ihr Geld haben wollen? Naja, ich denke mal hier wird mir jemand weiterhelfen können.


    Gruß

  • Naja, zurückbuchen ist ziemlich doof, wenn man noch im Verein ist (warum das so ist, ist dabei wohl egal). Und dass es keine Ansprechmöglichkeit etc. gab, ist bei einem e.V. wohl eher unwahrscheinlich.


    Kurzum: X war Mitglied, hat zurückbuchen lassen => das muss natürlich auch beglichen werden.

  • Was steht in der Vereinssatzung zum Thema Kündigung? Dort ist i.d.R. geregelt wie Ein- und Austritt zu erfolgen hat und nur das ist verbindlich.


    Wenn eine Kündigung per Mail nicht vorgesehen ist, dann sind die fälligen Beiträg bis März zu entrichten, fertig.

  • Hi


    das ist ja ein sehr ominöser Verein.


    Das nächste Mal einfach im Vereinsregister nachschauen (deswegen heißt das "eingetragener Verein"); dort finden sich alle Anschriften und Ansprechpartner.


    Gruß



    HHFD

    Gesendet von meinem Motofone F3

  • Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Wo steht das es ein e.V. ist?


    bye Kai


    Stimmt, Du hast Recht, nirgends.



    Ist es denn ein e.V.?


    Gruß


    HHFD

    Gesendet von meinem Motofone F3

  • Ja, ist ein eingetragener Verein. Hab die Vorfälle erst spät erfahren sodass ich nicht wirklich wusste was zu tun ist. Das eine Kündigung nur schriftlich akzeptiert wird versteht X auch. Jedoch wusste X sich auch nicht mehr weiter zu helfen. Es wurde ihr nicht geantwortet und eine Satzung soll sie auch niemals bekommen haben.


    Sie hat in den letzten 1,5 Jahren nicht gehört von dem Verein. Jetzt als sie kündigen will wird alles auf den alten Vorstand geschoben etc. Sie würde ja auch diese 35€ bezahlen damit einfach schluss ist. Aber irgendwie will man das bei dem Verein nicht verstehen.


    Danke für eure Hilfe.

  • Hallo,


    Kündigungen von irgentwelchen Verträgen sollten immer schriftlich ( am besten mit Eionschreiben/Rückschein ) erfolgen, selbst ein Fax ist vor Gericht nicht beweiskräfitg und eMails schon mal garnicht.


    Wenn jemande auf eMail-Kündigungen reagiert ist das good-will, aber er muss es nicht und in der Regel steht sowas auch in den Vertragsbedingungen drin.

  • Ja, ich verstehe das doch. Es geht darum dass X mehrmals per Mail angefragt hat wohin sie sich wenden soll wegen der Kündigung. Es wurde ihr mehrmals nicht geantwortet. Die Telefonnummer die sie von damals hatte funktionierte nicht mehr.


    Ansonsten hatte sie keine Unterlagen etc. mehr. Plötzlich als das Geld zurückgebucht wurde meldet sich der Verein.


    //Edit: In den neuen Mails die diesen Monat gekommen sind räumen die Mitgliederbetreuung und der Kassenwart mehrmals ein dass ein Kontakt zum "alten Vorstand und den Betreuern nicht möglich gewesen wäre" und daher nun neue Leute den Verein leuten. Ist ja schön und gut dass man sich dafür entschuldigt aber wen interessiert ist ob die interne Probleme haben.


    Es geht mir ja auch vielmehr darum dass es gar keinen Ansprechpartner etc. gab. Auf Mails wurde nicht reagiert. Geld zurückgebucht - erst dann meldet sich jemand. Es ist ja auch kein Problem die Beiträge zu bezahlen sofern man austreten kann. Aber der Verein sträubt sich ja dagegen und versucht X nicht gehen zu lassen.


    Hatte damals gelesen dass Vereine im Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichtes eingetragen sind. Der Verein ist in FFM und der Wohnort von X ist Dortmund. Extra nach FFM zu fahren kann es ja auch nicht sein nur um eine Anschrift zu bekommen.

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