Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg, Tote und Verletzte.

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    In NRW hat man am Samstagabend tatsächlich "den größtmöglichen roten Knopf gedrückt", d. h. man hat bis zur letzten Reserve ALLES in Bewegung gesetzt, was aktiviert werden kann. Genauso würde man alarmieren wenn ein Atomkrieg ausbricht...


    Da wäre aber wohl mehr nötig, oder auch nicht mehr.

  • Ich selbst bin nicht alarmiert worden. Aber so ist es meistens mit unserer Einheit. Die wird auch als letztes alarmiert, wenn man nicht mehr weiter weiß. :D:D


    Auch damals selbst bei einem Bombenfund in unserem Stadtteil, mussten wir den Verantwortlichen drum anbetteln doch auszurücken um was tun zu dürfen.


    Liegt vielleicht auch dran das ich nicht grade in der Nähe von Duisburg wohne. Eher an der Grenze von NRW. Wenn mann dann in Duisburg ist, ist auch schon wieder alles vorbei. :D:D


    Wir hätten wohl nur noch die Straße fegen dürfen. :D:D

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    In NRW hat man am Samstagabend tatsächlich "den größtmöglichen roten Knopf gedrückt", d. h. man hat bis zur letzten Reserve ALLES in Bewegung gesetzt, was aktiviert werden kann. Genauso würde man alarmieren wenn ein Atomkrieg ausbricht...


    Ich weiß nicht, woher Du diese Erkenntnis nehmen willst, aber diese Aussage ist definitiv falsch. Und sollte sie stattdessen ironisch, sarkastisch oder sonstwie humoristischer Natur gewesen sein, ist sie zudem völlig fehl am Platz.

    Johnny
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    Ich mag keine Brummschlümpfe...

  • Fakt ist, dass Komponenten des erweiterten Rettungsdienstes alarmiert, und auch zum Teil in Marsch gesetzt wurden. Allerdings handelte es sich hier nur um Einheiten, die eh schon besetzt bzw. in Rufbereitschaft gewesen sind. Da kein Katastrophenfall ausgerufen wurde, wurde nicht alles alarmiert, was auch nur ansatzweise zum KatSchutz gehört. Glücklicherweise ist es nicht so weit gekommen. Das, was passiert ist, ist eh schon schlimm genug.

    "Sein glasklarer Verstand wurde von keinem Anflug von Wissen getrübt..."

  • Zitat


    Ich hatte heute einen Auffrischungskurs beim DRK in Sachen Erste Hilfe. Während des Seminars wo es auch um Panik usw. ging und um den Vorfall bei der Loveparade (was ich übrigens sehr sehr traurig finde), teilte uns ein Mitarbeiter mit, dass am 24.07.2010 gegen 20:45 Uhr die Netzbetreiber nach einem TK Paragraphen (irgendwas mit Verordnung 4 Absatz 1....) die Bevorrechtigung im Katastrophenfall aktiviert hatten. Es wurden mehrere BTSen im Umkreis vom Veranstaltungsort aber auch darüber hinaus in der Prio geändert um Polizei, Rettungskräften und Katastrophenschutz und weitere Behörden, die Kommunikation zu ermöglichen.


    das wiederum glaube ich irgendwie nicht, erstens werden wohl kaum Leute mit den speziellen SIM-Karten da rumgerannt sein ( Polizei, Feuerwehr und DRK haben ja ein eigenes Funknetz + zusätzlich den Einsatzstellenfunk, also kein Bedarf an Handy-Netzen, wir z.B. haben bei der Feuerwehr 1 Handy und in dem steckt ne SIM der Stadtverwaltung, also nicht priorisiert, Politiker, hmm, dass die Kommunalpolitiker spezielle Karten haben glaube ich persönlich auch nicht, höchstens ein Rahmenvertrag der Stadt und früher wurde mal gemunkelt dass Rahmenverträge geringfügig höhere Priorität haben, aber ist wohl nicht so und der private Sicherheitsdienst hat erst recht keine Karten mit besonder Priorität... Ok, der Herr Jäger dürfte als Innenminister eine haben, also haben wir eine Person die davon profitieren würde...) und warum sollte man dafür das Netz umschalten müssen ?


    Wenn jemand eine spezielle SIM-Karte hätte dann würde das Netz ganz normal bei Bedarf eben Platz schaffen, so wie wenn jemand 112 wählt fliegt in dem Moment eben jemand raus wenn man damit telefoniert. Da muß man nichts an der Konfiguration ändern, das ist immer aktiv. Frau Merkel möchte ja auch telefonieren wenn das Netz normal überlastet ist und nicht nur im Katastrophen-Fall ;)

  • Wenn dieser [URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708956,00.html]Workshop[/URL] wirklich so stattgefunden hat, dann wird es für die Beteiligten aber ganz eng. (Spiegel Online)

  • Was mich mal so langsam interessiert: wieviel Teilnehmer hatten die LoPas in Essen und Dortmund wirklich und mit welcher realen Teilnehmerzahl hat man in Duisburg wirklich gerechnet?


    Ich war in Essen und Dortmund und habe dort so schiere Menschenmassen gesehen, wie ich sie vorher noch nie in meinem Leben gesehen habe.


    Von daher bin ich etwas skeptisch was das Thema Zuschauerzahlen betrifft. 250000 (wie von manchen "Verantwortlichen" genannt) halte ich aufgrund o.g. Erfahrung einfach für zu wenig und zu fahrlässig um damit zu planen. Wenn jedoch wirklich nur 250000 da waren und mit mehr als einer Million geworben wurde, dann halte ich das auch für ein ganz schön starkes Stück (wobei ich sicher nicht beurteilen kann, welche Auswirkungen sowas evtl. auf die Psyche des Menschen hat - von der generellen "Verarschung" mal ganz abgesehen)


    Ich frage mich eh schon seit längerem, wie man Teilnehmer bzw. Zuschauerzahhlen in so großen Mengen auf großen Flächen einigermaßen zuverlässig ermitteln kann/will. Nächste Woche beginnt im Ruhrgebiet die Cranger Kirmes, die angeblich auch über 4,5 Millionen Zuschauer hat (wobei die Polizei auch wieder von ganz anderen Zahlen ausging/ausgeht. Weiß einer, ob man wirklich in der Lage ist diese Zahlen halbwegs punktgenau zu ermitteln?


    Meine Vermutung ist mittlerweile, dass dies eigentlich niemand kann, man bisher aber immer drauf vertraut hat, dass die bisher genannten Zahlen einfach stimmen.

    In Search of Sunrise

  • Zitat

    Original geschrieben von Melone
    Ich frage mich eh schon seit längerem, wie man Teilnehmer bzw. Zuschauerzahhlen in so großen Mengen auf großen Flächen einigermaßen zuverlässig ermitteln kann/will. [...]Weiß einer, ob man wirklich in der Lage ist diese Zahlen halbwegs punktgenau zu ermitteln?


    Ich meine mal gehört zu haben, dass Besucher der Wiesn am Eingang per Lichtschranke (?) oder Kamera (?) gezählt werden.


    EDIT:


    Zitat

    Original geschrieben von SpeedTriple
    Wenn dieser [URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708956,00.html]Workshop[/URL] wirklich so stattgefunden hat, dann wird es für die Beteiligten aber ganz eng. (Spiegel Online)


    "Beide Städte hatten laut Schäfer durch die Love Parade Erfahrungen gesammelt, teilweise gar heikle, aus denen man lernen könne. So seien in Dortmund Scharen von Menschen bei einem heftigen Gewitterregen in einen U-Bahn-Schacht geflüchtet. In Essen sei es zu zwei Beinahe-Unfällen gekommen: Einmal habe eine Massenpanik am Hauptbahnhof gedroht, zum anderen sei ein Stau-Effekt unter einer Brücke aufgetreten. Bei allen drei Gefahrensituationen habe man jedoch verhindern können, dass sich Menschen verletzen."

    ***22 Jahre o2***

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