Ab heute Rufnummer aus allen laufenden Verträgen portierbar?

  • Hallo,


    Zitat

    Original geschrieben von uwm
    In dem Zusammenhang verstehe ich so langsam, warum Vodafone und o2 keine Tarifwechsel mehr zu lassen : Wenn das mal in 2-3 Jahren tatsächlich in nationales Recht umgesetzt wird, könnte ja sonst jeder Kunde dem sein Anbieter nicht mehr passt seinen Vertrag auf einen 10 Euro Tarif umstellen und mit seiner Rufnummer verschwinden.


    Logisch, davon haben sie nichts.


    Zitat


    Ich denke auch, das 12 Monatsverträge ohne Handysubvention und ohne großartige Händlerprovision unattraktiv gemacht werden von den Anbietern : Ohne Provision keine Auszahlungsangebote und ohne Handy aber mit fester Laufzeit dürfte die Discounterkarte da attraktiver sein.


    Auch leider so.


    Zitat


    Wenn man schon nix geschenkt bekommt dafür das man sich 12 Monate bindet gehe ich gleich zu Aldi - dürfte sich so mancher denken ...


    Die haben nix zu verschenken.


    Premium Preise wären nur noch mit echtem Premium-Service zu erklären, die Hotline, die einem Kunden jeden Wunsch von den Lippen abliest, aber das wollen nur ganz bestimmte Kunden, aber wollen die das auch zahlen?


    Die Anbieter haben die Entwicklung verzögert und sind am Ende doch gescheitert. Sie hätten ihre Angebote und Tarife klarer und übersichtlicher machen müssen und für ALLE Kunden regelmäßig die Tarife sanft nach unten anpassen müssen.


    Wenn ein Kunde jahrelang 0,86 Euro pro Minute bezahlt hat und plötzlich sieht, daß es auch für 8 Cent geht, fühlt der sich.... verschaukelt. Diesen Psycho-Flurschaden können die Anbieter fast nicht mehr reparieren.

  • Und wo steht eigentlich, dass die Rufnummer während der Vertragslaufzeit aus einem Vetrag heraus portiert werden kann?


    Die Formulierung "Festnetz- oder Mobilfunkbetreiber können innerhalb eines Werktags ohne Änderung der Telefonnummer gewechselt werden" kann m.E. nur dann gelten, wenn der Kunde vertraglich nicht mehr an den alten Anbieter gebunden ist (etwa bei Veträgen ohne Laufzeit) ... :confused:


    Will heißen:
    Ist der Kunde zum Anbieterwechsel mit Portierung vertraglich berechtigt, muss dies innerhalb eines Tages möglich sein (also weitgehend ohne "Totzeit", in der der Kunde nicht erreichbar ist).


    Frankie



    Erg. @ hrgajek:
    Wenn Du das "fast" aus dem letzten Satz Deines Beitrags streichst, stimmen wir nicht nur fast überein. ;)


    Die jetzige Generation dürfte überwiegend schon für ihr Leben gezeichnet sein - und den nicht persönlich Betroffenen reicht ein TV-Gerät, um daran teihaben zu können.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Also müssten o2 und Eplus ihre laufzeitfreien Tarife (wie den o2o) auch mit der Möglichkeit einer zwölfmonatigen Vertragsbindung anbieten. Das dürfte sicher zu machen sein.

    Wieso das denn? Sinn und Zweck ist sicher nicht, die derzeitigen Laufzeiten auf 12 Monate zu erhöhen. Dementsprechend spricht der Referentenentwurf ja auch von "Höchstlaufzeit" von 12 Monaten. Der o2o ist auch nicht "laufzeitfrei", die Mindestlaufzeit beträgt 1 Monat. Und E+ hat doch eh nichts vergleichbares, oder?


    Es geht um folgende Regelung: Die Erstlaufzeit eines Vertrages darf 24 Monate nicht überschreiten. Das ist in D nix Neues, das steht jetzt schon im BGB. Dass es in den Referentenentwurf nochmal reingenommen wurde, ist einfach nur schlechtes Handwerk beim Gesetzeschreiben. Außerdem müssen die Betreiber (irgend)einen Vertrag anbieten, der eine Laufzeit von höchstens 12 Monaten haben darf. o2 wäre mit dem o2o schon raus, alle anderen müssten nachlegen. E+ hätte mit BASE wahrscheinlich die geringsten Probleme, da eh ohne Grundgebühr und jegliche Subvention.

  • So sehe ich das eigentlich auch; die Idee mit den genau zwölf Monaten stammt nicht von mir. ;)


    Frankie



    Erg.:
    Ich erinnere daran, dass sich die Riege der TK-Anbieter in vergleichbaren Fällen mit genau dieser Argumentation aus der Affäre gezogen hat - das ist also nichts neues. Also es darum ging, einen Tarif zu schaffen, den man bei 100 DM oder € limitieren kann (um Horrorrechnungen grundsätzlich entgehen zu können), hatte T-Mobile einen bemerkenswert unattraktiven Tarif geschaffen, den sicher niemand abgeschlossen hat. Die übrigen hatten gleich auf ihre Prepaid-Angebote verwiesen. Und das war vollkommen in Ordnung. Warum sollte die Arumentation heute eine andere sein?


    Selbst durch Auflegung einen Zwölfmonatstarifs mit einem innerdeutschen Minutenpreis von -,49 € hätte m.E. jeder NB den Anforderugen genüge getan. Sollte dem nicht so sein, ließe ich mich nur allzu gern eines besseren belehren.

  • Dann hast du qwqw meines Erachtens falsch verstanden - was zugegebenermaßen nicht schwierig ist. :D

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Selbst durch Auflegung einen Zwölfmonatstarifs mit einem innerdeutschen Minutenpreis von -,49 € hätte m.E. jeder NB den Anforderugen genüge getan.

    Dem ist sicher so. Die Frage ist daher, ob sich der Markt für Tarife mit kurzer Laufzeit durch die Regelung so entwickelt, dass die Anbieter dann doch attraktive Tarife rausbringen müssen. Das wird aber nur die Nachfrage zeigen.


    PS: Sorry, sollte ein Edit werden.

  • Ich befürchte vielmehr, dass sich durch diese (meiner bisherigen Einschätzung zufolge entbehrliche) EU-Regelung rein gar nichts entwickeln wird. :rolleyes:


    Es sei denn, der deutsche Gesetzgeber legt bei der Umsetzung in nationales Recht den Vorgaben der EU noch was obendrauf - was er durchaus dürfte und etwa beim AGG auch so gemacht hat. Verlassen würde ich mich aber eher nicht darauf ...


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von phonefux
    Dann hast du qwqw meines Erachtens falsch verstanden - was zugegebenermaßen nicht schwierig ist. :D


    Tja, dann erläutere ich nochmal:
    o2 ist klarerweise mit o2o schon jetzt raus (wenn sie ihn nicht einstampfen als Ende vom (Kündigungs)anfang wie damals das Surf&Emailpack, welches auch erst einigen gekündigt wurde und dann für alle Alt- und Neukunden eingestellt wurde). Daher habe ich o2 als Beispiel nicht erwähnt.
    Frank schrieb Eplus sei "ohne Laufzeit". Ich verstand: er hatte die Laufzeit von 24 Monaten übersehen, obwohl der Tarif kostenlos ist. Darum habe indirekt angemerkt, auf der Base-AGB-Seite sind die Tarife ohne Vertragslaufzeit die Prepaidtarife. Mit 12 Monaten meinte auch ich maximal 12 Monate und hatte nie geschrieben, dass ich eine Erhöhung auf exakt 12 Monate gefordert hätte. Dahingehend wurde ich wieder falsch verstanden. Damit habe ich aber gar kein Problem ;)

    offiziell von der TT-Administration bestätigter Troll

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und wo steht eigentlich, dass die Rufnummer während der Vertragslaufzeit aus einem Vetrag heraus portiert werden kann?


    hier:


    Zitat

    Für die Anbieter öffentlich zugänglicher Mobilfunkdienste gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass der Endnutzer jederzeit die Übertragung der zugeteilten Rufnummer verlangen kann. Der bestehende Vertrag zwischen Endnutzer und abgebendem Anbieter öffentlich zugänglicher Mobilfunkdienste bleibt davon unberührt. Der abgebende Anbieter ist in diesem Fall verpflichtet, den Endnutzer zuvor über alle anfallenden Kosten zu informieren. Auf Verlangen hat der abgebende Anbieter dem Endnutzer eine neue Rufnummer zuzuteilen.


    § 46 Abs. 4
    http://www.bmwi.de/BMWi/Redakt…i,sprache=de,rwb=true.pdf

  • Zitat

    Original geschrieben von hrgajek
    Hallo,


    was gerne vergessen wird: Telekom (D1) hat lange Mobilverträge ohne Laufzeit (Kündigungsfrist 4 Wochen zum Monatsende!) angeboten. Nur, die wollte keiner haben! Die Leute waren (sind) alle auf das "Handy für einen 1 Euro" scharf.


    Ob man auf Nachfrage, den 0 Laufzeit Vertrag noch bekommt? Keine Ahnung.


    Ich habe nachgefragt, die Antwort war nein. Und das war dann auch ein wichtiger Grund, warum ich von T-Mobile weggehe.

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Der RAY.

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