Kino.to abgeschaltet

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Na ja ... Einschränkung des Informationsrechts. :rolleyes:


    Was genau meinst du? Es gibt kein allgemeines "Informationsrecht"


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Diesen Eindruck habe nicht nur ich vor dieser Organisation.


    Dann ist ja gut. :confused:

  • Sowas wie netfix für sagen wir nen Zehner im Monat würde ich SOFORT abbonieren und damit mein Filme NAS in den Ruhestand schicken.
    Es wäre jedenfalls ein absoluter Traum eine Flatrate Filmbibliothek auf zehntausende Medien zu haben mit der ich über eine einfache Set Top Box zugreifen kann.


    Irgendwie habe ich aber den Eindruck das wir hier noch eine lange lange Zeit auf sowas warten können :(

  • In dem Bereich der Flats (ich denke, Du meinst den TK-Sektor) gibt es einen funktionierenden Wettbewerb, in dem jeder Wettbewerber seine Tarife anhand martwirtschaftlicher Erfordernisse kalkuliert.


    Die GEMA ist aber Monopolist und für mich ist dort nicht einmal die allergringste Bewegung erkennbar. Man ruht sich aus auf einem Quell der Pfründe, die solange fließen werden, wie die GEMA ein Quasi-Monopol innehat. Es gibt immer ein paar Unentwegte, die die geforderten Preise zahlen und damit den Wasserkopf in der Verwaltung finanzieren werden.


    Und da denkt man als Verantwortlicher eines solchen Systems doch: "Gesund und satt, wie schön is dat!"


    Und wat will man mehr? ;)


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Dumme Frage von jemandem, der Netflix nur vom Hörensagen kennt:


    Warum ist die Nutzung von Netflix in D illegal? (Visum hin oder her)


    Frankie



    Weil die Rechteinhaber Netflix nur die Streaming-Rechte für den nordamerikanischen Markt (USA und Kanada) gegeben haben. Daher muss Netflix dafür sorgen dass Kunden aus dem Rest der Welt das Angebot nicht nutzen können.
    Primär verstößt man also gegen die Nutzungsbedinungen von Netflix, wenn man per VPN reinschaut.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Frankie: Dass die GEMA alleiniger Rechteverwerter der einzelnen Künstler und damit ein Monopolist ist, ergibt sich doch aus der Natur der Sache. Die Künstler werden kaum ein Interesse daran haben, ihre Rechte an mehrere Verwertungsgesellschaften abzutreten, die sich dann gegenseitig unterbieten. Außer der Möglichkeit, dass die Künstler aus der GEMA austreten und ihre Rechte selber wahrnehmen, sehe ich keine Alternative. Du? Faszinierend finde ich das Marketing seitens Youtube. Statt die Lizenzgebühren zu bezahlen (wie jeder Radio- und Fernsehsender, jeder Käufer eines Druckers, Kopierers, etc), stellen sie die GEMA an den Pranger. Das ist genau so, als ob Kabel 1 Samstagabends ein schwarzes Bild zeigt mit der Aufschrift („gerne hätten wir ihnen die Bundesliga live gezeigt – leider gibt uns der DFB nicht die Rechte; der Informationsfluss ist gestört!“). Die ganzen Kiddies im Internet, die mit immer verfügbaren, halblegalen und kostenlosen Inhalten aufgewachsen sind, verstehen dann die Welt nicht mehr und spielen Robbin Hood („böse, gierige GEMA – gutes, wohlwollendes youtube“).

  • Wie unser Timba ein Dauervisum für die USA hat, hatte ich mal eins für die Ukraine. Wenn ich bedenke, was dort alles über Server verbreitet wird ... da wird rein gar nix abgeschaltet, wenn man irgendwie "dazu gehört." Man kennt sich halt. Und wenn was abgeschaltet wird, dann eher nicht wegen der Verletzung von Urheberrechten. :p


    Es gibt schon Orte, wo man mit den üblichen (persönlichen) Kontakten etwas wie kino.to mit Ewigkeitsgarantie (jedenfalls aus heutiger Sicht) aufbauen kann. Selbst wenn aufgrund von Protesten der Medienindustrie die örtlichen Behörden gelegentliche Schaukämpfe inszenieren, sind dieselben Server bereits wenige Tage später wieder vor Ort (so sie überhaupt beschlagnahmt wurden) und unter anderem Namen unverändert wieder im Netz.


    So lange nationale Verwertungsgesellschaften jeweils ihr eigenes Süppchen kochen, dürfte sich daran kaum was ändern. Es läge also nicht nur im Interesse der Kundschaft, wenn die Globalisierung der Rechteverwertung nicht so massiv belämpft würde. Auch die Musik-/Filmindustrie würde profitieren. Andererseits ist es verständlich, wenn GEMA & Co. versuchen, ihre (bislang gesicherten) Pfründe mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.


    Frankie

  • Und dieser rechtsfreie Raum kann m.E. nur auf internationaler Ebene zumindest in gewissem Umfang in akzeptable Bahnen gelenkt werden.


    Den gebetsmühlenartig wiederholten Grundsatz, das Internet dürfe im "übergeordneten Interesse" keine rechtlichen Schranken erhalten, kann ich persönlich überhaupt nicht teilen. Meines Erachtens bedarf jeder Raum, in dem mehrere Menschen zusammentreffen, gewisser Regeln (Gestze, Statuten o.ä.). Ohne Regeln funktioniert ein Zusammenleben in der Praxis nicht. Sämtliche Versuche, Gemeinschaften ausschließlich auf menschlicher Vernunft und gegenseitigem Respekt aufzubauen, sind kläglich gescheitert. Anarchische Gruppenmodelle funktionieren nur im Modell - wenn überhaupt. Ich glaube, heute sind auch die Denkmodelle weiterentwickelt.


    Das Globale Internet, das ein einheitliches technisches Gebilde ist und räumliche Grenzen nicht kennt, kann nur durch einen globalen Verhaltenskodex (egal, ob er Gesetz oder auch anders heißen mag), die berechtigten Schutzinteressen Einzelner oder auch Gruppen wahren.


    Und noch etwas hat die Praxis gezeigt: Regeln ohne Strafandrohung für den Fall des Übertretens funktionieren meist nicht. ;)


    Frankie

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