Irgendwelche Goldschmiede hier? Frage zur Umarbeitung eines Ringes

  • Das so etwas überaus ärgerlich ist kann sicherlich jeder verstehen, insbesondere wenn der Laden bzw. dessen Personal einem dann noch so richtig blöd kommen.


    Allerdings jetzt hier mit der RSV ums Eck zu kommen ist mal wieder typisch deutsch...
    Fehler passieren immer nur anderen und wenn etwas schief geht sollen eben auch andere dafür zahlen.


    Jeder RSV würde - sofern der Sachverhalt korrekt dargestellt wird - hier keine Deckungszusage geben einfach weil hier kein schlicht und ergreifend kein Rechtsschutzfall vorliegt der von irgendeiner RSV abgedeckt ist.


    Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Laden (egal ob der nun selbst den Ring verkleinert hat oder es hat woanders machen lassen) bestehen nach dieser Zeit nicht mehr.


    Eine rechtliche Verpflichtung eines Goldschmieds seine Kunde darauf hin zu weisen, dass man bei mit Steinen eingefassten Ringen die Fassung regelmäßig überprüfen sollte besteht nicht (man kann ja auch nicht den Autoverkäufer heranziehen weil dieser einem ja nicht gesagt hat, dass man regelmäßig Öl nachfüllen muss...).


    Wo zum Geier ist dann also hier bitte der Anknüpfungspunkt um in eine wie auch immer geartete rechtliche Auseinandersetzung mit dem Laden einzutreten? Jeder der sich auch nur ein wenig mit Jura auskennt (inkl. der Versicherung) würde hier nur müde abwinken, insbesondere macht man sich mit etwaigen Drohungen gegenüber dem Laden ala "Dann verklage ich Sie..." nur lächerlich.


    Das man gegenüber dem Laden und der GF seinen Unmut über die nicht sehr kulante Behandlung kund tut - ok das geht i.O.. Das man ggf. auch noch verlauten lässt, dass man dort mit Sicherheit nie wieder etwas kaufen wird - wer sich danach besser fühlt soll auch dies noch tun. Dann ist aber wirklich schon Ende der Fahnenstange.


    Kein Juwielier würde in diesem Fall sagen: "Oh tut uns leid, wir ersetzen Ihnen die Steine natürlich kostenfrei..." dazu ist die Sache einfach zu eindeutig. (Kulanz ala "Das tut uns leid, wir können Ihnen bei der Neubeschaffung der Steine aber preislich entgegenkommen" könnte man bei einem guten und serviceorientierten Laden allerdings schon erwarten.)

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Wo zum Geier ist dann also hier bitte der Anknüpfungspunkt um in eine wie auch immer geartete rechtliche Auseinandersetzung mit dem Laden einzutreten? Jeder der sich auch nur ein wenig mit Jura auskennt (inkl. der Versicherung) würde hier nur müde abwinken, insbesondere macht man sich mit etwaigen Drohungen gegenüber dem Laden ala "Dann verklage ich Sie..." nur lächerlich.


    Das man gegenüber dem Laden und der GF seinen Unmut über die nicht sehr kulante Behandlung kund tut - ok das geht i.O.. Das man ggf. auch noch verlauten lässt, dass man dort mit Sicherheit nie wieder etwas kaufen wird - wer sich danach besser fühlt soll auch dies noch tun. Dann ist aber wirklich schon Ende der Fahnenstange.


    Ein historischer Moment naht


    (waitforit)


    Full ACK :D

  • Also ich möchte auch nochmal was dazu sagen, wenn ich darf, bevor das Schloss bekomme.


    Der Ring ist von Christian Bauer (Ca. 1200euro).


    Gekauft in Dortmund (Juwelier A)und in Bochum(Juwelier B) zur Reparatur abgegeben.
    Nachdem die Steine rausggefallen waren sind wir nach Dortmund gefahren um den Ring von dort zu ChristianBauer einschicken zu lassen.
    Dieser kann aus seinen Unterlagen ersehen, dass der Ring nie zur Reparatur / Verkleinerung da gewesen ist.


    Nun stellt sich die Frage, ob die Ringhersteller mit den verkaufenden Juwelieren eine Vereinbarung aufgesetzt haben, dass Änderungen nicht im Hause des Juwelieres stattfinden.


    Der miese Verkäufer aus dem Bochumer Juwelier sagt uns ins Gescht, dass dieser Ring nie da gewesen sein kann, weil deren Goldschmied einen zweifarbigen Ring nicht ändert.


    Andererseits habe ich eine Rechnung aus der hervorgeht, dass wir dort einen Ring zum Verkleinern hatten (es war dieser und kein anderer Ring (Ich bin Zeuge)).
    Wenn die innerhalb des Ladens das nicht näher erfassen ist das doch nicht mein Problem, oder?


    Dass man nach vier Jahren nicht mehr dafür zur Verantwortung gezogen werden kann, finde ich schon traurig.
    Es handelt sich nicht um irgendeinen Ring, sondern um den Ehering meiner Frau.
    Der ideele Wert ist niemals zu ersetzen und die kommen einem so blöde und Stellen uns schon fast als die "Betrüger " da indem sie behaupten, dass ein anderer Ring verkleinert wurde.
    Eine schriftliche Stellungnahme habe ich noch nicht vorliegen, jedoch halte ich es einerseits für unangemessen einen Kunden so zu behandeln und andererseits selber nichts an Untelagen zurückzulegen und solche Behauptungen auszustellen.


    Auch wenn das den einen oder anderen Juristen hier ärgert (Weil ja alles so klar ist), wollte ich hier von Fachmännern aus dem Bereich Schmuck wissen, wie denn die Sachlage bei Änderungen ist.


    Gruss,
    Michael

    iphone 15 Pro max 1tb, apple watch ultra und ein ipad pro 9,7 cellular; was will man mehr?

    Meine Lieblingsmeldung:
    "click ok to terminate"

    24 mal in der Vertrauensliste Nr. 4 namentlich erwähnt.

  • die Sachlage im Bereich Schmuck ist aber leider - auch wenn hier viel ideeler Wert eine Rolle spielt - nicht anders als in anderen Bereichen.
    Der Gesetzgeber hat keine Sonderregelungen für verkleinerte Eheringe gemacht.


    Selbst wenn der Laden in Bochum zugeben würde, dass der Ring dort verkleinert wurde, bringt dich das nicht weiter. Von daher höre auf den "Juristen" hier.


    Sollte Christian Bauer eine eigene Garantie über X Jahre anbieten, kannst du hierüber vielleicht noch was erreichen. Wobei ich da nicht glaube, dass diese noch greift, wenn jemand an dem Ring gearbeitet hat.

  • Thema ideeler Wert: meine Partnerin hat den Ehering verloren. Anfangs war es schon blöd, aber dann ist es nicht schlimm: es ist nur ein Ring. Daraus hat keiner einen Drama gemacht. Nur ein Ring, auch wenn teuer, aber egal. Die reale Liebe ist wichtiger und nicht die Symbole der Liebe.

    Dodge This!
    Rules of Acquisition: Free advice is seldom free. [Nov2011-Marke7000 // Nov2012- Marke 8000 // Inventar-Status seit Januar 2012-Juchu]

  • Hallo,
    setzt erstmal voraus solche Steine wieder zu kaufen.
    Bezüglich Reparatur mit Einsetzen von Steine habe ich mich noch nicht beschäftigt.
    Aber es kann gut sein, dass dieser Tag auch schon bald kommt.


    Sliders.
    Ich kann deine Einstellung gut nachvollziehen, aber bei Frauen ist das naturbedingt etwas anders.

    iphone 15 Pro max 1tb, apple watch ultra und ein ipad pro 9,7 cellular; was will man mehr?

    Meine Lieblingsmeldung:
    "click ok to terminate"

    24 mal in der Vertrauensliste Nr. 4 namentlich erwähnt.

  • Zitat

    Original geschrieben von erbes
    Dass man nach vier Jahren nicht mehr dafür zur Verantwortung gezogen werden kann, finde ich schon traurig.
    Es handelt sich nicht um irgendeinen Ring, sondern um den Ehering meiner Frau.
    Der ideele Wert ist niemals zu ersetzen und die kommen einem so blöde und Stellen uns schon fast als die "Betrüger " da indem sie behaupten, dass ein anderer Ring verkleinert wurde.


    Ganz ehrlich:
    Wer soviel ideelen Wert an den Ehering hängt, der sollte sich immer einen in Reserve in der Vitrine zu Hause oder im Bankschließfach haben. Eine Versicherung zahlt einem bei einem KFZ Schaden auch immer nur den (Markt-)Wert des Autos - auch wenn man das Fahrzeug vom verstorbenen Großvater geerbt hat und viel damit verbindet.


    Und was habt Ihr denn für die Verkleinerung des Rings bezahlt? 50 oder 80 Euro?
    Und dann erwartest Du für eine Dienstleistung welche entsprechend günstig ist eine "lebenslange" Garantie (oder zumindest deutlich über 4 Jahre) für einen Gebrauchsgegenstand welcher täglicher entsprechender Belastung und Abnutzung unterworfen ist? Sorry das ist in meinen Augen weltfremd.


    Man bleibt immer mal mit dem Ring hängen, stößt irgendwo an und hakt sich unter, Deine Frau scheint ja auch den Verlust nicht sofort bemerkt zu haben, also wer sagt euch, dass die Steine wirklich "einfach so" rausgefallen sind und nicht durch eine mechanische Belastung aus der Fassung geholt wurden? Und wer sagt Dir, dass die Steine aufgrund der Verkleinerung und/oder Aufbereitung verloren gegangen sind und nicht auch im normalen Leben einfach abgegangen wären?


    Ja das Verhalten des 2ten Juweliers ist Sch**** keine Frage, aber wärst Du mit Deinem Anliegen bei mir aufgekreuzt hätte ich das freundlicher verpackt (es spielt hier eigentlich ja gar keine Rolle ob der Ring tatsächlich dort mal in Bearbeitung war oder nicht) - das Ergebnis wäre aber letztendlich dasselbe gewesen: Der Verlust der Steine gehört zum persönlichen Lebensrisiko und ist nicht dem Juwelier anzulasten.

  • Das sehe ich auch so.


    Zumal es ja nur graue Theorie ist, das die Verkleinerung des Rings einen ursächlichen Zusammenhang zum verlieren der Steine hat. Der Stein meiner Frau ihrem Ehering ist auch vor ein paar Jahren "verschütt gegangen", auch ohne irgendwelche Änderungen. Was ich damit sagen will, du kannst eh nicht beweisen, durch was der Verlust entstand. Vieleicht hat ja auch Christian Bauer bei der Herstellung geschlampt, wer weiß das schon.



    Gruß Kai

  • Ich melde mich hier jetzt auch mal wieder:
    Unsere Rechtsschutzversicherung hat unsa einen kostenlosen Schlichter vorgeschlagen.
    Mal schauen wie wir jetzt damit weiterkommen.


    Meld mich sobald Ergebnisse vorliegen.


    Gruß aus Bochum,
    Michael


    (1190)

    iphone 15 Pro max 1tb, apple watch ultra und ein ipad pro 9,7 cellular; was will man mehr?

    Meine Lieblingsmeldung:
    "click ok to terminate"

    24 mal in der Vertrauensliste Nr. 4 namentlich erwähnt.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!