Krieg/Bürgerkrieg in Syrien

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ... Sogar der französische Staatspräsident mit seiner monarchieähnlichen Position wird nun das Parlament befragen. Wenn daraus jetzt eine neue Verfassungspraxis entsteht und die Parlamente auf diesem Feld wichtiger werden, kann man das eigentlich nur begrüßen.


    Das hätte schon fast die Bedeutung einer neuerlichen Französischen Revolution und würde das Erscheinungsbild dieser Republik auch außenpolitisch wesentlich verändern.


    Natürlich würde auch ich das uneingeschränkt begrüßen ... obwohl ich mir das nicht wirklich vorstellen kann. Schon fast ein wenig "strange" ... der Gedanke daran.


    Auf jeden Fall dürfte eine derartige Praxis der europäische Integration eines Mitglieds mit Sonderstellung sehr förderlich sein. Dann wäre zumindest "der Kontinent" beisammen und die Idee einer geinsamen eurpäischen Außenpolitik könnte wieder Fahrt aufnehmen. Widerspenstuge Ostgebiete könnten sich zur Not als käuflich erweisen (das war jetzt nur mal laut gedacht und bedürfte noch näherer Betrachtung).

  • robert and autares:


    Scheinbar lest ihr da was falsch oder versteht nicht. Allein die Ankündigung von den USA war schon ein fehler, incl. der Ankündigung einer roten Linie (egal in welchen Bezug).


    jetzt, nicht mal 24 Stunden nachdem der US-Außenminister "unerschütterliche Beweise und nachvollziehbare" Beweise vorlegen möchte bzw. laut eigener Aussage kann, sagt Obama:


    "Nein, nein, ich frage das Parlament, was ich nicht muss. Dann sind die die Bösen, aber nicht ich, wenn wir einen neuen Krieg haben."


    Aber das ist nur nebensache: Interessant ist, wie das auf Syrien wirkt:


    Nämlich lächerlich und unglaubwürdig. Jetzt wissen da alle (Rebellen und Regierung): Wir können machen, was wir wollen.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Timba, ich bezog mich nicht auf Dein Posting. Probleme mit dem Textverständnis habe ich übrigens nicht. ;)

  • Über Obama kann man nur noch den Kopf schütteln.Zunächst lehnt er sich weit aus dem Fenster und kündigt einen Millitärschlag gegen Syrien an ohne das da von einer Legimitation durch eine Parlamentsmehrheit die Rede ist. Jetzt will er plötzlich doch das Parlament befragen, was ja eigentlich richtig ist. Das hätte ihn auch gleich einfallen können. Obama ist vor seiner ersten Wahl als Hoffnungsträger gerade auch in Deutschland gestartet, er hat diese Erwartungen schwer entäuscht.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Ich finde das keine schlechte Taktik: Erstens war nach der Abstimmung in Westminster ohnehin der Druck gewachsen, die Parlamente bei so einer Entscheidung anzuhören, und zweitens nimmt er mit der Beteiligung auch den Kongress in Mithaftung. Wenn er schon keinen starken außenpolitischen Verbündeten hat, möchte er eben zumindest innenpolitisch abgesichert sein. Das ist auch im Hinblick darauf wichtig, dass Amerika von außen nicht einfach nur als Aggressor wahrgenommen wird.

  • Es hatte niemand damit gerechnet, dass die MPs David Cameron aufs Dach steigen, auch die US-Regierung nicht.

  • Ist aber kein gutes Argument. Da fällt mir der Spruch ein: "Wenn mein Nachbar ins Wasser springt folge ich ihm hinterher"

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Bush hat das Ansehen Amerikas an die Wand gefahren mit dem Irak Krieg, Guantanamo, Abu Ghraib ect.



    Die Bush Administration war so arrogant und geldgeil das Sie sich nicht um das Ansehen der amerikanischen Nation nach aussen beschäftigt haben. Da wurden selbst langjährige Partner belogen und links liegen gelassen. Da war es mit dem selbst geschaffenen Weltbild des sonst so "heldenhaften" Amerikaners wie er aus Hollywood propagiert wird vorbei.


    Dann kommt ein Obama daher und steht vor dem Scherbenhaufen seines Vorgängers. Handelt er wie sein Vorgänger ist der Ruf ganz ruiniert, macht er ganz nichts lacht sich Assad ins Fäustchen und die ganze arabische Welt, da die Supermacht zu wanken beginnt. Er wollte das Bild des friedliebenden Amerikaner wieder in die Welt tragen, deswegen mehr Drohnen und mehr Abhören aus dem Hintergrund.


    Also präventiv die unliebsamen Gegner ohne Aufsehen aus dem Verkehr ziehen, um so wenig Medial Aufmerksamkeit zu erwecken wie nur möglich.


    Dann kommt seine selbstgezogene rote Linie, die Assad dank der Russen im Gepäck problemlos tag täglich zu übertreten weiß.


    Von daher rudert er jetzt brav zurück, weil diesmal die Russen nicht stillschweigend zuschauen werden wie in Jugoslawien ect.


    Vor allem weil sie wissen das Obama nicht so draufgängerisch ist wie sein Vorgänger. Und die Russen lassen sich nicht so einfach einen Ihrer letzen Gefährten und Stützpunkte nehmen.


    Das merkt wohl jetzt auch der gute Obama und rudert brav zurück, nach dem Motto ich wollte ja was tun nur dieser Kongress hat mich davon abgehalten.


    Und wenn der Kongress zustimmt, es zum Weltkrieg oder zu einem neuen unabsehbaren Abenteur für Amerika kommt, kann er jede Schuld von sich weisen.


    Weil wer ein wenig klar denkt, weiß das er Syrien nicht mit ein paar Raketen von Schiffen aus befrieden kann, vor allem wen man seinem Gegner noch fast 3 Wochen Zeit gibst seine Waffen ect. auf die kommende Bedrohung einzustellen.


    Von daher, das war nix Mister Obama :flop:


    Auch wenn ich mir von Herzen gewünscht hatte, das dieser Assad von der Bildfläche verschwindet.

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