Hätte er doch selber machen können und damit der Aufdeckung kurz vor der Wahl zuvorkommen,statt es zu verheimlichen.
Bundestagswahl 2013
- Carsten
- Geschlossen
-
-
-
Was heisst denn hier "Aufdeckung"? Die Geschichte ist doch seit 30 Jahren für Jedermann einsehbar. Es kommt jetzt nur hoch, weil jemand "zufällig" eine Woche vor der BT-Wahl seine Ergebnisse vorgestellt hat. Bringt halt mehr Publicity.
-
Das spielt keine Rolle wie lange dies zurückliegt. Wenn es um Plagiats-Vorwürfe bei einigen Politikern ging, lag das auch oft 30 oder sogar 40 Jahre zurück. Da wurde auch nicht darauf Rücksicht genommen, das die Fälle sehr lange zurücklegen. Gleicher Maßstab für alle, das gilt auch für Jürgen Trittin den Obermoral-Apostel der Grünen. Da kann es nur eines geben, Rücktritt als Spitzenkandidat.
-
Das Thema gärt doch schon seit langem und kam immer mal wieder hoch - insofern hätten die Grünen genug Zeit gehabt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Spätestens 2010 als der Missbrauchs-Skandal in der Kirche hochkochte wäre es an der Zeit gewesen den Prozess des Verdrängens und des Schweigens zu beenden.
Als im März bekannt wurde, dass Cohn-Bendit den Theodor-Heuss-Preis erhalten sollte haben andere so auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Voßkuhle die Teilnahme an der Verleihung abgesagt - ausschlaggebend war das Buch von Cohn-Bendit aus dem Jahr 1975.
Während der Preisverleihung kam es zu Protesten, die Journalie nahm den Ball auf und hakte nach. Erst dann sahen sich die Grünen genötigt eine bezahlte Studie in Auftrag zu geben, lieber bezahlt aufklären lassen, als die Aufklärung durch investigative Journalisten könnte man meinen.
Das das Thema jetzt zu einer "Unzeit" kommt - das haben sich die Grünen ausschließlich selbst zuzuschreiben.
-
Genauso ist es. Mitleid oder Verständniss für diese schlimme Sache ist deshalb völlig fehl am Platz.
-
zum neulich diskutierten Thema NSA / Leutheusser-Schnarrenberger: sehr schöner Untertitel bei SPON wie ich finde:
ZitatAuf die Lobby-FDP von heute kann Deutschland vielleicht verzichten. Nicht jedoch auf eine liberale Partei, die diesen Namen verdient.
Interessant auch die Bedeutung des Worts "liberal" in den unterschiedlichen Kulturkreisen - "ultra-libéral" wird in Frankreich gern herablassend für das gebraucht, was man hier eher "Markt-radikal" nennen würde. In USA hingegen ist "liberal" fast genauso schlimm wie "communist".
-
Zitat
Original geschrieben von rmol
"ultra-libéral" wird in Frankreich gern herablassend für das gebraucht, was man hier eher "Markt-radikal" nennen würde.Ist doch hier fast ähnlich, da nennt man es neo-liberal. Wäre ja auch schön, wenn sich die FDP mal wieder auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes besinnen würde. Stattdessen scheinen Sie sich ausschließlich auf eine wirtschaftliche Liberalität zu beschränken (weniger Staat, wenig Kündigungsschutz, kein Mindestlohn, niedrige Steuern, usw). Bei der gesellschaftlichen Liberalität (Gleichstellung von Homo-Ehen, Adoptionsrecht, doppelte Staatsbürgerschaft, usw.) kommt leider so gut wie nichts. Die NSA-Aufklärung und der Umgang mit den persönlichen Daten der Bürger war ebenfalls einer liberalen Partei unwürdig. Eine Partei, die sich so sehr an einen großen Koalitionspartner kettet und dabei ihre ursprünglich durchaus begrüßenswerten Überzeugungen vergisst, muss sich nicht wundern, wenn sie nur noch von 3% der Wähler gewollt wird.
-
Das unerfreuliche Thema scheint zurückzuschlagen. Das Forscherteam stellte klar, dass der gegen die Grünen erhobene Vorwurf insbesondere von der Unionspolitik übertroffen wurde:
"Der Politikwissenschaftler Klecha erklärte, CDU und CSU hätten noch vor nicht langer Zeit Vergewaltigung in der Ehe oder die Züchtigung von Kindern nicht für strafwürdig befunden. Teile der Union hätten zudem die Colonia Dignidad in Chile unterstützt, in der es schwerste Fälle von Folter und sexuellem Missbrauch von Kindern gegeben habe. "Diejenigen, die jetzt anfangen, moralische Maßstäbe zu formulieren, müssen aufpassen, dass es ihnen hinterher nicht so geht wie jetzt den Grünen. Man muss die Hürde, die man sich selbst legt, im Zweifel auch überspringen können."
Quelle: Web.de-Magazin
Alles andere hätte mich auch sehr verwundert.
Schaun wir mal, welche Schritte die Union zur Aufarbeitung ihrer dunklen Vergangenheit unternimmt.
-
Eben. Wenn die FDP weniger liberale Märkte und mehr "liberale" bürgerlicher Freiheiten erkämpfen würden, dann hätten sie ihre 10%, die ihnen fehlen. Manchmal blitzt es ja durch, siehe Vorratsdatenspeicherung (
@all:
Zum Thema Grüne und ihr Dilemma, welches sie sich selbst zuschreiben haben (ich nehme da Bezug auf meine Postings weiter vorne), sollte mann (Frau) nicht vergessen, dass es auch in anderen Parteien zu damlaigen Zeit ähnliche Forderungen gab, denn "immerhin war es die damalige Jugendorganisation der Regierungspartei FDP, die im März 1980 auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz per Beschluss forderte: „Keine Bestrafung der freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität. Die §§ 173 (Inzest), 174 (Sexualität mit Schutzbefohlenen), 175 (Besonderes Schutzalter für männliche Homosexuelle), 176 (Sexualität mit Kindern) sind zu streichen.“
-
Das die Regierungsparteien grundsätzlich immer alles schlecht machen, ist ja bekannt.
Neu ist allerdings, dass auch GRÜNE mal mit drin hängen.
Das ist der Unterschied und den sollte man (Frau) zur Kenntnis nehmen.
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!