Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Die Linke demokratischer als die Grünen? Das ist angesichts der unterschiedlichen Entstehungsgeschichte beider Formationen echt starker Tobak...


    Ich kann mich nicht erinnern "demokratischer" geschrieben zu haben. Ich schrieb "nicht weniger demokratisch".


    Ja, ich finde auch, dass die Enstehungsgeschichte der Grünen geprägt ist von Fast-Terrorismus und anderen Verfehlungen gegen den Rechtsstaat, aber ich will mal nicht so sein - Jugendsünden, wobei ich allerdings diese pädophilen Anwandlungen nicht so einfach übersehen kann. Von daher sind die Grünen eigentlich absolut untragbar.

  • ChickenHawk:


    Zitat

    Und weiter geht's mit der Selbstdemontage -.


    Deiner?


    Zitat

    da fragt man sich doch schon ernsthaft ob das nicht irgendwelche pathologischen Ursachen hat


    Willst du mir das erklären?


    Zitat

    Union kann sich vorstellen auf SPD zuzugehen, wenn diese im Gegenzug ebenfalls bestimmten Punkten in der Steuerpolitik der Union zustimmen. (Das die Steuerpläne von SPD und CDU sich durchaus sinnvoll verbinden lassen würden wurde auch schon in epischer Breite vor der Wahl diskutiert.)


    Warum sollte die SPD auf die Steuerpläne der CDU eingehen? Die CDU wollte keine Steuererhöhungen. Punkt.


    Wer Merkel als Kanzlerin hätte haben wollen, hat nicht Rot oder Grün, sondern CDU oder FDP gewählt.


    Zitat

    Das die Union ihr Wahlprogramm mit einem anderen Koalitionspartner als der FDP (und selbst mit der nicht) nicht zu 100% würde umsetzten können ist logisch, deswegen nennt man so etwas ja auch Koalitionsverhandlungen und nicht Koalitionsdiktatur. Wenn zwei Parteien miteinander regieren gibt es zwangsläufig auch immer Bereiche in denen man Kompromisse machen muss.


    Stimmt. Und warum sollte die SPD einen faulen Kompromiss machen, damit die CDU die Regierung stellt? Nochmal, die Wähler haben links gewählt, siehe weiter unten.


    Zitat

    Vielmehr ist es ein sehr geschickter Schachzug von der Union - wenn die SPD oder Grünen sich jetzt komplett verweigern und es tatsächlich Neuwahlen geben sollte - wer wird dann als "Verweigerer" abgestraft, bestimmt nicht die Union.


    Sehe ich eher als Verzweiflung der CDU an, Phase I der Überredung hat bei der SPD/Grüne nicht funktioniert, dann eben jetzt mal Druck, Phase II. Aber der wird nichts nützen. Es geht nicht um Steuern oder ähnlich. Es geht darum, bei einer GK unter die Räder zu kommen. Die Angst ist größer, als alles andere an der Basis. Aktuell sogar größer, wie die Angst vor Neuwahlen.


    Hier noch eine Umfrage zum Thema RRG (die dritte meinerseits übrigens):


    http://www.tagesspiegel.de/mei…nte-regieren/8848306.html


    Wie immer rechts bzw. Links auf die Grafik drücken,,........!



    shelter:


    Zitat

    weil man für das Szenario RRG schon ziemlich links-verblendet sein muss. Davon gibt es bei der Bild nur nicht so viele Autoren. Und wer einfach nur links wie die Taz ist, der geht auf das Thema gar nicht weiter ein, weil unrealistisch.


    Nicht wirklich, siehe hier:


    Tagesspiegel: Linke Mehrheit:
    http://www.tagesspiegel.de/mei…nte-regieren/8848306.html
    (zweiter Absatz)
    Dem Tagesspiegel kann man alles mögliche nachsagen, aber nicht, dass er Pro-Links wäre.



    bernbayer:




    Zitat

    Unfug! Das man wenn man keine absolute Mehrheit hat und einen Partner zum Regieren braucht sein Wahlprogramm nicht zu hundert Prozent umsetzen kann und Kompromisse eingehen muß, ist völlig normal. Das hat nichts mit Wahlbetrug zu tun. Allerdings müssen es auch echte und keine faulen Kompromisse sein, wie das beispielsweise bei der MWST. 2005 war. Da wurden aus 2 Prozent Erhöhung,(Union) und 0 Prozent Erhöhung,(SPD) dann 3 Prozent. Sowas geht natürlich nicht in Ordnung.


    Ach, wenn die CDU das macht, ist es Unfug unzd was anderes?


    Das sehen aber zb. auch die Wirtschaftsbosse dann anders, wie du:


    http://www.n-tv.de/politik/CDU…ssen-article11442656.html


    Letzter Absatz. Das fällt sogar das Wort, was du auch so gerne dafür benutzt. Also haben noch andere in diesem Land die gleiche Ansicht, wie z.B. ich.


    oder


    http://www.tagesschau.de/inland/koalitionsoptionen114.html



    Frank:


    Ich finde deine Meinungswechsel auch auffällig, zumal du mir ein paar Seiten zuvor erklärt hast, wie toll die CDU und eine GK wäre.


    Aber schön, dass du dich hast überzeugen lassen....:-)



    bernbayer II:



    Zitat

    Das die FDP mit 4,8 Prozent aus den Bundestag geflogen ist mag man bedauern, man muß es trotzdem akzeptieren. Eine liberale Partei sollte es schon dauerhaft in Deutschland geben. DIe FDP wird wieder kommen und nicht entgültig verschwinden. Sie muß sich allerdings progamatisch und personell vollkommen runderneuern, wenn sie wieder Boden unter die Füße bekommen will. Das wird eine gewisse Zeit dauern. Naja, bei der Europa-Wahl nächstes Jahr haben sie etwas leichter, da gibt es nur eine 3 Prozent-Hürde.


    Ich glaube eher, dass da ein Kampf zwischen AFD und FDP. Und da sehe ich aktuell leichte Vorteile für die AFD, gerade weil die Europawahl vor der Tür steht.


    Zitat

    PS. Trauig ist auch daß jetzt viele Mitarbeiter der FDP ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Kann man nur hoffen, das sie schnell was neues finden


    Das sage ich es mit einem alten FDP-Sprichwort: "Der Markt wird es schon richten....Wachstum, Wachstum, Wachstum...." Die spätrömische Dekadenz ist vorbei, wer arbeiten will, findet einen Job."*


    Die ersten sind laut Meldungen von Spiegel.de schon im Entwicklungsministerium untergkommen :rolleyes:

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Ich lache mich tot. Das was Du da anführst ist doch keine repräsentative Umfrage, das kann man getrost in die Tonne treten. Solche Internet-Voten stellen keinen repräsentatives Abbild aller Wahlberechtigten dar,das weiß doch inzwischen jedes Kind. Nur repräsentative Umfragen der bekannten Meinungsforschungsinstitute sind aussagekräftig. Die kommen alle zu dem gleichen Ergebniss, die Mehrheit will große Koalition.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Langsam wird es müßig und langweilig, dass immer wieder zu widerlegen, aber gerne nochmal:


    Nein. Will die Mehrheit nicht.


    Wer Merkel (und die CDU) als Kanzlerin hätte haben wollen, hat nicht Rot oder Grün, sondern CDU oder FDP gewählt. Das es nun nicht reicht, Pech gehabt.


    Nochmal, die Wähler haben links gewählt, siehe beispielsweise:


    http://www.tagesspiegel.de/mei…nte-regieren/8848306.html


    http://www.sueddeutsche.de/pol…-grosses-risiko-1.1780898


    Die SPD muss wieder "Mehr Demokratie wagen"


    Wenn du CDU Steuern erhöhen will, passiert das, zu dem du noch nichts gesagt hast:


    http://www.n-tv.de/politik/CDU…n-ab-article11442656.html

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Willst du mir das erklären?


    Gerne: Ich habe beruflich des Öfteren mit Personen zu tun die - um es mal freundlich auszudrücken - eine interessante Wahrnehmung der Realität haben. Meistens hat dies irgendwelche pathologischen Ursachen. Da hilft es dann nicht zu sagen, dass da keine kleinen grünen Männchen am Bett sitzen, der Betroffene sieht in seiner Wahrnehmung diese Dinge wirklich - insofern sind sie für ihn real. Die Art und Weise der Betroffenen zu argumentieren bzw. zu negieren ähnelt sehr stark dem Verhalten das Du hier so an den Tag legst. Und aufgrund dieser Parallelen meine Aussage, allerdings nicht als "Vorwurf" zu verstehen, lediglich als Feststellung.

    Zitat


    Warum sollte die SPD auf die Steuerpläne der CDU eingehen? Die CDU wollte keine Steuererhöhungen. Punkt.


    Die Parteien befinden sich derzeit in der Vorbereitung von Koalitionsverhandlungen. Die SPD muss für sich entscheiden, ob sie ggf. gewillt ist mit der CDU ein Regierungsbündnis einzugehen oder nicht. Sollte sich die SPD dafür entscheiden wird sie natürlich auch ihrem zukünftigen Koalitionspartner entgegen kommen müssen.

    Zitat


    Nochmal, die Wähler haben links gewählt, siehe weiter unten.


    Wie war das? Dauernde Wiederholungen machen es nicht besser? Ich werde Dir jetzt nicht schon wieder erklären das knapp 26% für die SPD nicht auch gleich 26% für den linken Flügel der SPD bedeuten und deshalb die Aussage, "die Wähler" hätten links gewählt nach wie vor grober Unfug ist (Stichwort: Grüne Männchen). Wenn dem denn so wäre, warum haben sich SPD, Grüne und die Linke denn nicht schon längst an den Tisch gesetzt und verhandeln ihrerseits über eine Koalition?



    Zitat


    Es geht darum, bei einer GK unter die Räder zu kommen. Die Angst ist größer, als alles andere an der Basis. Aktuell sogar größer, wie die Angst vor Neuwahlen.


    Das hat die "die Basis" also höchst persönlich so mitgeteilt? (Sind die etwa auch Teil Deines Netzwerkes?) Unbestritten ist, dass die SPD sich erwartungsgemäß schwer damit tut freudestrahlend in eine GK zu gehen. Wäre auch schön dumm wenn sie das einfach so machen würde. Wenn die Angst doch aber so groß ist, warum stellen führende Köpfe dann schon Bedingungen für eine GK? Wenn man bei der SPD überhaupt keine Chance für eine GK sehen würde - warum dann nicht schon heute absagen und sich RRG oder Neuwahlen zuwenden?


    Zitat


    Hier noch eine Umfrage zum Thema RRG (die dritte meinerseits übrigens):


    Die erste, fehlen nur noch 25 (bei Bild war ebenfalls die GK vorn, das andere war keine Umfrage).
    (Und wen überrascht es, dass bei einer linksliberalen Zeitung so ein Ergebnis rauskommt? Bestimmt nicht weil so viele Unionsanhänger das Blatt lesen.)


    Vielleicht findest Du ja auch noch eine Umfrage auf der Website der Linken - ich bin mal bannig gespannt auf das Ergebnis. Und da Du ja selbst so ein großer Freund von Forderungen an andere bist:


    Liefere doch bitte eine einzige Umfrage eines anerkannten Meinungsforschungsinstituts (Forsa, Infratest, oder wer auch immer) die die von Dir vertretene Meinung stützt. (Keine Online-Pols von irgendwelchen Webseiten.)

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nein. Will die Mehrheit nicht.


    Wer Merkel (und die CDU) als Kanzlerin hätte haben wollen, hat nicht Rot oder Grün, sondern CDU oder FDP gewählt. Das es nun nicht reicht, Pech gehabt.


    Nach dieser Logik wollte das deutsche Volk demnach zuletzt 1990 keine große Koalition. Wenn wir mal bei deiner grandiosen "Argumentation" weitermachen. Warum? Lass ich mal unbegründet. Aber mal als Tipp: Auch die Wahlstimmen, die mit der fünf Prozenthürde wegfallen, sind Stimmen des Volkes.


    Ach und nach dieser Logik will auch die Mehrheit der Deutschen deine RRG-Konstellation nicht, weil auch die nicht die Mehrheit der Stimmen des Volkes in sich vereint.



    PS: Ich warte weiterhin drauf, dass Du mir meinen Rechenfehler erläuterst...

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Das bei den Konzepten von Union und SPD für einen Mindestlohn Unterschiede gibt war eigentlich schon immer klar. Trotzdem sehe ich bei diesen Punkt die wenigsten Probleme für eine Einigung. Da gibt es ganz andere Knackpunkte wie z.B. das Betreuungsgeld.


    Wenn eine Regierungsbildung an so einem Thema wie dem Betreuungsgeld scheitert, dann verlange ich die Sezession Ostfrieslands von der Bundesrepublik.

  • Es sind bei dieser Wahl wohl ca. 7 Millionen Stimmen aufgrund der 5% Hürde/Sperrklausel nicht parlamentarisch vertreten. Die Zahl ist natürlich aufgrund der je zwei Millionen Wähler von FDP und AfD so hoch, aber ich finde das so absolut nicht gut.


    Etwas mehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten sind wählen gegangen, wovon dann ca. 40% für eine der beiden Unionsparteien gestimmt haben, von einer breiten und eindeutigen Zustimmung kann also keine Rede sein.

  • Die Einbeziehung der Nichtwähler in irgendwelche Berechnungen finde ich skurril. Gestern hat sich die Linke in einem Interview zum Koalitionspartner der Nichtwähler ausgerufen - eine geradezu bizarre Wirklichkeitsdeutung angesichts der Tatsache, dass diese Partei selbst Stimmen verloren hat.


    Es gibt so gut wie für jedes und alles Parteien für die Bundestagswahl - es gibt daher kaum einen Grund, nicht zu wählen. Es ist trotzdem eine freie und legitime Entscheidung, nicht wählen zu gehen. Nur möge man sich dann nicht beschweren, wenn die übrigen sich mit der Regierungsbildung beschäftigen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Die Einbeziehung der Nichtwähler in irgendwelche Berechnungen finde ich skurril. Gestern hat sich die Linke in einem Interview zum Koalitionspartner der Nichtwähler ausgerufen - eine geradezu bizarre Wirklichkeitsdeutung angesichts der Tatsache, dass diese Partei selbst Stimmen verloren hat.


    Es gibt so gut wie für jedes und alles Parteien für die Bundestagswahl - es gibt daher kaum einen Grund, nicht zu wählen. Es ist trotzdem eine freie und legitime Entscheidung, nicht wählen zu gehen. Nur möge man sich dann nicht beschweren, wenn die übrigen sich mit der Regierungsbildung beschäftigen.


    Meine volle Zustimmung. Wer nicht wählen geht, signalisiert Desinteresse oder Unzufriedenheit mit allen Parteien (ohne selbst vermutlich aktiv was zu ändern). Sich jetzt darauf zu berufen, dass die Nichtwähler 1/3 der gesamten Stimmen (was ja nicht einmal stimmt, gab ja fast 71,5 Prozent Wahlbeteiligung, sprich der Wert ist sogar näher an 1/4 als an 1/3 dran) ausmachen und der Volkeswille somit gegen CDU/CSU spricht ist nicht minder lustig, als wenn hier versucht wird eine klare linke Mehrheit aus dem Wahlergebnis herauszuziehen.

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