Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    ... und die Schere geht ein klein bisschen weniger auseinander. Das für eine Gesellschaft nur positiv.


    Aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Punkt. Noch weiter wachsender sozialer Unfriede (und der ist absehbar) könnte uns bald "um die Ohren fliegen."


    Zwar ist die Obrigkeitshörigkeit in D immer noch stark ausgeprägt ... ist eine Grenze aber erst eimal überschritten, kann das gut zu einem unkontrollierberen Zustand führen. Stuttgart21 hat gezeigt, dass sich das Maß langsam füllt ...

  • Es geht gar nicht um die Mehrheit. Auch eine Minderheit von Unzufriedenen kann einer Gesellschaft beträchtlichen Schaden zufügen (siehe z.B. Ausschreitungen in Paris oder Oslo und eben auch Stuttgart). Gewaltsame Aktionen und Umsturzversuche gehen selten von einer Mehrheit aus, entwickeln dann aber oft ihre ganz eigene gefährliche Dynamik. Dem gilt es entgegenzuwirken.

  • Vielleicht ist es das Problem, dass wir mittlerweile mehr auf Minderheiten Rücksicht nehmen und die schweigende Mehrheit sträflich vernachlässigen.
    Grüne Politiker ala Roth haben uns das eingebrockt.


    Und bevor hier hier ein Shitstorm kommt: Keiner redet davon, Minderheiten nicht zu berücksichtigen oder einzubinden.
    Aber mir stinkt mittlerweile gewaltig, dass wir anscheinend lieber jede Randgruppe bedienen, statt den "normalen" Bürger zu hören.


    Just my 2cents

    Beste Grüße
    W.

  • Verstehe ich nicht. Inwiefern wird denn die Mehrheit "vernachlässigt", wenn eine Minderheit einen Mindestlohn bekommt? Laut Umfragen ist sogar eine Mehrheit der Deutschen FÜR den Mindestlohn, also müsste das doch eigentlich (d)ein Argument dafür sein.

  • Bezog sich nicht auf den Mindestlohn, sondern den allgemeinen Trend zur Bedienung von Minderheiten.


    Ich bin auch für einen Mindestlohn. Allerdings nicht flächendeckend, sondern regional gestaffelt.
    In München bringen einem 8,50€ gar nix und im tiefsten Osten kann das anders aussehen.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Es geht gar nicht um die Mehrheit. Auch eine Minderheit von Unzufriedenen kann einer Gesellschaft beträchtlichen Schaden zufügen (siehe z.B. Ausschreitungen in Paris oder Oslo und eben auch Stuttgart). Gewaltsame Aktionen und Umsturzversuche gehen selten von einer Mehrheit aus, entwickeln dann aber oft ihre ganz eigene gefährliche Dynamik. Dem gilt es entgegenzuwirken.


    Das ist doch der Punkt. Auch in Deutschland haben wir doch Erfahrungen damit.


    Die bundesweit ausgebrochene Randale Ende der 1960er Jahre ist doch auch nicht von der Mehrheit ausgegangen. Als der Staat seinerzeit mit unangemessener Gewalt reagierte, führte dies sogar dazu, dass eine militante Gruppe als RAF in den Untergrund gegangen ist. Und das war wiederum nur der Bruchteil einer Minderheit, der die Republik dann in Atem gehalten hat.


    Und jetzt kommen wir zur (schweigenden) Mehrheit:
    Das Ausmaß des RAF-Terrors konnte nur die damalige Größenordnung erreichen, weil ein nennenswerter Teil dieser Mehrheit (still) mit den RAF-Mitgliedern sympathisierte. Allein schon das Gefühl von der Existenz hunderttausender Sympathisanten hatte einen wesentlichen Anteil daran - abgesehen von diversen Support_Leistungen unbekannt gebliebener Helfer und Helfershelfer.


    In Bezug auf solche Umstände halte ich die Reaktion eines nennenswerten Teils der Mehrheit in Sacchen S21 für recht aussagekräftig. Käme es in Zukunft zu Auseinandersetzungen, in denen die Staatsmacht sich unfair hervortut, könnte die Stimmung in Der Republik wieder umschlagen und es drohen ungemütliche Zeiten, auf die ich nicht wirklich scharf bin.


    Zuletzt hatte ich bei der Randale in London den Eindruck einer solchen Entwicklung.

  • 7650w:


    Zitat

    Die Zahl der Vollzeitaufstocker ist gering.


    Quelle? Belege?


    Zitat


    Dass Teilzeit und Minijob aufstocken müssen ist logisch.


    Wieso ist das logisch? -> Auch da übernimmt der Staat die Gewinne. Denn wenn man(n) tatsächlich Teilzeit 50% annimmt, dann müssten auch 50% Lohn rauskommen. Tut es aber nicht, mit Ausnahme vom öffenttlichen Dienst.


    Es ist auch keinem geholfen, wenn eine Vollzeitstelle durch drei nicht versicherungspflichte Minijobber ersetzt wird, aber scheinbar ist dir das egal, bis es auch an dein Portemonnaié geht.



    Zitat

    Vielleicht ist es das Problem, dass wir mittlerweile mehr auf Minderheiten Rücksicht nehmen und die schweigende Mehrheit sträflich vernachlässigen.


    Wo steht denn, dass die Mehrheit immer Recht hat? -> Die Geschichte lehrt uns, dass die Mehrheit meistens nicht recht hat bzw. durch die Minderheit erst in die rechten Bahnen gelenkt wird.


    Zitat

    Aber mir stinkt mittlerweile gewaltig, dass wir anscheinend lieber jede Randgruppe bedienen, statt den "normalen" Bürger zu hören.


    Kläre mich (uns) auf. Was sind "normale" Bürger?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
      7650w:



    Quelle? Belege?


    Das sollte doch ausreichend durchgekaut sein, dass die Anzahl zwischen 300.000 bis 400.000 liegt, je nach Erhebungsjahr.


    "Aus dem Jahresgutachten 2012/2013 des Sachverständigenrats (SVR), dem Lars Feld angehört, geht hervor, dass die wenigsten dieser Arbeitnehmer in Vollzeit und sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Insgesamt sollen es 2011 gerade einmal 329 000 Personen gewesen sein. Dass diesen Angestellten ihr Einkommen trotz Vollzeitbeschäftigung nicht für den Lebensunterhalt reicht, könne laut Gutachten unter anderem durch die Größe ihrer Familie bedingt sein. Anders gesagt: Der Zusatzbedarf für Hartz-IV-Leistungen wird durch einen nicht verdienenden Partner oder die Kinder ausgelöst – nicht durch einen Lohn unter der Hartz IV-Grenze."


    http://www.focus.de/finanzen/n…-arbeiten_aid_929601.html


    Den meisten dieser Fälle wird auch 8,50€ nicht helfen, da durch die Familiengröße der SGBII- Bezug immer noch erforderlich ist.


    Zitat

    Es ist auch keinem geholfen, wenn eine Vollzeitstelle durch drei nicht versicherungspflichte Minijobber ersetzt wird, aber scheinbar ist dir das egal, bis es auch an dein Portemonnaié geht.


    Du suggerierst, dass die alle eine Vollzeitstelle haben wollen. Ich behaupte aus meiner Erfahrung, dass dem nicht so ist.


    Warum sollten alle Tätigkeiten durch Minijobber ersetzt werden? Unsinn und nicht praktikabel.
    Die Auswüchse sollten beseitigt werden, da stimme ich zu.
    Sowohl Arbeitgeber, als auch manche Arbeitnehmer spielen hier aber das Spiel des Abgreifens von Leistungen aus dem SGBII.


    Zitat

    Kläre mich (uns) auf. Was sind "normale" Bürger?


    Muß ich Dir das erklären?

    Beste Grüße
    W.

  • Wie ich es für eine GK befürchtet hatte:


    Das designierte Innenressort dreht durch: Führerscheinentzug als allgemeine Strafe - auch für Straftaten ohne Bezug zum Straßenverkehr.


    Diese und andere verfassungswidrige Sch*ißhausideen würden uns vier Jahre begleiten. Neben der Führerscheingeschichte noch eine möglichst flächendeckende anlasslose Bürgerbespitzelung und anderer Mist, bei denen sich die "Volksparteien" immer schon einig waren. Maßnahmen, die mit den kleinen Pareien, denen an Bürgerrechten gelegen ist, nicht umzusetzen waren ... nun könnte alles durchgewunken werden. :(


    Es bleibt nur der kleine Funke Hoffnung, dass die Mitgliederbefragung der SPD diesen Spuk noch verhindert.

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