Der Bischof von Limburg

  • Welch Überraschung.
    Nachdem die Quantitätsmedien Qualitätsmedien nun Hand in Hand tagelang den Empörungsskandal zum überkochen gebracht haben - kommen nun einige wenige auf die faszinierende Idee, den Vorfall im nachhinein zu hinterfragen und eine zweite Meinung zu veröffentlichen. Ich bin begeistert! :rolleyes:
    Dieses "wir suchen uns ein Skandalopfer und berichten nur darüber - statt über die eigentlichen Probleme des Landes" hat leider System.
    Focus: Die Hatz auf den Schurken-Bischof macht stutzig.
    Manager-Magazin: Die Debatte ist hysterisch und auf Krawall gebürstet.

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  • Mich wundert, dass diese Erkenntnis tatsächlich mediale Beachtung findet. Allerdings begrüße ich das ausdrücklich.


    Möglicherweise ist es doch dem Einen oder Anderen aufgegangen, dass es so nicht weitergehen kann ... mal schau'n, was die nächsten "Skandale" in dieser Hinsicht bringen.

  • Diese werden kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    PS. Wer bekommt eigentlich den Saftladen Award des Jahres 2013? :D

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  • Ich finde es eher interessant wo das Geld herkommt als wo es in den letzten Jahren versickert ist.


    Der Focus Bericht trifft es ganz gut - gegen die Summen welche die öffentliche Hand in den letzten Jahren in den Sand gesetzt bzw. auf Sand gebaut hat sind das Peanuts.


    Interessant ist doch eher, dass fleissig gesammelt und eingezogen wird, und im Hintergrund sind Millionen wenn nicht Millarden auf Schattenkonten. Wenn ich da lese, dass ein Provinzbistum Wohnanlagen in bester Frankfurter City Lage hat will ich gar nicht wissen, worauf es die großen Bistümer bringen.


    Der Limburger Fall wird meiner Meinung nach die kat. Kirche in Deutschland noch länger beschäftigen als ihr lieb ist...

  • Diese Geschichte ist für beide großen Kirchen sehr misslich, und als Protestant finde ich es wirklich einfach bedauerlich und traurig. Zu den christlichen Werten gehört die Barmherzigkeit, und die hat Tebartz van Elst nun auch verdient.


    Trotzdem verstehe ich nicht, wieso er nicht längst seinen Rücktritt angeboten hat. Die Stimmung würde sich sehr schnell auflösen. In seiner jetzigen Position ist der Mann nicht mehr zu halten: Wie will er Weihnachten im Dom um Spenden für Misereor und Adveniat bitten? Die großen kirchlichen Hilfsorganisationen dürften schon jetzt zu den großen Verlierern dieses Skandals gehören.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...
    Trotzdem verstehe ich nicht, wieso er nicht längst seinen Rücktritt angeboten hat. ...


    Das Problem dürfte sein, dass er nicht anders verfährt, als etliche seiner Kollegen.


    Daher wird er sich die Frage stellen: Warum gerade ich? Nur weil die Journaille mich ausgeguckt hat?


    Solche Probleme sind nur durch eines zu lösen, wenn man keine Schlammschlacht um versammelte Bausünden der Kirche haben will: Wegbefördern! Vielleicht in ein europäisches Gremium.


    Das wäre jedenfalls die weltliche Lösung. :p

  • Alles gut und verständlich erklärt: bei Anne Will, Wiederholung heute in der Nacht.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Trotzdem verstehe ich nicht, wieso er nicht längst seinen Rücktritt angeboten hat.



    Weswegen? Wegen der Stimmung, die von unseriösen Journalisten betrieben wurde? Gerade deshalb sollte er das nicht tun.Gerade die Kirche kann es sich leisten sich nicht veralbern zu lassen, wie Herr Wulff dereinst. Diese Ämter wurden nicht von den Inhabern beschädigt, sondern von unseriösen Schreiberlingen.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Genau mostwanted, deshalb ermitteln ja in beiden Fällen Staatsanwaltschaften. Sehr verzerrtes Weltbild.

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

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