Der Bischof von Limburg

  • Fast schon polemische Angriffe?


    Lies die FAZ! Lest die FAZ!

    Zitat

    Original geschrieben vom Heiligen Augustinus
    "Nimm und Lies!"



    und zwar die FAZ:

    Zitat

    Nein, der Bischof war ganz einfach entschlossen, die Kosten für immer geheim zu halten, und er vertraute darauf, dass ihm das gelingen würde. Jedenfalls hat er sich so wiederholt im Vermögensverwaltungsrat geäußert - etwa im Zusammenhang mit der Bewilligung der „Zwischenfinanzierung“ 2012. Damals sagte der Bischof über die Kosten: „Sie dürfen nie öffentlich werden.“ Die Mitglieder bezogen diese Bemerkung auf die 15 Millionen, sie wussten nicht, dass die Kosten auch ihnen gegenüber geheim waren. Aber Jochen Riebel versuchte, unterstützt von Lucas und Leuschner, den Bischof davon zu überzeugen, dass diese Idee „völlig abwegig“ sei. Doch der Bischof widersprach aufs heftigste und blieb bei seiner Haltung. Voraussetzung dafür war die Auslagerung der Buchführung an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Alle Rechnungen und Belege wurden ihr zugeleitet. Nur Dombaumeister Staudt und Architekt Frielinghaus zeichneten sie ab. Im Ordinariat bekam sie niemand zu Gesicht. Auch der Vermögensverwaltungsrat nicht. Und das erklärt, warum immer nur Gerüchte über das Bauprojekt kursierten, aber keiner die Zahlen kannte. Der Bischof hatte es nicht nur mit Planen und Grobianen abgeschirmt, sondern auch durch diesen Verwaltungskniff. Er hat sein Bistum geblendet. Und über das Bistum hinaus nicht nur seine Gegner, sondern auch seine Unterstützer blind gemacht. Aber das wurde nun durch die Vereinbarung mit Lajolo durchkreuzt. (..)


    Also wurde gezielt Intransparenz geschaffen und die Vermögensaufseher ließ man gezielt ins Leere laufen bzw. im Dunkeln tappen und durch Stückelung der Gesamtbausumme in kleinere Häppchen wurde die Meldegrenze an den Vatikan ausgehebelt. Das ist dasselbe Prinzip mit dem früher Parteispenden von Großspendern verschleiert wurden ...


    Es sind nicht blindwütige Katholikenfresser am Werk - der Vermögensverwaltungsrat besteht aus 3 Herren gesetzten Alters, Jochen Riebel war zuvor in der Hessischen Staatskanzlei tätig... (vermutlich CDU-Mitglied), die FAZ nennt ihn "katholisches Kernholz".

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Wo steht das, im Spiegel?
    Selbst der relativiert es in seinem Bericht. Der "Hofstaat" der Bischöfe wird finanziert und nicht die "normalen" Priester.
    ...


    Das ist nur zum Teil richtig.


    Zwar stehen katholische Priester nicht direkt auf den staatlichen Gehaltlisten, sondern m.W. auf denen der Bistümer.


    Allerdings:
    Bundesländer (darunter auch NRW) erstatten der Kirche einen Großteil der Priestergehälter in Form von Zuschüssen über landesrechtliche Verträge zwischen Staat und Kirche, die von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich sind. Ergebnis dieser Verträge in ihrer Gesamtheit sind sehr unterschiedliche Zahlungsverpflichtungen der Länder.


    Die Rechtsgrundlage in NRW hatte ich (privat) vor längerem mal zu ermitteln versucht - und nach einiger Zeit aufgegeben. Es existiert ein wahrer "Wust" einzelner Vereinbarungen und Regelungen, die nur schwer zu durchblicken sind. Bei manchen Zahlungen hatte ich das Gefühl, dass sie von der Vorgängerregierung übernommen und weitergezahlt wurden, weil "das schon immer so war und sicher mal von irgendwem geprüft wurde". :)


    Fakt ist jedenfalls, dass in NRW vor etlichen Jahren solche Leistungen zum Ausgleich der Priestergehälter geflossen sind - und ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass sich das zwischenzeitlich geändert hat.


    Formal hast Du also durchaus Recht ... unter'm Strich bleibt dennoch der allgemeine Steuerzahler der Gelackmeierte. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von iStephan
    Es sind nicht blindwütige Katholikenfresser am Werk - der Vermögensverwaltungsrat besteht aus 3 Herren gesetzten Alters, Jochen Riebel ...


    Wobei der Verwaltungsrat, laut Herrn Riebel bei Jauch, nur eine beratende Funktion hat, anders als bei einer Aktiengesellschaft.

  • "... Diesen schon geschaffenen Tatsachen stimmte der Verwaltungsrat zu, notgedrungen, weil die drei Männer noch nicht bereit waren, mit dem Bischof zu brechen"




    Aha. Riebel und der Rest des Rates haben also bewusst versagt. Ich hoffe die Staatsanwaltschaft nimmt von selbst Ermittlungen auf.


    Diesem Riebel traue ich kein Bisschen.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Hast du gestern Jauch gesehen, mostwanted? Der Vermögensverwaltungsrat hat lediglich eine beratende Funktion für den Bischof, keinerlei MitspracheRECHT.

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • Hallo



    was die Flüge usw. weiter angeht, wenn er eine falsche Aussage gemacht hat, dann ist das eine Sache der Staatsanwaltschaft die zu prüfen und dann Anklage zu erheben, wenn Gesetze missachtet wurden. Dafür haben wir sie, es ist nicht Aufgabe der Medien und der Menschen dies zu tun. Klar kann, darf und soll jeder seine persönliche Meinung haben, aber man sollte schon hinterfragen worauf sie basiert, fundiertes Hintergrundwissen oder der Meinungsmache der modernen Medien. Denn eines darf man nicht außer Acht lassen, die heutigen Medien sind nicht mehr so sehr an der Wahrheit interessiert wie früher ... es gibt viel mehr Stimmungs- und Meinungsmache.


    Was den Bau angeht, nun das ist das Geld der katholischen Kirche, der Gemeinde und der katholischen Steuerzahler was dazu verwendet wird. Das sind die Personen die sich aufregen können und sollten. Was geht es mich als Protestanten an, es ist nicht meine Kirche.


    Ein weiterer Punkt, ich weis nicht was für Gehälter gezahlt werden an die Bauarbeiter usw. und ob vielleicht mehr Geld in die Materialien gesteckt wird. Aber diese Baustelle ist auch ein Arbeitgeber, das sollte man nicht vergessen.



    Gruß

  • Einen Maulkorb für die Presse darf es auch in solchen Fällen selbstverständlich nicht geben. Wir sollten froh und dankbar dafür sein, dass es noch so gute Journalisten gibt, die investigativ arbeiten und das dann noch so hervorragend aufarbeiten, wie dies vorliegend geschehen ist. Ohne die beharrliche Berichterstattung der Medien hätte sich nämlich überhaupt nichts getan.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...Wir sollten froh und dankbar dafür sein, dass es noch so gute Journalisten gibt, die investigativ arbeiten ...


    Ist das ein Scherz? Es gibt nur zwei wirklich bequeme und ungefährliche Methoden, um in Deutschland sein täglich Lob einzufahren: auf die USA einprügeln und auf die christliche Kirche spucken. Da ist nix investigatives; das ist common sense und Volkssport. Das macht einer von der Zeit oder dem SPON vor dem Frühstück. Mal schnell wieder ein US-Bashing raushauen oder eine schelle Karrikatur über Protzbauten der katholischen Kirche. Dann noch vor dem Frühstück ein bischen was über pädophile Priester.


    "Investigativ"... da würde ich mir mal einen Artikel wünschen über das, was in Moscheen so teilweise gepredigt wird. Oder über die Verflechtung der Parteien und der Medienkonzerne in Deutschland. Oder den Lobbiismus in der selbsternannten Öko-Branche. Oder die Verflechtungen der deutschen Linken mit den Terrorgruppen in Südamerika. Oder diesen neuen Hype dass selbst eingetragene Ärzte den Patienten die Hucke voll lügen, um "homöopathische" Mittel zu verkaufen. Oder die neuen Mafia-Strukturen, die aus Osteuropa nach Deutschland einwandern. Oder wie Politiker den Wähler und Steuerzahler betrügen, in dem Kosten versteckt werden. Oder die unerträgliche Praxis, wie in Deutschland die Strafen bei Zivil-und Strafrecht auseinanderlaufen. Oder Zwangsverheiratungen - mitten unter uns in Deutschland.


    "Investigativ" - im Sinne von forschend und aufklärend- das traut sich doch kaum noch ein deutscher Journalist. Warum auch, wenn es bequemere Opfer gibt, um die seiten zu füllen.

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  • Du kannst in Deutschland doch ganze Bücherregale und Bibliotheken füllen mit Literatur über die Gefahren des Islamismus. Dass hier ein blinder Fleck besteht, ist eine relativ verzerrte Wahrnehmung.


    Also: Mein Posting war kein Scherz, sondern absolut ernst gemeint. Lobbyismus gibt es übrigens nicht nur bei Öko-Industrie (und auch hierüber war schon in vielen Zeitungen zu lesen), sondern auch auf Seiten der Kirche.

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