Der Bischof von Limburg

  • Wobei das schon irgendwie lustig ist, das die meinen mit ihren Lügen durch zu kommen. Das zeigt wohl eher deren wahre Sicht auf die Dinge. Fühlen sich selbst als die weltlichen Könige, die unantastbar sind. Nur dumm wenn man dann dabei erwischt wird. Wenn er direkt gesagt hätte, aus den und den baulichen Gründen wird das ganze so teuer und er hat das Upgrade über seine Vielfliegermeilen bezahlt, hätte er sich vermutlich das ganze Theater ersparen können. Aber wer nicht hören will, der muss eben fühlen.


    Zumal gerade bei der Kirche auch immer noch besonders der moralische Aspekt neben dem strafrechtlichem zu berücksichtigen ist. Und in der Bibel steht nunmal nicht du sollst lügen. ;)

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  • Auf den Punkt gebracht. Hatte ich weiter vorne schon versucht, aber so liest es sich besser..:-)

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Na ja ... eine Beichte, dreißig Rosenkränze und alles ist wieder gut. :D


    Jedenfalls aus kirchlicher Sicht, und darauf kommt es in Bezug auf den Posten als Bischof wohl an.



    Allerdings:
    TvE ist durch die Art und Weise der Berichterstattung als Bischof von Limburg (oder eines anderen deutschen Bistums) extrem beschädigt und im Ergebnis nicht mehr tragbar. Das wird er selbst wissen - und zwar unabhängig davon, ob er Schuld auf sich geladen hat oder nicht.


    Für ihn geht es jetzt darum, den Posten mitzubestimmen, auf den er "wegbefördert" wird - als Gunst für sein Opfer, den Bischofsposten nicht mit allen Mitteln zu verteidigen.



    Als weltliche Parallele kommt mir auf Anhieb der (ehemalige) Ministerpräsident Oettinger in den Sinn. Nachdem er einen guten alten Nazi-Richter vor aller Öffentlichkeit in den Stand eines Wiederstandskämpfers erhob, führte diese Scharade geradewegs in das Amt eines EU-Kommissars, für das er wegen seiner Englisch-Kenntnisse geradezu prädestiniert war (nur ein ganz bisserl schlechter als der Guido). :p


    So geht das! :top:


    Gut's Nächtle


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    TvE ist durch die Art und Weise der Berichterstattung als Bischof von Limburg (oder eines anderen deutschen Bistums) extrem beschädigt und im Ergebnis nicht mehr tragbar.




    "Art und Weise" der Berichterstattung dürfen nicht zu so etwas führen, genau das sage ich hier dauernd. Gerade die Kirche kann aussitzen und Tebby sollte, nein MUSS Bischof von Limburg bleiben.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    "Art und Weise" der Berichterstattung dürfen nicht zu so etwas führen, genau das sage ich hier dauernd. Gerade die Kirche kann aussitzen und Tebby sollte, nein MUSS Bischof von Limburg bleiben.

    GENAU!!! :rolleyes:


    Einen (dann wahrscheinlich) verurteilten Lügner als Bischof zu halten, wird der katholischen Kirche sicherlich extrem helfen an Glaubwürdigkeit und dem Zeigen von Reue für Fehlverhalten zu gewinnen. Wobei es ja zu Erwarten wäre, denn Durchgegriffen wurde auch nach dem Missbrauchsskandal von Kindern durch Kirchenvertretern nicht...

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • Die Kirche ist keine Firma, die um Kunden buhlt und deswegen an allererster Stelle ihre öffentliche Reputation schützt. Dieser Aspekt dürfte keine Rolle spielen. Im Gegenteil: in der Vergangenheit waren Leute, die den Glauben gegen den jeweiligen öffentlichen Mainstream verteidigten und das mitunter mit dem Leben bezahlten, Märtyrer. Soweit geht es bei TvE natürlich nicht, aber die Kirchenoberen werden nicht, nur um das Image zu schützen, von dem abrücken, was sie für richtig halten.


    Der Grund TvE nicht in Limburg zu halten ist eher, dass seine Akzeptanz bei den Gläubigen - und das sind nicht nur die im Limburger Bereich - gegen null im Unendlichen strebt und der Aufstand des Kirchenvolks gegen selbstherrliche und nicht kritikfähige Kleriker kein Ende nähme wenn er bliebe. Gerade deutsche Katholiken gelten, bei weltweiter Betrachtung, als renitent und eher wenig obrigkeits-/vatikanhörig. Auch kann der aktuelle Papst mit Prunksucht überhaupt nichts anfangen und wird TvE diesbezüglich keine Sympathien entgegenbringen, bestenfalls Güte zeigen im Rahmen seiner Fürsorgepflicht als um Befriedung bemühter Oberhirte.
    Um keine dauerhafte Unruhe in die deutsche Gläubigenlandschaft zu bringen wird man TvE nicht in Limburg belassen. Immerhin hatte es zuletzt schon offene Rebellion gegenihn gegeben und wenn er in Limburg sanktionslos in seinem erschlichenen Protzbau verbliebe, dann wäre in der deutschen Kirchenregion die Hölle los. Das wird man nicht riskieren wollen.


    Wo ich nicht so sicher bin, Frank, ist, ob der Mann selber weiß, dass er unhaltbar und zum Symbol eines Protzklerikers geworden ist. Ich schätze den Mann eher so ein, dass er sich als Opfer progressiver und aufklärerischer Kräfte sieht, die seine konserative Vorstellung vom Status eines Bischofs nicht akzeptieren und ihn zum Bauernopfer machen.


    Es gibt Berichte, nach denen die anderen Bischöfe, die TvE bis zuletzt unterstützt haben, weniger dessen Bautätigkeiten und sein Gebahren tolerieren, sondern vielmehr um die Stellung des Klerus fürchten wenn man zulässt, dass Öffentlichkeit und Fußvolk sich anmaßen, die Handlungen eines Bischofs zu bewerten und Einfluss auf seine Position zu nehmen. Denen geht es also weniger um TvE als Person als vielmehr den Status, den man als Bischof gegenüber den Gläubigen einnimmt, nämlich ein von Gott auserwählter, vom Papst ernannter und somit unangreifbarer Primus zu sein.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...


  • Nur besteht (wie Timba69) schon sagte ein deutlicher Unterschied zwischen "mindestens fahrlässig" und "höchstens / ganz sicher nur fahrlässig", auch der Spiegel natürlich nicht so dumm ist, öffentlich eine Absicht zu unterstellen


    Nun ist der Bischof allerdings nicht irgendein Bademeister, Erntehelfer, Hausreiniger oder Tankwart, dem das erste Mal in seinem Leben von einem Reporter Fragen gestellt werden.


    Nein, der Bischof ist eine Person des öffentlichen Lebens, welche ihren Lebensunterhalt primär mit ser Äusserung von Worten bestreitet. Die Fähigkeiten, sich verbale Aussagen gut merken zu können und vor Publikum (korrekt!) zu reden, ist nicht nur notwendige Voraussetzung für diesen Job - sie sind Kernkompetenzen.


    Kurz: ein Bischof sollte/muss wissen, was er öffentlich sagt (und gesagt hat). Für wen sollte das mehr gelten, als für einen Bischof?


    Insofern scheint die Fahrlässigkeit dieser falschen eidesstattlichen Versicherung sehr zweifelhaft und unplausibel.

  • Ich bin mir sicher er meinte das so, das er nicht erste Klasse bezahlt hat sondern nur Business abgerechnet wurde, demzufolge stimmt die Aussage ja auch.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Die Frage des Reporters war: Aber sie sind doch First Class/erste Klasse geflogen?!
    TvE: Business Class sind wir/ich geflogen.


    Dies ist falsch. Geflogen ist er First.


    Wie du dir auch sicher bist, wie er es wohl gemeint hat ist egal.

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Ich bin mir sicher er meinte das so, das er nicht erste Klasse bezahlt hat sondern nur Business abgerechnet wurde, demzufolge stimmt die Aussage ja auch.


    Nein, bzw. irrelevant. Das wird auch aus dem Kontext deutlich. Tebartz van Elst bestreitet eidesstattlich ja sogar, dass der Reporter überhaupt diese Fragen gestellt habe:


    Eidesstattliche Versicherung: (...) ob ich denn mit Generalvikar Kaspar nach Indien erster Klasse hin- und zurückgeflogen sei und ob das denn nötig gewesen sei, kann ich mich hieran nicht erinnern. Eine solche Frage ist mir nicht gestellt worden. Es trifft auf keinen Fall zu, dass ich die Antwort gegeben hätte, dass ich nicht erster Klasse geflogen sei, ich sei zu diesen Projekten so hingeflogen, wie die Reisekonditionen der Deutschen Bischofskonferenz und auch des Bistums seien. Es gab auch keine erneute Rückfrage des Reporters mit dem Vorhalt "Aber Sie sind doch erster Klasse geflogen?". Ich habe auch nicht auf einen solchen Vorhalt die Antwort gegeben "Business-Klasse sind wir geflogen".


    http://www.spiegel.de/spiegel/…fuenf-akten-a-879255.html


    Kurz und gut: der Bischof bestreitet da nicht nur irgendeine Meinung oder oder Interpretation. Es geht gar nicht darum, wer was wo und wie (mit einer Frage oder Antwort) gemeint haben könnte.
    Nein, er bestreitet eidesstattlich Tatsachen ("diese Frage gab es nicht / ich habe diesen Satz nicht gesagt"):
    Nämlich dass die betreffenden Sätze überhaupt gesprochen worden wären.
    Dies ist offensichtlich die Unwahrheit:


    http://www.spiegel.de/video/bi…ebartz-video-1249111.html



    Dies wäre auch zumindest für mich der Knackpunkt in dieser ganzen Affäre: nicht der Preis für eine Badewanne, ein Haus oder ein Flugupgrade. Darüber kann man sich streiten. Nicht aber darum: Wer eidesstattliche Falschaussagen gemacht, der ist für mich nicht in einer solchen Position tragbar.

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