Stirbt der stationäre Handel wegen Ecommerce?!

  • Zitat

    Original geschrieben von nokia*night*
    Doch das problem sehe ich bei vielen der von dir genannten punkten sehe ich das problem nicht bei den endkunden sondern eher bei der dt./eu-politik.

    Ganz entscheidender Punkt.
    Konzerne sind den Aktionären gegenüber verpflichtet, ein möglichst gutes Geschäftsergebnis zu erreichen, daher müssen diese Steuerschlupflöcher genutzt werden!
    EU Politiker verteufeln alle Steuerflüchtlinge, aber statt Irland bzw. Holland (Gewinnabführung / Lizenzerträge) mal eine Ansage zu machen, dümpeln entsprechende Gesetzesentwürfe vor sich hin.
    Es scheint so, als verdienen daran zu viele gutes Geld, als das etwas geändert werden muss.
    Sollte ein Unternehmen damit drohen abzuwandern,(aka Verlust von Arbeitsplätzen) dann wird es so geschehen. Als Dankeschön fürs abwandern bekommen die Artikel der Firma dann EU-weites Importverbot. Nicht viele Unternehmen werden es sich erlauben können so viele Konsumenten zu verlieren.
    Es kann nicht sein, das der Staat sich von Großkonzernen erpressen lässt - aber jeden Mittelständler mit Auflagen und Verordnungen überhäuft. Gleiches Recht für alle, auch wenn der Wunsch naiv ist.

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  • Denke nicht das der stationaere Handel sterben wird. Und viele Haendler die bei Amazon und eBay anbieten haben ja auch sogar ein Ladengeschaeft.


    Aber manche Ladenhaendler sind schon dreist, und verlangen ein halbes Jahr nach Markteinfuehrung immer noch UVP obwohl eBay Preis inzwischen vielleicht um 300 Euro gesunken ist. Und 300 Euro fuer Beratung zahlt dann kaum jemand.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Aber manche Ladenhaendler sind schon dreist, und verlangen ein halbes Jahr nach Markteinfuehrung immer noch UVP obwohl eBay Preis inzwischen vielleicht um 300 Euro gesunken ist. Und 300 Euro fuer Beratung zahlt dann kaum jemand.


    Ich denke das ist ein Punkt an dem der stationäre Einzelhandel dringend arbeiten muss. Ich glaube die Bereitschaft einen Beratungs- oder Serviceaufschlag zu bezahlen ist durchaus vorhanden und hoch.
    Aber wenn dieser Aufschlag in keiner vernünftigen Relation zu der gebotenen Leistung steht, dann verlässt man eher verärgert das Geschäft und kommt nie wieder... sind ja eh viel zu teuer...

    Ich bin hier als Privatperson und was ich schreibe spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.

  • Mediamarkt und Saturn verlangen für das Blackberry z10 immer noch 499 Euro. Das sind satte 200 Euro mehr wie bei Amazon. Das google Nexus 4 gab es bei Google für 249 Euro und für 349 wurde es im Laden weiterhin verkauft. Auf Nachfrage bekam ich keinen Preisnachlass bei beiden Geräten obwohl ich auf google und Amazon hingewiesen habe. Bevor ich bei den beiden Läden was kaufe öffne ich die Amazon App und vergleiche die Preise. Zu 90% liegt der Preis über Amazon. Ein paar Euro zahle ich gerne mehr. Aber wenn es in den 2 stelligen Bereich geht ist es bei mir einfach aus. Ich habe es einfach satt immer zu diskutieren dass ich es zum normalen Preis bekomme. Beraten lasse kann ich mich von der Verpackung. Die sagt meist mehr aus wie die Verkäufer.

  • Zitat

    Original geschrieben von Frank
    Beraten lasse kann ich mich von der Verpackung. Die sagt meist mehr aus wie die Verkäufer.


    Oder die Verkäufer erzählen dem Kunden genau das was auch auf der Verpackung steht. Habe ich letzte Woche so bei MM erlebt: Mann sucht externe Festplatte und der Verkäufer stotterte die Informationen, die auf der Packung in seiner Hand zu lesen waren, herunter.


    Das ist für mich einfach keine Beratung und da sehe ich es nicht ein auch nur einen € für zu zahlen.

    28:6:42:12

  • Zitat

    Original geschrieben von meon96
    Für so ein paar Früchte 22,90€ ? :p
    Lebensmittel über das Internet eher weniger sinnvoll,


    Wie bekommt der Supermarkt die Ware? Was nicht gekühlt werden muss, kann auch direkt zum Verbraucher.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
      mostwanted:


    Ich hätte es erwartet, dass Du zumindest mich mal fragst, wenn Du mich schon im Anfangsthread einfach so zitierst. Das kann man wohl erwarten, oder? :mad:



    Du bist jetzt eine Person der Zeitgeschichte. Aber die Verfilmung deines Postings stoppe ich, schade - Brad hatte sich so auf die Rolle gefreut. :(

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Im Kapitalismus muss immer alles sofort und überall verfügbar sein, deswegen wird ein stationärer Handel nie aussterben.
    Vielen ist Shopping schon ein Lieblingshobby und die ziehen einfach in der Innenstadt oder im Einkaufszentrum los und kaufen was das Zeug hält. Und das wird immer so weiter gehen.


    Die Meinungen hier verzerren das Bild.

  • Ich denke auch. Der Anteil des Onlinehandels beträgt immer noch unter 10%, ein Aussterben des stationären Handels (welcher im Übrigen ja auch nicht schrumpft, sondern wächst!) ist also weit entfernt. Sollte das zu einem echten Problem und weitreichenden Arbeitsplatzverlust führen, kann der Staat da auch ganz einfach eingreifen, z.B. durch höhere Mehrwertsteuer für Onlineartikel. Leere Innenstädte wird keiner von uns hier erleben. ;)


    Trotzdem werden sich natürlich einige Läden umstellen müssen, das ist klar. Einfach so weitermachen wie vor 20 Jahren geht nicht mehr. Das hat aber allgemein mit der veränderten Konkurrenz durch größere Ketten und verändertes Einkaufsverhalten ("ich fahre lieber in die Mall als zum 40qm Schuhladen in meinem Stadtteil") zu tun, als mit dem Onlinehandel.

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