Mit absurden Fallgestaltungen kann man alles zerreden.
Die Alternative ist doch der gewaltsame Zusammenhalt eines (Vielvölker-)Staates mit ethnischen Gruppen, die niemals eine gemeinsame politische Linie werden finden können.
Die Folge ist nicht selten eine Gewaltspirale, die in oft genug Mord und Totschlag endet. Hier "aus Prinzip" auf eine völkerrechtlich garantierte Integrität zu pochen, um dann zuzuschauen, wie sich beide Gruppen zerfleischen oder gar selbst noch Öl in dieses Feuer zu gießen, halte ich für den falschen Weg.
Er war falsch in Ruanda und war es auch jetzt in der Ukraine. Nur ging im Falle von Ruanda alles dermaßen schnell, dass kaum Zeit für eine internationale Reaktion blieb.
Eine dritte Alternative ist m.W. noch nicht praktisch geworden, so dass nur diese beiden zur Wahl stehen. Wer also gegen eine Sezession oder weitgehende föderative Eigenständigkeit ist, entscheidet sich damit für das Lied von Mord und Totschlag.
Wer in diesem Thread zurückblättert, kann sehen, dass ich diese beiden Alternativen von Beginn an aufgezeigt habe. Und eine davon gefällt mir ganz und gar nicht ... so dass ich m.E. dann notgedrungen für die andere sein muss.
Oder war im Ukraine-Konflikt jemals eine dritte Alternative greifbar ... also außer Trennen oder Zerfleischen?
Die Fronten waren jedenfalls von Beginn an verhärtet, weil schon zu Beginn des Konflikts auf dem Maidan eine der beiden Gruppen auf Gewalt gesetzt hatte.