Ukraine / Krimkrise

  • Mit absurden Fallgestaltungen kann man alles zerreden.


    Die Alternative ist doch der gewaltsame Zusammenhalt eines (Vielvölker-)Staates mit ethnischen Gruppen, die niemals eine gemeinsame politische Linie werden finden können.


    Die Folge ist nicht selten eine Gewaltspirale, die in oft genug Mord und Totschlag endet. Hier "aus Prinzip" auf eine völkerrechtlich garantierte Integrität zu pochen, um dann zuzuschauen, wie sich beide Gruppen zerfleischen oder gar selbst noch Öl in dieses Feuer zu gießen, halte ich für den falschen Weg.


    Er war falsch in Ruanda und war es auch jetzt in der Ukraine. Nur ging im Falle von Ruanda alles dermaßen schnell, dass kaum Zeit für eine internationale Reaktion blieb.


    Eine dritte Alternative ist m.W. noch nicht praktisch geworden, so dass nur diese beiden zur Wahl stehen. Wer also gegen eine Sezession oder weitgehende föderative Eigenständigkeit ist, entscheidet sich damit für das Lied von Mord und Totschlag.


    Wer in diesem Thread zurückblättert, kann sehen, dass ich diese beiden Alternativen von Beginn an aufgezeigt habe. Und eine davon gefällt mir ganz und gar nicht ... so dass ich m.E. dann notgedrungen für die andere sein muss.


    Oder war im Ukraine-Konflikt jemals eine dritte Alternative greifbar ... also außer Trennen oder Zerfleischen?


    Die Fronten waren jedenfalls von Beginn an verhärtet, weil schon zu Beginn des Konflikts auf dem Maidan eine der beiden Gruppen auf Gewalt gesetzt hatte.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Mit absurden Fallgestaltungen kann man alles zerreden.


    Bis vor einigen Monaten hätte man auch die Vorkommnisse in der Ukraine für eine „absurde Fallgestaltung“ gehalten...


    Selbstverständlich ist mein Beispiel zudem absurd, damit möchte ich aber deutlich machen, dass deine oftmals bemüht wirkenden Regelaufstellungen („wenn…dann…aber nur wenn auch…“) nicht durchdacht und keinesfalls abstrakt anzuwenden sind (was Regeln aber sein müssen, wie du als Jurist (?) sicher auch weißt).


    Und gerade Völkerrecht lebt nun mal von seiner Abstraktheit und der Unveränderlichkeit von bestimmten Regeln. Dazu gehört eben auch und gerade die gegenseitige Anerkennung von Ländergrenzen. Dem kann man nicht im Einzelfall nachgeben, nur weil ein Autokrat die Tötung tausender Menschen androht oder sogar praktiziert. Täte man das, wäre Gewalt und Willkür und Tür und Tor geöffnet.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Bis vor einigen Monaten hätte man auch die Vorkommnisse in der Ukraine für eine „absurde Fallgestaltung“ gehalten...


    Selbstverständlich ist mein Beispiel zudem absurd, damit möchte ich aber deutlich machen, dass deine oftmals bemüht wirkenden Regelaufstellungen („wenn…dann…aber nur wenn auch…“) nicht durchdacht und keinesfalls abstrakt anzuwenden sind (was Regeln aber sein müssen, wie du als Jurist (?) sicher auch weißt).

    Du als Jurist? Hypotetisch und simulatorisch im Sinne von "Du als Gott" oder vermutenderweise und für wahrscheinlich haltend im Sinne von "Du als Nichtgott"? Aber so oder so ist schon die Nähe von Person und Beruf(ung) offensichtlich eins der Ziele, ansonsten würde er sich ja nicht ununterbrochen als Meistererklärer, Regierungsberater, Fach- und Völkerrechtsjurist, Weltenlenker und Klägeranwaltrichter gerieren. Für einen potentiellen Juristen gehalten zu werden ist da schon ein Reputationsfortschritt. <-;<

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    deine oftmals bemüht wirkenden Regelaufstellungen („wenn…dann…aber nur wenn auch…“) nicht durchdacht und keinesfalls abstrakt anzuwenden sind ...


    Täte man das, wäre Gewalt und Willkür und Tür und Tor geöffnet.


    Sie sind mir zuvorgekommen. Die Beispiele von frank_aus_wedau sind merkwürdigerweise alle so konstruiert dass es da heisst: Sezession ist OK, wenn es Russland nützt und in allen anderen Fällen nicht zulässig.


    frank_aus_wedau, Ihre Argumentation bezüglich Staatenbildung kann man nur als wirr bezeichnen. Das wird auch nicht besser, wenn Sie politisch unkorrekte Begriffe wie Rasse oder Volk durch den politisch heute beliebteren Begriff Ethnie ersetzen. Das, was Sie vorschlagen, ist eine Einladung dazu, Staaten von innen heraus zu zerstören, in dem man Teilen der Bevölkerung vorgaukelt, sie würden einem ominösen Volkskörper angehören und so aufhetzt. Wenn Sie selbst nicht merken, frank_aus_wedau, in welcher gedanklichen Gemeinschaft Sie sich da befinden, dann werde ich Ihnen kaum die Augen öffnen können.

    Xperia Z3c - Lumia 950 XL

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Bis vor einigen Monaten hätte man auch die Vorkommnisse in der Ukraine für eine „absurde Fallgestaltung“ gehalten...


    Dann unterscheiden sich halt unsere Qualitäten, die weitere Entwicklung einer politischen Krise einzuschätzen.


    Denn bereits in meinem ersten Beitrag in diesem Thread hatte ich am 06.03.2014 (also vor fast genau einem Jahr) betreffend die Krim geschrieben:


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ...
    Und wenn Putin jetzt Fakten schafft, bevor in einem Bürgerkrieg die Zivilbevölkerung dahingemetzelt wird, halte ich das für sehr vorausschauend ...


    Schon damals war sicher absehbar, was auf der Krim ohne deren Sezession geschehen wäre. In den anderen Gebieten im Osten der UA begannen dieselben Vorgänge wie auf der Krim. Nur wurde anders auf sie reagiert, was dann die andere von mir aufgezeigte Alternative zur Folge hatte.


    Die aktuellen bürgerkriegsähnlichen Zustände im Osten der Ukraine waren aus damaliger Sicht also keineswegs "absurd", sondern klar vorhersehbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass es anders kommt, war angesichts der von Beginn an verhärteten Positionen nahe Null.


    Und nichts beweist die Richtigkeit meiner These so sehr wie die harte Realität. Das "Vorgaukeln" hübscher ausgedachter Szenarien überlassen ich Anderen. Und wenn der guten Felsen2000 die Realität als "wirr" ansieht, mag er das tun - aber ohne mich.



    Und noch einmal für diejenigen, die nicht richtig lesen können oder wollen:
    Den Begriff "Rasse" habe ich weder benutzt noch gemeint. Ethnien und Rassen sind etwas grundverschiedenes (was aber offenbar nicht heißt, dass das auch jeder versteht). Der Einzige, der hier mit wüsten Rassentheorien aufwartet, ist Felsen2000. Und das, obwohl er angeblich selbst schon erkannt hat, dass das Unfug ist. Nur frage ich mich, warum allein er diese Diskussion dann hier einbringt.



    Edit:
    Bezeichnet doch einfach mal einen Ethnologen als Rassenkundler. Es wird ihm (zu Recht) die Sprache verschlagen. :mad:

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    ...wie du als Jurist (?) ...


    Dieser mutmaßliche Hochstapler (auch was Auslandsreisen und -Kontakte angeht) ist allenfalls Gerichtsbote und Aushilfsrabulistiker. Mit so eklatanten Verstößen gegen Logik, Methodik, Quellenarbeit und Redlichkeit, wie er hier seit nunmehr einem Jahr an den Tag legt, kommt man sicher nicht bis zum Staatsexamen. Kein Wunder, daß er sonst nichts zu Tun bekommt, als Foren vollzuschreiben - als Prädikatsputinist.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • ein selbst ernannter Winkeladvokat (für murmelchen: nein, das ist keine Beleidigung), in dieser Eigenschaft aber durchaus hauptberuflich hier unterwegs, sieht man ja an den Einsatzzeiten. Was den Arbeitseinsatz angeht ist er auch hart gegen sich selbst, kennt keinen 8-Stunden-Tag...


    ein Alt-Linker, der seine Blütezeit in den Siebzigern gehabt haben dürfte und sein altes Feindbild gerne weiterhin pflegt, sonst aber eher als Kleinbürger der Provinz rüberkommt...

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ...
    ein Alt-Linker, der seine Blütezeit in den Siebzigern gehabt haben dürfte ...


    Wenn die Argumente ausgehen, wird's persönlich ... das erinnert mich in der Tat an meine Grundschulzeit. :p

  • Interessanter Beitrag. Für einen "staatlichen" Mordauftrag liefert er Hinweise, aber wenn es so war, wird das nicht aufgeklärt werden können.

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