Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    Du machst dich echt lächerlich.
    Freie Meinungsäußerung steht nicht nur dir zu. :top:


    Selbstverständlich steht ihm, Dir und anderen eine freie Meinung zu, nur beansprucht Ihr ausgerechnet diese Meinungsfreiheit, um Putin zuzujubeln - und zwar bisher weitgehend vorbehaltlos und ohne jegliche ethischen Mindestansprüchen an ihn - der unumschränkt eben diese Freiheiten und noch mehr beseitigt, wo er nur kann. Das ist entweder heuchlerisch oder einfach beschränkt, auf jeden Fall nicht vertrauenswürdig.


    Und stellt Dir vor, mache Meinungen sind in ihrer Konsequenz eben verfassungsfeindlich.


    Und ebenso ist es heuchlerisch, anderen den gepriesenen Putinismus zuzumuten, aber selbst dann doch nicht darin leben zu wollen.
    (Andererseits scheinen sich einige Existenzen durch bedingungslose Loyalität noch eine persönliche Aufwertung an der Siegerseite in einem kommenden Eurasischen Reich zu versprechen)


    PS: mir und anderen wird von den linientreuen Putinisten hier gerne der Vorwurf, gemacht, die ihnen mißliebigen Texte wären zu lang. Nun, daß ein offenbar beschränktes Auffassungsvermögen eine Voraussetzung für die Begeisterung für Putin ist, das war stets erkennbar.

    LG: V30
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  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    ...
    Und ebenso ist es heuchlerisch, anderen den gepriesenen Putinismus zuzumuten, aber selbst dann doch nicht darin leben zu wollen.
    ...


    Darum geht es doch gar nicht!


    Meine Regierung und ich können es uns finanziell leisten, unabhängig von jeglichem "Putinismus" zu leben. Gleiches gestehe ich jedem anderen auf dieser Welt zu - auch den Ukrainern. Nur können die es sich eben nicht leisten - die Welt ist halt nicht gerecht.


    Zwar bin ich grundsätzlich bereit, Bedürftigen unter die Arme zu greifen ... was ich auch mache (nein, das werde ich hier jetzt nicht diskutieren). Putschisten und Kriegstreiber, die jeden Versuch einer friedlichen Einigung boykottieren und lieber die eigene Bevölkerung unter Artilleriebeschuss nehme, schließe ich für mich aber ausdrücklich aus. Die können mit meiner Solidarität nicht rechnen.


    Darum geht es mir.

  • Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Du verwendest hier die selben Methoden, die Du vermutlich sonst bei der westlichen "Lügenpresse" kritisierst. Das ist schon bedenklich.

    Ok, Du wirst aber zu meiner Entschuldigung anerkennen müssen, dass ich kein Journalist bin. Im Gegensatz zu denen, gebe ich aber die Primär-Quelle an, so dass Du in die Lage bist, meine Angaben zu überprüfen :apaul:
    Da ich in diesem Punkt Deine Kritik als berechtigt ansehe, korrigiere ich das gern mit diesem Transkript der Rede des Stratfor-Chefs Gleichzeitig sind am Ende des Links auch Verweise auf die gesamte Rede zu finden, damit niemand behaupten könne, wir zitierten hier nur 'einzelne, aus dem Zusammenang gerissene Ausschnitte' ;)
    Als Korrektur jetzt ein ungekürztes Zitat aus der Rede, dass die Ziele der US-Strategen eindeutig beschreibt:

    Zitat

    Für die USA ist das Hauptziel, dass russisches Kapital, russische Technologien… ich meine deutsches Kapital und deutsche Technologien und die russischen Rohstoff Ressourcen und die russische Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern versuchen.

    Lieber rmol,
    Du hast da augenscheinlich etwas 'oberflächlich' gelesen ;)

    Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Besagten "Gürtel vom Baltikum bis zum schwarzen Meer" gibt es übrigens schon seit den 2000er Jahren in Form der neuen Nato-Staaten, ich wüsste nicht, inwiefern der von nicht nationalistischen Kreisen als "Störung" der Beziehungen zu Russland wahrgenommen worden wäre... Wieso soll der Gürtel dann ein zukünftig noch zu erreichendes "Ziel" sein wie von dir behauptet?

    Das habe nicht ich behauptet, sondern der Stratfor-Chef:

    Zitat

    Also wie kann man das erreichen, dass diese deutsch-russische Kombination verhindert wird. Die USA ist bereit, mit ihrer Karte diese Kombination zu schlagen:das ist die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer.

    Das ist also der Grund des amerikanischen Engagements in der Ukraine - wie befremdlich :gpaul:

  • saint:



    Zitat

    PS: mir und anderen wird von den linientreuen Putinisten hier gerne der Vorwurf, gemacht, die ihnen mißliebigen Texte wären zu lang. Nun, daß ein offenbar beschränktes Auffassungsvermögen eine Voraussetzung für die Begeisterung für Putin ist, das war stets erkennbar.


    Ist es mal möglich, dass du ein Posting ohne persönliche Diffamierungen gegen/über andere User verfasst?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Lieber rmol,
    Du hast da augenscheinlich etwas 'oberflächlich' gelesen ;)
    Das habe nicht ich behauptet, sondern der Stratfor-Chef

    Nein, ich hatte das Interview durchaus in Gänze verfolgt, habe mich hier vielleicht unsauber ausgedrückt.
    Ok, also der Statfor-Chef sinniert über einen "Gürtel" und nicht du. Du aber misst dieser Aussage offensichtlich eine sehr große Bedeutung zu und reitest endlos darauf herum.
    Wie bereits geschildert gibt es besagten Gürtel vom Baltikum zum schwarzen Meer schon heute. Wenn er nun angeblich durch Hinzunahme der Ukraine noch breiter werden muss, wieso sollten dann deiner Meinung nach die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen noch mehr behindert werden als durch den schon bestehenden Gürtel?
    Die geographische Distanz spielt sowieso keine so entscheidende Rolle für die Frage ob wirtschaftliche Beziehungen bestehen oder nicht, wie gerade das Verhältnis USA-Europa einleuchtend beweist.


    Abgesehen davon liegt der "Gürtel" auch in unserem Interesse. Nicht, um Wirtschaftsbeziehungen einzuschränken, sondern um einen nicht allzu abrupten Übergang zwischen zwei völlig verschiedenen Systemen zu schaffen. So liegt das Wohlstandsniveau Polens zwischen unserem und dem Russlands, und davon profitieren auch wir.
    Die Ukraine als Teil des Gürtels läge nach deiner Logik sogar eher im Interesse Deutschlands als der USA, da Deutschland durch die geringere Distanz viel mehr Aussichten auf lukrative Geschäfte dort hat als die Amerikaner.
    Ein weiterer Vorteil des Gürtels liegt im Sicherheitsaspekt - mir ist viel wohler, wenn die Rote Armee ein paar Hundert Kilometer entfernt ist und nicht mitten unter uns wie früher. Wozu das führt zeigt gerade die Krim-Annexion sehr eindrucksvoll.


    Du gefällst dir offensichtlich darin, eine angebliche Verschwörung der USA gegen Deutschland nach der anderen anzuführen... das naheliegende - dass nämlich Putin sich nicht einen weiteren umfallenden Satellitenstaat leisten kann oder will, um sein eigenes Zarenreich festigen und ausbauen zu können - lässt du außen vor...

  • rmol
    Hoffentlich schafft Russland nicht einen Korridor nach Kaliningrad (Königsberg).
    Wie man Staatsgebiete einfach "verschieben" und Millionen Menschen - auch Polen - zur Umsiedlung zwingen konnte, zeigt der 2. Weltkrieg.
    Die Menschen sind seither nicht friedliebender geworden.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
      rmol
    Hoffentlich schafft Russland nicht einen Korridor nach Kaliningrad (Königsberg).

    Dafür müsste ja Nato-Gebiet besetzt werden... für noch wahrscheinlicher halte ich einen Korridor zur Krim über Mariuopol.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Meine Regierung und ich können es uns finanziell leisten, unabhängig von jeglichem "Putinismus" zu leben. Gleiches gestehe ich jedem anderen auf dieser Welt zu - auch den Ukrainern. Nur können die es sich eben nicht leisten - die Welt ist halt nicht gerecht.


    Wie meinst du das? Ob man im Einflussgebiet Putins leben muss, ist eine Frage des Geldes?

  • Hier noch ein aufgeschapptes Stück Neofaschismus aus Putinistan (Olgintsy ist auch eine Bezeichnung für russische Regierungstrolle , wird im Artikel erläutert):


    http://www.themoscowtimes.com/…s-not-charlie/514369.html


    " ... After the monstrous terrorist attack in Paris, the Olgintsy were mobilized to promulgate this thesis: "Of course, all of this is terrible, but it would never have happened if France had employed censorship to prevent insulting people and things some people consider sacred."


    Users on Twitter and the popular Russian social network VKontakte noticed recently that they were receiving an identical message from seemingly different commentators. "I just heard about this," it reads, "and I side with those who did the shooting. There should be censorship of the press and if someone does not understand where the limit lies, they will pay with their lives."


    And it is interesting that Alexander Grishin, leading commentator for the Komsomolskaya Pravda newspaper, recently came to the same conclusion, closing his column with the words: "I am not in solidarity with French journalists." The newspaper even ran a large collection of material under the general heading "Why I am not Charlie Hebdo."


    And finally, their conclusion: "We, Christians, Muslims, Jews and even Buddhists stand on one level of evolution, and the liberal Europeans on another, and both sides are moving inexorably in different directions. No words exist that could bridge that chasm."


    What is that statement if not an expression of solidarity with the terrorists? And if to consider that the chief editor of the newspaper was one of President Vladimir Putin's trusted confidants during the last presidential election and, in general, has entrée into the highest Kremlin offices, it makes you wonder if Putin was sincere when he addressed words of sympathy to the French people. ..."

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