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Die Katze lässt eben das Mausen nicht ![]()
NOKIA REINVENTED - Neues von der neuen Nokia Corp.
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Genau. Daneben möchte ich aufzeigen, dass es der Markt eben nicht so negativ sieht, wie es hier gesehen wird.
Interessant ist die Frage, weshalb nicht?
Anhand der beiden Relativentwicklungen der letzten vier Wochen kann man auch erkennen, dass es bei Apple keine Kursexplosion gibt, die jetzt in allen Gazetten als angebliche 'Sensation' beschrieben wird. Die Aktie hatte sich sogar relativ leicht schlechter, mindestens aber mit vielen großzügigen Puffer neutral im Vergleich zu Nokia entwickelt. Demzufolge kann man da auch nicht von einer besonderen Situation sprechen, aktuell zumindest noch nicht.
Mit MS oder Samsung habe ich nicht verglichen, ggfs. kann das hier anders sein.So, Bild gerade gerückt.
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Zitat
Original geschrieben von derAL
Contra: Leerverkäufe... ...Und das wäre fatal.Also ich persönlich halte Zockertum weder förderlich noch heilsbringend für die Menschheit. Die Börsen hatten mal ihren Sinn, doch die Gier wird ihren Untergang besiegeln.
Jetzt kommt sicher das regulieren des Marktes Totschlagargument:
In der Krise kommt dann die Politik und rettet die Bonis mit Steuergeld. Top Markt. Ja nee is klar.
Ist aber hier OT. Wie die meisten Posts. -
Es geht nicht um das Zockertum, sondern darum, dass es für Märkte insgesamt heilsam ist, wenn Irrationalitäten eliminiert werden. Denn gerade diese Irrationalitäten sind die Gründe für Krisen. Dem Markt nützt es doch nichts, wenn eine Aktie mit dem 1.650-fachen seines Kurs-Gewinn-Verhältnis (Aktienkurs geteilt durch Jahres-Gewinn pro Aktie) bewertungstechnisch hochgetrieben wird (wie etwa bei ADVA Optical Networks um die Jahrtausendwende passiert) und daraus nur heise Luft entsteht.
Am Ende platzt jede Blase umso heftiger, je irrationaler die Bewegung vorher ausfiel. Hedgefonds suchen sich solche Irrationalität heraus. Im Grunde handeln sie Situationen, die der Markt noch nicht erkannt hat und profitieren dann davon, wenn es der Markt mit deutlicher Verzögerung endlich kapiert hat, dass das Niveau nicht stimmen kann.
Ich persönlich bin gegen eine staatliche Regulierung des Marktes, weil ich daran glaube, dass der Markt sich selbst regulieren kann, wenn man ihn nur im Sinne eines gesunden Ordnungsrahmens lässt. Staatliche Eingriffe bringen am Ende des Tages immer Probleme mit sich, weil er Irrationalitäten fördert.
Was hätte denn die Politik bei Nokia bewirken können? Gar nichts.
Nokia hätte mit Symbian weitergemacht und mit billigen staatlichen Hilfen weiter ineffizient mit großem Wasserkopf weitergearbeitet. Mit dem Ablauf staatlicher Hilfen nach X Jahren wäre das Problem nur größer geworden. So aber hat man Nokia gezwungen, den Realitäten ins Auge zu sehen und zu handeln. Jetzt besteht für das Unternehmen wieder eine reelle Chance, ggfs. mit neuen Smartphones.Was bedeutet ein Leerverkauf denn eigentlich?
- Die Leerverkäufer verkaufen etwas z. B. für 100 EUR, weil sie genau wissen, dass es auf Grund der Faktenlage niemals 100 EUR Wert wert sein kann.
- dann kapiert es irgendwann später der Markt und der Titel sinkt auf Grund des Verkaufsdrucks der Masse
- und bei 75 EUR stellen die Leerverkäufer die Position wieder glatt (kaufen ihn quasi nach dem Leerverkauf zurück), weil sie den Wert dann als angemessen erachten.
- Die Differenz von 25 EUR (das also, was das Unternehmen einfach nicht wert war) ist ihr Gewinn.
- Letztlich war das Unternehmen bereits bei einem Kurs von 100 EUR nur 75 EUR wert (die 25 EUR waren eine Übertreibung, nicht angemessen)
- Hätte das Unternehmen mit einem inneren Wert von 75 EUR auf 200 EUR steigen sollen, damit der Kleinanleger ihn bei 200 kauft und zum Schluss die Zeche für den darauf folgenden Absturz zahlt?Hedgefonds, Abitrageure (nutzen Kursunterschiede an unterschiedlichen Handelsplätzen) und Leerverkäufer erfüllen die Funktion tatsächlich analog des Tierreichs der Aasgeier, der Raubtiere, der Hyänen, des Haifischs im Meer, Pilze im Wald usw.. Sie wirken auf Populationen ein, entfernen die Kranken und die nicht Überlebensfähigen, da diese die Herde aufhalten oder anderweitig Ressourcen belasten, die bei anderen effizienter eingesetzt werden könnten. Warum ein lebensunfähiges Unternehmen finanzieren, wenn andere lebensfähige Unternehmen mit dem Kapital besser arbeiten oder wachsen können? Diese sogenannten Aasgeier sorgen auch dafür, dass das Geld effizient verteilt wird, es sei denn, der Staat greift wieder mal ein und sorgt für eine Fehlallokation des Kapitals.
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Kurz gesagt, Raubtierkapitalismus, und vom Staat subventionierte Abzockerei, wenn es in die Hose gegangen ist.
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Du bist also der Meinung, dass eine Aktie mit 100 EUR bepreist werden soll, wenn sie nur 75 EUR wert ist? Verstehe ich nicht.
Dann soll das Brötchen auch nicht 30 Cents kosten, sondern 1 EUR das Stück. Der Liter Benzin 4 EUR? Und der Mindestlohn auf 18 EUR pro Stunde?
Irgendwo müssen sich die Preise doch eintaxieren. Das soll der Markt durch Angebot und Nachfrage regeln und nicht der Staat.
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Zitat
Original geschrieben von derAL
Du bist also der Meinung, dass eine Aktie mit 100 EUR bepreist werden soll, wenn sie nur 75 EUR wert ist? Verstehe ich nicht.
Du weißt doch ganz genau, dass hier Theorie und Praxis ziemlich weit auseinander gehen.Ich bin grundsätzlich für die Leerverkäufe, jedoch spiegelt der Börsenkurs häufig eben nicht den Wert des Unternehmens bzw. Aktie wieder ( wie man den Wert definiert, führt hier sicher zu weit und soll auch nicht das Thema sein). Das Problem sind nicht die kleinen Händler und Privatleute, die etwas spekulieren.
Dir ist sicher bekannt, dass große Hedgefonds, Investmentbanken, usw. über genügend Kapital verfügen, um den Börsenkurs deutlich vom eigentlichen Wert zu entfernen. Für deren Gewinn reicht ein zeitweises Entfernen.Bsp.: Eine Aktie ist mit 100 € fair bewertet. Wenn diese Aktie sowieso schon mäßige Nachrichten hervorgebracht hat, dann werden von den Hedgefonds vielleicht negative Gerüchte gestreut und dann in großem Stil verkauft. Ohne Gerüchte läuft es ja ähnlich.
Die Hoffnung ist, dass irgendwelche Verkaufsprogramme anspringen und ein größerer Anlegerkreis den Gerüchten Glauben schenkt. Bei vielleicht 75€ kaufen dann die Hedgefonds zurück und haben großartig verdient. Irgendwann erweisen sich die Gerüchte als falsch oder zumindest der Ausverkauf überzogen und die Aktie steht wieder bei 95-100 €.
Die Aktie stand aber wirklich einige Zeit außerhalb des fairen Wertes. Die Hedegfonds haben mit ihrer Marktmacht Gewinn gemacht und die kleineren Anleger haben den Verlust.Auf der anderen Seite geht es natürlich genauso. In eine Aktie mit starkem Aufwärtstrend aber eigentlich schon (kurzfristig) überkauft, werden positive Gerüchte gestreute oder der Kauftrieb anders angetrieben. Springen dann Kaufprogramme oder andere Anlegergruppen in die Aktie rein, dann wird in diese Übertreibung hinein verkauft und Aktie steht bald wieder tiefer.
Ich will nur darauf hinaus, dass der Preis einer Aktie häufig nicht dem Wert entspricht.
VG
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ZitatAlles anzeigen
Original geschrieben von Bandit137
Du weißt doch ganz genau, dass hier Theorie und Praxis ziemlich weit auseinander gehen.Ich bin grundsätzlich für die Leerverkäufe, jedoch spiegelt der Börsenkurs häufig eben nicht den Wert des Unternehmens bzw. Aktie wieder ( wie man den Wert definiert, führt hier sicher zu weit und soll auch nicht das Thema sein). Das Problem sind nicht die kleinen Händler und Privatleute, die etwas spekulieren.
Dir ist sicher bekannt, dass große Hedgefonds, Investmentbanken, usw. über genügend Kapital verfügen, um den Börsenkurs deutlich vom eigentlichen Wert zu entfernen. Für deren Gewinn reicht ein zeitweises Entfernen.Bsp.: Eine Aktie ist mit 100 € fair bewertet. Wenn diese Aktie sowieso schon mäßige Nachrichten hervorgebracht hat, dann werden von den Hedgefonds vielleicht negative Gerüchte gestreut und dann in großem Stil verkauft. Ohne Gerüchte läuft es ja ähnlich.
Die Hoffnung ist, dass irgendwelche Verkaufsprogramme anspringen und ein größerer Anlegerkreis den Gerüchten Glauben schenkt. Bei vielleicht 75€ kaufen dann die Hedgefonds zurück und haben großartig verdient. Irgendwann erweisen sich die Gerüchte als falsch oder zumindest der Ausverkauf überzogen und die Aktie steht wieder bei 95-100 €.
Die Aktie stand aber wirklich einige Zeit außerhalb des fairen Wertes. Die Hedegfonds haben mit ihrer Marktmacht Gewinn gemacht und die kleineren Anleger haben den Verlust.Auf der anderen Seite geht es natürlich genauso. In eine Aktie mit starkem Aufwärtstrend aber eigentlich schon (kurzfristig) überkauft, werden positive Gerüchte gestreute oder der Kauftrieb anders angetrieben. Springen dann Kaufprogramme oder andere Anlegergruppen in die Aktie rein, dann wird in diese Übertreibung hinein verkauft und Aktie steht bald wieder tiefer.
Ich will nur darauf hinaus, dass der Preis einer Aktie häufig nicht dem Wert entspricht.
VG
Wir sind etwa bei 99% Zustimmung. Ich teile weitestgehend Deine Position.
An einer Stelle füge ich etwas an:
Die Leerverkäufer wissen auch, dass andere den fairen Wert richtig bemessen können.
Das ist ja auch der Grund für plötzliche Short-Eindeckungen und irgendwo letztlich ja auch der Grund für jene für mich, die gegenläufige Meinung als besonderen 'Indikator' zu betrachten. Manchmal weicht es ab, aber bei 'deutlich' bin ich vorsichtiger.Umgekehrt (hast ja auch geschrieben) kann man sehen, dass jetzt alle wieder vom Wunder-Iphone 6 träumen und das in den Kurs reinhauen, nur weil eine Einzelmeinung etwas von 60 Mio. Einheiten plapperte.
Bei so etwas versuche ich die Realitäten mal anders darzulegen, dass Nokia etwa in den letzten vier Wochen genauso gut lief wie Apple, Absatzzahlen iPhone hin oder her und das erst mit dem More-Value-für-die-Aktionäre-Gedanken Apples (die damit ja nach anfänglichem Zähneknirschen zentrale Einhorn- und Icahn-Forderungen erfüllten) der Kurs erst seitwärts und dann etwas stärker und dann mit dem IBM-Deal und der iP6-Erwartungsrally noch stärker nach oben lief.
Bei Nokia wurde von allen Seiten gehämmert. Brauchst Dich ja nur hier im Forum umzusehen, was da alles geschrieben wurde; letztlich ist es neben eigenen Gedanken ja immer auch eine Mischung von dem, was irgendwo gelesen wurde und auch an der Börse herumgeisterte. Da war die Firma auf einmal gar nichts mehr wert (nicht einmal die Patente), kurz vor der Pleite usw.. Da haben fast alle ihre Stücke auf den Markt geschmissen, bis die Aktie bei 1,25 EUR stand. Da muss man sich doch 'hallo?' sagen und dort was tun. Und da waren nicht nur Hedgefonds, die was streuten; es war eine kollektive Resignation.
Das mag provokativ wirken, ist aber nicht als solches gedacht. Ich versuche lediglich damit zu 'erden', da manchmal die Gäule hier oder im anderen Thread durchgehen und alles von der 'genialen' Produktseite Apples betrachtet wird. Aber das ist halt nicht alles im Leben einer Firma.
Der Kurs schwankt sehr häufig mal mehr oder weniger stark um die Realität, da es unterschiedliche Erwartungen gibt, die da gehandelt werden.

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Zitat
Original geschrieben von derAL
Die Leerverkäufer wissen auch, dass andere den fairen Wert richtig bemessen können.
Meines Wissens ist das aber für die Leerverkäufer völlig egal (oder fast völlig). Es gibt genügend Börsenphasen, wo der Aktienkurs relativ weit vom vom fair bemessenem Wert abweicht.
Für die Leerverläufer ist nur wichtig, in welcher Phase man sich gerade befindet und wie lange man es laufen lassen kann, bevor man eindecken muss. Aber das weißt Du sicher besser als ich.ZitatDas ist ja auch der Grund für plötzliche Short-Eindeckungen und irgendwo letztlich ja auch der Grund für jene für mich, die gegenläufige Meinung als besonderen 'Indikator' zu betrachten. Manchmal weicht es ab, aber bei 'deutlich' bin ich vorsichtiger.
Deutlich ist ja wieder so eine Sache der Definition und führt hier sicher wieder zu weit.
Ich meinte eigentlich nur folgendes: Jede Börsenphase und jede Aktie hat eine eigene Definition von deutlicher Über-/Untertreibung. In einer volatilen Phase mögen das kurze aber mehr oder wenige heftige Kurssprünge sein. In starken Trendphasen (dot.com Boom Ende der 90er oder die Finanzkrise 2008) können die Übertreibungen auch schon mal weit jenseits und völlig losgelöst von jeglicher fundamentalen Bewertung sein. Jeder will rein oder jeder will raus und nicht alles ist von den Hedgefonds verursacht.
Aber auch hier bist Du sicher näher dran, als ich.ZitatBei Nokia wurde von allen Seiten gehämmert. Brauchst Dich ja nur hier im Forum umzusehen, was da alles geschrieben wurde; letztlich ist es neben eigenen Gedanken ja immer auch eine Mischung von dem, was irgendwo gelesen wurde und auch an der Börse herumgeisterte. Da war die Firma auf einmal gar nichts mehr wert (nicht einmal die Patente), kurz vor der Pleite usw.. Da haben fast alle ihre Stücke auf den Markt geschmissen, bis die Aktie bei 1,25 EUR stand. Da muss man sich doch 'hallo?' sagen und dort was tun. Und da waren nicht nur Hedgefonds, die was streuten; es war eine kollektive Resignation.
Ich verstehe Dich zwar aber in meinen Augen ist der Fall Nokia ein schlechtes Beispiel.
Nokias Management hat ja wirklich über viele Jahre versagt. Natürlich wird dann viel negatives (wahr , unwahr oder Gerücht) geschrieben.
Der Wert möglicher Patente spielt hier auch keine Rolle. Nokia wäre nicht das erste Unternehmen, dass weit unter Buchwert gehandelt wird. Fährt das Management das Unternehmen nämlich gegen die Wand, behalten die Patente zwar ihren Wert, davon haben die Aktionäre im Allgemein aber nicht viel.Den Hedgefonds ist auch das egal. Die schauen nur nach ihrer Chance.
Bei weiterhin schlechtem Management, wird wohl eher versucht, die Aktie durch Kapital, Gerüchte oder andere unsportliche Aktionen in Richtung Pleite zu führen. Das sind schöne Leerverkaufsgewinne.
Kann das Management jedoch den Turnaround glaubhaft verkaufen und die positiven oder weniger negativen Nachrichten häufen sich, werden die Hedgefonds wohl eher die überverkauft Seite nutzen.
Das ist ja auch soweit in Ordnung. Es ist jedoch so viel Kapital im Spiel, dass die Legalität mächtig strapaziert wird und das ist nicht mehr in Ordnung.VG
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Mein Freund (meine ich ehrlich) wir lassen das Thema besser, denn wir werden uns da nicht einig.
Gehört hier auch nicht her.
Du beschreibst den sinnvollen Soll-Zustand, aber mit der Wirklichkeit deckt sich das immer weniger.
Wenn ehrliche Sparer jedes Jahr 3% ihres hart erarbeiteten Vermögens verlieren, dann ist etwas schief gegangen. Von Renten und Lebensversicherungen sprechen wir lieber mal auch nicht.ZitatOriginal geschrieben von derAL
Ich persönlich bin gegen eine staatliche Regulierung des Marktes, weil ich daran glaube, dass der Markt sich selbst regulieren kann, wenn man ihn nur im Sinne eines gesunden Ordnungsrahmens lässt. Staatliche Eingriffe bringen am Ende des Tages immer Probleme mit sich, weil er Irrationalitäten fördert.
Schön.
Wenn zur Bankenkrise der Staat nicht eingegriffen hätte, könnten wir jetzt auch von den Börsen in der Vergangenheitsform reden. Die Nokianer hatten leider nicht so viel Glück wie deine Kollegen.
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