Bundesagentur für "Arbeit" ?

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    "Geldsorgen" haben ist immer relativ.


    Denke wer so 1.200 Euro verdient her hat zwar soviel Geld das er alle noetigen Rechnungen puenktlich bezahlen kann, aber fuer eigene Wuensche und Traeume kann man kaum etwas wegsparen.


    Und das ist dann schon frustrierend, wenn man zwar arbeitet, sich aber trotzdem kaum mehr als das Noetigste leisten kann.


    Und? Entweder einen besseren Job finden oder in ein besseres Land fliehen. Was für den Nigerianer recht ist, sollte für den Deutschen auch nicht falsch sein. Vielleicht gibts ja ein Land, in welchem man - obwohl man scheinbar über keine gesuchten Fähigkeiten oder Eigenschaften verfügt - sich alle Träume erfüllen kann.

  • Zitat

    Original geschrieben von ElChefe
    Aha und SAR hat das die Zahnfee zugeflüstert?


    Eigentlich war es der Waldschrat: ILO Bericht

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Das ist eine oft gehörte Phrase.


    Wer bereit ist, sich für 8,50 EUR Mindestlohn (pro 1,5-2 Stunden Arbeit) verarschen zu lassen, ggf. aufstockt und jede Drecksarbeit machen würde - ja, der findet immer etwas.


    Wenn ich in einer Notlage bin, dann würde ich auch jede "Drecksarbeit" machen.


    Das Problem in Deutschland ist dann aber eher, dass gerade der Personenkreis mit fehlender Ausbildung diese notwendigen Arbeiten ablehnt, da man in Summe der sozialen Leistungen mit Nichtstun den gleichen Lebensstandard erhält.


    Leider negieren einige, vor allem aus dem linken Lager, dass es nunmal eine signifikante Anzahl an Menschen gibt, die nicht in der Lage sind durch Arbeitsleistung eine gewinnbringende Produktivität und somit die Existenz des Jobs zu ermöglichen.


    Was daran aber "menschenverachtend" sein soll?

    Beste Grüße
    W.

  • Menschenverachtend ist zum einen alles, was entweder heute oder (spätestens) im rentenalter zu einem anspruch auf aufstockende leistungen führt.


    Zum anderen alles, was "dank" zu niedriger löhne dazu führt, daß der steuerzahler zur übernahme aufstockender leistungen und somit indirekt zur subvention der geizigen arbeitgeber-ausbeuter gezwungen (!) wird. Ein arbeitgeber, der keine löhne bezahlen will oder kann, die seinen arbeitnehmern ein leben frei von amts-abhängigkeit ermöglichen, hat auf dem markt nichts zu suchen. Es kann nicht aufgabe des steuerzahlers sein, ausbeutern die gewinne zu finanzieren.


    Im ersten falle wird der arbeitnehmer verachtet, im zweiten außerdem auch noch der steuerzahler.

    vielen dank für alle hilfreichen antworten


    Der teuro ist tot, es lebe die neue alte DM. Wetten auf 10-jahres-sicht werden angenommen (gibt's da eigentlich internet-wettanbieter für?).

  • Sehe ich auch so.


    Selbst jemand der keine besondere Qualifikation hat und nur Hilfstaetigkeiten machen kann, sollte da, wenn er eine annehmbare Leistung bringt, trotzdem ein Gehalt bekommen, das nach Abzug von Fahrtkosten und Essensgeld immer noch mindestens 200 Euro ueber Sozialhilfe liegt. Grob kommt man dann auf so 1.200 Euro netto (382EUR + 450EUR + 170 EUR + 200 EUR)


    Bei einer Fachkraft mit normalen Berufsabschluss so 1.500 Euro netto.


    Bei einer qualifizierten Fachkraft mit anspruchsvollem Berufsabschluss und Zertifikaten so 1.700 Euro netto.


    Fuer einen Bachelor so 2.000 Euro netto und einen Master so 2.300 Euro netto.


    Denke das waeren faire Mindestgehaelter.

  • Zitat

    Original geschrieben von malinfo
    Menschenverachtend ist zum einen alles, was entweder heute oder (spätestens) im rentenalter zu einem anspruch auf aufstockende leistungen führt.


    Zum anderen alles, was "dank" zu niedriger löhne dazu führt, daß der steuerzahler zur übernahme aufstockender leistungen ...


    Dir ist schon bewusst, dass Deine Forderungen im Hinblick auf eine Familie mit zwei oder gar drei Kindern und fehlender Ausbildung unrealistisch ist?
    Träum weiter.


    Das hat übrigens wenig mit geizigen Arbeitgebern zu tun, die ihre Mitarbeiter zur Gewinnmaximierung ausbeuten.
    Die gibt es und hier muss man Abhilfe schaffen. Alles andere ist einfach zu pauschal.

    Beste Grüße
    W.

  • Sondern? Wie es denn dann? Eine Erklärung wäre nett, wie es zustande kommt, das Vollzeitberufskräfte aufstocken müssen; jetzt und später in der Rente.


    Ich bin gespannt.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Sondern? Wie es denn dann? Eine Erklärung wäre nett, wie es zustande kommt, das Vollzeitberufskräfte aufstocken müssen; jetzt und später in der Rente.


    Weil diese Menschen einen Beruf ausüben, für dessen Arbeitskraft niemand - und damit meine ich nicht in erster Linie die Arbeitgeber, sondern die Konsumenten - einen höhere Preis bezahlen will.


    Warum glaubst Du wohl gibt es Haarschnitte für 5 Euro? Weil die Friseurin nicht mehr verdienen möchte? Oder doch eher weil es Kunden gibt, die nicht mehr bezahlen möchten?


    (ungelernte) Hilfskräfte werden entweder durch Maschinen oder durch Verlagerung (Globalisierung sei Dank) in ein Niedriglohnland ersetzt. Wenn man also über keine benötigten Fähigkeiten verfügt muss man sich diese entweder a) aneignen b) in ein "besseres" Land fliehen oder c) aufhören zu jammern und akzeptieren dass man nicht 2x im Jahr in Urlaub fliegen kann.

  • Kein Mensch verlang 2 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen zu können. Das kann so gut wie kein Arbeitnehmer in Deutschland.
    Aber wenn ein Friseursalon nur besucht wird, weil er nur 5 Euro für einen Haarschnitt verlangt, dann muss er eben schließen. Irgendwann wird jeder Mensch einen Haarschnitt wollen, und dann bezahlt der auch 15 oder 20 Euro dafür. Genauso ist es mit den anderen "ungeliebten" Arbeiten. Sind die so ungeliebt, weil sie schlecht sind? Oder sind die vielleicht nur deswegen ungeliebt, weil man davon nicht leben kann?
    Natürlich werden dann bestimmte Dinge teurer werden. Aber so funktioniert Marktwirtschaft eben. Entweder man kann die Arbeit bezahlen, oder man lässt es. Und wenn der Haarschnitt 20 Euro kostet, dann kostet er eben so viel. Deswegen werden nicht alle Leute mit langen Zottelhaaren rumlaufen. Man wird sich die Haare weiter schneiden lassen, und dafür eben einmal weniger teuer Essen gehen, oder das Geld woanders einsparen.
    Zu verlangen, daß der eigene Geiz durch den Steuerzahler finanziert wird, ist der falsche Weg. Und wenn solche Jobs wie Friseure etc nicht mehr vom Steuerzahler finanziert werden muss, können die Steuern gesenkt werden, und schon ist das Geld für den nun teureren Friseurbesuch wieder da...

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