Immobilie zur Altersvorsorge?

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Wie sagte schon der clevere Vermieter: In seinen eigenen, gekauften vier Wänden wohnt man nicht; die vermietet man nur.


    kommt darauf an was man für ein Typ ist.


    Ich bin Handwerker der wenn etwas kaputt ist oder umgebaut werden soll lieber mal schnell zum Baumarkt fährt und es schnell erledigt, ich kann es nicht brauchen wegen jeder Kleinigkeit erst mal ewig mit dem Vermieter zu diskutieren und dann auf irgendwelche Handwerker Rücksicht zu nehmen.


    Deshalb wohne ich gerne im Eigentum und ich muß nicht viel für Instandhaltung ausgeben.


    Wenn ich überlege was ich schon in meiner Wohnung gemacht habe, z.B. Smart-Home-Installation, Split-Klimaanlage oder Belüftungssystem, das hätte ich in Miete gar nicht machen können. Auch beim Boden oder den Wänden bin ich der Chef, wenn ich Fliesen will dann kommen Fliesen und nicht nach ewigen Diskussionen dann Laminat weil es der Vermieter so will...

  • Darum geht es nicht. Es geht um die steuerlichen Vorteile und den Gewinn, damit man von seinem Wohneigentum leben kann, wenn man(n) will.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von jdf
    1. Meine zu erwartende Rente ist viel zu gering um von ihr ohne Grundsicherung leben zu können, die Lücke ist zu gross um sie zu stopfen (trotz zusätzlich vorhandener privater RV). Daher möchte ich im Alter keine Miete mehr zahlen müssen.

    Das kann ich jetzt nicht so einordnen.


    Auf einer Seite schreibst du das die Luecke so gross ist das du sie sie nicht schliessen kannst, auf der anderen Seite aber das dein Kapitael waechst und waechst. Aber das ist irgendwie ein Widerstpruch.


    Weil wenn du es schaffst eine eigene Immobilile bis zur Rente abzuzahlen, muesstest du es auch schaffen soviel Kapital anzusparen das du genug Ruecklagen hast von denen du immer mal wieder etwas entnehmen kannst.


    Zitat

    Original geschrieben von jdf
    2. Unsere Miete ist jetzt schon wahnsinnig hoch, so dass man das Geld vielleicht besser in Wohneigentum stecken sollte. Natürlich sind dort die Preise auch hoch, doch günstige Mietwohnungen sind hier kaum zu bekommen. Teuer ist beides, mieten und kaufen.

    Dort wo die Mieten hoch sind, sind meist leider auch die Immobilienpreise entsprechend hoch. Und dort wo es guenstige Immobilien gibt meist auch die Mieten niedrig.


    [QUOTE] Original geschrieben von jdf
    3. Nach rund 15 meist berufs-/studiumsbedingten Umzügen seit dem Auszug aus meinem Elternhaus und den unterschiedlichsten Wohnerfahrungen als Mieter von Wohnungen und auch in WGs habe ich es so satt zur Miete zu Wohnen, denn es kommt doch immer wieder was dazu. Und sei es nur der neue Nachbar, der später einzieht, und plötzlich ist es mit der Nachtruhe vorbei./QUOTE]Sowas kann aber auch in einer eigenen Wohnung oder in einem Reihenhaus passieren. Wenn dann muesstest du da schon ein freistehendes Haus kaufen, und dann hast du entweder eine lange Pendelstrecke oder musst richtig viel Geld ausgeben.


    *****


    Generell ist es schon schoen wenn man sich eine eigene Immobilie leisten kann, aber eben nur wenn man sie sich wirklich leisten kann. Also das man trotz Kreditraten zahlen noch vernuenftig leben kann, und das die Immobilie abbezahlt ist bevor man selber in den Ruhestand geht und bei der Immobilie die ersten groesseren Reperaturen und Sanierungen notwendig werden.

  • Vermietungen bringen auch kein Geld, wenn man nicht gerade einen Wohnblock hat. Eine Wohnung wird ein +- Geschäft. Da kommt nichts bei rum.

  • Demografischer Wandel hin und her. Man muss sehen, *wo* man sich etwas zulegen will.
    Der Markt im Speckgürtel einiger Metropolregionen ist am glühen. Nicht ohne Grund. Im Gegensatz zur ostdeutschen Pampa ist dort selbst bei Einbruch der Bevölkerungszahlen nicht mit einem Preisverfall zu rechnen.


    Ich weiss vom Münchner Umland, dass die Verkäufer gerade am Durchdrehen sind. Da werden Preise aufgerufen und unverschämte Verträge angeboten, wo man nur mit dem Kopf schütteln kann, was man sich als gut zahlender Kunde alles gefallen lassen muss...
    Ich denke in Hamburg wird es ähnlich sein. Wenn du dort ein gutes Angebot bekommst und nicht blind kaufst, weil du unbedingt was kaufen willst, dann mach das, aber setze dir eine vernünftige finanzielle Grenze.

  • Re: Immobilie zur Altersvorsorge?


    Zitat

    Original geschrieben von jdf
    Schon seit längerem denke ich über eine selbstgenutzte Immobilie zur Altersvorsorge nach und würde mich freuen eure Meinungen dazu zu erfahren.


    Eine Immobilie ist zur Altersvorsorge völlig ungeeignet. Alleine deshalb, weil keine Rendite garantiert ist. Auch deshalb, weil ein "Klumpenrisiko" entsteht.


    Eine selbst bewohnte Immobilie hat auch den Nachteil, dass sie in den meisten Lebensphasen zu groß oder zu klein ist. Und wenn Du beruflich bedingt umziehen musst, hast Du nen Klotz am Bein.


    Mein dringender Rat wäre:
    Nehme eine Honorarberatung z.B. durch einen zertifizierten Finanzplaner in Anspruch (z.B. bei den Kollegen der quirin Bank). Das kostet Geld. Dort wird Deine finanzielle Situation (jetzt und in Zukunft) aufgenommen, es werden Risiken identifiziert und Empfehlungen gegeben.


    AUF GAR KEINEN FALL darfst Du jedes verfügbare Einkommen in die Immobilie stecken, und auf Urlaub verzichten. Oder immer nur selber am Haus werkeln (und weil Du die Handwerker für Garten, Straßenreinigung etc. einsparen willst), und keine Freizeit mehr haben.

  • Von einerselbstgenutzten Eigentumswohnung fürs Alter würde ich abraten. Kenne keinen, der sich damit nicht angeschmiert hat. Weniger aus finanziellen Gründen, sondern der Nachbarn wegen. Eine Freundin lebt in ihrer ETW als einzige echte Eigentümerin. Ringsum sind alle Eigentümer ausgezogen und haben vermietet. Und plötzlich ist ihr entspannt vorgestelltes Wohnumfeld verkommen. Das wars mit ruhiger Lebensabend.


    Wir bauen auf einem Dorf zwischen Brandenburg und Potsdam. Mancher würde das in "Pampa" einsortieren. Auch ohne Zuzüge wächst die Bevölkerung seit drei Jahren um etwa 1% jährlich. Nicht viel, aber kein Schrumpfen, und dann halt noch ein paar Zuzüge im selben Rahmen. Letztens war Versammlung, da ging es um diese Zahlen.


    Abgesehen vom wesentlich besseren Preis eines freistehenden Hauses (verglichen mit dem Preis einer Wohnung in B/P/BRB) werde ich die Nachbarn mit einer Hecke weitestgehend los.

  • Zitat

    Original geschrieben von xpop
    Von einerselbstgenutzten Eigentumswohnung fürs Alter würde ich abraten. Kenne keinen, der sich damit nicht angeschmiert hat. Weniger aus finanziellen Gründen, sondern der Nachbarn wegen.


    Genau so ist es. Die Leute werden immer rücksichtsloser. Und der größte Nachteil sind die Bestimmungen, denen man sich nicht entziehen kann. :flop:


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale


    AUF GAR KEINEN FALL darfst Du jedes verfügbare Einkommen in die Immobilie stecken, und auf Urlaub verzichten. Oder immer nur selber am Haus werkeln (und weil Du die Handwerker für Garten, Straßenreinigung etc. einsparen willst), und keine Freizeit mehr haben.


    So ein Unsinn. Man hat die ersten Jahre mal was zu tun, dann aber lange Ruhe. Ich habe unser Haus auch alleine umgebaut. Das waren 3 Jahre Arbeit und dann erledigt. Freizeit und Urlaub waren trotzdem drin.

  • Zitat

    Original geschrieben von Spacko007 Ich habe unser Haus auch alleine umgebaut. Das waren 3 Jahre Arbeit und dann erledigt. Freizeit und Urlaub waren trotzdem drin.


    Schön, dass Du mit Leuten zusammen wohnst, welche diesen massiven Eingriff in die Lebensqualität (3 Jahre Umbau OMG...) und Freizeitgestaltung mitgemacht haben :D.


    In einem gemieteten Objekt wohnt man einfach nur, und vergisst es, sobald man die Tür zugeschlossen hat. Man verplempert nicht 1h Freizeit mit Straße kehren, Rasen mähen, Hecke schneiden, Treppe wischen, Mülltonnen rausstellen etc., weil dass ein im Idealfall effektiv arbeitender Dienstleister mit erledigt. Und umgebaut wird dort sowieso nichts, weil man von Beginn an das optimale Objekt mietet.

  • Re: Immobilie zur Altersvorsorge?


    Zitat

    Original geschrieben von jdf
    Schon seit längerem denke ich über eine selbstgenutzte Immobilie zur Altersvorsorge nach und würde mich freuen eure Meinungen dazu zu erfahren.


    Wenn *du* das gut findest, dann tue es ;). Letztendlich musst ja eh du entscheiden und die Meinungen gehen ja durchaus auseinander, aber was z.B. dem einen User passt, muss nicht für dich passen.


    Ich persönlich kann mir nichts besseres vorstellen, als Wohneigentum. Der Gewinn an persönlicher Freiheit ist bei einem freistehendem EFH einfach enorm. Da kann jemand, der das nie hatte, überhaupt nicht mitreden. Ist ungefähr genau so, als würde man den Papst als Kompetenz in Sachen Kindereziehung ansehen.


    Achte auf eine gute Infrastruktur. Wichtig im Alter sind Verkehrsanbindung, kurze Wege zu Supermarkt, Apotheke und Arzt.


    Und dann natürlich entsprechend baulich gleich vorsorgen, also rollstuhlgerechtes Bad/Toilette, wenig Treppen, falls möglich.


    Es macht absolut keinen Sinn, der reichste Typ auf dem Friedhof zu sein und im Endeffekt hast du exakt zwei Möglichkeiten - entweder du bezahlst dir dein eigenes Haus, oder du bezahlst das Haus von jemand anderen. Ich persönlich bezahle lieber mein eigenes Haus ... :p

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!