Etwas OT: Ist Play in Polen denn wirklich eigenständig? Die haben da zum Start schon ziemlich werbemäßig Alarm gemacht, da muss zumindest ein starker Geldgeber hinsterstehen. Die Angebote dort sind natürlich perfekt, aber Polen war Handymäßig immer günstig. Festnetz dagegen teuer.
EU-Roaming ab 15.6.2017: Fair Use Policy
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Play ist Teil von Novator-Holding, die ihre Kapitalgeber gut über ein Offshore Firmengeflecht versteckt. Man vermutet russisches Kapital dahinter.
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Original geschrieben von wolfbln
@e-plus-Fan: Vom Roaming in allen Netzen werden wir uns sicher verabschieden müssen. Zum gleichen Preis kann man ja auch nicht verlangen mehr Netze als die Inländer zu bekommen in deren Land man gerade ist und das ist in der Regel nur 1 Netz. Ich hoffe nur, dass diese Netze dann auch klar kommuniziert werden.
Sowas hatten wir schon als E-Plus vor Jahren mit günstigen Roamingpaketen startete. In Italien z.B. wurde man aus einem Netz mit guter Versorgung und schneller Datenverbindung immer in ein Netz verschoben, wo die Versorgung so schlecht war, dass das Handy gleich wieder raus geflogen ist. Die Daten tropften ganz langsam. Und auch in diesem Jahr in der Schweiz gehen mit E-Plus die Telefonanrufe bei vielen sehr schlecht oder gar nicht. Sicherlich gibt es weitere Beispiele. Der Anbieter sorgt schon dafür, dass bei ihm kein finanzieller Schaden entsteht
Ich sehe das nicht als problematisch. Auch im Inland hat man mit der Versorgung/Problemen des eigenen Netzes zu leben. Warum sollte man im Roaming besser behandelt werden?ZitatOriginal geschrieben von wolfbln
Natürlich geht vieles über Mischkalkulation. Aber diese Kalkulation wurde auf den bisherigen Preisen für die Tarife gemacht. Diese Grundlage wird jetzt gravierend verändert. Wenn Play in Polen ohne Netzallianz "unbegrenzte Daten" d.h. 100GB im Prepaid für umgerechnet 11€ im Monat raushaut, dann wird es schon schwierig, wenn ein paar Polen ins Ausland fahren, geschweige denn, wenn Deutsche sich mit polnischen SIMs eindecken. Das Letztere soll zwar verhindert werden, was aber noch nicht ganz klar ist, wie, ohne Ersteres einzuschränken.
Es wird kein Anbieter dazu gezwungen, eine Gbit Verbindung zu den Roamingpartnern zu betreiben. Play kann da eine langsame Verbindung vorhalten und das Roaming auf 2G/3G beschränken. Da wird dann niemand die 100 GB im Roaming ziehen können. Wegen der Netzneutralität dürfen die einzelnen Kunden nicht gedrosselt werden, wenn sich die Gesamtkapazität auf alle gleichmäßig verteilt, ist das aber OK. Und Voice darf weiterhin priorisiert werden. Das sollte reichen, damit die Kosten, wenn ein paar Polen ins Ausland fahren, nicht zu hoch werden. Mehrere als bisher werden wegen dem kostenlosen Roaming sicherlich nicht ins Ausland fahren. Damit die Deutschen sich nicht mit den SIMs eindecken, werden die schon in die FUP schreiben, dass z.B. Roaming auf 100 MB beschränkt ist und höhere Mengen erst freigeschaltet werden wenn man einen Nachweis über den Wohnsitz/Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz in Polen vorlegt. Das erlaubt ja der bisherige EU-Vorschlag. Bei fast allen Verträgen in der EU ist diese Bedingung automatisch erfüllt, so dass bei den Verträgen eigentlich kein Anbieter eine andere FUP als im Inland verwenden dürfte oder weitere Nachweise verlangen dürfte. So steht es zumindest in den oben erwähnten Beispielen der EU. Hat man die Schufa Prüfung durchgemacht und hat man ein Konto in Deutschland ist das mehr als genug Verbindung zu Deutschland, wie von dem Vorschlag gefordert. Dann darf man unbegrenzt roamen. Den Anbieter hat es dann nicht mehr zu interessieren, warum und wie lange man sich im Roaming befindet, auch wenn das fast das ganze Jahr dauert (die beiden oben erwähnten Beispiele mit Lara und Jacek von der EU-Webseite). -
Zitat
Original geschrieben von peterdoo
Play kann da eine langsame Verbindung vorhalten und das Roaming auf 2G/3G beschränken. Da wird dann niemand die 100 GB im Roaming ziehen können. Wegen der Netzneutralität dürfen die einzelnen Kunden nicht gedrosselt werden, wenn sich die Gesamtkapazität auf alle gleichmäßig verteilt, ist das aber OK.
Ich finde es muss zwar nicht unbedingt der High-Speed wie im Inland sein, aber auch mit so ~3 MBit/s würde Steaming noch funktionieren und man koennte die 100GB voll machen.Und die Beschränkung auf 2G/3G ist vorallem in Laendern mit unzureichenden UMTS Ausbau wie Deutschland doof - weil wo 3G fehlt ist man dann defacto offline weil 2G einfach nicht zu gebrauchen ist.
Da waere mir dann doch lieber eine Beschraenkung auf 1GB pro Monat lieber, wenn die dann dafuer vernuenftig nutzbar sind.
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Zitat
Original geschrieben von Anja Terchova
Da waere mir dann doch lieber eine Beschraenkung auf 1GB pro Monat lieber, wenn die dann dafuer vernuenftig nutzbar sind.Kannst du ja haben. In allen O2 Blue All-In Verträgen ist standardmäßig die EU Roaming-Flat mit 1GB und LTE-Freischaltung bis 21,1 Mbit/s auch im Ausland enthalten. Es wird niemand gezwungen diese Option zugungsten des regulierten EU-Roamings aufzugeben. Und für manche wird sich das auch gar keinen Sinn machen, nämlich all diejenigen, die häufig in die Schweiz reisen oder sogar dort arbeiten. Da die Schweiz nicht Mitglied der EU und auch nicht des EWR ist, gilt das regulierte EU-Roaming dort nämlich nicht. Und ohne die EU Roaming-Flat von O2 wird es dort schnell sehr sehr teuer.
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Diese "EU-Roamingflats" sind doch eine große Augenwischerei, wenn sie immer mehr in Neuverträgen angeboten werden von Drillisch, über Tarifhaus bis zu O2.
Erstmal ist der Begriff irreführend: Telefon- und SMS sind darin Flat, Daten sind begrenzt in der EU. Eine begrenzte Rate ist einfach keine "Flatrate". Es muss heißen "Gesprächs- und SMS-Flat und xxx MB/GB Daten". Wobei die meisten Angebote keine Erweiterungsmöglichkeit für Daten haben und darüber eine hohe pro-MB-Rate fällig wird.
Zum Zweiten wird hier etwas als "Mehrleistung" verkauft, was ab Juli 2017 - also bei Neuverträgen nach 1/4 der Laufzeit - sowieso schon im Inlandsvolumen ohne Aufpreis inkludiert sein muss und zwar dann nicht nur auf xx GB begrenzt.Man muss schon sehr konstruieren, darin noch irgend einen Vorteil zu sehen. Z.B. das einzige Land von 26 Staaten herauspicken, wo die "EU-Roamingflat" gilt, aber der neu geregelte EU-Inlandstarif dann möglicherweise nicht: die Schweiz. Wer sagt denn, dass Telefónica die Schweiz 2017 dann aus der EU-Gruppe ausgruppiert? Bisher ist sie drin und auch die Telekom hat gerade die Schweiz wieder in einigen Tarifen wieder in die EU-Gruppe inkludiert. Wer regelmäßiger Grenzgänger ist (also im Normalfall in der Schweiz arbeitet und in Deutschland wohnt), hat längst auch eine Schweizer SIM, denn die sind als eines der wenigen Sachen dort gar nicht so teuer.
Wem nutzt dann eine "EU-Flat", wenn er sie nicht nutzt? Keinem! Und wem nutzt eine "EU-Flat", wenn er sie nutzt und dann die Daten nicht reichen und nur gegen hohen Aufpreis mehr zu bekommen ist? Keinem! Da ist die Inklusivlösung aus dem Inlandskontingent viel besser: ein Datenpool, den man beliebig im In- und Ausland verwenden kann zum gleichen Preis und dann auch im Ausland zu Inlandskonditionen erweiterbar ist. Da die Inlandspreise aber innerhalb der EU zu unterschiedlich sind, wird es wieder irgendwo Grenzen geben.
Wenn erstmal User hier checken, dass sie z.B. 50GB aus Frankreich für 20€ oder aus Polen, Österreich, Rumänien etc. oder wirklich unbegrenzte Raten aus dem Baltikum hierzulande nutzen könnten, ist hier das Forum voll. Viele spekulieren ja jetzt schon drauf. Ich stimme aber Anja Terchowa zu, dass eine nicht exakt begrenzte FUP fatal wäre, weil man dann der Willkür der Provider ausgeliefert wäre.
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Original geschrieben von wolfbln
Man muss schon sehr konstruieren, darin noch irgend einen Vorteil zu sehen. Z.B. das einzige Land von 26 Staaten herauspicken, wo die "EU-Roamingflat" gilt, aber der neu geregelte EU-Inlandstarif dann möglicherweise nicht: die Schweiz. Wer sagt denn, dass Telefónica die Schweiz 2017 dann aus der EU-Gruppe ausgruppiert? Bisher ist sie drin und auch die Telekom hat gerade die Schweiz wieder in einigen Tarifen wieder in die EU-Gruppe inkludiert. Wer regelmäßiger Grenzgänger ist (also im Normalfall in der Schweiz arbeitet und in Deutschland wohnt), hat längst auch eine Schweizer SIM, denn die sind als eines der wenigen Sachen dort gar nicht so teuer.Wenn man in Berlin wohnt, mag das sehr konstuiert klingen, wer im Bodenseeraum oder gar in Konstanz wohnt - für den ist das überhaupt nicht konstruiert. Jahrelang hatten Bodenseejaner und vor allem Konstanzer Angst versehentlich in die teuren Schweizer Netze zu geraten. Das war dort soo bekannt, dass es selbst die Ottonormalverbraucher wussten, weil praktisch jeder jemanden in seinem Umfeld kannte, der wegen so einem versehentlichen Roaming schon viel Geld bei seinem Anbieter lassen musste.
Insofern kommen gerade dort solche EU-Roaming-Flats, welche die Schweiz inkludieren, sehr gut an. Denn da kann quasi nichts passieren. Wenn das 1GB verbraucht ist, wird der Zugang zum Internet im Roaming gesperrt und nur gegen Antwort-SMS für € 15 extra wieder entsperrt. Für Konstanzer noch ein weiterer Vorteil: Sie haben dann so über das deutsche Netz 2 GB im All-In-M und nochmal 1 GB extra im Schweizer Netz. Beide Netze kann man in der Konstanzer Innenstadt mit vollem Empfangspegel empfangen. Und LTE geht ja auch in der Schweiz.Die Schweizer SIM-Karte ist keine Alternative für Konstanzer. Was sollen die mit einer Schweizer SIM-Karte? Das ist genauso bekloppt, wie wenn ich mir hier in Kehl als Haupt-SIM eine Französische Karte zulegen würde. Dann habe ich ja eine ausländische Handynummer? Und was heißt das: meine deutschen Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen können mich nur gegen teure Minutenpreise anrufen und wenn ich die Familie im Binnenland besuche wäre die Schweizer Karte wertlos. Bei O2 kommt ja noch als Bonbon die deutsche Festnetznummer dazu. Auf der ohne Aufpreis erreichbar zu sein, während man gerade fröhlich mit dem Rad den Bodensee umrundet, egal ob man gerade in einem deutschen, Schweizer oder österreichischen Netz eingebucht ist, ist schon sehr sehr cool!
Dass O2 die Schweiz auch im regulierten Roaming freiwillig inkludiert halte ich für weitgehend ausgeschlossen. Schon jetzt differenziert O2 bei den SMS-Preisen in der EU-Roaming-Flat (da sind nämlich keine SMS inbegriffen): Aus EU-Staaten kosten die SMS nach Deutschland und im Gastland 7 ct, in der Schweiz fallen dagegen 9 ct an. Der regulierte Preis wäre sogar nur 2 ct.
Und auch bei den EU-Paketen von Drillisch ist die Schweiz nicht enthalten.
Auch bei Vodafone ist die Schweiz im kostenlosen EU-Roaming nicht enthalten.Also das könnte tatsächlich zum Stolperstein bei der Freude über das kostenlose EU-Roaming werden. Da fehlt halt einfach ein für viele Kunden in Süddeutschland wichtiges Land. Wir sprechen hier von einem Alpenland, Skifahr-Destination, Transitland in den Süden usw. Ginge es um Norwegen oder die Ukraine würde es vermutlich niemanden jucken. Ausgerechnet Norwegen wird aber wegen EWR-Mitgliedschaft dabei sein.
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Da muss ich dir zustimmen. Die Schweiz als Nachbarland ist fuer Deutschland schon wichtig, das man dort vernuenftige Roamingkonditionen hat.
Die meisten Leute koennten da eher auf so manche EU-Laender wie Irland, Schweden oder Bulgarien verzichten.
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Die Schweiz ist ja tarifpolitisch schon mehr als 10 Jahren ein Thema. Problem: sie gehört nicht zu EWR und schon garnicht zu EU. Der NB will Geld verdienen und da wir dann halt mit dem Tarif-Status der Schweiz gespielt.
Wenn die Schweiz eine Relevanz für die eigenen Bedürfnisse hat muss man sich eben für einen Tarif entscheiden, bei dem die Tarifierung den eigenen Bedürfnissen entspricht. Und halt zur Not den NB wechseln. -
Es wird gerade bei o2 ein spannendes Thema bleiben.
Ich fürchte ja, dass die aktuell kostenlos inkludierten EU Roaming Flats dann nicht der 2017er Regelung angepasst werden. Es ist ja eine "Zusatzoption" - ggf. sogar nachträglich zugebucht. Die Konditionen werden ja explizit durch die "Buchung" der Option realisiert, und sind nicht Bestandteil des Haupttarifs. Also sozusagen ja eine "Nebenleistung".
Vermutlich wird o2 also für alle aktuellen Kunden dann ab 2017 auch kein Datenroaming ohne Limit anbieten, denn, der Kunde hat sich ja ausdrücklich für eine von o2 angebote Roaming Option entschieden, auch wenn sie kostenlos enthalten ist.
Man wird dann vermutlich diese Option kündigen müssen - die Option hat in den allermeisten Fällen (nicht allen) eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten oder der Restlaufzeit des Vertrages - und DANN erst gegen irgendeine neue "EU Regulierungsoption" tauschen müssen, die dann sicher einen anderen Nachteil mitbringen wird: Die Schweiz könnte dann durchaus fehlen.
Ich nehme an, es wird bei o2 auf solch eine Aktion hinauslaufen.
Das hier geschilderte Verhalten drückt ausdrücklich nicht meine Meinung aus, sondern das von mir erwartete Verhalten von Telefonica, wenn man die aktuellen Geschehnisse und die Vergangenheit betrachtet...
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