Sperrungen für Diesel PKW - Fahrverbote in den Städten. Stuttgart nur ein Anfang?

  • Und das ist auch vollkommen korrekt so! Ich kenne Frankfurt und ich kenne Stuttgart. Eigentlich ist jeder irre, der freiwillig mit dem PKW in die Innenstadt fährt. In beiden Städten parke ich meinen Wagen am Stadtrand und fahre mit den Öffentlichen. Da aber den Deutschen mit Vernunft nicht zu kommen ist, wenn es ums Heilig' Blechle geht, muss man eben andere Maßnahmen ergreifen. Benzin oder Diesel oder welcher andere Verbrenner ist egal. Die sollen alle verbieten, wenn die Luftqualität einen Grenzwert überschreitet. Meine Güte hatten wir alles schon, bei SMOG Alarm. Und wenn sich das jemand mit dem Elektromobil antun will, dann werden wenigstens keine Emissionen frei, während man sich im Schneckentempo dem Ziel nähert.


    Erklär mal bitte meiner Frau, dass sie bei regelmäßigen Fahrten nach München und Berlin bitte am Stadtrand in den ÖPNV umsteigen und nach ihren Terminen, also nach 20.30 Uhr bitte mit den ÖPNV zum Auto fahren soll. Es gibt 1000 Gründe, eben nicht ÖPNV zu fahren.


    Oder frag mal meine Jüngste, warum sie mit ihren Leuten, neudeutsch ihrer Crew, IMMER mit dem Auto in die Stadt fährt. Außer, alle wollen trinken, dann fahren die mit dem Taxi.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Es kommt trotz aller Aussitzerei so wie es kommen musste, und Gerichte schaffen Fakten.
    In Frankfurt ist ab Februar 2019 Schluss mit Diesel bis inkl. Euro 4 und Benzinern bis inkl. Euro 2. Ab September 2019 ist Feierabend für Euro 5 Diesel.


    Und wer soll das kontrollieren?
    Es ist ja nicht so, dass man den Fahrzeugen sofort ansieht, welche Abgasnorm die haben.

    Dr. strg. c. Guttenberg

  • Erklär mal bitte meiner Frau, dass sie bei regelmäßigen Fahrten nach München und Berlin bitte am Stadtrand in den ÖPNV umsteigen und nach ihren Terminen, also nach 20.30 Uhr bitte mit den ÖPNV zum Auto fahren soll. Es gibt 1000 Gründe, eben nicht ÖPNV zu fahren.


    Oder frag mal meine Jüngste, warum sie mit ihren Leuten, neudeutsch ihrer Crew, IMMER mit dem Auto in die Stadt fährt. Außer, alle wollen trinken, dann fahren die mit dem Taxi.


    Das ist auch völlig irrelevant, die paar Hansels die Abends noch in der Stadt unterwegs sind sind nicht das Problem.
    Für die Rush Hour reicht aber auch der exisiterende ÖPNV nicht aus, nach dem Urteil haben die Frankfurter Stadtväter ja gejammert dass sie P+R Plätze bauen und den ÖPNV ausbauen müssten.
    Aber dafür ist natürlich kein Geld da, da überlässt man das Problem lieber den Autobesitzern von denen sich viele vermutlich nicht mal gerade eben ein neues kaufen können.
    Und der größte Hohn ist dass Benziner mit EU1 und EU2 (Benziner vor EU5 sind i.d.R. Saugrohreinspritzer die weder nenneswert NOx noch Partikel ausstößen) ausgesperrt werden während die direkt einspritzenden EU5 und EU6.1 Dreckschleudern munter weiter fahren dürfen

  • Weder hab' ich die in D noch die in der EU für den ökoterrorismus verantwortlichen gewählt. Von denen, die jetzt-- zu recht -- unzufrieden/unglücklich sind, die meisten aber sehr wohl ..., trotz genug warnzeichen im vorfeld. Mein mitleid hält sich also sehr in grenzen ...


  • Und wer soll das kontrollieren?
    Es ist ja nicht so, dass man den Fahrzeugen sofort ansieht, welche Abgasnorm die haben.


    Besser wäre natürlich eine oder verschiedenartige blaue Umweltplakette(n), aber auch die könnten nicht immer und überall kontrolliert werden. Gilt aber auch für Tempolimits oder Parkverbote, das wird auch nicht flächendeckend durchgesetzt und da sehe ich das ebensowenig als Gegenargument.
    Dann macht man halt alle ein bis zwei Monate eine Stichprobenaktion und winkt ein paar Stunden lang verdächtige Fahrzeuge raus und guckt fachkundig in den Fahrzeugschein.


    Keine Sau kontrolliert das und mir wäre es auch vollkommen egal.


    Siehe oben. Verstöße gegen die StVO sind ja nix neues und Tagesgeschäft.
    Hätte ich auch nicht erwartet, dass sich plötzlich alle an Fahrverbote halten. Mehr Kontrolldruck und höhere Geldbußen würden vielleicht helfen, in manchen Ländern wirkt das Wunder.

  • Erklär mal bitte meiner Frau, dass sie bei regelmäßigen Fahrten nach München und Berlin bitte am Stadtrand in den ÖPNV umsteigen und nach ihren Terminen, also nach 20.30 Uhr bitte mit den ÖPNV zum Auto fahren soll. Es gibt 1000 Gründe, eben nicht ÖPNV zu fahren.


    Oder frag mal meine Jüngste, warum sie mit ihren Leuten, neudeutsch ihrer Crew, IMMER mit dem Auto in die Stadt fährt. Außer, alle wollen trinken, dann fahren die mit dem Taxi.

    Also bis 23 Uhr ist die ÖPNV Nutzung in Grossstaedten doch kein Problem, weder vom Takt her noch vom Sicherheitsaspekt.


    Der einzige Grund der dagegen spricht ist oft der Preis. In München kostet ein flexibles Tagesticket 8,90€ bzw. 13€ ja noch Gueltigkeitsbereich, und wenn man nicht irgendwo einen kostenlosen Parkplatz ergattert kommen auch noch die Parkgebuehren dazu. Da ist direkt ans Ziel fahren meist billiger.


    Mit einer anderen Preispolitik, also kostenlose ÖPNV Nutzung innerhalb der Umwelzonen und kostenlose Park&Ride Parkplaetze am Rand der Umweltzone (aber nicht im totalen Aussenbereich) koennte man schon viel bewirken.


  • Und der größte Hohn ist dass Benziner mit EU1 und EU2 (Benziner vor EU5 sind i.d.R. Saugrohreinspritzer die weder nenneswert NOx noch Partikel ausstößen) ausgesperrt werden während die direkt einspritzenden EU5 und EU6.1 Dreckschleudern munter weiter fahren dürfen

    Ich glaub das Thema Euro 1& Euro 2 Benziner trifft so gut wie niemanden. Entweder sind es Oldertimer und Youngtimer fuer die es wohl eine Ausnahmegenehmigung geben wird.


    Ansonsten ist Euro 3 ja seit 1997/1998 Standard, das heisst, und seit 2001/2002 ist sogar Euro 4 Standard. Das heisst das eigentlich alle Alltagsautos mindestens Euro 4 entsprechen, weil alles was noch älter ist, ist bis auf wenige Ausnahmen inzwischen längst "durch".


    Und der Feinstaub der Euro 5/6 Diesel ist wohl auch nicht so dramatisch, denn der meiste Feinstaub kommt wohl als Abrieb von den Reifen und Bremsen, unabhängig was für ein Motor verbaut ist.

  • Ich glaub das Thema Euro 1& Euro 2 Benziner trifft so gut wie niemanden. Entweder sind es Oldertimer und Youngtimer fuer die es wohl eine Ausnahmegenehmigung geben wird.


    Ansonsten ist Euro 3 ja seit 1997/1998 Standard, das heisst, und seit 2001/2002 ist sogar Euro 4 Standard. Das heisst das eigentlich alle Alltagsautos mindestens Euro 4 entsprechen, weil alles was noch älter ist, ist bis auf wenige Ausnahmen inzwischen längst "durch".


    Es zeigt nur wieder den Irrsinn der deutschen Justiz. Das Gericht sperrt Fahrzeuge aus die weder vom Abgasverhalten noch von der Anzahl einen relevanten Anteil an der Grenzwertüberschreitung bei Stickoxiden und Feinstaub haben.

    Zitat


    Und der Feinstaub der Euro 5/6 Diesel ist wohl auch nicht so dramatisch, denn der meiste Feinstaub kommt wohl als Abrieb von den Reifen und Bremsen, unabhängig was für ein Motor verbaut ist.


    Wobei der Feinstaub unabhängig von der Quelle gesundheitsmäßig deutlich kritischer ist, die DUH stürzt sich derzeit nur auf die Stickoxide da wegen dem absurden Grenzwert da eine gute Aussicht auf Erfolg besteht.
    Im Vergleich zu einem EU1 Saugrohreinspritzer sind EU6.1 Benziner Direkteinspritzer bezüglich Partikel und NOx trotzdem "Dreckschleudern". CO und HC ist beim EU 5/ 6.1 besser, aber das ist für usere Luftqualität kein relevantes Problem mehr, betriebswarm ist der Unterschied auch eher marginal, der Hauptunterschied zwischen EU1 und EU5 ist die Zeit bis der Kat wirkt.

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