Nochmal ne kleine Uhren-Frage

  • Zitat

    Original geschrieben von Brazzo
    Happy day: Also ich kenne diesen Walt Odets nicht, habe jetzt auch keine Zeit mehr über ihn zu recherchieren. Aber ich akzeptiere, das die Uhr, die er auseinander genommen hat, keine Qualität aufweist, die ihren Preis rechtfertigt.


    Na also, war diese Einsicht wirklich so schwer? ;)


    Zitat

    Original geschrieben von Brazzo
    Allerdings heißt das noch lange nicht, dass Rolex grundsätzlich schlechte Qualität abliefert.


    Das habe ich auch nie behauptet. Ich habe nur gesagt, daß die Preise von Rolex nicht durch eine allen anderne Uhren überlegene Verarbeitungsqualtität zu rechtfertigen sind. Und genau das hast Du nach der Lektüre des von mir gelinkten Artikels ja auch bestätigt.


    Zitat

    Original geschrieben von Brazzo
    Watchbizz, ein auch in der "vergleichsweise kleinen Szene von Kennern" anerkannter Verlag (Verlag versch. Uhrenfachzeitschriften und Betreiber des watchbizzforum.de) testete 1999 die Submariner. Zum Werk heißt es in dem Test "Traum aller Uhrmacher, wartungsfreundlich, optisch schönes chronometergeprüftes Manufakturwerk...". Zum Gehäuse heißt es: "Sehr gut verarbeitetes, schweres Oystergehäuse, ..., scharfe Kanten an den Bandanstößen,... Der Test ist unter http://www.watchbizz.de nachzulesen (einfach auf "Tests" klicken, dann auf "Rolex", leider lässt sich die Seite nicht verlinken).


    Tja, so sehr ich auch bemühe, außer einer etwa briefmarkengroßen Abbildung einer Rolex Sub D von außen sehe ich keinerlei Fotos, mit denen sich die mittlerweile bis zum Überdruß wiederholte Marketing-Phrasologie vom optisch schönen Chronometer-Werk belegen ließen. Als Beleg für die angeblich so tolle Finishqalität von Rolex-Werken kann ich einen Beitrag nicht akzeptieren, der aus der Feder eines Schreibers stammt, dessen Zeitschrift u. a. davon lebt, daß Firmen wie Rolex dort Werbeanzeigen schalten. Zumal jegliche Beweisfotos fehlen.


    Zitat

    Original geschrieben von Brazzo
    Peter Braun, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher über mechanische Armbanduhren (einfach googeln, da findet sich ein Haufen Literatur von ihm) schreibt im "Armbanduhrenkatalog 2004" (Seite 296) zu Rolex-Werken: "...Von der Konkurrenz belächelt, hat man unbeirrt an robusten (und robust dimensionierten) Werken gearbeitet: Prämisse der von der weitgehend autarken Manufaktur produzierten Uhrwerke ist deren absolut verlässliche Funktionstüchtigkeit gepaart mit höchster Fertigungsqualität...".


    Hic Rhodos, hic salta!
    Ich fordere JETZT von Dir für diese Aussage einfach mal ein paar fotografische Beweise. Zeige mir Nahaufnahmen von Rolex-Uhrwerken, diese diese Aussagen von höchster Fertigungsqualität (und dazu gehört ja wohl auch ein entsprechend hochwertiges Finish) belegen, oder schweige einfach davon. Denn so weiterzudiskutieren wie bisher, hat einfach keine Zweck. Wenn ich mir die Mühe mache und Dir (und allen anderen "Rolexis") Belege für meine Behauptungen heraussuche, dann erwarte ich schon - und denke, daß ich dazu auch ein Recht habe, wenn hier tatsächlich eine fachlich fundierte Diskussion stattfinden soll - daß "die Gegenseite" ebenfalls mit entsprechenden Belegen für ihre Thesen antritt. Bis jetzt war diesbezüglich allerdings eher Fehlanzeige angesagt. :(


    Zitat

    Original geschrieben von Brazzo
    Ich vertraue auf die Urteile dieser Mitglieder der "vergleichsweise kleinen Szene von Kennern". Daneben bin ich u.a. im watchbizzforum aktiv. In diesem Forum schreiben viele User über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rolex-Uhren. Dazu gehören positive wie negative Berichte, aber nie ist da ein pauschales Urteil zu lesen wie "der Test soundso kam zu dem Ergebnis, das ein bestimmtes Detail (z.B. Sitz der Lupe) positiv bzw. negativ ist, deshalb ist dieses Detail bei allen Rolex positiv bzw. negativ"...


    Wie gesagt, Du hast die ganze Zeit von Beweisen geredet, die ich für meine Aussagen beibringen sollte. Nun gut, das habe ich getan. Wo sind denn nun Deine Gegenbeweise, die zeigen, daß Walt Odets Rolex Explorer nur ein Montagsmodell war und Rolex in Wirklichkeit durch und durch bis ins letzte Detail innen wie außen ganz toll verarbeitete Uhren baut, die ihren Preis auch wirklich wert sind?


    Ich fürchte, daß vom "Mythos Rolex" wirklich nicht allzu viel übrigbleibt, wenn man mal anfängt, ein wenig "am Lack zu kratzen". Letztlich ist Rolex nämlich auch nur noch eine Uhr wie viele andere auch. Nur daß es "viele andere auch" für erheblich weniger Geld bei vergleichbarer Leistung gibt.


    Viele Grüße und einen
    Happy Day

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Wenn ich mir die Mühe mache und Dir (und allen anderen "Rolexis") Belege für meine Behauptungen heraussuche, dann erwarte ich schon - und denke, daß ich dazu auch ein Recht habe, wenn hier tatsächlich eine fachlich fundierte Diskussion stattfinden soll - daß "die Gegenseite" ebenfalls mit entsprechenden Belegen für ihre Thesen antritt. Bis jetzt war diesbezüglich allerdings eher Fehlanzeige angesagt. :(


    Obgleich ich absolut kein Rolex-Fan bin und es gleich eine ganze Handvoll von Marken gibt, die ich bei gleichem Preis vorziehen würde, kann ich Deiner Argumentationslogik in diesem Falle hier nicht so recht folgen. Du willst mit Forenbeiträgen o.ä. Artikeln, die von Einzelpersonen über jeweils eine einzelne Uhr gemacht worden, die Qualität ALLER Rolex-Uhren belegen? Das scheint mir aber arg weit hergeholt. Ganz zu schweigen davon, dass die Motivation der Ersteller dieser Beiträge möglicherweise ähnlich hinterfragt werden könnte wie die von Zeitschriftenverlagen.

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!


  • Ich habe Dich nicht einmal angesprochen, noch weniger habe ich Dich kritisiert.
    Wenn Du also davon Abstand nimmst, Dir Schuhe anzuziehen, die gar nicht für Dich bestimmt sind, brauchst Du Dich auch nicht kritisiert zu fühlen. :p


    Zitat

    Original geschrieben von Sackgesicht
    Denn MEINE Gründe sind:


    Eine Diver, mind. 20 bar, besser 30 und mehr, ist konstruktiv absolut robust, dicht, salzwasserbeständig, antimagnetisch und stosssicher (Incabloc). Ein guter Freund am Handgelenk, der wirklich alles mitmacht. Wenn man dazu steht, auch eine für ALLE Gelegenheiten. Selbstverständlich kann es für bestimmte Gelegenheiten auch noch eine chicke Zweituhr sein, die dünner, leichter und eleganter ist.


    Tja, und dann wollen wir uns die Sache mit der abolut dichten, hyperrobusten Super-Antimagnet-Antistoß-Antisalzwasseruhr mal ein bißchen genauer anschauen:


    1. Absolut robust und dicht ist gar nichts. Und ob ich nun mit meiner M12 die 100m nicht tauche oder Du mit Deiner Taucheruhr die 300 m nicht, wo ist da also der Unterschied? Jede Uhr ist ohnehin nur so gut wie ihre schlechteste Dichtung. Wenn Du also über längere Zeit Deine Uhr wasserdicht halten willst, dann darfst Du mindestens einmal im Jahr beim Uhrmacher antreten und Deine Zwiebel entsprechen abdrücken lassen. Außerdem solltest Du auf jeden Fall solche Dinge vermeiden wie erst stundenlanges Sonnenbaden am Strand oder im Liegestuhl am Beckenrand und dann einen beherzten Sprung ins kühle Nass zu unternehmen. Auch eine bis 300 m wasserdichte Uhr könnte sich dafür an Dir mit entsprechend intensiver Kondensatbildung unter dem Uhrglas "rächen", weil sich nämlich die unter der Sonneneinstrahlung heiß gewordenen Dichtungen schneller zusammenziehen als der sie umgebende Stahl. In der Konsequenz heißt das, daß auch eine für große Tauchtiefen abgedrückte Uhr schlagartig undicht werden kann. Ansonsten dürfte meine M12 jeden noch so heftigen Regenschauer, jede Dusche und jedes Schwimmengehen ebenso problemlos überstehen wie meine Seamaster.


    2. Salzwasserbeständig sind entweder alle Uhren, oder fast gar keine. Wirklich dauerhaft salzwasserbeständig sind nur ganz wenige speziell entwickelte Taucheruhren, z. B. die neusten Modelle von Sinn. Ansonsten ist Deine Taucheruhr aus keinem salzwasserbeständigeren Stahl als meine Pilotenuhr auch, d. h. , Du solltest sie nach jedem Kontakt mit Salzwasser anschließend mit Frischwasser abspülen. Und mehr als "antimagnetisch nach DIN" ist Deine Uhr auch nicht, es sei denn, sie verfügte über eine entsprechende Kalotte aus Weicheisen (wie z. B. die Fliegeruhren von IWC). Sollte das nicht der Fall sein (und das halte ich für ein zu 99,99 % realistisches Szenario), kann ich Dir nur dringend raten, von Starkstrom-Generatoren, Transformatoren und Flugzeug-Propellermotoren einen gebührenden Abstand zu halten. Ansonsten entwickeln Uhrenfedern nämlich einen leichten Hang zur Konfusion aufgrund von Magnetismus. ;)


    3. Eine Stoßsicherung von Incabloc (das ist ein Hersteller) ist bei mechanischen Uhren ungefähr so selten zu finden wie Sand in der Sahara, d. h. etwa 100 % aller halbwegs modernen Mechanikuhren verfügen über eine solche. :)


    Du siehst also, wenn man den Mythos von der ach so robusten Taucheruhr mal ein wenig genauer betrachet, bleibt am Ende auch nur eine Uhr übrig, die nicht mehr kann, als bei bestimmungsgemäßem Einsatz ihren Zweck zu erfüllen [edit] und alle realistischen Alltagssituationen halbwegs unbeschadet zu überstehen [/edit].


    Zitat

    Original geschrieben von Sackgesicht
    Noch abschliessend zu der Rolex-Diskussion: Ich bin zwar auch Anfänger im Uhrenmetier, habe aber natürlich bis jetzt viel gelesen. Und ich sage: Ihr habt beide recht. Denn als Tenor von Postings in allen möglichen Foren (engl. + deutsch) halte ich einfach mal fest: Die Rolex ist grundsätzlich schon ein solide, gute Uhr, mit der man in diesem Anfangspreissegment (von guten Markenuhren) schon nichts falsch macht.


    Nichts anderes habe ich je behauptet.


    Zitat

    Original geschrieben von Sackgesicht
    Auch hat sie in der Tat einen gewissen "Neidfaktor" und einige Leute - die, die keine haben - reden sie bewusst schlechter, als sie ist. Dazu noch das Image einiger Prolls. Aber dennoch: Die Rolex ist nicht schlecht, sondern sogar für den Preis gut - aber wirklich nicht pefekt. Denn die aufgezählten Kritiken von HappyDay finden sich wirklich genau so in vielen Beiträgen. Das stimmt einfach. Allerdings fallen die Punkte Rollexträgern (Nicht-Fachleuten) kaum auf, da ausser dem überstehenden Glasrand alle anderen Punkte ja "innen" sind. Ok, das klappernde Band stört noch. Und ich stimme HappyDay auch dahingehend zu, dass sich Rolex wahrscheinlich auch gar keinen Ruck geben WILL, um die offensichtlichen Kritikpunkte mal abzuschaffen. Der Mythos (wenn es denn wirklich einer ist) soll ja weiterleben. Und so lange sie mannfigfaltig kopiert werden und trotzdem gute Stückzahlen verkaufen, ruhen sie sich einfach darauf aus.


    Genau das ist es: Rolex ruht sich auf seinen Lorbeeren von gestern, nein, von vor 40 oder 50 Jahren aus. Dabei vergesessen die Rolex-Jünger nur allzu leicht, daß Firmen wie Patek Philippe und selbst Omega bereits als qualitativ hochwertige Hersteller am Markt etabliert waren, als Hans Wilsdorf, der Begründer von Rolex, noch in die Windeln gemacht hat.


    Zitat

    Original geschrieben von Sackgesicht
    Aber ich möchte neutral bleiben. Es ist alles relativ. Wenn man kostengünstige (nicht billige) Uhren gewohnt ist (sagen wir mal < 500 €), so ist die Rolex auf jeden Fall erstrebenswert, da sie schon gut ist, keine Frage.


    Genau so, wie für einen arbeitslosen Mofa-Fahrer ein VW Golf schon den Gipfel des Luxus darstellt, verhält es sich auch mit Leuten, die von einer Seiko 5, Swatch oder meinetwegen auch Tissot auf eine Rolex schielen. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von Sackgesicht
    Wer jetzt jedoch richtig teure Uhren gewohnt ist, der könnte mit den Mängeln der Rolex wohl nicht leben (kann ich gut verstehen) und würde mir auch für mehr Geld eine andere Marke holen, die objektiv einfach perfekter ist, z. B. Breitling. Da ich das Geld aber nicht habe, ist dies nur rein rhetorisch zu sehen.


    Ich wäre einfach nicht bereit, mit den Mängeln einer Rolex zu leben, weil es für das Geld, das sie kosten, bereits besser verarbeitete Uhren hat, die zudem noch ein erheblich dezenteres Auftreten haben. (Ich gehöre nämlich zu denjenigen, die gar nicht wollen, daß jeder dahergelaufene Idiot gleich sagt "oh toll, ne Rolex. Ist die auch echt?" :kotz:)
    Und für das, was eine Rolex kostet, kann ich mir locker zwei fast gleichwertige Omega- oder Breitling-Uhren kaufen, die zudem noch besser verarbeitet sind.


    Viele Grüße und einen
    Happy Day

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Obgleich ich absolut kein Rolex-Fan bin und es gleich eine ganze Handvoll von Marken gibt, die ich bei gleichem Preis vorziehen würde, kann ich Deiner Argumentationslogik in diesem Falle hier nicht so recht folgen. Du willst mit Forenbeiträgen o.ä. Artikeln, die von Einzelpersonen über jeweils eine einzelne Uhr gemacht worden, die Qualität ALLER Rolex-Uhren belegen? Das scheint mir aber arg weit hergeholt. Ganz zu schweigen davon, dass die Motivation der Ersteller dieser Beiträge möglicherweise ähnlich hinterfragt werden könnte wie die von Zeitschriftenverlagen.


    Ich warte doch schon die ganze Zeit auf entsprechende Gegenbeweise. Nur kommt da einfach nichts, außer ziemlich viel heißer Luft von wegen "Mythos Rolex" u. ä. Warumn postet denn nicht mal einer dieser Rolex-Fans Fotos von seinem Uhrwerk? So schwer ist das doch nun wirklich nicht, den Deckel aufzumachen. Meine Güte, ich bin weiß Gott kein Uhrmacher, aber das schaffe ja selbst ich noch, und zwar zerstörungsfrei. Ein entsprechender Uhrenschlüssel ist für ein paar Euro im Handel erhältlich, daran kann's bei Leuten, die mal eben einige Tausender für ihren Edelwecker auf den Tisch geblättert haben, doch nun nicht scheitern, oder?


    Also, ich warte auf Fotos, die die hervorragende Verarbeitungsqualität von Rolex-Uhrwerken belegen, auch Links zu entsprechenden Artikeln mit aussagekräftigen "Innenaufnahmen" sind herzlich willkommen.
    Ich frage mich bloß, warum so viele "Uhrenexperten" von der tollen Qualität (ausdrücklich auch der des Finish) von Rolex-Werken schreiben und nicht ein einziger davon wirklich mal Fotos veröffentlicht, um diese Qualität auch zu belegen.


    Wenn Dir also meine Methode schon arg weit hergeholt erscheint, wie würdest Du dann erst diejenige bezeichnen, Rolex-Werke kategorisch als ganz toll verarbeitet zu bezeichnen und dann nicht einmal ein einziges jämmerliches Foto als Beweis vorzeigen zu können? :flop:


    Viele Grüße und einen
    Happy Day

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Ich warte doch schon die ganze Zeit auf entsprechende Gegenbeweise.


    Sorry, aber das ist Schwachsinn!


    Nochmal: Ein EINZELNER Bericht über eine Uhr von einer prinzipiell unbekannten Person ist ungeeignet, um daraus auf die Gesamtmenge dieses Modell irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen. Nur weil EINER (von mir aus könnten es auch 10 sein) irgendwann Bilder von einem schlecht verarbeiteten Rolex-Werk gemacht hat, müssen jetzt andere als Beweis dafür, dass das nicht die Regel ist, Bilder von ihren sauberen Werken machen? Was für ein Unsinn... :D


    Das, was Du hier verlinkst, ist kein Beweis, und wenn Du es noch so oft durch Fettschrift hervorhebst. Es ist nichts, woraus sich ein neutraler Beobachter (so wie ich in diesem Falle einer bin) auch nur annähernd ein Urteil über diese Uhren insgesamt bilden sollte oder auch nur könnte.


    Mithin kann also nicht davon die Rede sein, dass irgend jemand irgendwelche Gegenbeweise aufbringen müsste. Gegenbeweise wogegen? Gegen zwei Fotostrecken eines möglicherweise frustrierten Rolex-Kunden? :D:D

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • ...tolle Diskussion :rolleyes:


    Rolex polarisiert schon irgendwie ;)


    Ich besitze einige Uhren und habe mir meine Sea Dweller gekauft, weil sie mir so gefällt wie sie ist !


    Wem sie nicht gefällt, der soll halt eine andere Uhr kaufen.


    *** Torsten ***

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    [...] Aber wenn sich jemand eine Super-Hyper-Profi-Taucheruhr kauft, die zum Tauchen aufgrund ihrer Designmängel - wozu übrigens auch die auf Hochglanz polierten Gehäuseflanken und Bandglieder gehören, weil das Glitzern unter Wasser einen ähnlichen Effekt hat wie ein Blinker beim Angeln: es lockt Fische an, darunter eben auch solche, auf deren nähere Bekanntschaft die wenigsten Taucher in exotischen Gewässern Wert legen - ohnehin nur eingeschränkt tauglich ist, und sie dann nicht einmal zum Tauchen benutzt, dann stellt sich doch ganz natürlich die Frage, wozu sich jemand eine solche Uhr sonst gekauft hat, findest Du nicht auch? [...]

    Nö.
    Aus meiner Sicht kann/darf ein "Diver-Modell" auch einfach mal gekauft werden, weil's gefällt!


    - Nicht jeder der Sneaker trägt macht Sport
    - Biker Boots erfordern nicht zwangsläufig ein Motorrad
    - Tennisspieler dürfen auch Baseballkappen tragen ;)


    In diesem Sinne, "Über Geschmack lässt sich nicht streiten."*


    Cheers, Laubi


    [small]p. s. Für dich, HappyDay: * "De gustibus non est disputandum" [/small] :D

    Newbie-Reloaded :-)

  • Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Sorry, aber das ist Schwachsinn!


    Deine Entschuldigung für diese verbale Entgleisung ist akzeptiert. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Nochmal: Ein EINZELNER Bericht über eine Uhr von einer prinzipiell unbekannten Person ist ungeeignet, um daraus auf die Gesamtmenge dieses Modell irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen. Nur weil EINER (von mir aus könnten es auch 10 sein) irgendwann Bilder von einem schlecht verarbeiteten Rolex-Werk gemacht hat, müssen jetzt andere als Beweis dafür, dass das nicht die Regel ist, Bilder von ihren sauberen Werken machen? Was für ein Unsinn... :D


    Durchaus nicht. Denn wenn hier laufend auf Berichte ebenfalls unbekannter Personen verwiesen wird, die etwas von "schön verarbeiteten Uhrwerken" bei Rolex schreiben, dann könnte man doch wenigstens erwarten, daß diese Leute auch mal belegen, was sie da schreiben. Zu behaupten, eine Rolex sei auch von innen super verarbeitet, kann doch wohl nur jemand, der in der Lage ist, eine Uhr fachgerecht zu öffnen und das Uhrwerk fachgerecht zu zerlegen - ein gelernter Uhrmacher, wie z. B. auch Walt Odets einer ist. Und Schreiberlinge für Uhrenmagazine sind in der Regel eben keine Uhrmacher, auch wenn sie vielleicht manchmal die Hilfe eines Uhrmachers in Anspruch nehmen sollten, um sich das, was sie da so beschreiben, erst einmal in Natura anzusehen.


    Ich habe zwar nicht eigenhändig eine Rolex zerlegt, aber ich habe "meinem" Uhrmacher einmal dabei zusehen dürfen, wie er genau dies bei einer knapp neun Jahre alten Rolex Submariner getan hat - darüber hatte ich auch vor Wochen bereits mal berichtet. Was ich sah, konnte ich leider nicht fotografieren, weil ich keine Kamera dabei hatte. Aber selbst wenn ich eine Kamera gehabt hätte, hätte es mir mein Bekannter wohl nicht gestatten können, die Uhr eines mir nicht bekannten Dritten ohne dessen Einverständnis zu fotografieren, und dafür habe ich sogar Verständnis (bei der eigenen Uhr ist so etwas etwas völlig anderes, da kann ich ja frei entscheiden).


    Was ich sah, sah zumindest graduell ein wenig besser aus als das, was Walt Odets bildlich dokumentierte - aber eben nur graduell. Und auch wenn das Werk nach neun Jahren sicherlich nicht mehr im allerbesten Zustand war - im Gegenteil, es sah ziemlich verdreckt aus - so bin ich doch in der Lage, zwischen Schmutzablagerungen und Werkzeugspuren unterscheiden zu können. Und Werkzeugspuren waren eindeutig zu erkenne, und zwar vor allem auf der Platine. Die Schwungmasse war dagegen zwar ohne jegliche Finesse, aber trotzdem sehr sauber bearbeitet worden. Mein Bekannter machte mich auch auf den schon ziemlich stark verschlissenen Rotor aufmerksam und sagte, er wolle ihn ebenfalls tauschen, denn in spätestens anderthalb bis zwei Jahren sei das Teil so am Ende, daß die Schwungmasse dann damit begänne, Kontakt zum äußeren Gehäusering aufzunehmen.


    Bezeichnend war, daß mein Bekannter sagte - und als Uhrmacher, der schon mehr als eine "Rollmops" gewartet hat, weiß er wohl, wovon er spricht - die Güte des Finish sei für eine Rolex völlig normal und nach seinen Erfahrungen weder unterdurchschnittlich schlecht noch überdurchschnittlich gut. Er sagte auch, und bestätigte damit ja auch das, was ich zuvor schon vielfach gelesen hatte, daß die Rolex trotz der im Vergleich zu anderen Marken in der Preisklasse schlechten Finishqualität ein robustes, präzises und zuverlässiges Uhrwerk habe, das sich leicht reinigen, reparieren und justieren lasse. Das alles habe ich aber schon ausführlich beschrieben, von daher muß ich mich hier wohl kaum dafür rechtfertigen oder mir anhören, dies sei alles Unsinn.


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Das, was Du hier verlinkst, ist kein Beweis, und wenn Du es noch so oft durch Fettschrift hervorhebst. Es ist nichts, woraus sich ein neutraler Beobachter (so wie ich in diesem Falle einer bin) auch nur annähernd ein Urteil über diese Uhren insgesamt bilden sollte oder auch nur könnte.


    Es ist sicherlich kein Beweis dafür, daß jede einzelne Rolex-Uhr exakt so aussieht wie von Walt Odets beschrieben. Aber es ist doch ein starkes Indiz, daß Rolex die Verarbeitung innerhalb ihrer Gehäuse bei weitem nicht so wichtig ist, wie es die hohen Preise erwarten lassen dürften.


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Mithin kann also nicht davon die Rede sein, dass irgend jemand irgendwelche Gegenbeweise aufbringen müsste. Gegenbeweise wogegen? Gegen zwei Fotostrecken eines möglicherweise frustrierten Rolex-Kunden? :D:D


    Ein "Gegenbeweis", daß Rolex es auch - vielleicht ausnahmsweise? - einmal schafft, auch Uhrwerke von einer Finishqualität herzustellen, die dem entsprechen, was in der Preisklasse ab 3000 Euro üblich sein sollte und selbst von billigeren Marken wie Omega mühelos erreicht wird? Das wäre zwar auch kein aboluter Beweis in dem Sinne, daß man daraus auf jede einzelne Uhr rückschließen könnte. Aber es wäre doch ein Indiz dafür, daß Rolex für sein Geld wenigstens ein bißchen mehr tut, als bloß einen "Mythos" zu verscherbeln, der nach dem Motto "außen (fast) hui, innen stark pfui" produziert wird.


    Wie gesagt, die Rolex ist sicherlich eine robuste und ganggenaue Gebrauchsuhr von einer äußerlich guten, innerlich aber nur mäßigen Finishqualität. Aber genau das sind viele andere Uhren auch, und die kosten allesamt erheblich weniger. Wie schon gesagt: So etwas besonderes ist die "Auster" heute auch nicht mehr; robuste, wasserdichte und präzise Automatikuhren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Während bei Rolex nämlich seit Jahrzehnten Stillstand herrscht, was die Entwicklung von Produkten angeht, haben die anderen Hersteller diese Zeit dazu genutzt, ihre Produkte auf einen modernen Stand zu bringen. Omega hat mit der Serienproduktion der Daniels'schen Erfindung des Uhrwerkes mit co-axialer Hemmung einen weiteren Schritt in die Richtung getan, Rolex auch in der Länge der Service-Intervalle einzuholen bzw. zu überholen.


    Brazzo hat in seiner Signatur den Satz stehen "Geht der Reichtum der Welt zu Grunde, dann stirbt die ROLEX zuletzt." Ich hoffe, daß uns es uns erspart bleibt, den Reichtum der Welt zugrunde gehen zu sehen. Aber wenn es wirklich dazu käme, ließe ich Rolex dabei jederzeit den Vortritt vor Jaeger LeCoultre, A. Lange & Söhne oder Patek Philippe. ;)

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • Ohne als Laie jetzt für irgendeine Seite Partei ergreifen zu wollen, habe ich hier einen Link gefunden, der HappyDays Bericht über den verstärkten "Abrieb" eines Rolex-Werks bestätigt: Klick


    Zitat

    This watch has been well worn for about 7 years without any service. When I checked it, I noticed a strange noise inside the watch. The winding weight (rotor) touched bridges and the case back while rotating. I hoped that perhaps the automatic winding module was not screwed in properly. But after one look at the movement it was clear that the problem is in the oscillating weight axle. The movement was full of red dust - a product of wear. I've checked the rotor axle jewel - it was dirty but not damaged. As for the axle - it was worn enough to allow the rotor to touch movement parts.


    Unfortunately, Rolex still does not use ball bearings in its top calibers. Instead, there is a plain sleeve bearing, and proper oiling is critical. When the lubricant evaporates or migrates, the metal axle experiences wear against the jewel. In Fig. 6 above you can notice a rut left by the jewel. If Rolex specialists had designed an automatic device based on ball bearings (like in most modern automatic devices) - the watch would be more reliable.


    Allerdings wäre bei sachgemäßer Wartung das Problem wohl gar nicht erst aufgetreten:

    Zitat

    Replacing the axle solved the problem. The oscillating weight began rotating smoothly. Endshake was less than 0.04 mm so I didn't replace the spring-clip.


    The automatic module is dismounted. All parts fit perfectly. I would like you to notice that the quality of all parts is very good. There are no problems with servicing this caliber. It fortified my opinion that good manufacturers think not only about factory assembly, but also about ease of periodic servicing. Rolex technical information is well done and easy to understand.

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

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