Der "Roam at Home" Wiki Thread

  • rmol Ich denke, auch wenn der Vertrag nur sagen wir mal 6 Monate hält, hat sich dieser schon ggü. eines "normalen" Vertrags schon rentiert. Das wären dann - de facto - 20€ pro Monat für 70GB (120€ für 1 Jahr / 6). Imho auch noch i.O.


    Wie sieht es denn bei einer FUP-Anwendung aus? Reicht es, ein Tag rüber nach Frankreich zu fahren, die 70GB aufzubrauchen und bis zum nächsten Zyklus zu warten, oder gibt es da andere Voraussetzungen die man erfüllen muss, damit der "Counter" wieder bei 0 anfängt?

    Das wird dir wohl keiner sagen können, weil Orange/France bisher keine FUPs in diesen Tarif und auch z.B. im großen Sosh-Tarif anwendet. Ich habe den sosh jetzt knapp 2 Jahre ohne Probleme. Bei den anderen Tarifen wenden sie eine harte FUP im Volumen an. Das sagen sie klar, dass nur # GB von ## GB in der EU brauchbar sind, ansonsten werden Aufpreise berechnet. Diese Tarife kann man auch nicht zurückstellen, sondern zählen dann jeden Monat neu. Am Ende der Laufzeit von 1 Jahr vor einer Kündigung genau schauen, ob Orange ein Nachfolgeangebot stellt. Das ist bei mir nach 1 Jahr gekommen (statt 50 GB für 9,99 €, jetzt 70 GB für 12,99 €) und jetzt ist wohl auch eins fällig.


    Was die 70 GB in Frankreich und der EU angeht, da läuft schon ein Zähler und wenn der runter ist, bremsen sie von LTE Max auf 128 kbit/s runter. Damit kann man dann nicht mehr so viel anfangen. Kann sein, dass sie Zusatzvolumen gegen Aufpreis anbieten, aber nach Ablauf des Monats wird der Speed wieder resettet, egal, wo du bist.

  • Heute geht es um den vorerst letzten Teil der Übersicht um die Schweiz und Österreich sowie insbesondere um 3-Netz-SIM-Karten. Dabei gibt es keine Billiglösungen, sondern eher Lücken im deutschen Portfolio mit größerer Flexibilität.

    Eines der Vorteile ausländischer SIM-Karten ist es ja, dass sie sich oft in mehreren Netzen in Deutschland einbuchen. Besonders gefragt sind SIMs, die alle 3 Netze in LTE öffnen können, da sie die beste denkbare Abdeckung ergeben. Die Betreiber blocken aber häufig Netze, die ihnen zu teuer sind oder leiten per Priorisierung und Steering die Roamer in das von ihnen gewünschte Netz.

    Daneben fallen auch die Geräte nicht selbstständig in das beste Netz vor Ort, denn häufig erfolgt zunächst ein Rückfall ins 3G oder 2G des eingebuchten Netzes, bevor das Gerät eine neue Netzsuche macht, um ein besseres Netz zu wählen. Kurzum: die freie Netzsuche nach dem besten Netz an einem Ort ist zeitaufwändig und kompliziert, auch wenn man eine 3-Netz-SIM-Karte hat. Ein Dual-SIM-Handy mit 2+1 Netzen wäre schneller.

    SCHWEIZ

    Die Schweiz kommt etwas überraschend auf unsere Liste, hat sie zwar lokal niedrige Preise im Mobilfunk durch die Konkurrenz der 3 Netze Swisscom, Sunrise und Salt. Sie ist aber nicht Teil der EU oder EWR und damit auch nicht des EU-Roaming-Verbunds und das einzige Land außerhalb in der Liste. Nur wenige Anbieter wie Three UK oder Vodafone in UK, IE oder ESP oder Orange in F zählen sie dazu und rechnen sie wie Inland ab. Sie müssen auch selbst die Vorleistungen teurer erkaufen. Dennoch hat es ein Schweizer Tarif hier geschafft, der gleichzeitig auch ein guter Tipp für die tageweise Nutzung in der Schweiz sein kann.

    Yallo ist eine Tochter des Netzbetreibers Sunrise und hat 2020 einen neuen online-Tarif Swype vorgestellt. Der funktioniert so ähnlich wie FUNK von Freenet in Deutschland. Auf täglicher oder monatlicher Basis gibt es unbegrenzt Daten, SMS und Gespräche in der Schweiz für 1,50 CHF pro Tag (24 Std.) oder 20 CHF pro Monat. Der Tarif wird mit einem Wisch (Swype) per App aktiviert. Ein weiterer Wisch bucht tageweise (für 24 Std.) Roaming für 3 CHF zu.

    Das Angebot kann man per Swype App bestellen, die es auch in den deutschen Play- oder iStores gibt oder auf der Website. Das Problem liegt in der Zustellung der gratis SIM, die nur innerhalb der Schweiz möglich ist. Einige Postsendungen nach Deutschland haben es dennoch geschafft, andere dagegen nicht. Da die neue SIM nicht personalisiert ist, kann man sie auch über Freunde weiterschicken lassen. Daneben wird eine eSIM (für kompatible Geräte) angeboten, die direkt heruntergeladen werden kann.

    Für die Registrierung und das Management der SIM braucht man die besagte Swype App. Für die Registrierung muss man Pass oder Personalausweis fotografieren und Bild hochladen. Das Management besteht im Wesentlichen in der Betätigung der beiden Schalter (dem Swype) für CH-Nutzung und Roaming. Der Roaming-Swype bedarf unbedingt einen tages- oder monatsweisen CH-Plan als Basis. Für Roaming fällt also 1,50 CHF + 3 CHF = 4,50 CHF an, also ca. 4,10 €, was nicht wenig ist. Die SIM wird zur Bezahlung an eine (deutsche) Kreditkarte oder PayPal gebunden. Hier auf möglichst ein niedriges Umwechselentgelt achten, was zumindest bei PayPal sehr tricky ist.

    Dafür bekommt man Roaming in LTE Max mit niedrigen Ping in allen 3 deutschen Netzen, was offiziell auf 10 GB begrenzt wird, aber praktisch eher unlimitiert erscheint. Die Priorisierung liegt bei Vodafone, mit etwas Steering dagegen klappts auch bei Telekom und o2. Zu beachten ist, dass die Liste der Roaming-Länder nicht genau mit der EU/EWR-Länderliste übereinstimmt. Es fehlen einige Länder, dafür sind die USA und Kanada mit dabei, für die es kaum Kurzzeitlösungen auf dem Markt gibt. Die SIM muss mind. 1 Tag innerhalb eines Jahres betrieben werden, damit sie nicht abgedreht wird, wobei im Gegensatz zu FUNK keine Gebühren bei Nichtnutzung anfallen.

    Das hier ist kein Billigangebot, da es Tagesflats auch der deutschen Anbieter für 5 € auf dem deutschen Markt gibt. Hier ist die Kombination aber sehr gut: man hat völlige Flexibilität, alle 3 Netze, eSIM für Apple DualSIM-Nutzer, Tagespakete und zusätzlich eine gute Option für Schweiz-, USA- oder Kanada-Besucher. Man kann sie einfach als Back-up dabeihaben, wenn man an einen Standort fährt, wo man die Netzversorgung nicht kennt und kurzzeitig viele Daten braucht. Die App reagiert sofort und Pakete sind sekundenschnell gebucht und Apple-Nutzer haben eSIM verfügbar, was immer noch der einzige Dual-SIM-Weg für sie ist.

    ÖSTERREICH

    Eigentlich wäre Österreich ein gutes Land für Roam@home, da sie viele DSL-Substitutionsangebote auch auf Prepaid-Basis sehr günstig verkaufen. Allerdings sperren alle 3 Netzbetreiber intern. Roaming auf den billigsten Angeboten in Austria-Tarifen und “schützen” ihre Tarife mit harten Volumen- und Zeit-FUPs. Darum ist weder bei A1, magenta, Drei, noch bei ihren Resellern viel zu holen. Magenta will gleich “stabile Bindungen” zu Österreich sehen, bevor sie überhaupt Roaming freischalten, Drei will sie etwa nach 3 Monaten und A1 hat inzwischen Großbritannien aus der EU-Roamingzone verbannt und verlangt hohe Aufpreise. Das ist umso bedauerlicher, weil österr. SIM-Karten oft alle 3 LTE-Netze bei uns öffnen.

    So auch die Wertkarten (österr. Name für prepaid) von Drei. Sie sind eine der ganz wenigen Anbieter, die weder Priorisierung, noch Steering auf der SIM haben und sich wirklich ins beste Netz bei einer Suche einbuchen. Damit sind sie auch ideal für Cellmapper oder Kunden, die schnell ins Netz kommen müssen, egal welches gerade verfügbar ist. Drei Wertkarten gibt es in Läden in Österreich, aber auch online im Internet z.B. über eBay. Man kann sie inzwischen auch online aus Deutschland registrieren und aktivieren entweder per deutschen Bankkonto oder mit Ausweis online.

    Wenn man den Fehler macht und ihre Kombi-Pakete Talk EU oder Internet-Pakete Surf Flat EU kauft, ist nach 3 Monaten in der Regel Schluss, außer man kann dann stabile Bindungen zu Österreich vorweisen. Die einzige Ausnahme ist der Grundtarif mit Roaming “Talk EU Klassik” in der die Minute 8 ct, SMS 8 ct und das MB stolze 15 ct kosten. Wenn man Daten braucht, kann man im Grundtarif das Aufbuchpaket “EU Internet 5GB” für 30 Tage und 10 € kaufen, was jetzt mit 2€/GB nicht sehr günstig ist, aber halt 3 Netze ohne Steering bietet.


    Hier auch die Bitte an Thomas das in den geschlossenen Thread unten anzupinnen. Damit sind alle unsere Länder aktuell. Es wird den Sommer über Updates geben zu den genannten Angeboten und vielleicht dann auch das eine oder andere Neue dazu.

  • wolfbln Ich habe ja letzte Woche ein CoopVoce Prepaid abgeschlossen, und eine Karte in einem Weiß (auf der einen Seite) und Grünen (auf der andere Seite) Sim-Tray erhalten. Meintest du nicht, die neuen Karten haben schon die CoopVoce APNs drauf?


    Jedenfalls hat sich die jetzige Karte noch die TIM APNs (wap.tim.it) gezogen. Auch habe ich damit Probleme, dass die sich überhaupt in irgendein Netz (ausser D-Tcom Edge) einwählt...Trotz mehrmaliger manuellen Netzsuche (auch bei O2) wird mir entweder kein Netz oder eben Telekom Edge angezeigt, wo meine französische Nummer jedoch 4G bekommt.

    Einmal editiert, zuletzt von NagasakiGg ()

  • wolfbln Ich habe ja letzte Woche ein CoopVoce Prepaid abgeschlossen, und eine Karte in einem Weiß (auf der einen Seite) und Grünen (auf der andere Seite) Sim-Tray erhalten. Meintest du nicht, die neuen Karten haben schon die CoopVoce APNs drauf?


    Jedenfalls hat sich die jetzige Karte noch die TIM APNs (wap.tim.it) gezogen. Auch habe ich damit Probleme, dass die sich überhaupt in irgendein Netz (ausser D-Tcom Edge) einwählt...Trotz mehrmaliger manuellen Netzsuche (auch bei O2) wird mir entweder kein Netz oder eben Telekom Edge angezeigt, wo meine französische Nummer jedoch 4G bekommt.

    Der korrekte APN für die neuen SIM-Karten ist: internet.coopvoce.it

    https://www.coopvoce.it/share/…773-7dc2-d5a44af04e32.pdf

  • Der korrekte APN für die neuen SIM-Karten ist: internet.coopvoce.it

    https://www.coopvoce.it/share/…773-7dc2-d5a44af04e32.pdf

    Danke dir. Hatte vorher erst TIM, und dann (wie auf der Seite) web.coopvoce.it. Habe jetzt internet.coopvoce.it. Aber auch damit verbindet es sich nur ins 2G Netz. Hast du irgendwelche Tipps, wieso? (Ich habe mindestens 20x manuell probiert...)

    An der Abdeckung kann es nicht liegen, da ich laut Online 100% Telekom 3G/4G und 3/4 Balken O2 3G haben sollte....


    Ich schaue mir das noch bis Ende Juli an, aber wenn es so weitergeht werde ich die Nummer höchstens als Nummer meines Urlaub-Handys (und damit Verwandte aus Italien mich anrufen können) benutzen bzw. komplett begraben. Bis zum 9.7. ist ja noch dieses Orange.fr Angebot, womit ich eigentlich im grossen und ganzen sehr zufrieden bin. (Würde sich für mich aufgrund CH sowieso mehr lohnen um ehrlich zu sein)

  • Der TIM-APN hatte bei mir in Italien funktioniert, aber im Ausland (AT&DE) dann nicht mehr. CoopVoce hat meine rumprobieren mitbekommen und den richtigen APN internet.coopvoce.it als Konfig-SMS geschickt. Dann funktionierte es auch sofort. Einbuchen ist in T-Mobile DE (oder Magenta in AT) in 2G/3G möglich. Bisher kein 4G und auch kein Chance zu o2-DE rein zu kommen.

  • Ich habe gerade etwas länger mit der BNetzA telefoniert. Es ging um die Verminderung der minimal Verfügbaren Datenmengen, die man laut EU-Verordnung in den EWR-Ländern haben muss. Diese zugesicherten Mengen werden z.B. bei der Telekom bei StreamOn und Unlimited Paketen durch die Nutzung in den nicht EWR-Ländern (UK, Gibraltar, Schweiz) verringert, obwohl die EU-Verordnung das so nicht erlaubt.


    Die BNetzA ist jedoch momentan der Ansicht, dass, obwohl diese Regelung bei der Telekom nicht der EU-Verordnung entspricht, die Regelung verbraucherfreundlich ist und beabsichtigt deswegen nicht einzuschreiten. Dasselbe mit der Schweiz dulden die ja schon seitdem es die EU-Verordnung gibt.


    Diese Problematik wurde in einigen Ländern als Grund angegeben, die UK/Gibraltar aus dem EU-Roaming zu entfernen. Anscheinend wird jedoch in Deutschland kein Anbieter deswegen gezwungen die UK aus dem EU-Roaming zu entfernen.

  • Finde ich aber richtige Haltung der BNetzA. Daraus den Betreibern einen Strick zu drehen, dass sie freiwillig mehr Länder anbieten, ist daneben. Sonst werden wir nie mehr Schweiz, Balkan, usw. sehen.

    Wenn die Verordnung novelliert wird, sollte man dazu etwas reinschreiben. Das hatte man halt 2017 nicht auf dem Schirm.


    Was Coop Voce betrifft, habe ich schon gesagt, dass es mit einigen SIMs Probleme mit Telekom 4G gibt. Sie wollen nicht rein, andere der neuen Serie gehen aber rein und werden gedrosselt. So einen richtigen Reim können wir uns momentan nicht drauf machen. Darum sollte man etwas vorsichtig sein, zumal Telekom ihr 3G ja auch bald abschaltet. Ich werde das weiter beobachten.


    Auch bei Voxi gibt es täglich andere Meldung, was geht oder auch nicht. Da sind sich selbst die Dauer- und Intensivnutzer nicht ganz einig. Es gibt aber weiter keine Anzeichen, dass eine FUP umgesetzt wird und das nur das Zero-Rating und damit verbundene Bugs betrifft.

  • SCHWEIZ

    [...]Yallo [...]

    Das Angebot kann man per Swype App bestellen[...]Das Problem liegt in der Zustellung der gratis SIM, die nur innerhalb der Schweiz möglich ist. Einige Postsendungen nach Deutschland haben es dennoch geschafft[...]

    In der App findet eine PLZ-Prüfung statt, zudem ist die Eingabe auf 4 Stellen begrenzt. Da fehlt mir die Phantasie, wie ein Versand nach D geglückt sein kann.

  • In der App findet eine PLZ-Prüfung statt, zudem ist die Eingabe auf 4 Stellen begrenzt. Da fehlt mir die Phantasie, wie ein Versand nach D geglückt sein kann.

    Also mir sind mehrere Sendungen geglückt und ich glaube anderen wie rmol auch eine. Du kannst die SIM ja auch nicht nur über die App, sondern auch online d.h. über die Website bestellen. Da findet diese Überprüfung der Adresse und PLZ so nicht statt und PLZ können 5-stellig sein.


    Aber die Sendung nach Deutschland ist wohl unterfrankiert. In meinen Fall hat 10825 Berlin nie geklappt, aber ein kleines Nest in Hessen klappte mehrmals. Warum, kann ich dir nicht sagen.


    Weil hier ja auch immer Händler mitlesen. Die SIMs sind vor Aktivierung völlig blank und können auf jeden Namen aktiviert werden. Warum bietet ihr die nicht auf eBay an? Ihr wittert doch sonst immer ein gutes Geschäft.


    Ganz sicher geht man natürlich, wenn man Kontakte für eine Weiterleitung in der CH hat (der Post-Adressat muss nicht der Registrierer sein) oder eine eSIM nutzen kann.

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