Was fällt euch auf?

  • Was war an BigBrother denn der Reiz?

    Wenn man nicht gerade ein Freundin hat, die es aus für mich unerfindlichen Gründen geschaut hat.

    Haben es damal irgendwie im Freundeskreis drüber geschaut und geredet, und irgendwie war es schon schön es mitzuverfolgen. Denn einerseits war es leichte Unterhaltung, aber wenn man genauer hinschaut, konnte man dabei durchaus was fürs Leben lernen. Wenn auch nicht unbedingt Gutes.

    Nämlich das es am Ende oft ziemlich egal ist wie sehr man sich anstrengt oder nicht anstrengt.

    Denn haben die Bewohner z.B. ständig Matches und Wochenaufgaben vergeigt, hat sie BigBrother trotzdem nicht völlig hungern lassen, sondern dann ständig Partys ausgerufen oder kleine Belohnungsmatches die sie fast nicht vermasseln konnten veranstalten.

    Umgekehrt hat BigBrother wenn sich die Bewohner bei Matches und Wochenenden richtig angestrengt haben und erfolgreich waren das Niveau so weit angezogen das die Aufgaben fast unmachbar worden. Oder aber man hat angfangen selbst kleinste Regelverstösse wie Mikro ablegen oder beim chillen Augen schliessen zu bestrafen während man vorher viel grössere Regelverstösse nicht bestraft hat. So gab es dann für jede Staffel die obligatorische Woche Kohlsuppendiät.

    Oder wie sich Leute die sich gehobenen Kreisen zuordnen würden oder dem Fitness-Bereich, dann wenn z.B. Armen Bereich beim Einkauf entweder das Budget oder die erlaubte Zeit knapp ist, auch nur noch von Toastbrot, Pasta, Lyoner und Ketchup ernähren, obwohl sie es zuvor anderen vorgehalten haben.

  • Big Brother… im Freundeskreis… konnte man dabei durchaus was fürs Leben lernen…

    Mir fällt auf, dass es mit Deutschland (oder zumindest Bayern) wirklich bergab geht. Offenbar gibt es dort noch weitere Menschen neben Martyn, die ihr „Wissen“ aus so stichhaltigen Quellen wie Big Brother, Instagram und TikTok beziehen.


    Das könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass Hubsi Aiwanger (oder war es sein Bruder) dort mit seinen Bierzeltparolen so gut ankommt.

  • Hubert Aiwanger oder auch Klaus Ernst oder Claus Weselsky sind wenigstens noch Leute die halbwegs Klartext reden und einigermassen konkrete Forderungen aufstellen.

    Im Gegenteil zu einem Robert Habeck oder Christian Lindner, die es locker schaffen eine Stunde und noch mehr in blumigen Metaphern viele Dinge zu labern, die prinzipiell alle richtig sind, aber extrem allgemein und unkonkret, so das sie kein einziges konkretes versprechen Abgeben.

  • Hubsi Aiwanger braucht keine Forderungen aufzustellen, sein Job als Wirtschaftsminister und (Vize-) Ministerpräsident ist es zu machen! Klar, beim tumben Bierzeltpublikum reichen markige und einfache Worte (ohne Taten). Vermutlich sind sie für das Publikum jenseits der 3 Maß auch zwingende Voraussetzung. Die meisten halten ihn wohl auch für einen Oppositionspolitiker, sonst würden sie merken, wie inkonsistent seine Reden gegenüber seinen Handlungen sind.

  • Hubsi Aiwanger braucht keine Forderungen aufzustellen, sein Job als Wirtschaftsminister und (Vize-) Ministerpräsident ist es zu machen!


    Man muss aber auch sagen das Landespolitik generell an die Bundespolitik und EU-Politik gebunden ist, und Vieles wie Währungspolitik der EZB, Aussenpolitik im Fall der Ukraine und Gaza, und viele Dinge die gerade wichtig wären, ausserhalb des Einflussbereichs der Landespolitik sind.

    Ausserdem sind die Freien Wähler nur Juniorpartner in der Landesregierung, und zudem ist Markus Söder doch ein Ministerpräsident mit relativ dominanten Politikstil, so das einem Juniorpartner noch weniger Gestaltungsmöglichkeiten bleiben als in anderen Bundesländern.

    Die Referenz an der sich Hubert Aiwanger messen muss, ist vorallem Martin Zeil von der FDP. Und damit kann er locker mithalten.


  • Man muss aber auch sagen das Landespolitik generell an die Bundespolitik und EU-Politik gebunden ist, und Vieles wie Währungspolitik der EZB, Aussenpolitik im Fall der Ukraine und Gaza, und viele Dinge die gerade wichtig wären, ausserhalb des Einflussbereichs der Landespolitik sind...

    Weshalb Landespolitik diese Aspekte allenfalls für eigene Politik berücksichtigen sollte und nicht nur Volksreden halten was sie tun würden wenn sie König von Deutschland wären.

  • Hubert Aiwanger ist aber nicht nur Wirtschaftsminister in Bayern, sondern zugleich auch Parteivorsitzender der Freien Wähler. Und da die Freien Wähler ja auch bei der Bundestagswahl und EU-Parlamentswahl antreten, ist es schon legitim das er auch über Bundespolitik, Aussenpolitik und Europapolitik redet.

  • Bezahlt wird er für seine (Un-)Tätigkeit als Wirtschaftsminister. In seiner Freizeit nimmt er die weiteren von dir genannte Funktion wahr. Ein Wirtschaftsminister, der seinen Job ernst nimmt, dürfte nicht allzu viel Freizeit für solche Pöstchen übrig haben.


    Dass er die Zeit übrig hat, sagt uns was? ^^

  • Abgesehen von den Grünen, Linken und AfD ist die gleichzeitige Ausübung von Ministerposten und Parteipolitischem Amt doch absolut üblich!

    Das ist aktuell bei Christian Lindner und der FDP und auch bei Markus Söder und der CSU genauso. Und es war auch bei Angela Merkel und der CDU oder Gerhard Schröder, Franz Müntefehring, Matthias Platzeck, Kurt Beck, ... bis zu Andrea Nahles so.

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