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  • Da hat der Staat nichts rein zu reden, weil es ihn schlicht und ergreifend nichts angeht.

    Das gilt hier. Putin hat anderes befohlen, er will Rubel.

    Galaxy A53, Magenta Prepaid, GMX Freephone, Ay Yildiz u.a.

  • Das gilt hier. Putin hat anderes befohlen, er will Rubel.

    ... und hat ein Gesetz (Sanktion gegen unfreundliche Staaten) erlassen, welches russischen Unternehmen in etlichen Fällen nur noch die Entgegennahme von Zahlungen in Rubel erlaubt.


    Er reagiert halt genau so, wie unser westliches Kartell der Sanktionierer. Er beschleunigt das gegenseitige Karussell nur ein wenig.


    Und solche Eingriffe in die Vertragsfreiheit von Unternehmen gibt es selbstverständlich auch "hier". Durch unsere gemeinsamen Sanktionen wird europäischen /us-amerikanischen Unternehmen auf die gleiche Weise verboten, vertragliche Pflichten gegenüber russischen Unternehmen zu erfüllen. Wird etwa ein gesetzliches Ausfuhrverbot erlassen, sind sämtliche auf den Export dieser Güter gerichteten Verträge nur noch Schall und Rauch.

  • Privatunternehmen sind in ihrer Entscheidung in welcher Währung sie Geschäfte abwickeln in einer Demokratie, [...], völlig frei.

    [...]

    Das kann ich eigentlich nicht glauben.

    Nehmen wir einmal eine Musterdemokratie, nehmen wir Deutschland.

    Ich glaube nicht, dass die Stadtwerke oder die Wasserwerke hier ihre Medien (Strom, Wasser, ...), nur weil diese vlt. irgendwann mal den Euro misstrauen, von mir mit Bitcoins, Dollar, Rubel oder Goldbarren bezahlt werden wollen. Ich anderenfalls ohne Strom und Wasser bin.

    Schließlich haben diese Unternehmen eine Grundversorgungspflicht und das gesetzliche Zahlungsmittel ist hier nun mal der Euro.

  • Das kann ich eigentlich nicht glauben.

    Nehmen wir einmal eine Musterdemokratie, nehmen wir Deutschland.

    Ich glaube nicht, dass die Stadtwerke oder die Wasserwerke hier ihre Medien (Strom, Wasser, ...), nur weil diese vlt. irgendwann mal den Euro misstrauen, von mir mit Bitcoins, Dollar, Rubel oder Goldbarren bezahlt werden wollen. Ich anderenfalls ohne Strom und Wasser bin.

    Schließlich haben diese Unternehmen eine Grundversorgungspflicht und das gesetzliche Zahlungsmittel ist hier nun mal der Euro.

    Der Staat legt die gesetzlichen Zahlungsmittel fest, bei uns ist das der Euro. Den muss hierzulande jeder Gewerbetreibende akzeptieren bzw. zur Zahlung verwenden.

    Bei Transaktionen mit nicht-Euro Ländern läuft das halt anders, da buchen entweder die Banken die Fremdwährung entsprechend des aktuellen Wechselkurses in Euro aufs Empfängerkonto, oder wenn man regelmäßig mit nicht-Euro Ländern handelt kann man ein entsprechendes Fremdwährungskonto führen.

    Da könnte auch der deutsche Staat Einschränkungen erlassen.

  • Das kann ich eigentlich nicht glauben.

    Nehmen wir einmal eine Musterdemokratie, nehmen wir Deutschland.

    Ich glaube nicht, dass die Stadtwerke oder die Wasserwerke hier ihre Medien (Strom, Wasser, ...), nur weil diese vlt. irgendwann mal den Euro misstrauen, von mir mit Bitcoins, Dollar, Rubel oder Goldbarren bezahlt werden wollen. Ich anderenfalls ohne Strom und Wasser bin.

    Schließlich haben diese Unternehmen eine Grundversorgungspflicht und das gesetzliche Zahlungsmittel ist hier nun mal der Euro.

    Natürlich ist der Euro das übliche Zahlungsmittel wenn alle Vertragspartner im Euroraum sind, schon alleine weil der Umtausch zusätzliche vermeidbare Kosten verursachen würde. Das ist aber hier nicht der Fall, und dann handeln die Vertragspartner untereinander aus, welches die zu verwendende Währung ist, und schreiben das in die Verträge mit rein. Da kann dann nicht einfach ein Staat kommen und sagen "das gilt ab morgen nicht mehr", weil ihn diese Vereinbarungen, wie schon erwähnt, nichts angehen.

  • Da kann dann nicht einfach ein Staat kommen und sagen "das gilt ab morgen nicht mehr", weil ihn diese Vereinbarungen, wie schon erwähnt, nichts angehen.

    Interessant. Gut, dann warten wir bis der erste Netzbetreiber sich über die EU-Roamingverordnung hinwegsetzt und wieder Gebühren nimmt. Die Roaminggebühren sind in Altverträgen ja so vereinbart im Vertrag. Und Vertrag ist Vertrag.


    Da kann dann nicht einfach ein Staat kommen und sagen "das gilt ab morgen nicht mehr", weil ihn diese Vereinbarungen, wie schon erwähnt, nichts angehen.


    Na gut, dass du nicht bei bspw. Telekom in der Rechtsabteilung arbeitest. ;-)


    (Ein passender Vergleich in einem Telefonforum, oder?)

  • Interessant. Gut, dann warten wir bis der erste Netzbetreiber sich über die EU-Roamingverordnung hinwegsetzt und wieder Gebühren nimmt. Die Roaminggebühren sind in Altverträgen ja so vereinbart im Vertrag. Und Vertrag ist Vertrag.

    Das wäre mir komplett egal, da Roaming für mich kein wirkliches Thema darstellt. Ich bin höchstens mal bei Wanderungen in Grenznähe ins französische Mobilfunknetz geraten, und dann war der Empfang meist so schlecht dass es eh kaum nutzbar war.

  • Es dürfte einiges an strittigen Verträgen und Eigentum in und um Russland geben:

    Größter Flugzeugklau der Geschichte (es geht um Leasing Flugzeuge im Wert von um 10 Milliarden $, die vorallem auf russischen Inlandslinien fliegen): https://www.dw.com/de/größter-flugzeugklau-der-geschichte/a-61282748


    Russlands Verluste im Ukraine Krieg: https://www.dw.com/de/russland…-ukraine-krieg/a-61234632

    Zitat

    Sollte die Zahl von bislang über 7000 gefallenen russischen Soldaten auch nur annähernd stimmen, dann hätte die russische Armee bereits jetzt - nach einem Monat Krieg in der Ukraine - halb so viele getötete Soldaten zu beklagen wie die Rote Armee in ihren zehn Jahren sowjetischer Intervention in Afghanistan zwischen 1979 und 1989.

    Einmal editiert, zuletzt von kues () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von kues mit diesem Beitrag zusammengefügt.

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