EZB: Die Zentralbank der Europäischen Union

  • Marktforscher? Der Marktkonsens lässt sich täglich durch das Verhalten der Marktteilnehmer ermitteln. Da gibt's nichts zu forschen.


    Und die vorherrschende Meinung in Internetforen ist ja gerade konträr zum Marktkonsens; so wie deine jetzt. Oft wird der EZB auch Kompetenz abgesprochen. Hier ist es nicht so drastisch, aber z.B. auf MyDealz kannst du fast ausnahmslos nur Kommentare von Leuten lesen, die wirklich gar keine Ahnung von der Materie haben. Wenn du das dann als Kontraindikator einsetzt, kommst du genau zum Marktkonsens.


    Wie gut, dass ich erst gar keine eigene Meinung habe und persönlich mit gar nichts rechne. Und auf "etwas setzen" wie in einer Spielbank tue ich schon drei Mal nicht. Das ist nur etwas für Spekulanten, nicht für Anleger. Ich maße mir auch nicht an, die Qualität der Arbeit der EZB zu beurteilen. Da sitzen ausgewiesene Fachleute. Ich wüsste auch gar nicht, wozu es gut sein sollte, sich gegen den Markt zu positionieren, denn, auch wenn der Markt gerne mal über- oder untertreibt, so hat er am Ende immer Recht.


    Da ich als Privatier fast ausschließlich von Kapitaleinkünften lebe, beobachte ich einfach nur den Markt und handle entsprechend. Die Arbeit, sich eine eigene Meinung zu bilden oder mit "etwas zu rechnen", nimmt mir der Marktkonsens ab, der jeden Tag neu justiert wird. Das ist ja gerade das Schöne daran. Ich kann immer sagen, was der Markt aktuell erwartet und ob die Erwartungen dann erfüllt werden, sehe ich irgendwann selbst ohne mir vorher meinen eigenen Kopf über Dinge zerbrochen zu haben, von denen ich sowieso nichts verstehe.

  • Marktforscher?

    Ja, das sind die Orakel die regelmäßig Marktentwicklungen vorhersagen und damit regelmäßig öfter falsch liegen als der Zufall, womit sie prima als Kontraindikatoren taugen.

    Und die vorherrschende Meinung in Internetforen ist ja gerade konträr zum Marktkonsens; so wie deine jetzt.

    Meine Meinung, vorherrschende Meinung, Marktkonsens. Das sind drei verschiedene Dinge.

  • Marktforscher sind etwas anderes. Was du meinst, sind die "Analysten". Aber von denen spreche ich doch gar nicht. Der Marktkonsens spiegelt sich im Verhalten der Anleger am Markt wider, also im Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Der lässst sich einfach an den Kursen am Anleihemarkt ablesen. Daraus ergibt sich dann auch die Zinsstrukturkurve. Die wird ja nicht von der EZB, sondern vom Markt "gemacht". Was die Analysten sagen, lese ich gar nicht, weil die ja individuell versuchen, die Zukunft zu prognostizieren. Im Gegensatz dazu spiegelt der Marktkonsens immer die tagesaktuelle Erwartungshaltung des Gesamtmarktes wider.


    Vorherrschende Meinung am Markt (nicht in Internetforen) und Marktkonsens ist per wissenschaftlicher Definition nicht exakt das das Gleiche, kommt allerdings aufs Gleiche raus, weil eine 100%ige Korrelation besteht, denn der Marktkonsens spiegelt die vorherrschende Meinung am Markt in den Anleihekursen wider. Aber grau ist alle Theorie; Wortglauberei ist etwas für Doktorarbeiten und bringt einen Anleger eh nicht weiter.

    Einmal editiert, zuletzt von zardi77 ()

  • Den Projektionen zufolge bleibt die Inflation für eine zu lange Zeit zu hoch. Der EZB-Rat hat daher heute beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 50 Basispunkte anzuheben. Dies steht im Einklang mit seiner Entschlossenheit, eine zeitnahe Rückkehr der Inflation auf das mittelfristige 2 %-Ziel sicherzustellen. Die erhöhte Unsicherheit verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig ein datengestützter Ansatz bei den Leitzinsbeschlüssen des EZB-Rats ist. Diese werden sich nach seiner Einschätzung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund der verfügbaren Wirtschafts- und Finanzdaten, der Entwicklung der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission richten.


    Der EZB-Rat beobachtet die aktuellen Marktspannungen genau und ist bereit, so zu reagieren, wie erforderlich, um Preis- und Finanzstabilität im Euroraum zu wahren. Der Bankensektor des Euroraums ist widerstandsfähig: Kapital- und Liquiditätspositionen sind solide. In jedem Fall verfügt die EZB über alle geldpolitischen Instrumente, um das Finanzsystem des Euroraums erforderlichenfalls mit Liquiditätshilfen zu unterstützen und die reibungslose Transmission der Geldpolitik aufrechtzuerhalten.

    Die neuen gesamtwirtschaftlichen Projektionen der EZB wurden Anfang März erstellt, bevor es zu den jüngsten Spannungen an den Finanzmärkten kam. Diese Spannungen schaffen zusätzliche Unsicherheit in Bezug auf die Bewertung von Inflation und Wachstum in den Basisprojektionen. Noch vor den jüngsten Entwicklungen war der im Basisszenario für die Gesamtinflation projizierte Pfad nach unten korrigiert worden, was in erster Linie damit zusammenhängt, dass der Beitrag der Energiepreise geringer ausfiel als erwartet. Die EZB-Fachleute gehen nun von einer durchschnittlichen Inflation von 5,3 % für 2023, 2,9 % für 2024 und 2,1 % für 2025 aus. Zugleich ist der zugrunde liegende Preisdruck nach wie vor hoch. Die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel zog im Februar weiter an. EZB-Fachleute gehen davon aus, dass sie 2023 im Durchschnitt bei 4,6 % und damit über dem in den Projektionen vom Dezember erwarteten Wert liegen wird. Danach wird sie den Projektionen zufolge 2024 auf 2,5 % und 2025 auf 2,2 % fallen, da der aus den vorangegangenen Angebotsschocks und der Wiedereröffnung der Wirtschaft resultierende Aufwärtsdruck nachlässt und eine restriktivere Geldpolitik zunehmend die Nachfrage dämpft.


    Die Basisprojektionen für das Wachstum im Jahr 2023 wurden aufgrund der gesunkenen Energiepreise und der größeren Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber dem schwierigen internationalen Umfeld auf einen Durchschnitt von 1,0 % nach oben korrigiert. Die EZB-Fachleute gehen davon aus, dass sich das Wachstum dann in den Jahren 2024 und 2025 weiter auf 1,6 % erhöht. Gestützt wird es durch einen robusten Arbeitsmarkt, ein steigendes Vertrauen und eine Erholung der realen Einkommen. Zugleich ist der Wachstumsanstieg 2024 und 2025 geringer als in den Projektionen vom Dezember erwartet. Grund hierfür ist die geldpolitische Straffung.


    EZB-Leitzinsen

    Der EZB-Rat hat beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 50 Basispunkte anzuheben. Dementsprechend werden der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität mit Wirkung zum 22. März 2023 auf 3,50 %, 3,75 % bzw. 3,00 % erhöht.


    Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) und Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP)

    Die APP-Bestände verringern sich in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo, da das Eurosystem die Tilgungsbeträge von Wertpapieren bei Fälligkeit nicht vollumfänglich wieder anlegt. Bis Ende Juni 2023 werden die Bestände monatlich im Durchschnitt um 15 Mrd € reduziert. Das Tempo danach wird im Zeitverlauf festgelegt.

    Was das Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) angeht, beabsichtigt der EZB-Rat, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Programms erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2024 weiterhin bei Fälligkeit wieder anzulegen. Das zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.

    Der EZB-Rat wird bei der Wiederanlage der Tilgungsbeträge fällig werdender Wertpapiere im Portfolio des PEPP weiterhin flexibel agieren, um pandemiebedingten Risiken für den geldpolitischen Transmissionsmechanismus entgegenzuwirken.


    Refinanzierungsgeschäfte

    Vor dem Hintergrund von Rückzahlungen der Banken im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte wird der EZB-Rat in regelmäßigen Abständen bewerten, wie gezielte Kreditgeschäfte zu seinem geldpolitischen Kurs beitragen.


    Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass die Inflation mittelfristig zu seinem Zielwert von 2 % zurückkehrt, und um die reibungslose Funktionsfähigkeit der geldpolitischen Transmission aufrechtzuerhalten. Die EZB verfügt über alle geldpolitischen Instrumente, um das Finanzsystem des Euroraums erforderlichenfalls mit Liquiditätshilfen zu unterstützen. Darüber hinaus steht das Instrument zur Absicherung der Transmission (Transmission Protection Instrument) zur Verfügung, um ungerechtfertigten, ungeordneten Marktdynamiken entgegenzuwirken, die eine ernsthafte Bedrohung für die Transmission der Geldpolitik im Euroraum darstellen. Dies ermöglicht dem EZB-Rat eine effektivere Erfüllung seines Preisstabilitätsmandats.



    https://www.ecb.europa.eu/pres…s230316~34822c9f1d.de.pdf

     iMac 27Zoll 5K mit 2TB Fusion-Drive
     iPad 6 & iPad Air Wi-Fi/Cellular
     iPhone 12 Pro Max Silber
     Watch 6 44er Edelstahl Gliederarmband

     HomePods, HomePod mini & ATVs 4/4k

    2002 - 2022, 20 Jahre TT:

    Gestern vor 20 Jahren | Ich gratuliere mal

  • Auf die Devisenkurse hatte die Zinserhöhung aber so gut wie keinen Einfluss, sondern eher im Gegenteil hat der Euro gegenüber USD, CHF und etlichen anderen Devisen sogar leicht verloren.


    Und ich sehe auch keinerlei positiven Auswirkungen auf die Inflationsrate. Das wir immerhin wir nicht in die gallopierende Inflation gekommen sind haben wir vorallem den sinkenden Ölpreisen und Strompreisen zu verdanken, aber nicht der EZB. Wenn der Leitzinssatz nur auf 1,5% erhöht worden wäre, dann ginge es uns jetzt auch nicht schlechter. Aber auch nicht besser. Sondern genauso.

    Ich hab das Gefühl viele Banker und Politiker überschätzen den Einfluss der Leitzinsen völlig, in der Realität ist er sehr viel geringer als sie denken. Wirklich was bwegen kann man über die Zinspolitik nur wenn man frühzeitg als einer der Ersten reagiert, damit die Zinspolitik auf die Devisenkurse wirken kann. Oder indem man die Zinsen so massiv erhöht das man ganz bewusst die Wirtschaft abwürgt damit die Rohstoffpreise sinken.

  • Ich hab das Gefühl viele Banker und Politiker überschätzen den Einfluss der Leitzinsen völlig, in der Realität ist er sehr viel geringer als sie denken

    Richtig das Gefühl und nichts handfestes, So wie fast alles Threads in dem Du schreibst.

  • Richtig das Gefühl und nichts handfestes, So wie fast alles Threads in dem Du schreibst.

    Natürlich hab ich nichts handfestes, aber dazu fehlen mir einfach die Möglichkeiten.

    Und nicht nur mir. Denn selbst staatliche Institutionen egal ob Geheimdienste oder Justiz und grosse Medien können heutzutage oft nichts Handfestes mehr sondern können nur Theorien aufstellen und bestenfalls Indizien liefern.

    War hat H.C. Strache die Ibizagate Falle gestellt?


    Von welcher Tierart stammt Covid19 genau?


    Haben Chinesen das Corona-Virus oder chinareisende Italener das Covid19 Virus nach Italien gebracht, oder waren es sogar Deutsche wie Kontaktpersonen der Webasto-Fälle die man übersehen hat?

    Wer steckt hinter dem Massaker von Butscha?


    Wer hat die Nordstream-Pipelines gesprengt?

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!