Digitalminister Wildberger: Plan für sichere Telekommunikationsnetze

  • Die Kernbotschaft ist doch, das in der Politik jetzt grundsätzlich verstanden wurde, dass die technische Ausstattung der Infrastruktur als Waffe gegen unsere europäischen Länder gerichtet wird.


    Da gab es wahrlich schon andere Statements, die man allerdings heute immer noch von beiden extremistischen politischen Rändern hört.


    Das die Industrie jetzt teilweise erst mal entwickelt wird, bevor sie überhaupt liefern kann ist logisch nachvollziehbar.

    Finde ich tatsächlich auch überhaupt nicht schlimm, getreu dem Motto:

    Besser spät, als zu spät.

  • dass die technische Ausstattung der Infrastruktur als Waffe gegen unsere europäischen Länder gerichtet wird

    überhaupt traurig das das so ist.

    Was bleibt uns aber anderes übrig,als uns zu schützen.


    Für diese Schutzmaßnahmen geht leider unglaublich viel Geld drauf,was leider in anderen Bereichen der Gesellschaft jetzt fehlt. Keine schöne Zeit gerade.Nach der Wende hätte man nie gedacht in solche Zeiten quasi wieder zurückzufallen.

    Es fühlt sich an wie der kalte Krieg 2.0.


    Das man den USA so blind vertraut hat erweist sich jetzt auch als Fehler.

    Von kultureller Gemeinsamkeit und damit den USA als Schutzmacht will Herr Trump keine Verpflichtung der USA gegenüber Eutopa mehr ableiten.

    Ihm geht es nur um seinen persönlichen Nutzen und da sieht er Europa als kleinen schwachen Akteur. China oder Russland ist seine Kragenweite.Etwaige andere Sichtweisen stören Ihn nur nebenbei.

    Sein Hauptaugenmerk ist das Geschäft,er träumt von grossen Deals.Über den Punkt der kulturellen Verbundenheit lacht er nur.

    Und erstaunlicherweise sehe ich extrem viele Leute,die sich früher sehr kritisch über Herrn Trump geäußert haben,die nun komischerweise voll des Lobes über Ihn sind.

    Z.b.der Natochef,sämtliche Eliten der amerikanischen Wirtschaft wie z.b.Herr Zuckerberg usw.,der sich um 180 Grad gedreht hat.Traurig,traurig und ziemlich erschreckend, wie man so schnell seine komplette Meinung ändern kann.

    Das die Industrie jetzt teilweise erst mal entwickelt wird, bevor sie überhaupt liefern kann ist logisch nachvollziehbar.

    Finde ich tatsächlich auch überhaupt nicht schlimm, getreu dem Motto:

    Besser spät, als zu spät.

    finde ich auch.

    Das sieht Tom4711 aber teilweise ganz anders,der meinte der Zug wäre schon abgefahren,vor allem im Vergleich mit den USA und Softwarelösungen.dort.

    Ja lumpilump natürlich selbstverständlich auch.

    2 Mal editiert, zuletzt von gts ()

  • Der Zug ist sowas von abgefahren, da sind die Gleise schon verrostet...


    Wenn Behörden in der jetzigen Zeit noch auf M365 umstellen, statt den Behördenkram zu vereinheitlichen und auf eine Plattform umzustellen zu versuchen sagt das schon alles.


    Und warum soll sich denn "die Industrie" auf sowas verlassen? Wegen dem europäischen Zick-Zack-Kurs? Und am Ende knickt die Politik dann eh wieder vor der Lobby ein (siehe 6 GHz-Vergabe). Die deutsche Industrie investiert lieber im Ausland. Im Inland verlässt man sich lieber auf Verhätschelei.


    Wirkliche Stärke des deutschen Staates ist doch schon die letzten 10-20 Jahre Fehlanzeige. Da werden nichtmal die richtigen Probleme erfasst oder gar angegangen.


    Wer da ernsthaft was sinnvolles erwartet hat wohl zu sehr an der Pulle mit dem xxx gezogen.


    Also wenn man das schon liest "Digitalminister". Kommen mit TK-Netzen an, schaffen es aber nicht mal die Behörden mit GLEICHBLEIBENDEN, fast EINHEITLICHEN Prozessen umzustellen.


    Da würde man sich fast wünschen, dass man selber ne Pulle hat und in der Traumwelt glücklich und naiv leben darf.

    Einmal editiert, zuletzt von lumpilump () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von lumpilump mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Keine Ahnung, woher der Wunsch stammt, dass alle Prozesse einheitlich und gleichbleibend sein sollte. Der Ansatz wäre grundlegend falsch, führt er ja genau in die Angreifbarkeit von Monokulturen die wir jetzt häufiger beobachten können.


    Das deutsche Stromnetz z.b. wäre nur halb so stabil, wenn wir die zentralen Lösungen mit Softwaremonokultur hätten. Da haben die regionalen Strukturen, teilweise noch ohne Internetanbindung gerade einen riesen Vorteil.

    Du hast natürlich Recht: Von schönen Plänen alleine wird in der Industrie keine Investion passieren. Allerdings glaube ich auch, dass viele Dinge im Moment unter dem Radar laufen, der/ die Feind(e) hören ja schließlich mit.

    Ich sag ja nur: https://www.rheinmetall.com/de…/aktuelle-stellenangebote

    Und das läuft in anderen Infrastrukturprojekten ähnlich.

  • Keine Ahnung, woher der Wunsch stammt, dass alle Prozesse einheitlich und gleichbleibend sein sollte.

    Mit Verlaub, das ist purer Quatsch!


    Natürlich sollten in der Verwaltung die Prozesse identisch sein. Warum soll das Amt in A eine andere SW-Lösung nutzen als das Amt in B. Noch dazu, wenn es um gleiche Vorfälle geht. Pass. Genehmigungen. Bürgerservice usw. Da macht es wenig bis gar keinen Sinn, wenn jeder vor sich hin wurstelt. Das wäre wie wenn eine Firma je nach Niederlassung unterschiedliche OS und ERP-Systeme nutzen würde :D


    Monokulturen. Da kannste nur noch den Kopf schütteln.


    Zum Thema RHM und Co: Das mag alles sein. Aber das Problem sind nicht die Buden, sondern der Staat selber. Der Fisch... In Schland wird viel zu viel diskutiert und verpalavert, statt gehandelt. Siehe den ganzen Talk-Schrott in den Öffentlichen. Ähnlich in der Politik. Wirkliche Macher? Fehlanzeige. Die hätten ohnehin kaum eine Chance, da alles wieder verdiskutiert werden würde.


    Eines der besten Beispiele war ja damals die Drohnendebatte. Ob Deutschland denn Drohnen braucht. Oder gar anschaffen soll. So ein Teufelszeug. Ging da eine Welle der Empörung durch die Republik. Als dann gar noch das Thema Bewaffnung einer Drohne ins Spiel kam konnte man nur noch ungläubig schauen, oder sich einen Schluck aus der Pulle ziehen, und zwar der mit dem xxx. Alles andere half da nicht mehr.


    Das wird nix. Weil wir es nicht raffen. Und weil wir es nicht können. Weil keine Macher mehr vorhanden sind. Und Macher es schwer haben.


    Kaliber Genscher, Grupp und Co sind leider Auslaufmodelle :(

  • (...)sondern der Staat selber. Der Fisch... In Schland wird viel zu viel diskutiert und verpalavert, statt gehandelt. Siehe den ganzen Talk-Schrott in den Öffentlichen. Ähnlich in der Politik. Wirkliche (...)

    Wer Diskussionen in einer Demokratie als schlecht empfindet, hat es einfach nicht verstanden.


    Der Unfug, das "nicht gehandelt' würde stimmt nicht, oder gab es in den letzten Jahren keine Gesetzgebung mehr?

    Es mag sein, dass deine Meinung sich dort nicht wiederspiegelt, aber dafür hättest du ja ein Wahlrecht um das zu ändern.


    Talk-Schrott schaue ich nicht, weil es eben keine Willensbildung oder Informationsgewinnung ist, sondern ein Kommunikationstool wie Insta, TikTok und Konsorten auch: Es werden nur noch Meinungen rausgehauen von jedem, vor allem in der Mehrheit von fachfremden Leuten.

    Das bringt mich persönlich nicht weiter.


    Dazu kommen die anzähligen Bots, die einem Einreden wollen, in welch einem beschissenen Land man lebt. Nee, sehe absolut anders. Klar Wandel und Veränderungen sind wichtig, gefällt nicht alles, nachvollziehbar.

    Jetzt Wildberger & Co wieder totzuschreiben ist der typisch deutschen Misepetrigkeit zuzuschreiben.

    Ich bin jedenfalls froh, dass der Ansatz mal gemacht wird. Wie erfolgreich es sein wird, werden wir sehen, wenn Ergebisse auf dem Tisch liegen und es an die Umsetzung geht.

  • statt den Behördenkram zu vereinheitlichen und auf eine Plattform umzustellen zu versuchen sagt das schon alles.

    Das liegt eben nunmal an der Organisationsstruktur unseres Staates = vieles soll regional viel genauer geregelt werden als es zentral gesteuert möglich wäre.
    Frankreich wird hier wohl das Gegenteil sein = dort wird wohl alles, zentral aus Paris geregelt und somit fürs ganze Land sicherlich einheitlich geplant.


    Gerade in heutiger Zeit wo "das große Ganze" eigentlich aus der EU gesteuert wird und die Kommunikationsmöglichkeiten viel schneller als vor 80 Jahren geworden sind sollte man sich vermutlich als erstes die Frage stellen ob es noch zeitgemäß ist so viel Geld in die einzelnen Bundesländer, zwecks eigener Verwaltung etc. zu investieren.


    (In dem Zusammanhang fällt mir gerade eine Bekannte ein - die arbeitet in nem Rathhaus und hat da die Digitalisierung o.ä. an der Backe. Dazu wurde dann ein IT Spezialist eingestellt und sie war immer nur am meckern übre den. Da ergeben sich für mich die Fragen:

    - war der wirklich so schlecht

    - oder sind die Ämter einfach so doof dass sie niemals vernünftig digitalisiert werden können.


    Allein schon die Tatsache das offensichtlich viele Rathäuser IT Spezialisten einstellen müssen damit jeder sein eigenes Süppchen kocht ergibt ja schon überhaupt keinen Sinn wenn man davon ausgeht das IT Spezialisten ein teures und knappes Gut sind...


    (Ich glaube der IT Spezialist bei meiner Bekannten ging nur aufs Amt weil er nichts gebacken bekommen hat und sich nen sicheren Arbeitsplatz erhofft hat)

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Ich bin jedenfalls froh, dass der Ansatz mal gemacht wird. Wie erfolgreich es sein wird, werden wir sehen, wenn Ergebisse auf dem Tisch liegen und es an die Umsetzung geht.

    wie heisst es so schön: aufgeben ist auch keine Option.

    Bin auch eher froh das Ansätze mal da sind.

    Auch wenn viel heiße Luft dabei ist.

    Einmal editiert, zuletzt von gts ()

  • Das sieht Tom4711 aber teilweise ganz anders,der meinte der Zug wäre schon abgefahren,vor allem im Vergleich mit den USA und Softwarelösungen.dort.

    Das sehe nicht nur ich so, sonder viele Leute, die sich halbwegs für Technik interessieren.

    Mikroprozessoren usw. entwickelt man nicht von heute auf morgen, das dauert Jahre und dann hast du noch keine Fertigung. Was hab ich letzten von einem Bekannten gehört, der in der Branche tätig ist, ein Reinraum-Produktionsanlage aufzubauen bis die die volle Produktionsleistung und geringe Ausschussraten hat, dauert bis zu 10 Jahre. Das sind in der Mikroelektronik Welten.
    Einzig gut, das wir in Europa noch die Produktionsanlagen für Halbleiter entwickeln und bauen und die anderen da von uns abhängig sind.

    Deutschland / Europa hat sich ja Jahrzehnte schon auf die faule Haut gelegt und mal alle ins Ausland verschoben, weil die Produktion dort viel günstiger ist - das bekommen wir jetzt knallhart um die Ohren gehauen und das vielfach. Die Asiaten haben sich freundlich bedankt und hintenrum totgelacht.
    Wenn die Chinesen keinen Bock mehr haben, drehen die uns den Elektronik-Lieferhahn zu, wenn die Amis keine Bock mehr haben, drehen die uns den Softwarehahn zu und wir machen einfach mal garnicht daran.

    Was war vorgestern noch zu lesen, die Stadt München will einen großen Auftrag an Microsoft für Clouddienste geben - München, das war doch die Stadt, ide klaglos bei der Migration auf OpenSource versagt hat - oder anders gesagt, plötzlich wieder damit aufgehört haben, als Microsoft seine neue Niederlassung in München bauen wollte.
    Was will man da noch sagte, - die haben nicht gelernt.

    Und was Software betrifft - was haben wir in Europa noch an großen Herstellern oder Dienstleistern für z.b. Clouddienste.
    Software fällt mir nur SAP ein, Suse als Linux-Distributor, dann wird die Luft schon dünn.

    Cloud-Dienste für Unternehmen, die MS, AWS oder GCP die Hand reichen können - wüsste ich keinen. Dei Schwarz-Gruppe arbeitet dran, aber mehr für internen Gebrauch, Hetzner, Ionos, etc. vielleicht noch in Ansätzen, aber gegen eine Azure oder AWS kommen die nicht an.

  • Kleine Ergänzung noch, nur so ein Beispiele, was hier bei uns falsch läuft:


    Heute in der Presse:

    KUKA will 560 Stellen abbauen - KUKA Weltmarktführer im Bereich Industrieroboter, war mal ein Deutsches Unternehmen, gehört heute zu 100% den Chinesen.

    Grund für den Stellenabbau: Mangelnde Nachfrage aus der Industrie, hautpsächlich Autoindustrie - was ein Folge der Probleme dort ist und

    günstigere Konkurrenz aus Asien !


    Ich sag mal so, die Chinesen haben KUKA nicht gekauft, weil die in Deutschland so eine tolle Produktion haben, die haben KUKA gekauft, weil die so eine gewaltige KnowHow in der Branche habe - das gehört denen nun und die können machen damit was die wollen, z.b. auch in China produzieren.

    Was wird auf lange Zeit mit dem Standort in DE passieren.....


    Der früher Vorzeigebereich von Deutschland "Maschinenbau" wird immer mehr ausverkauft.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!