Weiterer Flugzeugabsturz aufgrund von GPS Jamming?

  • Jedes Flugzeug hat doch Trägheitsnavigation,

    Ich verstehe auch die ganze Diskussion ums GPS Jamming nicht. Klar ist es komfortabler. Aber ich kenne noch die Zeit als NAVSTAR zwar schon in den Flugzeugen vorhanden war, aber für die Navigation nicht verwendet werden durfte, da keine Luftfahrtfreigabe!


    Und, sind damals jeden Tag Flugzeuge im Bermuda Dreieck verschwunden?


    Klar muss das vor jedem Flug neu kalibriert werden. Aber dafür ist in FRA an jeder Parkposition ein Schild mit der korrekten Position. Ich denke, das ist an jedem internationalen Flughafen so.

  • Ich verstehe auch die ganze Diskussion ums GPS Jamming nicht. Klar ist es komfortabler. Aber ich kenne noch die Zeit als NAVSTAR zwar schon in den Flugzeugen vorhanden war, aber für die Navigation nicht verwendet werden durfte, da keine Luftfahrtfreigabe!

    In den Zeiten von NAVSTAR saß im Cockpit noch ein dritter und vierter Mann, die unter anderem auch für die Navigation zuständig waren und deren Arbeit heutzutage von Boardrechner erledigt wird. Was passiert wenn so ein Rechner mit falschen Daten gefüttert wird ist spätestens seit dem Absturz der Air France Maschine 2009 über den Atlantik bekannt.

  • Ich denke man kann sagen, das Problem ist nicht dass es ohne GPS nicht geht, sondern dass es keiner mehr kann bzw. gewohnt ist.

    Was dann das Risiko erhöht.

    Hinzu kommen die ganzen Konfliktgebiete auf der Welt.

    Seit https://de.wikipedia.org/wiki/Malaysia-Airlines-Flug_17 weiß man, dass nicht unbedingt jeder Airline/Pilot potentiel gefährliche Gebiete umfliegt.

    Sollte sich herausstellen dass der jüngste Absturz ebenfalls ein Abschuss war, wäre das nach MH17 und AHY8243 min. der dritte Fall in jüngster Zeit.


    Dann solltest du große Gebiete in Osteuropa und Mittelmeer meiden.

    Osteuropa und auch Asienflüge würde ich meiden.

    Im Mittelmeer würde ich die Türkei und alles südlich von Sizilien und Kreta meiden.

    Einmal editiert, zuletzt von HavilandTuf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von HavilandTuf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Was passiert wenn so ein Rechner mit falschen Daten gefüttert

    Ja, wenn Piloten Fehler machen, kommt es eventuell zu Problemen. Siehe Korean Airlines Flug 007 ,1. Sep. 1983


    Aber wenn ein Pilot die verfügbaren technischen Einrichtungen beherrscht, dann braucht's kein GPS! Vielleicht sollte man einfach wieder mehr klassische Navigation und händisches Fliegen trainieren.



    In den Zeiten von NAVSTAR saß im Cockpit noch ein dritter und vierter Mann


    Ja vielleicht in den russischen IL. In den Boeing und Airbus saßen schon vor NAVSTAR nur noch zwei Piloten.

  • Ja, wenn Piloten Fehler machen, kommt es eventuell zu Problemen. Siehe Korean Airlines Flug 007 ,1. Sep. 1983


    Aber wenn ein Pilot die verfügbaren technischen Einrichtungen beherrscht, dann braucht's kein GPS! Vielleicht sollte man einfach wieder mehr klassische Navigation und händisches Fliegen trainieren.

    Und wohin soll das führen? Führen wir wieder analoge Systeme ein, die Scheibentelefone, den Morsecode? Der Weg ist ganz bestimmt ein anderer, und wenn ein digitales System von feindlichen Akteuren sabotiert wird sollte das Ziel sein die Saboteure auszuschalten, und nicht die Systeme.

  • Ich denke man kann sagen, das Problem ist nicht dass es ohne GPS nicht geht, sondern dass es keiner mehr kann bzw. gewohnt ist.

    ...

    Das üben die Piloten trotzdem regelmäßig. Die Gefahr liegt da auch eher in unbeabsichtigen Kursabweichungen und damit Kollisionsgefahr mit anderen Flugzeugen oder in geringeren Höhen auch Bergen.

    Aber da es so aussieht als wäre der Flieger ziemlich steil aus 10000m Höhe abgestürzt war das ziemlich sicher kein Navigationsproblem und um die Uhrzeit war es taghell und in der Höhe sind Wolken eher selten und Gewittertürme umfliegt ein Pilot der noch alle Tassen im Schrank hat, so dass Orientierungsverlust auch eher unwahrscheinlich ist.

    Entweder ein schwerwiegender technischer Defekt, eine Kollision mit einem anderen Flugzug (Militärflugzeuge im Einsatz schalten i.d.R. ihr ADSB und TCAS aus) oder ein versehentlicher Abschuss, wobei das für eine iranische Rakete arg weit weg ist. Das wäre echt ein blöder Zufall wenn eine verirrte Rakete außerhalb des Radarbereichs den Flieger getroffen hätte, die weit reichenden russischen Luftabwehrrakten haben meist auch gar kein eigenes Zielerfassungssystem mit dem sie das Flugzeug ohne Bodenkontrolle erfassen könnten.

  • Das wäre echt ein blöder Zufall wenn eine verirrte Rakete außerhalb des Radarbereichs den Flieger getroffen hätte, die weit reichenden russischen Luftabwehrrakten haben meist auch gar kein eigenes Zielerfassungssystem mit dem sie das Flugzeug ohne Bodenkontrolle erfassen könnten.

    Wenn du die S-200 meinst - die Raketen haben auch ein eigenes Zielerfassungssystem im Endanflug, und die Reichweite ist ausreichend, inoffiziell wurden die Raketen schon auf mehr als 300 Kilometer Entfernung eingesetzt, vermutlich modifiziert in der Zeit. Zum Abschuss von schnellen Zielen sind sie ungeeignet, aber ein russisches AWACS haben sie schon vom Himmel geholt, und ein Frachtflugzeug ist auch ein geeignetes Ziel für diese Raketen. Iran hat sie auch offiziell in Bestand.

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