Beiträge von uwest

    - ca. 1650 KWh Einspeisung -> ca. 134€ Einspeisevergütung

    Wir reden hier über Balkonkraftwerke. Du hast Dich in Deinem Ausgangspost auf genau dieses "frische Gesetz" bezogen. Es ergibt daher keinen Sinn, mit Einspeisevergütung zu rechnen und auf dieser Grundlage über eine höhere Maximalleistung zu fabulieren.


    Nebenbei: Was für ein Balkon ist das, an dem Du 2.460Wp installierst?

    Gerade deshalb dürften es eben gerne durchaus die 2.460 Wp Generatorleistung sein damit dann auch noch an durchwachsenen Abenden so 120-250 W Ausgangsleistung zur Verfügung stehen.

    Unser Fernseher verbraucht mit allem Equipment 70W. Wenn wir von 4 Stunden Fernsehkonsum ausgehen (was ich schon ziemlich sportlich finde) sprechen wir von einer Ersparnis im Bereich von 0,3kWh pro Tag. Aufs Jahr gerechnet sind das knapp über 100kWh, also weniger als 30EUR Ersparnis. Was kostet die Anlage dazu?

    Rein techisch wäre das aber schon intressant, denn damit würde man auf ein Leistungsniveau kommen, das nicht nur für die Grundlast sondern eben auch zum zum Kochen, Staubsaugen und Fernsehen reichen.

    Das Problem ist doch, daß Kochen und Fernsehen tendenziell zu Zeitpunkten stattfinden, an denen die Sonne nicht oder nicht ausreichend scheint. Fernsehen ist ansonsten nicht so energieintensiv - da reicht auch ein halbes Modul; aber man macht es meistens nicht, wenn die Sonne draufscheint.

    Seit ich selbst so ein Balkonkraftwerk besitze, ist bei mir eine Erkenntnis gereift: Es ist unter Umständen gar nicht sinnvoll, mit so einer Anlage die maximal erlaubte Leistung auszureizen (wie es z.B. die ganzen Paketangebote machen). In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, z.B. nur ein einziges Panel hinzustellen und das eben so auszurichten, daß es in einem bestimmten Zeitraum genug Strom liefert, um eine individuelle Verbrauchsspitze zu reduzieren (z.B. morgens oder am frühen Abend). Auf diese Weise wird weniger Leistung "verschenkt" - und durch die geringeren Kosten amortisiert sich die Anlage schneller.


    Wie viel kWh hat es in der Zeit erzeugt?

    Das kann ich nicht genau sagen, weil kürzlich mein Wechselrichter ausgetauscht wurde. Der neue Wechselrichter zeigt mir 33,6 kWh in den letzten 69 Tagen.

    Letzten August wurde mein Stromzähler ausgetauscht. Seitdem habe ich genau 15 kWh ins Netz eingespeist - in 10 Monaten. Momentan gibt es bei "großen" Anlagen knapp 9ct/kWh Vergütung. Es geht also um etwa 1,35 EUR innerhalb von 10 Monaten oder knapp 14ct/Monat.


    Ich denke, da wird einigermaßen klar, warum eine Vergütung keinen Sinn ergibt...

    Genau deshalb würde ich mir nie ein Balkonkraftwerk kaufen, nicht mal wenn ich einen Balkon hätte. Ohne Speicher verschenkt man viel Strom, weil man als Arbeitnehmer, dann wenn das Teil am meisten liefert, auf der Arbeit ist und kaum Stromverbrauch hat, und mit Speicherlösung geht es richtig ins Geld.

    Schaltest Du alles aus, wenn Du zur Arbeit gehst? Und wieder ein, wenn Du zurück bist?