Wenn „der Staat“ die Parkplätze oder Parkhäuser oder Tiefgaragen baut, bezahlen die Steuerzahler diese ebenfalls mit. Auch die ohne Auto.
Da brauchst du aber weniger Stellplätze. Selbst wenn ich großzügig schätze, haben 50% der Anwohner in Großstädten kein Auto. Nach der derzeitigen Rechtslage müssen auch für diese Anwohner Stellplätze errichtet werden. Das erhöht die Miete, was wiederum den Mietspiegel erhöht, was andere Vermieter in der Stadt zu Mieterhöhungen berechtigt, und der Staat muss diese erhöhten Mieten dann wiederum durch Wohngeld oder Bürgergeld bezuschussen. Und dieses Geld landet dann bei irgendwelchen ausländischen Investmentfonds, fließt also aus Deutschland ab. Es ist quasi wie ein Teufelskreis, der Auswirkungen auf die ganze Stadt hat, auch außerhalb des konkreten Bauobjekts.
Umgekehrt, wenn wir Häuser ohne Stellplätze bauen, parken die Mieter entweder am Straßenrand oder sie besorgen sich einen Stellplatz in einem öffentlichen Parkhaus. Das sind zunächst Baukosten, die sich dann aber durch die laufende Miete amortisieren. Schau dir mal die Kosten für so einen Stellplatz an - in Großstädten bist du schnell bei 120 €/Monat. Das ist nicht wenig und kann zum einen einen grundsätzlich erwünschten Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV darstellen, gleichzeitig haben die Städte dadurch eine sprudelnde Einnahmenquelle. Umgekehrt sinken dadurch die Mieten, der Mietspiegel sinkt usw. usf. und der Staat muss weniger Wohngeld und Bürgergeld bezahlen, spart dadurch also bares Geld.